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Gefahr im All 02:47 min

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Transkript Gefahr im All

Mit jedem Raketenstart fliegt mehr Schrott durchs All. Außer den funktionierenden Satelliten kreisen etwa 50000 Schrottteilchen mit einem Durchmesser von mehr als einem Zentimeter um die Erde. Und das mit mehr als 50000 Kilometer pro Stunde. Ein wahrer Geschosshagel. Ein Treffer hat verheerende Wirkung. Mehrere Schichten hochfeste Panzerung mühelos durchschlagen. Von einem winzigen Stück Metallschrott. Robin Putzar, vom Ernst-Mach-Institut in Freiburg, ist für solche Einschläge zuständig. Oder besser dafür, wirksame Gegenmaßnahmen zu entwickeln. „Wir simulieren jetzt hier den Einschlag von einem Weltraummüllteilchen mit drei Millimeter Durchmesser. Was eigentlich schon ein relativ großer Durchmesser ist, eine relativ große Kugel. Wenn man sich überlegt, dass schon eine ein Millimeter Kugel ausreicht, um den Raumanzug eines Astronauten zu durchschlagen.‟ Putzas Mission. Die Suche nach einer wirksamen Panzerung zum Schutz von Satelliten und Raumstationen. Mit einer zehn Meter langen Leichtgaskanone, einer Art riesigem Luftgewehr, kann er winzige Metallkugeln mit über 20000 Stundenkilometern verschießen und so die Bedingungen im All simulieren. „Der Schutzschild, den man braucht, um Satelliten gegen Weltraummüll zu schützen, der hat einfach eine gewisse Masse natürlich auch an sich. Und diese Masse trägt natürlich auch zur Gesamtmasse des Satelliten bei und kostet dementsprechend Geld bei einem Start. Das heißt, eine Überlegung ist natürlich, diese Schutzschilde so leicht wie möglich zu bauen.‟ Sobald alle im Sicherheitsraum sind, kann abgefeuert werden. Die Forscher testen eine leichte Doppelwand aus Metall. Sie soll Energie des Projektils verteilen. „Gut. Feuer.‟ Die Hochgeschwindigkeitskamera zeigt genau, was passiert ist. Der Versuch hat die Effektivität dieses Doppelwandschutzschildes eindrucksvoll bewiesen. Zunächst der glatte Durchschuss. Dann nur noch Krater im Metall, verursacht durch den Metallstaub. Die Forscher wissen, das ist nur ein Anfang. Bis sie eine wirklich wirksame Panzerung entwickelt haben, wird noch einige Zeit ins Land gehen. Bleibt zu hoffen, dass der Weltraumschrott bis dahin nicht auf Kollisionskurs mit einem Satelliten fliegt.