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Verb – Stammformen 07:18 min

Textversion des Videos

Transkript Verb – Stammformen

Hallo! Heute geht es um die Formen des Verbs. Wichtig ist, dass Ihr die Begriffe "Person", "Einzahl und Mehrzahl" - also Singular und Plural - und die Zeitformen bereits kennt. In diesem Video spreche ich zuerst über die Stammformen des Verbs: also über den Infinitiv, die erste Person Singular im Präteritum und das Partizip II. Bevor wir jedoch anfangen, muss kurz der Unterschied zwischen starken und schwachen Verben geklärt werden. Schwache Verben bilden das Präteritum, also die Vergangenheit, mit der Endung -te. Je nach Person ändert sich natürlich die Endung. Wir haben also den Wortstamm plus die Endung, so wie bei "ich sagte": Ich als Person und sagte ist dann die Präteritumsform. Natürlich ändern sich auch hier die Endungen, wie zum Beispiel "Du spieltest". Ein weiteres Beispiel ist: "Ich merkte". Bei den starken Verben ändert sich im Präteritum der Vokal, das heißt aus "gehen" wird "ging". E wird zu i. Der Vokal hat sich also verändert. Das Gleiche gilt für "Lesen". Aus "lesen" wird "las". Hier wird aus e ein a. Auch hier ändert sich natürlich die Endung, je nach Person und Numerus, also nach Person und Anzahl. So wird aus dem Infinitiv "Laufen" in der dritten Person Plural, also Mehrzahl, "liefen". Dieser Unterschied ist wichtig für die zweite Stammform. Einen weiteren Unterschied zwischen den starken und schwachen Verben werden wir bei der Partizip II-Bildung kennenlernen. Jetzt kommen wir endlich zu den Stammformen. Die Stammformen des Verbs bestehen aus dem Infinitiv, aus der ersten Person Singular im Präteritum, und dem Partizip II. Diese drei Stammformen sind wichtig für die Bildung aller Zeitformen. Ähnlich wie bei einem Haus bilden sie das Fundament für die Bildung. Die erste Stammform des Verbs ist der Infinitiv. Häufig wird er auch als Grundform oder Nennform bezeichnet. Fast alle Verben enden auf "en", so wie: merken, lachen, gehen und ganz viele andere. Der Infinitiv verändert nicht seine Form, das.heißt, er verändert sich nicht nach Person und Numerus, also nach Anzahl. Es gibt auch Verben, die auf "eln" enden, so wie "hoppeln" oder "lächeln". Ebenso gibt es Verben, die auf "ern" enden, so wie "rudern". Die erste Stammform ist also geklärt. Der Infinitiv wird auch als Grundform oder Nennform bezeichnet, und meist mit "en" gebildet, so wie bei "schwimmen" oder "merken". Jetzt kommen wir zur zweiten Stammform, der ersten Person Singular Präteritum. Was bedeutet das alles? Das lässt sich am besten an einem Beispiel erklären. Nehmen wir zuerst ein schwaches Verb. Nehmen wir das Beispiel "ich merkte". "Ich" steht also für die erste Person Singular, und "merkte" setzt sich zusammen aus dem Verbstamm "merk" und "te" ist die Endung für das Präteritum. Bei den starken Verben ist es etwas anders. Jetzt musst Du Dich an den Beginn des Videos erinnern: Hier haben wir den Unterschied bereits erklärt. Bei den starken Verben verändert sich der Vokal. Aus "gehen" wird "ich ging". Oder auch aus "schwimmen" wird "ich schwamm". Ganz wichtig ist hier, dass Du immer den Vokalwechsel beachtest. Jetzt haben wir auch die zweite Stammform besprochen. Bei den schwachen Verben wird sie durch das Anhängen der Endung "te", je nach Person, gebildet, bei den starken Verben ändert sich der Vokal.   Die dritte Stammform ist das Partizip II. Das kennst Du bereits vom Perfekt und vom Plusquamperfekt. Man nennt es auch Vollzugsform. Bei der Bildung wird auch zwischen starken und schwachen Verben unterschieden. Zuerst ein Beispiel für die schwachen Verben: Das Partizip II von "sagen" lautet "gesagt". Was fällt auf? Wir haben den Verbstamm "sag", die Endung "t" und die Vorsilbe "ge". Versuchen wir das jetzt einmal bei einem anderen Beispiel. Nehmen wir "merken". Auch hier wird "ge" angehängt und ein "t", also: "gemerkt". Manchmal wird das Partizip auch mit der Endung "et" gebildet, so wie bei "gearbeitet". Aber Achtung: Nicht immer wird das Partizip II mit "ge" gebildet. Es gibt Verben, wie "bezahlen" die bereits eine feste Vorsilbe haben. Da entfällt das "ge". Ein weiteres Beispiel ist "zerstören". Daraus wird "zerstört". Bei den starken Verben bleibt der Vokal des Verbstammes gleich. In den meisten Fällen zumindest. Der Unterschied zu den schwachen Verben ist hier, dass wir nicht die Endung "t" oder "et" haben, sondern die Infinitiv-Endung "en". Das Partizip II wird also gebildet durch das Anhängen von "ge". So wird aus "lesen" "gelesen". Aus "laufen" "gelaufen". Aber auch hier: Achtung! Manchmal ändert sich der Vokal doch, so wie bei "gehen". Da ist das Partizip dann "gegangen". Aus "e" wird "a". Wiederholen wir noch mal die Bildung des Partizip II: Bei den schwachen Verben wird das Partizip II durch das Anhängen der Vorsilbe "ge" und der Endung "t" oder "et" gebildet, wie bei "gemerkt" oder "gearbeitet". Bei den starken Verben wird das Partizip meistens mit "ge" plus Infinitiv gebildet. Wichtig ist hier, dass Du den Vokalwechsel beachtest. Das sind unsere 3 Stammformen. Das Partizip bezeichnet die Vollzugsform und wird meist mit der Vorsilbe "ge" gebildet. Wichtig ist immer, dass Ihr den Unterschied von starken und schwachen Verben im Hinterkopf behaltet. So viel von mir. Tschüss.

43 Kommentare
  1. Hallo Grey Seal2014,
    danke für deine Frage. Leider haben wir momentan kein Video zu Wort- oder Verblisten in den einzelnen Zeitformen. Wir arbeiten jedoch kontinuierlich an der Erstellung neuer Videos und Übungen, sodass es hoffentlich bald ein Video geben wird, das deine Idee enthält. Wir behalten deinen Vorschlag auf jeden Fall im Hinterkopf!
    Liebe Grüße aus der Redaktion

    Von Carolin Kasper, vor 8 Monaten
  2. Wo finden wir Video/Material/Liste mit den Verben in 1. und 2. Vergangenheit (z.B. rufen-rief-hat gerufen) + Regeln? Danke!

    Von Grey Seal2014, vor 8 Monaten
  3. Hallo,
    bei dringenden Fragen zu einem Thema kannst du unseren Hausaufgaben-Chat besuchen. Dort beantworten dir unsere Lehrerinnen und Lehrer immer montags bis freitags von 17 bis 19 Uhr deine Fragen. Wir haben außerdem zahlreiche Videos zum Imperativ und zur Konjugation von Verben. Gib einfach das Suchwort in die Suchleiste ein und dir werden alle Ergebnisse angezeigt. Viel Erfolg bei deiner Klassenarbeit!
    Liebe Grüße aus der Redaktion

    Von Carolin Kasper, vor 9 Monaten
  4. Könnten sie mir bitte schnell antworten meine Klassenarbeit ist schon Montag.

    Von Anna B., vor 9 Monaten
  5. Und was ein Imperativ ist?

    Von Anna B., vor 9 Monaten
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Verb – Stammformen Übung

Du möchtest dein gelerntes Wissen anwenden? Mit den Aufgaben zum Video Verb – Stammformen kannst du es wiederholen und üben.

  • Zeige die Unterschiede und Gemeinsamkeiten starker und schwacher Verben auf.

    Tipps

    Überlege noch einmal, was sich bei der Flexion von Verben verändert.

    Wonach richtet sich die Bildung einer Verbform?

    Das Verb besuchen zählt zu den schwachen Verben. Setze dieses Wort ins Präteritum. Was kannst du erkennen?

    Lösung

    Bevor du Stammformen des Verbs bilden und untersuchen kannst, solltest du wissen, was starke und schwache Verben sind.

    • Schwache Verben bilden das Präteritum mit -te. Ein Beispiel wäre er sagte (Infinitiv: sagen).
    • Starke Verben sind durch eine Vokaländerung im Präteritum gekennzeichnet. Vokale sind a, e, i, o, u. Ein Beispiel dafür ist wir gingen (Infinitv: gehen).
    Bei beiden muss die Endung an die Person angepasst werden. So heißt es zum Beispiel ich spielte, aber du spieltest. Auch der Numerus ist ein Faktor für die Anpassung. Beim Numerus unterscheidet man Singular (Einzahl) und Plural (Mehrzahl).

  • Vervollständige die Übersicht zu den Stammformen des Verbs.

    Tipps

    Bei der Grundform des Verbs findet keine Veränderung statt.

    Beispiele für das Präteritum sind kaufte oder rief.

    Lösung

    Der Unterschied zwischen starken und schwachen Verben ist für zwei der drei Stammformen wichtig – für das Partizip II und für die 1. Person Singular Präteritum. Da der Infinitiv die Grundform ist, spielt es hier keine Rolle, ob ein Verb stark oder schwach ist.

    Du brauchst die drei Grundformen, um die Zeitformen des Verbs zu bilden. Du musst nicht alle Formen auswendig lernen, sondern nur wissen, ob es ein starkes oder schwaches Verb ist. So kannst du die Stammformen ableiten. Den Infinitiv eines Verbs solltest du allerdings kennen.

    Präge dir die Informationen gut ein, da du so alle Zeitformen bilden kannst:

    • Das Partizip II steht zum Beispiel in: Ich bin nach Hause gegangen.
    • Der Infinitiv steht in: Wir werden lesen.
    • Die 1. Person Singular Präteritum findest du in: Er warf einen Ball.

  • Entscheide, ob es sich bei den Verbformen um den Infinitiv, das Partizip II oder die 1. Person Singular Präteritum handelt.

    Tipps

    Wie lautet die herkömmliche Endung des Infinitivs?

    Welche Vorsilbe kennzeichnet das Partizip II?

    Das Personalpronomen für die 1. Person Singular lautet ich. Kannst dieses Personalpronomen vor eines der Verben setzen?

    Lösung

    Zu den Infinitiv-Formen gehören z. B.

    • grübeln mit der Endung -eln
    • angeben mit der Endung -en
    • stolpern mit der Endung -ern
    • knabbern ebenfalls mit der Endung -ern
    Den Infinitiv aller deutschen Verben erkennst du an den Endungen -en, -ern oder -eln.

    Zu den Formen in der 1. Person Singular Präteritum gehören:

    • fiel vom Infinitiv fallen
    • tanzte vom Infinitiv tanzen
    • und sang vom Infinitiv singen
    Es fällt auf, dass bei zwei Verben der Vokalwechsel stattfindet (fallen und singen).

    Zu den Partizip II-Formen gehören:

    • geworfen vom Infinitiv werfen
    • gerollt vom Infinitiv rollen
    • geschnitten vom Infinitiv schneiden
    • und geführt vom Infinitiv führen
    Auch hier findet bei zwei Verben ein Vokalwechsel statt (werfen und schneiden).

  • Arbeite die unterschiedlichen Stammformen heraus.

    Tipps

    Spielte und ging sind Beispiele für Stammformen im Präteritum.

    Der Infinitiv ist die Grundform des Verbs. Er endet fast immer auf -en.

    Beispiele für Formen im Partizip II sind:

    Er hat seine Mutter angerufen.
    Er hat in Berlin Geschichte studiert.

    Lösung

    Die Infinitive im Text sind beginnen, kaufen, ausprobieren und sein. Infinitive enden fast immer auf -en.

    Im Präteritum stehen die Verben machten, fuhren, hatten und war.

    Das Partizip II findest du in den Verben aufgeräumt, geholfen und vorgenommen.

    Du siehst, wie häufig du Stammformen des Verbs benötigst. Merke dir die gelernten Formen gut, damit du auch die anderen Zeitformen bilden kannst.

  • Nenne allgemeine Informationen zu den Stammformen.

    Tipps

    Beispiele für eine Stammform sind geschlafen, gelesen und angerufen. Sind das Beispiele für das Partizip I oder das Partizip II?

    Ein Beispiel für ein Wort im Infinitiv ist schlafen.

    Überlege noch einmal, was die Funktion der Stammformen ist.

    Lösung

    Es gibt ein paar wichtige Informationen, die du dir zu den Stammformen des Verbs merken kannst.

    • Die Stammformen des Verbs sind wichtig für die Bildung aller Zeitformen. Es werden zwar nicht immer alle Stammformen gleichzeitig benötigt, jedoch brauchst du zum Beispiel für die Bildung des Perfekts das Partizip II von gehen, also gegangen.
    • Du kannst sagen, dass Stammformen wie ein Fundament für die Bildung von Verbformen sind.
    • Die Stammformen sind der Infinitiv, 1. Person Singular Präteritum und das Partizip II. Das Partizip I gehört nicht zu den Stammformen, da es auch nicht zur Bildung von Zeitformen gebraucht wird.
    • Der Infinitiv verändert nicht seine Form und wird deshalb auch Grundform oder Nennform genannt.

  • Erschließe dir die Stammformen der Verben.

    Tipps

    Achte auf den Vokalwechsel.

    Bedenke auch den Unterschied zwischen starken und schwachen Verben.

    Lösung

    Der Infinitiv, das **Präteritum und das Partizip II bilden die Stammformen des Verbs. Alle anderen Konjugationsformen lassen sich von diesen ableiten.

    Den Infinitiv erkennst du, wie du sicher schon gelernt hast, an den typischen Endungen -en, -ern oder -eln. Der Infinitiv ist immer unkonjugiert und fällt schnell ins Auge, wenn du dir die typischen Endungen merkst.

    Das Präteritum ist da schon etwas schwieriger. Hier musst du dir merken, wie man starke und schwache Verben ins Präteritum umwandelt.

    Das Partizip II erkennst du am schnellsten an dem Präfix ge-. Achte aber darauf, dass du Verben, die mit ge- beginnen, wie z. B. das Verb gehen, nicht sofort für ein Partizip hältst. In dem Fall hilft es, wenn du zusätzlich einen Blick auf die Endung wirfst.