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Was ist ein Prädikat? 04:29 min

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Transkript Was ist ein Prädikat?

Was ist ein Prädikat? Das Erdmännchen Manni ist zwar der talentierteste Butler in der Erdmännchenkolonie, nur leider ist er auch der vergesslichste. Manni sucht verzweifelt seinen Erdmännchenbau. Dieser Satz enthält ein Prädikat: "sucht". Prädikate werden immer durch Verben gebildet. In diesem Fall ist es das Verb "sucht", eine gebeugte Form des Verbs "suchen". Das Prädikat informiert darüber, was passiert, oder was getan wird. Du kannst es mit “Was tut jemand?” oder “Was passiert?” erfragen. Schauen wir uns doch einmal an, wie man das Prädikat im Beispiel von Manni erfragen kann. Was tut Manni? Manni sucht. Ein Prädikat ist übrigens ein Satzglied. Neben dem Prädikat befinden sich noch weitere Satzglieder in diesem Satz: Ein Subjekt, Manni, und ein Objekt, seinen Bau. Satzglieder kann man als Bausteine eines Satzes verstehen. Sie können aus einem Wort oder mehreren Wörtern zusammengesetzt sein, die dann zusammen im Satz verschoben werden können. Wir bleiben aber beim Prädikat, von dem alle anderen Satzglieder abhängen. Hätte ein Satz kein Prädikat, dann würde er zum einen überhaupt keinen Sinn ergeben, und außerdem wüsste der arme Manni gar nicht, was er eigentlich tun soll. Jeder Satz braucht also ein Prädikat, damit klar wird, was die Satzaussage ist. Prädikate sind so wichtig, dass sie sogar eine feste Position im Satz haben. In einem Aussagesatz wie hier steht das gebeugte Verb immer an 2. Satzgliedstelle. Es kann aber auch an 1. Stelle stehen, wenn es sich zum Beispiel um eine Frage handelt. Der arme Manni hat Tag und Nacht seinen Bau gesucht Prädikate können auch mehrteilig sein. In diesem Beispielsatz wird eine Zeitform mit Hilfsverb benutzt: das Perfekt. Der konjugierte, also gebeugte Teil des Verbs, hier ist es "hat", steht wie gewohnt an zweiter Satzgliedstelle, der zweite Teil des Verbs - hier das Partizip II - steht an letzter Stelle. Beide Verbteile gehören zum Prädikat! Dasselbe trifft übrigens auch auf trennbare Verben oder Modalverben zu. Vielleicht kann Mannis bester Freund Nils bei der Suche nach dem Erdmännchenbau helfen. Manni und Nils suchen gemeinsam den Erdmännchenbau. Moment mal. Was ist denn hier mit dem Prädikat passiert? Wenn das Subjekt im Plural steht, muss auch die Endung des Prädikats angepasst werden. Subjekt und Prädikat müssen also immer zueinanderpassen. Leider waren die beiden auch zusammen nicht erfolgreich. Der Bau scheint vom Erdboden verschluckt. Manni und Nils geben die Suche nach dem Bau auf. Schauen wir uns das Prädikat dieses Satzes genauer an. Was tun Manni und Nils? Manni und Nils geben auf. Bei "aufgeben" handelt es sich um ein trennbares Verb. Das Prädikat ist also wieder mehrteilig. Der konjugierte Teil des Verbs nämlich "geben" steht an 2. Satzgliedstelle, und die Vorsilbe "auf" an letzter Position. Da Manni und Nils im Plural stehen, ist auch die Personalform des Verbs angepasst. Wenn nur "Manni" das Subjekt wäre, sähe das Verb SO aus. Nils der schlaue Fuchs - äh - das schlaue Nilpferd hat eine Idee! Er bietet Manni sein Zuhause an. Puh, Manni darf bei Nils wohnen. Hier hat sich wieder ein mehrteiliges Prädikat versteckt. Da Prädikate aus Verben gebildet werden, müssen wir also die Verben im Satz suchen, "darf" und "wohnen". Da es sich wieder um einen Aussagesatz handelt, steht das gebeugte Verb an 2. Stelle und das infinite Verb - also das Verb in seiner Grundform - an letzter Stelle. Auch hier passen das Subjekt und die Personalform des Verbs zusammen. Wohin Mannis Erdmännchbau verschwunden ist, das weiß niemand. Aber bei Nils zuhause ist es sowieso viel gemütlicher.

1 Kommentar
  1. cooles wiedeo mach weiter so

    Von Annafedjan, vor 7 Tagen

Was ist ein Prädikat? Übung

Du möchtest dein gelerntes Wissen anwenden? Mit den Aufgaben zum Video Was ist ein Prädikat? kannst du es wiederholen und üben.

  • Bestimme die fehlenden Prädikate.

    Tipps

    Ohne Prädikat ergeben Sätze keinen Sinn.

    Du kannst nach dem Prädikat fragen: Was tut jemand? Was passiert?

    Prädikate können auch aus zwei Teilen bestehen. Dann steht der erste Teil (die gebeugte Verbform) an zweiter Satzgliedstelle, der zweite Teil des Prädikats steht an letzter Satzgliedstelle.

    Lösung

    Das Prädikat ist ein Satzglied. Es gehört mit dem Subjekt zum Satzkern. Ohne ein Prädikat ergibt ein Satz also gar keinen Sinn.
    Prädikate werden immer aus Verben gebildet. Sie beschreiben, was in einem Satz passiert oder was das Subjekt tut. Deshalb kannst du nach dem Prädikat so fragen:

    • Was tut jemand?
    • Was passiert?
    Manchmal bestehen Prädikate aus zwei Teilen, z. B. bei Zeitformen wie dem Perfekt oder dem Futur, oder in Verbindung mit Modalverben (können, dürfen usw.). Dann steht die gebeugte Verbform an zweiter Satzgliedstelle, der zweite Prädikatteil an letzter Satzgliedstelle.

    • Manni darf bei Nils wohnen.
  • Gib die Prädikate an, indem du auf folgende Fragen antwortest.

    Tipps

    Wenn du nach dem Prädikat fragst, musst du mit einem Verb antworten, das im Satz an zweiter Satzgliedstelle steht.

    Achte auf die Kleinschreibung der Verben.

    Der Punkt am Satzende ist bereits gesetzt.

    Lösung

    Das Prädikat ist wie das Subjekt oder das Objekt ein Satzglied. Du kannst nach dem Prädikat fragen: Was tut jemand? Die Antwort auf diese Frage ist das Prädikat.

    Ein Prädikat wird aus Verben gebildet. Das gebeugte Verb des Prädikats steht immer an zweiter Satzgliedstelle im Satz. Vor dem Prädikat steht also immer genau ein anderes Satzglied.

  • Analysiere die Bestandteile der zweiteiligen Prädikate.

    Tipps

    Jeder Satz braucht eine finite Verbform. Sie steht immer an zweiter Satzgliedstelle.

    Der zweite Teil des Prädikats steht immer an letzter Satzgliedstelle.

    Das Partizip II wird z. B. zur Bildung des Perfekt gebraucht. Es muss nicht immer mit der Vorsilbe ge- gebildet werden.

    Achtung: In einem Beispielsatz gleicht das Partizip II dem Infinitiv!

    Der Infinitiv steht häufig in Kombination mit Modalverben wie können, dürfen, müssen oder wollen oder auch mit dem Futur I.

    Lösung

    Prädikate können aus zwei Teilen bestehen. Das ist z. B. bei bestimmten Zeitformen oder bei der Verwendung von Modalverben der Fall. Beide Teile gehören dann zum Prädikat!

    In Aussagesätzen ist das mehrteilige Prädikat leicht zu finden: Der erste Teil des Prädikats steht immer an zweiter Satzgliedstelle, während der zweite Teil des Prädikats an letzter Stelle steht.

    • Er hat schon lange nach seinem Bau gesucht.
    Im Perfekt ist der zweite Teil des Prädikats ein Partizip II. Du erkennst es oft an der Vorsilbe ge-. Allerdings gibt es auch Verben, die das Partizip II wie den Infinitiv bilden (z. B. verlassen).

    Bei Modalverben oder dem Futur I steht der Infinitiv, also die ungebeugte Form eines Verbs, an letzter Satzgliedstelle.

    • Er kann seinen Bau nicht finden.
  • Bestimme die Endungen der Prädikate.

    Tipps

    Subjekt und Prädikat müssen immer zueinander passen.

    Das Prädikat wird der Anzahl des Subjekts angepasst. Bezeichnet das Subjekt mehrere Lebewesen oder Gegenstände, steht auch das Prädikat in der Mehrzahl.

    In der Einzahl (Singular) endet das Prädikat in der 3. Person (er/sie/es) oft auf -t, in der Mehrzahl (Plural) auf -en.

    Lösung

    Der Satzkern besteht aus Subjekt und Prädikat. Beide Satzglieder müssen zueinander passen. Das Prädikat passt sich dabei immer dem Subjekt an.

    Steht das Subjekt in der Einzahl (Singular), muss auch das Prädikat in der Einzahl stehen.

    • Manni sucht seinen Erdmännchenbau.
    Steht das Subjekt aber in der Mehrzahl (Plural), muss auch das Prädikat angepasst werden.

    • Manni und Nils suchen gemeinsam den Erdmännchenbau.
    Dabei unterscheiden sich jeweils die Endungen. In der 3. Person lauten die Endungen in der Einzahl -t (sucht) und in der Mehrzahl -en (suchen). Manchmal wird in der Einzahl auch gar keine Endung angehängt (z. B. in er kann).

  • Ermittle die richtige Wortstellung.

    Tipps

    In Aussagesätzen steht das Prädikat an zweiter Satzgliedstelle.

    In Fragen steht das Prädikat an erster Satzgliedstelle.

    Satzanfänge werden großgeschrieben.

    Lösung

    Für die Stellung des Prädikats im Satz gibt es im Deutschen Regeln.

    In Aussagesätzen, die mit einem Punkt enden und sagen, wie etwas ist, steht das Prädikat immer an zweiter Satzgliedstelle. Das heißt aber nicht, dass das Prädikat das zweite Wort im Satz sein muss. Häufig besteht das erste Satzglied im Satz aus mehreren Wörtern. Hier steht an erster Satzgliedstelle das Subjekt, danach folgt das Prädikat:

    • Manni, das Erdmännchen, sucht seinen Bau.
    In Fragesätzen ohne Fragewort steht das Prädikat an erster Satzgliedstelle. Hier ist es auch immer gleichzeitig das erste Wort.

  • Bestimme die Prädikate.

    Tipps

    Frage nach dem Prädikat mit Was tut jemand? oder Was passiert?

    Das Prädikat steht in Aussagesätzen an zweiter Satzgliedstelle. Das bedeutet aber nicht, dass es auch das zweite Wort im Satz sein muss.

    Das Prädikat kann auch zweiteilig sein. Dann steht nur die finite (gebeugte) Verbform an zweiter Stelle, der Infinitiv an letzter Stelle.

    In Entscheidungsfragen steht die finite Verbform des Prädikats an erster Stelle. Auch hier kann ein Infinitiv an letzter Stelle stehen.

    Lösung

    Das Prädikat ist ein Satzglied, das mit folgenden Fragen bestimmt werden kann:

    • Was tut jemand?
    • Was passiert?
    Das Prädikat besteht immer aus einer gebeugten (finiten) Verbform. Handelt es sich um ein Modalverb (z. B. wollen, können, dürfen) oder um bestimmte Zeitformen wie das Perfekt, kann zu der finiten Verbform noch ein Infinitiv treten.

    In Aussagesätzen steht die finite Verbform immer an zweiter Satzgliedstelle. Falls ein Infinitiv vorhanden ist, steht dieser an letzter Stelle im Satz.

    In Fragesätzen steht die finite Verbform an erster oder an zweiter Satzgliedstelle. Auch hier kann ein Infinitiv an letzter Stelle stehen.