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Parasitismus - vielfältige Varianten

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Team Wissenswelt
Parasitismus - vielfältige Varianten
lernst du in der 11. Klasse - 12. Klasse

Beschreibung Parasitismus - vielfältige Varianten

Dieses zeigt und beschreibt dir verschiedene Formen des Parasitismus. Dabei wird speziell auf Ektoparasiten eingegangen. Allen Parasiten haben die Anpassung an den Wirt, egal ob Zwischen- oder Endwirt, gemein. Am Beispiel der Bettwanzen wird dir die Lebensweise eines solchen blutsaugenden Ektoparasitens gezeigt und erklärt. Dabei siehst du, dass der Befall mit Bettwanzen nichts mit mangelnder Hygiene zu tun haben muss.

2 Kommentare

2 Kommentare
  1. Ihr habt mir mein Leben gerettet

    Von Rimuru T., vor 9 Monaten
  2. Danke

    Von Rimuru T., vor 9 Monaten

Parasitismus - vielfältige Varianten Übung

Du möchtest dein gelerntes Wissen anwenden? Mit den Aufgaben zum Video Parasitismus - vielfältige Varianten kannst du es wiederholen und üben.
  • Definiere den Begriff Parasitismus.

    Tipps

    Die Mücke ist ein Parasit. Weißt du, was sie von ihrem Wirt (z. B. dem Menschen) bezieht, wenn sie sein Blut aussaugt?

    Eine Mücke bleibt nur für kurze Zeit auf dem Wirt.

    Lösung

    Beim Parasitismus erwirbt der Parasit Ressourcen seines Wirtes. Diese Ressourcen dienen dem Parasiten als Nahrung, die er vom Wirt meist in Form von Körperflüssigkeiten bezieht. Dem Wirt erwächst daraus ein Nachteil, da sich der Parasit auf seine Kosten bereichert. Selten führt der Parasitismus zum Tode des Wirtes.
    Der Parasit lebt vorübergehend oder dauerhaft mit seinem Wirt zusammen und kann sowohl auf ihm (Ektoparasit) als auch im Körper des Wirtes (Endoparasit) leben.

    Das Wort Parasitismus setzt sich zusammen aus den altgriechischen Wörtern pará für neben und sitos für gemästet, und findet seinen Ursprung bei Vorkostern – sie überprüften die Qualität der Nahrung und konnten sich so gleichzeitig satt essen, ohne für die Speisen bezahlen zu müssen.
    Das Wort Schmarotzer leitet sich vom mittelhochdeutschen Wort für Bettler ab.

  • Bestimme Vertreter und Eigenschaften der temporären Parasiten.

    Tipps

    Periodisch bedeutet regelmäßig auftretend. So kann man den Sommer als periodisch auftretende Jahreszeit im Jahreszyklus beschreiben.

    Oft durchlaufen Parasiten einen Lebenszyklus mit verschiedenen Entwicklungsstadien. Da sie meist nicht für alle diese Stadien einen Wirt benötigen, suchen sie diesen nur in bestimmten Abschnitten ihres Lebens auf, also periodisch.

    Lösung

    Ein Parasit ist ein Lebewesen, das auf bzw. in seinem Wirt lebt, diesen als Nahrungsquelle nutzt und sich so auf Kosten des Wirts bereichert. Der Wirt wird dabei nicht getötet und der Parasit ist kleiner als sein Wirt.
    Es gibt verschiedene Möglichkeiten, Parasiten zu unterscheiden. Uns interessiert die Zeit, die sich der Parasit bei seinem Wirt aufhält. In der Regel werden hierbei zwei Gruppen unterschieden:

    Stationäre Parasiten leben ihr ganzes Leben oder während bestimmter Entwicklungsstadien mit einem Wirt zusammen. Dabei unterscheidet man permanente und periodische Parasiten.
    Periodische Parasiten leben nur in bestimmten Entwicklungsstadien mit einem Wirt zusammen, in anderen Lebensabschnitten kommen sie ganz ohne Wirt aus und leben dann nicht parasitisch (= freilebendes Stadium).
    Permanente Parasiten leben immer mit einem Wirt zusammen. Auch hier sind Wirtswechsel möglich, allerdings gibt es keine freilebenden Stadien (also keine Stadien ohne Wirt). Permanente Parasiten sind zumeist sehr gut an ihre Wirte angepasst, damit sie von ihrem Wirt nach Möglichkeit nicht entdeckt bzw. nicht entfernt werden können. Beispiele für permanente Parasiten sind Bandwürmer und Kopfläuse.

    Temporäre Parasiten suchen ihren Wirt nur zur Nahrungsaufnahme auf. Die Dauer, die Parasit und Wirt zusammenleben, ist also zeitlich beschränkt. Die meisten blutsaugenden Insekten wie Mücken, Zecken oder Wanzen sind temporäre Parasiten.
    Im Gegensatz zu stationären Parasiten sind temporäre Parasiten nicht so stark an ihren Wirt angepasst. Bei den Blutsaugern liegt die Anpassung lediglich im Saugrüssel.

    „Anpassung“ passiert übrigens nicht aktiv. Der Saugrüssel hat sich vermutlich zufällig (durch Mutation) ausgebildet. Arten mit dieser zufälligen Mutation konnten sich gegen andere durchsetzen, sich vermehren und so diese neu erworbene Eigenschaft an die nächsten Generationen weitergeben.

  • Bewerte den abgeplatteten Körper der Parasiten als Anpassung.

    Tipps

    Schau dir den abgeplatteten Körper der Zecke an. Stelle dir vor, wie sie sich auf deinem Bein unter deiner engen Hose bewegt. Was meinst du: Ist da ein platter Körper vorteilhafter?

    Lösung

    Permanente Parasiten, also diejenigen, welche ihr Leben lang mit einem oder mehreren Wirten zusammenleben, zeichnen sich durch spezifische Anpassungen an den jeweiligen Wirt aus. Dazu zählen Klammerorgane an den Füßen, Mundwerkzeuge oder ein abgeplatteter Körper. Da sich die Evolution von Parasit und Wirt gegenseitig beeinflusst, spricht man hier von Koevolution.

    Mit seinem abgeplatteten Körper kann sich der Parasit durch dichtes Fell und enge Körperzonen bewegen, außerdem bietet der Körperbau eine geringere Angriffsfläche.

  • Untersuche verschiedene Anpassungen von Parasiten an ihren Wirt.

    Tipps

    Die Mistel lebt als Halbparasit auf Bäumen und erreicht so nicht den Boden. Wurzeln sind für sie also kaum nützlich. Stattdessen besitzt sie Saugorgane, über die sie Nährstoffe und Wasser von ihrem Wirt erhält.

    Bremsen sind eine Familie der Unterordnung Fliegen.

    Lösung

    Es ist erstaunlich, was die Evolution an Anpassungen der Parasiten an ihre Wirte hervorgebracht hat.

    Oft kommt es zu einer Reduktion von Merkmalen. So haben Bandwürmer ihren Darmtrakt im Laufe der Evolution verloren. Sie nehmen ihre Nahrung in aufgeschlossener Form über die Oberfläche direkt vom Wirt auf. Trotz dieser Reduktion sind Parasiten keinesfalls primitiv. Allerdings werden mehr Aufgaben auf den Wirt übertragen (wie in diesem Beispiel die Aufspaltung von Nährstoffen).

    Viele Parasiten haben im Verlauf der Koevolution mit ihren Wirten Strukturen verloren, die ihre freilebenden Vorfahren, welche nicht parasitär gelebt haben, noch benötigten.
    Je länger das Zusammenleben zwischen Parasit und Wirt bestand, umso ausgeprägter sind die Veränderungen. Temporäre Parasiten besitzen in der Regel alle Bewegungsorgane, die auch ihre nicht-parasitischen Verwandten aufweisen. Stationäre Parasiten tendieren dagegen dazu, z. B. Flügel zu reduzieren und Beine zu Klammerorganen umzurüsten. So sind Lausfliegen mit Flügeln und auch ohne Flügel bekannt. Die Hirschlausfliege wirft ihre Flügel ab, wenn sie ihren Wirt gefunden hat. Die Schaflausfliege besitzt gar keine Flügel, da sie ihre gesamte Entwicklung auf dem Wirt verbringt.

    Bei Parasiten kommt es außerdem häufig zur Ausbildung verankernder Strukturen, wie Haken, Haftscheiben oder Saugnäpfen.

    Weiterhin wird der Körper abgeflacht, um möglichst wenig Widerstand zu bieten.

    Bemerkenswert ist sind Saugwürmer, die Schnecken als Zwischenwirt benutzen. Dort nisten sie sich in den Fühlern ein und pulsieren. Durch ihre auffällige Färbung und den Bewegungen locken sie Vögel an (ihre Endwirte).

  • Beschreibe den Begriff Wirtswechsel.

    Tipps

    Einige Saugwürmer besitzen sogar zwei Zwischenwirte (Schnecke, Ameisen). Ihre Endwirte sind in der Regel Schafe und Rinder.

    Parasiten, die auf einen einzigen Wirt spezialisiert sind, sind monoxen.

    Lösung

    Wenn Parasiten ihren Wirt wechseln, spricht man von einem Wirtswechsel. Ein Wirtswechsel wird nicht von allen Parasiten durchgeführt.
    Dabei ist es nicht immer zwingend erforderlich, dass die Wirtsart gewechselt wird. Auch Wechsel innerhalb der Wirtsart (also der Wechsel von Wirtsindividuen) oder der Wechsel von Wirtsorganen ist möglich.

    Beim Wirtswechsel werden die Wirte meist in Zwischenwirt und Endwirt unterschieden.
    Im Zwischenwirt erfolgt die ungeschlechtliche Fortpflanzung. Im Endwirt dagegen findet in der Regel die geschlechtliche (sexuelle) Fortpflanzung statt.

    Der Wirtswechsel geht meist mit einem Generationswechsel einher. Dieser beschreibt in der Regel den Wechsel von geschlechtlicher und ungeschlechtlicher Fortpflanzung.

    Der Wirtswechsel bietet dem Parasiten durchaus Vorteile. So können verschiedene Nahrungsquellen genutzt werden und es ergeben sich unterschiedliche Verbreitungschancen in den verschiedenen Wirtsarten.

  • Stelle die verschiedenen Wirtsformen gegenüber.

    Tipps

    Fehlwirt und Irrwirt klingen beide ziemlich ähnlich. Im Irrwirt findet eine vollständige Entwicklung statt, im Fehlwirt dagegen nicht.

    Nebenwirte werden meist nur befallen, wenn die Hauptwirte fehlen.

    Lösung

    Der Zwischenwirt nimmt frühe Entwicklungsstadien des Parasiten in sich auf. Hier findet eine ungeschlechtliche Vermehrung statt. Parasiten können auch mehrere Zwischenwirte haben.

    Im Endwirt findet die geschlechtliche Vermehrung des Parasiten statt. So werden z. B. die Larven des Bandwurms im Endwirt zu geschlechtsreifen Würmern. Parasit und Endwirt sind sehr gut aneinander angepasst, sodass der Endwirt in der Regel kaum geschädigt wird und, wenn er getötet wird, nur spät getötet wird.
    Es lassen sich verschiedene Endwirte unterscheiden:

    • Hauptwirt: Hier wird der Parasit am häufigsten gefunden, er findet optimale Bedingungen vor.
    • Nebenwirt: Hier kann eine Vermehrung stattfinden, allerdings unter weniger geeigneten Bedingungen.
    • Gelegenheitswirt: Der Wirt wird selten befallen, erlaubt dem Parasiten aber eine vollständige Entwicklung.
    Im Fehlwirt kann sich der Parasit nicht weiterentwickeln. Beim Irrwirt dagegen kann sich der Parasit nicht verbreiten.

    Transport- oder Sammelwirte (auch Stapel- oder paratenischer Wirt) enthalten Parasiten, die sich in diesem Wirt nicht vermehren, aber transportiert werden können. Sie sind also nicht für den Lebenszyklus des Parasiten notwendig, spielen aber eine entscheidende Rolle bei der Verbreitung.

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