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Verdauung beim Menschen: Der Magen 02:57 min

Textversion des Videos

Transkript Verdauung beim Menschen: Der Magen

Zerkautes Essen landet im Magen. Der Magen ist ein hohler und dehnbarer Muskelsack. Hier wird erstmal alles gesammelt. In den Magen eines Erwachsenen passen durchschnittlich ein bis zwei Liter Speisebrei. Jedoch kann sich der Magen daran gewöhnen, wie stark er befüllt wird, und passt seine Größe entsprechend an. Je größer er ist, desto mehr muss man essen um sich satt zu fühlen. Der Speisebrei wird durch Muskelbewegungen gut durchmischt. Der Magen ist im Inneren mit einer Schleimhaut ausgekleidet. Diese ist in Falten gelegt. Auf den Falten liegen dicht nebeneinander punktförmige Magengrübchen, in denen verschiedene Magendrüsenzellen münden. Zu diesen Zellen zählen die Belegzellen, die Hauptzellen und die Nebenzellen. Sie haben im Magen unterschiedliche Aufgaben, unter anderem produzieren sie den Magensaft. Er spielt eine große Rolle, denn er enthält Enzyme, die die Nährstoffe im Nahrungsbrei weiter zerkleinern. Die Belegzellen sind für die Produktion von Salzsäure verantwortlich. Dadurch sterben Krankheitserreger und Bakterien ab, die wir über die Nahrung aufnehmen. Die Amylase, die im zerkauten und eingespeichelten Speisebrei enthalten ist, wird durch die Salzsäure unwirksam. Das heißt, die Stärkeaufspaltung hört auf, sobald der gesamte Mageninhalt durchsäuert ist. Das dauert ungefähr eine halbe Stunde. Dafür gibt es im Magen andere Enzyme, die in der sauren Umgebung besonders gut arbeiten können. Die Hauptzellen produzieren eine Vorstufe. Zusammen mit der Salzsäure aus den Belegzellen entsteht das Enzym Pepsin. Dieses spaltet die Eiweiße im Speisebrei. Die Nebenzellen produzieren einen Schleim, der die Magenschleimhaut vor dem sauren Magensaft schützt. Ohne diese Schleimschicht würde der Magen sich selbst verdauen. Der Magensaft besteht also aus Salzsäure, Enzymen und Magenschleim. Pro Tag produzieren wir ungefähr eineinhalb bis zwei Liter Magensaft. Je mehr Essen im Magen ist, desto mehr Saft wird produziert. Am Ende des Magens befindet sich der Magenpförtner, ein Ringmuskel, der normalerweise geschlossen ist. Wenn das Essen im letzten unteren Teil des Magens ist, öffnet sich dieser Ringmuskel und der Nahrungsbrei gelangt portionsweise in den Dünndarm.

6 Kommentare
  1. danke danke danke

    Von Sonja Engelmann, vor 8 Monaten
  2. Danke,
    sehr gutes video

    Von Yu Ching, vor mehr als einem Jahr
  3. Danke

    Von Troelsch, vor mehr als einem Jahr
  4. Danke

    Von Vika N., vor mehr als 2 Jahren
  5. das war so interessant dankeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeee!!!!!!!!!!!!!!!!!!

    Von Umut T., vor mehr als 2 Jahren
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Verdauung beim Menschen: Der Magen Übung

Du möchtest dein gelerntes Wissen anwenden? Mit den Aufgaben zum Video Verdauung beim Menschen: Der Magen kannst du es wiederholen und üben.

  • Skizziere die Bedeutung der aufgeführten Begriffe.

    Tipps

    Pepsin befindet sich im Magensaft.

    Lösung

    Die Verdauung beginnt schon im Mund. So befindet sich im Mundspeichel das Enzym Amylase, welches die Stärke in der Nahrung spaltet.
    Der Magen ist ein hohler, dehnbarer Muskelsack.
    Der Magenpförtner befindet sich am Ende des Magens. Er ist ein Ringmuskel, der normalerweise geschlossen ist.
    Im Magensaft ist unter anderem das Enzym Pepsin enthalten. Dieses spaltet die Eiweiße im Nahrungsbrei.

  • Nenne die wichtigsten Aufgaben der verschiedenen Magendrüsenzellen.

    Tipps

    Ohne Nebenzellen würde sich der Magen selbst verdauen.

    Lösung

    Zu den Magendrüsenzellen zählen die Belegzellen, die Nebenzellen und die Hauptzellen. Dabei hat jede dieser Zelltypen unterschiedliche Aufgaben.
    Die Belegzellen produzieren Salzsäure, diese ist wichtig, um Nahrung aufschließen zu können, aber auch um Krankheitserreger abzutöten.
    Die Hauptzellen produzieren eine Vorstufe des wichtigen Enzyms Pepsin. Pepsin ist ein Enzym, das für die Eiweißverdauung benötigt wird. Es entsteht aus der Vorstufe von Pepsin aus den Hauptzellen und der Salzsäure aus den Belegzellen.
    Die Nebenzellen hingegen produzieren Schleim. Dieser dient zum Aufbau und Schutz der Magenschleimhaut. Dies ist wichtig, um eine Schädigung des Magens durch die eigene Magensäure zu verhindern.

  • Fasse dein Wissen über den Magen zusammen.

    Tipps

    Das Ende des Dickdarms ist der After, also die Austrittsöffnung, durch die Kot ausgeschieden wird.

    Lösung

    Nachdem du den Nahrungsbrei geschluckt hast, gelangt dieser zunächst in die Speiseröhre. Diese transportiert den Speisebrei durch aktive Muskelbewegungen in den Magen.
    Der Magen ist ein Muskelsack. Er ist im Inneren mit einer Schleimhaut ausgekleidet, die in Falten gelegt ist. Auf den Falten finden sich die Magengrübchen, in denen verschiedene Magendrüsenzellen münden. Der Magensaft ist sehr sauer, denn er besteht unter anderem aus Salzsäure.
    Am Ende des Magens befindet sich ein Ringmuskel – der Magenpförtner. Er gibt den Nahrungsbrei portionsweise an den Dünndarm weiter.

  • Leite die Verweildauer der unterschiedlichen Lebensmittel im Magen her.

    Tipps

    Im Mundraum wird Nahrung zerkleinert und eingespeichelt, denn umso feiner zerteilt und flüssiger die Nahrung ist, desto weniger muss der Magen arbeiten.

    Fleisch wie Schweinshaxe enthält viel Fett und Eiweiß.

    Lösung

    Der Fruchtsaft hat die kürzeste Magenverweildauer, denn er ist flüssig und besteht hauptsächlich aus Zucker und Wasser. Der Magen hat hier nicht mehr viel zu tun und nach maximal einer Stunde ist dieser schon wieder aus dem Magen verschwunden.
    Die Orange hingegen enthält Ballaststoffe und muss noch zerkleinert werden. Allerdings besteht auch sie zu einem großen Teil aus Wasser und Zucker. Sie verbleibt etwa drei bis vier Stunden im Magen.
    Das Brot hingegen hat einen niedrigeren Wasseranteil und eine festere Konsistenz. Bei Vollkornbrot sind zudem mehr Ballaststoffe und Fette aus den Körnern enthalten. (Vollkorn-)Brot bleibt mit bis zu fünf Stunden, also länger als die Orange, im Magen.
    Am längsten braucht das Fleisch. Besonders Eisbein bzw. Schweinshaxe besteht aus viel Fett und Eiweiß. Hierfür brauchen die Enzyme und die Magensäure doch um einiges länger. So beträgt ist die Verweildauer im Magen acht oder gar mehr Stunden.

  • Stelle die Lage des Magenpförtners im Magen dar.

    Tipps

    Der Magenpförtner befindet sich am Ende des Magens.

    Lösung

    Oberhalb des Magens ist ein Teil der Speiseröhre erkennbar.

    Der Magenpförtner ist ein Ringmuskel. Er befindet sich am Ende des Magens und ist zuständig für das portionsweise Weitergeben von Nahrungsbrei in den Dünndarm.

    Einen Teil des Dünndarms – den Zwölffingerdarm -–siehst du unten links in der Abbildung.

  • Erkläre die Beobachtungen, während des Versuchs zum Stärkenachweis.

    Tipps

    Kartoffeln enthalten Stärke.

    Kaust du etwa ein bis zwei Minuten auf einer Scheibe Brot rum, ohne es zu schlucken, schmeckt es süßlich, da Stärke zu Zucker aufgespalten wird.

    Lösung

    Iod-Ionen der Iod-Kaliumiodid-Lösung lagern sich in Stärkemoleküle ein und es kommt zu einer blau-violetten Verfärbung.
    In der Kartoffel ist Stärke enthalten.
    Wird auf eine Kartoffelscheibe Iod-Kaliumiodid-Lösung gegeben, so kommt es zur Farbreaktion.
    Wenn allerdings zuerst Mundspeichel dazugegeben wurde, bleibt diese Farbreaktion aus. Das liegt daran, dass im Mundspeichel das Enzym Amylase enthalten ist. Dieses spaltet die langkettigen Stärkemoleküle der Kartoffel in kurzkettige Zuckermoleküle, wodurch keine Farbreaktion durch Iod-Ionen-Einlagerungen mehr stattfinden kann.