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Mars – Suche nach Wasser 03:03 min

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Transkript Mars – Suche nach Wasser

Seit den Viking-Missionen in den 1970ern haben sich interessante Hinweise für die Suche nach Leben auf dem Mars ergeben. Der Grund für diese Aufregung ist Wasser. Auch wenn der Mars heute eine erkaltete, trockene Welt ist, geht man davon aus, dass der rote Planet einst wie die Erde war - mit flüssigem Wasser, einer Atmosphäre und den Voraussetzungen für einfache Lebensformen. „Wenn wir uns die Geschichte des Lebens auf der Erde anschauen, dann ist es wohl in einem sehr kurzen Zeitraum von vielleicht 100 Millionen Jahren entstanden. Das klingt zwar nach einer langen Zeit, aber erdgeschichtlich betrachtet ist es das nicht. Ich würde also sagen, wenn es auf dem Mars für ein paar hundert Millionen Jahre Wasser gab, dann stehen die Chancen gut, dass auch dort Leben entstanden sein könnte.“ Es ist unwahrscheinlich, dass heute noch flüssiges Wasser auf der Marsoberfläche existiert, aber Leben aus früheren Zeiten könnte sich dort noch finden lassen – konserviert im Eis. Eiskappen an den Polen des Mars sind uns schon seit über hundert Jahren bekannt, aber die Temperaturen sind viel zu extrem, als dass dort je Leben hätte existieren können. Im Jahr 2001 entdeckte die Sonde Mars Odyssey etwas viel Aufregenderes, und zwar mithilfe von kosmischer Strahlung und Gammastrahlung. Kosmische Strahlung besteht zu 90 % aus Protonen, die von unserer Sonne und auch von jenseits unseres Sonnensystems stammen. Wenn kosmische Strahlung auf den Mars trifft, setzten alle Elemente, die auf dem Planeten existieren, Gammastrahlung frei. Gammastrahlung ist hochfrequent und jedes Element gibt Gammastrahlung in einer bestimmten Wellenlänge ab, jedes Element besitzt also eine Wellenlänge, die es kennzeichnet. Mars Odyssey maß diese unterschiedlichen Wellenlängen und konnte so bestimmen, welche Elemente auf dem Mars vorkommen. Die Sonde nahm die Daten auf und die Forscher warteten darauf, dass sie sie zur Erde schickte. Eine unglaubliche Überraschung: Da war eine Spitze in den Messwerten, die man nicht falsch interpretieren konnte. Die Messspitze stand für das Element Wasserstoff und die Forscher waren sich sicher, dass es in Eis eingeschlossen war. Sie hatten einen gefrorenen Ozean unter der Marsoberfläche entdeckt, größer als der Atlantik, und anders als die Pole des Mars befand sich ein Teil des Eises in moderaten Breiten, wo es einst warm genug für die Existenz von flüssigem Wasser gewesen sein könnte. Wenn dieser Ozean früher einmal aus flüssigem Wasser bestand, dann ist es sehr wahrscheinlich, dass dort auch Leben existiert hat. Aber besteht die Chance, dass Spuren dieses Lebens noch heute dort zu finden sind? Wir sollten unsere Antwort erhalten – und zwar aus der Antarktis.