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Adverbiale Ergänzungen – Überblick 07:41 min

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Transkript Adverbiale Ergänzungen – Überblick

Hallo, ich bin Martina und in diesem Video lernst du etwas über die adverbialen Ergänzungen. Das klingt jetzt erstmal ein bisschen kompliziert, aber du wirst sehen, es ist ganz einfach. Ich zeige dir zuerst Sätze mit und ohne Ergänzung, damit du weißt wovon hier eigentlich die Rede ist. Bei dieser Gelegenheit werden wir auch auf die intransitiven und die transitiven Verben zu sprechen kommen, denn nur die transitiven Verben benötigen eine Ergänzung. Dann sehen wir uns die Arten der adverbialen Ergänzung an und schließlich zeige ich dir, welche Wortarten zu den adverbialen Ergänzungen gehören können. Du solltest auch ein bisschen Vorwissen mitbringen. Du solltest wissen, was Satzglieder sind und die Wortarten kennen. Also wissen was ein Adverb, ein Adjektiv, ein Verb, ein Substantiv und eine Präposition ist. Wenn du soweit bist, geht’s gleich los. Es gibt also Sätze, bei denen das Verb keine Ergänzung hat und solche, bei denen das Verb zum Beispiel eine adverbiale Ergänzung hat. Es kann auch ein Objekt als Ergänzung haben. Aber heute geht es um die adverbialen Ergänzungen. Vergleich mal die beiden Sätze: Ich schlafe. Ich stehe im Garten. Was fällt dir auf? Na klar, in dem zweiten Satz hat das Verb eine Ergänzung, nämlich “im Garten”. “Im Garten” ist die adverbiale Ergänzung, die das Verb “stehe” ergänzt. Du fragst danach mit: Wo stehe ich? Antwort: “im Garten”. Und was ist mit dem ersten Satz? Was ist mit dem Verb “schlafen”? Richtig, “schlafen” ist ein Verb, das keine Ergänzung benötigt. Solche Verben nennt man intransitive Verben. Das bedeutet so viel wie “nicht nach sich ziehen”. Intransitive Verben können also mit dem Subjekt allein einen Satz bilden und benötigen keine Ergänzung. Und mit dieser Eigenschaft sind sie für das Video hier auch nicht weiter interessant, denn hier geht es ja um die Ergänzungen und solche Verben, die eine Ergänzung benötigen. Wenn Verben, die keine Ergänzung nach sich ziehen, intransitiv heißen, wie nennt man dann wohl solche, die eine Ergänzung nach sich ziehen? Es sind die transitiven Verben. Transitive Verben fordern häufig ein Objekt oder eine adverbiale Ergänzung. So wie in dem Beispielsatz: Ich stehe im Garten. Das Verb “stehe” braucht eine Ergänzung, damit der Satz sinnvoll ist, denn sonst heißt es ja nur: Ich stehe. Schön, aber wo denn? Subjekt und Verb benötigen also eine Ergänzung, damit der Satz einen Sinn ergibt. Adverbiale Ergänzungen werden häufig mit einer Präposition eingeleitet und sie beschreiben die Umstände der Handlung genauer. Das heißt sie geben Auskunft über den Ort, die Zeit, den Grund oder die Ursache und die Art und Weise der Handlung. Je nachdem worüber sie Auskunft geben unterscheidet man zwischen lokalen Ergänzungen, temporalen Ergänzungen, kausalen Ergänzungen und modalen Ergänzungen. Überleg’ dir doch mal, welches Satzglied in dem folgenden Satz welche Art der adverbialen Ergänzung ist. Wegen des schlechten Wetters fuhren wir beunruhigt am Morgen in den Garten. Welche adverbialen Bestimmungen findest du durch Erfragen? Also wohin fuhren wir beunruhigt? In den Garten. Wann fuhren wir beunruhigt in den Garten? Am Morgen. Wie fuhren wir in den Garten? Beunruhigt. Warum fuhren wir beunruhigt in den Garten? Wegen des schlechten Wetters. Du siehst also, es gibt eine ganze Reihe von adverbialen Ergänzungen, die die Umstände des Geschehens näher beschreiben. Es sind aber nicht nur Adverbien, die die Funktion einer adverbialen Ergänzung übernehmen können, sondern auch andere Wortarten, wie zum Beispiel Adjektive, Verben, Substantive und Präpositionen, die das Verb als adverbiale Ergänzung bereichern. Sieh dir mal die folgenden Sätze an und vielleicht kannst du sogar die Wortarten bestimmen. Sie fährt schnell. Es dauert wenige Stunden. Er rennt über die Straße. Sie hofft, schnell zurückzukommen. Welche Wortarten ergänzen hier das Verb und haben somit die Funktion einer adverbialen Bestimmung? Genau, es ist ein Adjektiv, das als Adverb gebraucht wird. “Wenige Stunden” sind ein Adjektiv und ein Substantiv. “Über die Straße” ist eine Präposition und ein Substantiv. “Schnell zurückzukommen” ist wieder ein Adjektiv und ein Verb im Infinitiv mit der Präposition zu. Du siehst also, dass auch andere Wortarten die Funktion der adverbialen Ergänzung übernehmen können. So und bevor du dein neues Wissen an den Fragen ausprobieren darfst, fasse ich nochmal alles zusammen. Es gibt Verben, die keine Ergänzung benötigen, das sind die intransitiven Verben und solche die einen Ergänzung benötigen, nämlich die transitiven Verben. Ergänzungen können Objekte oder adverbiale Ergänzung sein. Adverbiale Ergänzungen beschreiben die Umstände des Geschehens näher und zu den Arten der adverbialen Ergänzungen gehören die lokalen, die temporalen, die kausalen und die modalen Ergänzungen. Zu den Wortarten, die die Funktion einer adverbialen Bestimmung übernehmen können, gehören Adverbien, Adjektive, Verben, Substantive und Präpositionen. So und schon sind wir am Ende des Videos angekommen. Ich hoffe, dass es dir gefallen hat. Bis zum nächsten Mal, Martina.

26 Kommentare
  1. Hallo Julia,
    'über das Hindernis' ist natürlich ein Präpositionalobjekt, das hast du ganz richtig erkannt.
    Liebe Grüße aus der Redaktion

    Von Carolin Kasper, vor 2 Monaten
  2. Aufgabe 5: „über das Hindernis“ ist doch Akkusativ oder warum ist das kein Objekt?

    Von Julia7, vor 3 Monaten
  3. Ok, danke

    Von Moussanouh5, vor 3 Monaten
  4. Hallo,
    das stimmt, schlafen ist zwar ein Verb, das nicht zwingend eine Ergänzung benötigt, dennoch kann oder muss es unter Umständen durch eine adverbiale Bestimmung ergänzt werden. Nur wenn du diese beifügst, erfährt man die genaueren Umstände, zum Beispiel:
    Ich schlafe schlecht. (Wie?)
    Ich schlafe auf dem Sofa. (Warum?)
    Ich schlafe am Nachmittag. (Wann?)
    Ich hoffe, das hilft dir weiter.
    Liebe Grüße aus der Redaktion

    Von Carolin Kasper, vor 3 Monaten
  5. wenn man sagt ,,ich schlafe´´ dann weiß man auch nicht wo man schläft... kann sein das die Person auf dem boden schläft

    Von Moussanouh5, vor 3 Monaten
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Adverbiale Ergänzungen – Überblick Übung

Du möchtest dein gelerntes Wissen anwenden? Mit den Aufgaben zum Video Adverbiale Ergänzungen – Überblick kannst du es wiederholen und üben.

  • Definiere den grammatischen Begriff der adverbialen Ergänzung.

    Tipps

    Das Wort fakultativ bedeutet freiwillig oder optional.

    Aufgrund des Wetters gehen wir baden. In diesem Satz findest du eine kausale Ergänzung.

    Ich gehe gerne baden. In diesem Satz findest du eine modale Ergänzung.

    Lösung

    Adverbiale Ergänzungen beschreiben eine Situation oder die Umstände einer Situation näher. Sie bilden neben dem Prädikat, dem Subjekt und den Objekten eines Satzes die Gruppe der Satzglieder.

    Das Prädikat ist der Kern des Satzes: Es bezeichnet eine Situation oder einen Vorgang. Das Subjekt ist entweder eine handelnde Instanz oder etwas, das passiert oder vorgeht, z. B. Der Blitz schlug ein. Die Objekte bezeichnen die in eine Situation einbezogenen Dinge, Personen oder Vorgänge.

    Für einen vollständigen grammatischen Satz benötigt man immer ein Prädikat und ein Subjekt: Ich schlafe. Meistens werden auch Objekte gefordert: Ich gebe dir ein Buch. Adverbiale Bestimmungen sind hingegen zumeist fakultativ, das heißt sie können in einem Satz ergänzt werden, müssen aber nicht.

    Sie können unterschiedliche Funktionen haben:

    • Sie beschreiben den Zeitpunkt der Situation genauer = temporal.
    • Sie beschreiben den Ort der Situation = lokal.
    • Sie beschreiben die Art und Weise, in der etwas abgelaufen ist = modal.
    • Sie beschreiben den Grund für eine Situation genauer = kausal.

  • Gib an, mit welcher Frage man welche adverbiale Ergänzung bestimmt.

    Tipps

    Ich mache gerne meine Hausaufgaben. In diesem Satz findest du eine modale Bestimmung.

    Ich mache meine Hausaufgaben, weil ich muss. In diesem Satz findest du eine kausale Bestimmung.

    Ich mache meine Hausaufgaben um vier Uhr. In diesem Satz findest du eine temporale Bestimmung.

    Lösung

    Adverbiale Ergänzungen bezeichnen die Umstände einer im Satz beschriebenen Situation. Eine Situation findet zunächst einmal zu einer bestimmten Zeit an einem bestimmten Ort statt. Man kann oftmals aber auch einen Grund für eine Situation oder einen Vorgang angeben und manchmal auch die Art und Weise, in der sich etwas abgespielt hat.

    Dementsprechend gibt es verschiedene Typen von adverbialen Ergänzungen:

    • Nach dem Ort (lokale Ergänzung) fragst du mit Wo? bei einer Situation und mit Wohin? bei einem Vorgang.
    • Nach der Art und Weise (modale Ergänzung) fragst du mit Wie?.
    • Nach der Zeit (temporale Ergänzung) fragst du mit Wann?.
    • Nach dem Grund (kausale Ergänzung) für eine Situation fragst du mit Warum?.

  • Entscheide, welche adverbiale Ergänzung in den Sätzen auftaucht.

    Tipps

    Adverbiale Ergänzungen kann man durch Fragen bestimmen.

    Mit Wo? fragt man nach der lokalen Ergänzung.

    Mit Wann? fragt man nach der temporalen Ergänzung.

    Mit Wie? fragt man nach der modalen Ergänzung.

    Mit Warum? fragt man nach der kausalen Ergänzung.

    Lösung

    Wie bei der Bestimmung von Subjekt und Objekt kann man auch adverbiale Ergänzungen durch Fragen herausfinden.

    • temporal: Wann ist etwas passiert? Heute lese ich das Buch.
    • lokal: Wo/wohin fand etwas statt? Auf dem Dachboden lese ich das Buch.
    • modal: Wie ist etwas passiert? Ich lese das Buch mit großer Neugier.
    • kausal: Warum ist etwas passiert? Ich lese das Buch, weil es mir gefällt.
    • lokal + temporal: Wann und wo fand etwas statt? Gestern las ich ein Buch im Keller.
    • modal + temporal: Wann und wie passiert etwas? Morgen lese ich gerne ein Buch.
  • Ermittle, um welche adverbiale Ergänzung es sich handelt.

    Tipps

    Man kann adverbiale Ergänzungen durch Fragen herausfinden.

    Mit Warum? fragt man nach der kausalen Ergänzung.

    Mit Wie? fragt man nach der modalen Ergänzung.

    Mit Wo? fragt man nach der lokalen Ergänzung.

    Mit Wann? fragt man nach der temporalen Ergänzung.

    Lösung

    Wie bei der Bestimmung von Subjekt und Objekt kann man auch adverbiale Ergänzungen durch Fragen herausfinden:

    • temporal: Wann ist etwas passiert?
    • lokal: Wo/wohin fand etwas statt?
    • modal: Wie ist etwas passiert?
    • kausal: Warum ist etwas passiert?
    Suche zunächst das Verb aus den einzelnen Sätzen und stelle dann die verschiedenen Fragen. Es kann auch helfen, nach Subjekt und möglichen Objekten zu fragen, um manche Wörter auszuschließen.

    Adverbiale Ergänzungen können auch als Nebensätze auftauchen, in Form sogenannter Adverbialsätze. Im Beispieltext findest du kausale Adverbialsätze: um die Stille zu füllen und weil ich die Neugier schon gar nicht mehr aushielt.

  • Gib an, welche Wortarten die Funktion einer adverbialen Ergänzung übernehmen können.

    Tipps

    Schaue dir nochmal verschiedene adverbiale Ergänzungen an. Welche Wortarten können alleine eine Ergänzung bilden?

    Zumeist sind adverbiale Ergänzungen zusammengesetzt aus mehreren Wörtern/Wortarten, hier sollen aber nur jene Wortarten markiert werden, die alleine eine adverbiale Ergänzung bilden können.

    Lösung

    Adverbiale Ergänzungen sind zumeist aus mehreren Wörtern bzw. Wortarten zusammengesetzt. Als Einzelwörter können aber nur bestimmte Wortarten eine Ergänzung bilden:

    • Substantive treten meist in Verbindung mit Präpositionen als Ergänzung auf, können aber manchmal auch alleine die adverbiale Bestimmung bilden: Samstagabend gehen wir ins Kino.
    • Adjektive treten oft bei modalen Ergänzungen auf, z. B.: Ich bin den Weg schnell gelaufen.
    • Präpositionen. Lokale und temporale Ergänzungen beginnen oft mit Präpositionen: auf dem Dach (lokal), vor dem Abendessen (temporal), zu den Wasserfällen (lokal). Präpositionen können aber auch allein die Ergänzung bilden, z. B.: Ich habe oben aufgeräumt.
    • Adverbien, z. B.: Damals hatte er mich belogen. (temporal)
    • Konjunktionen sind Bindewörter, die Wörter, Wortgruppen und Sätze miteinander verbinden können wie und, oder. Sie beschreiben eine Situation jedoch nicht näher.
    • Artikel treten zwar innerhalb von Ergänzungen auf, z. B. bei: in dem Keller (lokale Ergänzung), alleine können sie jedoch keine adverbiale Bestimmung bilden.

  • Bestimme, ob es sich um ein Subjekt, ein Objekt oder um eine adverbiale Ergänzung handelt.

    Tipps

    Überlege, wie man nach Subjekt, Objekt und adverbialen Ergänzungen fragen kann.

    Durch die Weglassprobe kannst du testen, ob es sich um eine adverbiale Ergänzung handelt. Versuche dazu, zusammengehörige Wortgruppen aus dem Satz wegzulassen, sodass der Satz sich weiterhin grammatisch korrekt anhört.

    Lösung

    Du kannst Subjekt, Objekt und adverbiale Ergänzungen durch Fragen herausfinden. Bestimme zunächst das Prädikat der Sätze und benutze es dann, um die Fragen zu stellen.

    Nehmen wir als Beispiel den 4. Satz: Heute morgen übergab mir mein Freund das Buch in der Schule mit Freude.

    Das Prädikat lautet übergeben.

    • Wer übergibt etwas? (Subjekt): mein Freund
    • Wen oder was übergibt er? (Akkusativobjekt): das Buch
    • Wem übergibt er es? (Dativobjekt): mir
    • Wann übergibt er es? (temporale Ergänzung): Heute
    • Wo übergibt er es? (lokale Ergänzung): in der Schule
    • Wie übergibt er es? (modale Ergänzung): mit Freude
    Mit allen anderen Sätzen gehst du ebenso vor.