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1900 - Es lebe das Jahrhundert

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Team Zeitreise
1900 - Es lebe das Jahrhundert
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Grundlagen zum Thema 1900 - Es lebe das Jahrhundert

Das Jahrhundert kommt auf kessen Sohlen: Cancan-Rythmen geben in Paris, der Welthauptstadt der Avantgarde, den Takt an. Ungeheure Zukunftsgläubigkeit beherrscht die Welt. Doch die Moderne berauscht sich an einem Tanz auf dem Vulkan: Die Rivalität der Großmächte treibt Europa an den Abgrund.

Transkript 1900 - Es lebe das Jahrhundert

An der Schwelle zur neuen Zeit wachsen die Träume in den Himmel. Jahrhundertwende in Paris. Ungeheurer Glaube an die Zukunft: „Es war wie ein Abkommen zwischen den Völkern. Von nun an wollten sie das Gute und Schöne am Leben genießen.“ Sehnsucht nach Freiheit. Wer sie nicht in der alten Welt findet, sucht sie in der neuen. „Die Leute, die hier ankamen, spürten: Jetzt wird alles anders. Sie fühlten sich befreit.“ Das neue Jahrhundert. Eine, die es in Berlin begrüßt hat und den Abschied noch erleben darf, erinnert sich an den Beginn: „Wir mussten nachmittags immer schlafen, richtig. Und dann wurden wir erst zum Abend geweckt und dann gab es dann Pfannkuchen. Und dann bekamen wir Himbeersaft, glaube ich, zum Trinken und so weiter. Und dann durften wir – wir hatten ja geschlafen – durften wir aufbleiben bis 12 Uhr.“ Es lebe das Jahrhundert. Aufbruch soll es sein, in eine bessere und hellere Epoche. Sie beginnt mit Wunderkerzen für die Kinder, die erleben werden, wie es wirklich sein wird. „Wir durften die ja gar nicht anfassen. Hatte der Vater oder Mutter in der Hand. Man konnte sich, ja, wenn man nicht ganz aufpasst, da konnte schon was sein, wenn man so klein war. In die Hand, haben die Eltern dann gemacht.“ Silvester 1899. Hohe Zeit für Grammophone und Revuen. „Unser Wunsch, ja heut' ist der, dass so glücklich wie bisher, nun auch weiterhin der Welt die Sonne lacht. Dass der Sekt im Glase klingt, das uns Glück und Wohlstand bringt und dass jedermann die neue Zeit bezwingt. Und mein Rat, oh Publikum, für das neue Säkulum: Wartet froh, was die Zukunft bringt.“ Als Welthauptstadt der Zukunftsträume gilt Paris, Bühne neuer Lebenslust. Auf dem Land herrschen alte Sitten. Bilder aus der Bretagne zur Jahrhundertwende. „Auf dem Land lebten wir in einer sehr beengten Welt. Doch in Paris war man am Puls der Zeit.“ Weltausstellung 1900. Paris präsentiert die neuesten Errungenschaften. Fortschritt für alle. Doch wenigen ist er vergönnt. Wer ihn jetzt schon zuhause hat, der wird bestaunt. „Ach, bei der Osel das Telefon. Mein Vater war Verlagsbuchhändler. Wir waren doch mit dem Geschäft verbunden, mit seinem Verlag, und da gab es elektrische Schlicht, Heizung gab es. Alles hatten wir.“ In den Hinterhöfen des Fortschritts hatten viele nichts. Die Arbeitssklaven des Wohlstands, das Proletariat. „Mein Vater war Weber in einer Fabrik und hatte dieses Leben satt. Also ging er mit uns nach Amerika.“ Amerika. Millionen Menschen suchen zu Beginn des Jahrhunderts hier ihr Glück. Fortschritt heißt für sie, das altgewordene Europa verlassen. Auswandern. „Allen, die mit uns hierher gekommen waren, allen ging es hier besser.“ Hoffen auf das Neue. Die alte Welt genießt, wer es sich leisten kann. Monte Carlo, Tummelplatz der Reichen und mitunter Schönen. Europa fühlt sich als Nabel der Welt. Für den Nachschub hat man Kolonien. Die meisten haben Briten und Franzosen. „Die Kolonien fand ich als Junge faszinierend. Die Leute, die da waren, haben spannende Dinge erzählt, wie man da leben kann.“ Doch das exotische Idyll ist keines. In China regt sich Widerstand gegen die Fremden im eigenen Land. Boxeraufstand. Die Kolonialherren, es sind auch Deutsche, unterdrücken ihn mit allen Mitteln. Bluttaten im Zeichen imperialen Größenwahns. „Wir waren patriotisch. Wir hatten ja den Kaiser. Kaiser Wilhelm II, König von Preußen. Und wir waren Preußen. Bitte, ja natürlich, da waren wir alle stolz darauf." Der Kaiser begrüßt das neue Jahrhundert mit säbelrasselndem Pathos. Deutschland habe noch nicht den Platz in der Welt, der ihm gebührt. Pioniere werden hofiert. Graf Zeppelin wird Volksheld, denn er bringt mit seinen phantastischen Plänen Deutschland nach oben. Über seine fliegenden Zigarren staunt die Welt. Fortbewegung in der Luft. Ein Menschheitstraum wird Wirklichkeit. „Luftfahrt war eine tolle Sache, denn von da oben konnte man viel besser sehen, was sich auf der Erde alles veränderte. Da kann ich mich noch sehr gut dran erinnern.“ Eine andere Erfindung bewegt die Menschen noch weit mehr: das Automobil. So kräftig wie sechs Pferde schafft es 40 km/h. Ein lärmendes Vehikel, damals eine Rarität. „Dann blieben wir stehen…jetzt dann. Ach ne, unsere Straße war eine Willensstraße. Da kam überhaupt nichts lang." Das neue Jahrhundert wird verrückt nach Autos. Bald sorgen sie für Tempo und Chaos in den Städten. Ein Jahrhundert nimmt Fahrt auf. „Das war das neue dieser Zeit – die Geschwindigkeit.“ Es wird ein Jahrhundert, das die Menschen immer schneller mit immer Neuem überrollt. „Ich muss unbedingt noch ein paar Jahre leben, damit ich sehen kann, was die Menschen im nächsten Jahrhundert aus all dem machen.“

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