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Aufbruch des Menschen ins All 05:30 min

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Transkript Aufbruch des Menschen ins All

Im Januar 1965 wird John Fitzgerald Kennedy zum Präsidenten gewählt. Während die Amerikaner aus dem Weltraum spionieren, bereiten die Sowjets die Mission "Der erste Mensch im Weltraum" vor. Protagonist dieses außergewöhnlichen Abenteuers ist Jurij Gagarin. 12. April 1961: Der Countdown läuft. Die Trägerrakete des Raumschiffs Wostok 1 schießt ihre kostbare Ladung ab. Der Flug dauert 108 Minuten. 108 Minuten, die die Welt verändern. Die Länder des sozialistischen Blocks sind stolz auf diesen Erfolg. Gagarin wird zum Idol und das nicht nur in der Heimat. Bis heute markiert Gagarins Ausflug in die Erdumlaufbahn den Aufbruch des Menschen ins All und damit die Leistungen der Sowjets auf dem Gebiet der Raumfahrt. Am 27. März 1968 stürzt Gagarin mit einer Militärmaschine bei einem simplen Übungsflug in der Nähe von Moskau ab und stirbt. Die offizielle Ursache des Absturzes lautete: Eine unglückliche Verkettung verhängnisvoller Umstände. Vier Wochen nach Gagarins Weltraumflug schicken die Amerikaner im Rahmen des Mercury-Programms Alan Shepard ins All. Der erste amerikanische Astronaut schafft es nicht, die Erde komplett zu umrunden, aber es ist immerhin ein Anfang. Präsident Kennedy interessiert sich nun persönlich für die Forschungsarbeit von Wernher von Braun und unterstützt den unglaublichen Vorschlag des Ingenieurs, einen Amerikaner auf den Mond zu schicken. Sieben erfahrene Testpiloten der Luftwaffe bilden die erste Trainingsgruppe. Die Astronauten werden einer Reihe von rigorosen Tests unterzogen. Ziel ist es, die Risiken so weit wie möglich zu begrenzen. Im Gegensatz zur strikten Geheimhaltung in der Sowjetunion findet jeder Testflug vor den Kameras der amerikanischen Fernsehanstalten statt, denn die Regierung braucht die Zustimmung ihrer Steuerzahler. 1962 ist ein erfolgreiches Jahr für die NASA. Am 20. Februar unternimmt John Glenn mit der Mercury-Raumkapsel den ersten amerikanischen Flug ins All. Dieser historische Flug verläuft allerdings keineswegs ohne Probleme. Beim zweiten Umfliegen zeigt ein Lichtsignal an, dass sich das Wärmeschild gelöst hat. Die Rückkehr in die Atmosphäre ist damit ernsthaft gefährdet. Das Signal erweist sich jedoch als Fehlalarm und Glenn kehrt unversehrt auf die Erde zurück. Der Erfolg dieser ersten Mission in der Umlaufbahn gibt der USA neue Hoffnung. Am 10. Juli schickt die NASA den ersten kommerziellen Telekommunikationssatelliten, Telstar1, in seine Umlaufbahn. Eine der wichtigsten Eigenschaften dieses Satelliten ist seine Übertragungskapazität: 600 Telefonkanäle und ein Fernsehkanal in Schwarzweiß. Die Übertragungen sind noch nicht rund um die Uhr garantiert. Das Ziel aber ist erreicht, Europa im Rahmen der kommerziellen Telekommunikation zu den Geschäftszeiten mit den USA zu verbinden. Das Fernsehen nimmt somit eine zentrale Rolle im Leben der Amerikaner ein und entwickelt sich zum wichtigsten Informationskanal. Die Kennedy-Regierung erkennt das Potenzial des Satelliten als Nachrichtenübertragungsinstrument und fördert die Entwicklung der Technologie. Die NASA schickt daraufhin einen weiteren Satelliten ins All, den Relay-Satelliten. 1962 ist auch das Jahr der Kubakrise. Im Oktober starrt die Welt mit Entsetzen auf den Inselstaat. Amerikanische Aufklärungsflugzeuge entdecken dort Abschussrampen für sowjetische Raketen, die Nuklearsprengköpfe tragen können. Amerika fühlt sich bedroht und die Welt steht am Rande eines Atomkrieges. Trotz Entschärfung der Krise durch Kennedy und Chruschtschow und der beidseitigen Erkenntnis, dass ein Nuklearkrieg unter allen Umständen vermieden werden muss, beginnen die Amerikaner Waffen zu testen, die feindliche Atomraketen abfangen und sie im Weltraum zerstören können. In der Sowjetunion wird an ähnlichen Abwehrwaffen und Satellitensystemen für den Angriff und die Verteidigung gearbeitet.