30 Tage kostenlos testen:
Mehr Spaß am Lernen.

Überzeugen Sie sich von der Qualität unserer Inhalte.

Osmoregulation bei Fischen 04:50 min

Textversion des Videos

Transkript Osmoregulation bei Fischen

Hallo! Bestimmt hast du schon mal gehört, dass man Salzwasser nicht trinken sollte. Vielleicht hast du beim Schwimmen im Meer auch schon einmal Salzwasser in den Mund bekommen und gemerkt, dass es ganz schön salzig war. Wenn man große Mengen Salzwasser trinkt, trocknet der Körper aus und man verdurstet sozusagen.

Das hängt mit der Osmose zusammen: Wasser strömt immer von den niedriger konzentrierten Salzlösungen – also den Körperzellen – zu den höher konzentrierten, also dem Salzwasser. Aber wie machen das Fische, die sogar im Salzwasser leben? In diesem Video möchte ich dir zeigen, wie sich Fische an das Leben im Salzwasser oder Süßwasser angepasst haben.

Allgemeines

Generell müssen alle Lebewesen besondere Anpassungen an das Leben im Salz- und Süßwasser haben, wenn das umgebene Wasser einen anderen Salzgehalt als ihre Körperzellen hat. Salzwasser- oder Meerwasserlebewesen sind beispielsweise in der Regel hypoosmotisch, d.h. ihre Körperzellen besitzen einen niedrigeren Salzgehalt als das sie umgebene Salzwasser. Aufgrund von Osmose strömt also Wasser aus ihrem Körper hinaus.

Süßwasserlebewesen sind dagegen hyperosmotisch, d.h. ihre Körperzellen besitzen in der Regel einen höheren Salzgehalt als das sie umgebene Süßwasser. Bei ihnen strömt aufgrund von Osmose Wasser in den Körper hinein. Wir wollen uns jetzt einmal genauer anschauen, welche Anpassungen Lebewesen, insbesondere Fische, an das Leben im Salz- bzw. Süßwasser haben.

Meerwasserfische

Salz- bzw. Meerwasserfische sind z.B. der Thunfisch, der Hering oder auch die Scholle. Durch Osmose verlieren sie fortlaufend Wasser und müssen diesen Flüssigkeitsverlust ausgleichen, um nicht auszutrocknen. Daher trinken sie große Mengen an Salzwasser.

Wenn man Meerwasserfische am Trinken hindert, sterben sie aufgrund des Flüssigkeitsverlustes durch Osmose. Um nur wenig Wasser zu verlieren, scheiden sie nur kleine Mengen Urin aus. Über die Kiemen scheiden sie zudem einen Großteil des Salzes aus dem aufgenommenen Salzwasser wieder aus.

Eine Ausnahme unter den Meerwasserfischen bilden die Haie und Rochen. Sie können nämlich den Salzgehalt ihres Körpers an den ihrer Umgebung anpassen. Wie sie das machen? Sie lagern Harnstoff und andere osmotisch wirksame Ionen in ihren Körper ein und verhindern so, dass sie Wasser durch Osmose verlieren.

Süßwasserfische

Süßwasserfische sind z.B. der Karpfen oder auch die Forelle. Bei ihnen ist die Osmoregulation genau umgekehrt wie bei den Meerwasserfischen. Durch Osmose nehmen sie ständig Wasser über ihre Haut und die Kiemen auf und müssen das überschüssige Wasser wieder ausscheiden, damit sie nicht platzen. Daher trinken Süßwasserfische auch nicht. Stattdessen scheiden sie große Mengen Urin aus. Mit dem Harn verlieren sie auch Salze und da diese für den Fisch wichtig sind, nimmt er über Ionenpumpen an den Kiemen aktiv Ionen auf.

Lachse und Aale

Manche Fische, so genannte periphere Süßwasserfische, können sowohl in Meer- als auch in Süßwasser leben. Dazu gehören Lachse oder Aale. Solche Fische haben Anpassungen an das Meer- und Süßwasser; Sie können z.B. die Pumprichtung von Ionen an den Kiemen einfach umkehren, wenn sie vom Salz- ins Süßwasser schwimmen oder umgekehrt. So sind z.B. ihre Wanderbewegungen zum Laichgewässer hin möglich.

Zusammenfassung

Du und jeder andere Mensch könnte nicht überleben, wenn er im Salzwasser lebt und große Mengen davon aufnimmt, da du dann durch Osmose viel Wasser verlieren würdest und dein Körper austrocknen würde.

In diesem Video hast du gesehen, dass Meerwasserfische aber ganz besondere Anpassungen besitzen, die ihnen ein Leben im Salzwasser ermöglichen. Sie trinken große Mengen an Salzwasser und scheiden nur wenig Urin aus. Zudem scheiden sie über ihre Kiemen aktiv Salz aus.

Bei den Süßwasserfischen ist es dagegen umgekehrt. Sie nehmen über die Haut und die Kiemen ständig Wasser auf. Daher trinken sie nicht und geben große Mengen an Urin ab. Über die Kiemen werden zudem wichtige Salze aktiv aufgenommen. Tschüss und bis zum nächsten Mal!

1 Kommentar
  1. Gutes Video, auch wenn darin das Meiste Wiederholungen aus den vorigen Videos sind, was nicht schlecht sein muss ! Allerdings die Frage welcher Fisch kein Salzwasserfisch ist hat jetzt nicht besonders viel mit der Funktion der Osmoregulation zu tun.

    Von Robert F., vor etwa 5 Jahren

Videos im Thema

Einflüsse abiotischer Faktoren (26 Videos)

zur Themenseite

Osmoregulation bei Fischen Übung

Du möchtest dein gelerntes Wissen anwenden? Mit den Aufgaben zum Video Osmoregulation bei Fischen kannst du es wiederholen und üben.

  • Bestimme, welche Fische trinken müssen.

    Tipps

    Für die richtige Lösung beachte das osmotische Gesetz.

    Das Innere der Süßwasserfische ist im Gegensatz zum Wasser um sie herum hyperosmotisch.

    Lösung

    Der Fisch besteht wie alle Lebewesen aus kleinen Zellen. In diesen Zellen und um sie herum befindet sich eine salzige Flüssigkeit, das ist bei sowohl bei Salzwasser- als auch bei Süßwasserfischen so.

    Das osmotische Gesetz besagt, dass zwei salzhaltige Flüssigkeiten, die von einer halb durchlässigen Wand (in unserem Fall der Fischhaut) voneinander getrennt sind, sich solange vermischen, bis der Salzgehalt auf beiden Seiten gleich ist.

    Der Salzwasserfisch ist innen salzig, aber das Meerwasser hat eine höhere Salzkonzentration. Somit verliert er unablässig Wasser. Wenn er nicht trinken würde, würde er verdursten.

    Anders bei den Süßwasserfischen, bei ihnen dringt Wasser über die Haut und Kiemen ein. Die Salzkonzentration ist im Fisch höher als im Wasser. Süßwasserfische trinken also nicht, sondern scheiden permanent Wasser über die Nieren aus, sonst würde der Fisch platzen.

  • Beschreibe die Anpassung zwei spezieller Fische an ihren Lebensraum.

    Tipps

    Der Lachs gehört zu den peripheren Süßwasserfischen.

    Lösung

    Einige Salzwasserfische wie der Hai und der Rochen können sich dem Salzgehalt ihrer Umgebung anpassen. Sie lagern Harnstoff oder andere osmotisch wirksame Ionen ein und verhindern so, Wasser zu verlieren.

    Zu den peripheren Süßwasserfischen gehören Lachse und Aale. Sie können im Meerwasser und Süßwasser leben. Das gelingt ihnen dadurch, dass sie die Pumprichtung der Ionen an den Kiemen umkehren können. Das ist wichtig, da sie zum Laichen Süß- und Meerwasser durchqueren müssen.

  • Bestimme verschiedene Salz- und Süßwasserfische.

    Tipps

    Die Scholle ist ein Plattfisch. Ihr platter Körper ermöglicht es ihr, sich im Sand des Meeresbodens zu vergraben. So ist sie besonders gut getarnt.

    Die Forelle lebt in Fließgewässern. Nicht selten trifft man sie in Bachläufen, nahe der Quelle an.

    Lösung

    Wir unterscheiden zwischen Salzwasserfischen und Süßwasserfischen. In diesem Video hast du von beiden Gruppen bekannte Vertreter kennengelernt.

    Die Scholle und der Hering gehören zu den Salzwasserfischen. Um trotz des hyperosmotischen Salzwassers nicht zu auszutrocknen, trinken sie große Mengen Wasser und scheiden besonders viele Salze aus.

    Der Karpfen und die Forelle sind Süßwasserfische. Im Gegensatz zu den Salzwasserfischen trinken sie nur wenig Wasser und scheiden besonders wenig Salze aus. Denn das Süßwasser ist im Gegensatz zu ihrem Körperinneren hypoosmotisch.

  • Erkläre die Wanderung der Aale.

    Tipps

    Aale sind Wanderfische, sie ziehen zum Laichen vom Süßwasser ins Salzwasser.

    Lösung

    Aale sind Wanderfische, auf ihrer Wanderung durchqueren sie Süß- und Salzwasser. Der europäische Aal beginnt seine Wanderung im August. Zu diesem Zeitpunkt hat er sich eine große Fettreserve angefressen, die braucht er auch, denn während der Wanderung frisst er nicht mehr. Er schwimmt flussabwärts bis zum Westatlantik. Der Sargassosee ist sein Laichplatz. Nach dem Laichen stirbt der Aal. Die Eier treiben an die Wasseroberfläche, wo die Larven schlüpfen. Diese machen sich dann wieder auf den Heimweg.

  • Erkläre die Funktion der Kiemen.

    Tipps

    Die Fische atmen durch die Kiemen.

    Lösung

    Die Kiemen bestehen aus einem Kiemenbogen, mit kleinen Kiemenblättchen. Diese werden vom Kiemendeckel geschützt.

    Wenn du nun das Bild betrachtest, siehst du, dass der Fisch zuerst sein Maul öffnet. Wasser strömt in sein Inneres. In den Kiemen, findet der Gasaustausch statt. Hier wird der Sauerstoff aus dem Wasser an die Blutgefäße abgegeben und der Kohlenstoffdioxid wird ins Wasser entlassen. Das Maul des Fisches schließt sich und der Kiemendeckel öffnet sich – das Wasser strömt wieder heraus.

  • Begründe, wie die Wassertemperatur den Sauerstoffgehalt beeinflusst.

    Tipps

    Beobachtest du kochendes Wasser, so fällt dir auf, dass Wasserdampf aufsteigt.

    Der Vorgang, der für den geringeren Sauerstoffgehalt im Wasser verantwortlich ist, heißt Brownsche Molekularbewegung.

    Lösung

    In der Luft ist 30 Mal mehr Sauerstoff als im Wasser vorhanden, trotzdem kommen die Fische gut damit zurecht. Viele von ihnen bevorzugen kälteres Wasser. Denn je kälter das Wasser ist, desto höher ist der Sauerstoffgehalt. Im warmen Wasser sind die Sauerstoffteilchen beweglicher. Ihre Eigenbewegung, die Brownsche Molekularbewegung ist erhöht. Somit entweicht der Sauerstoff leichter aus dem Wasser. In kaltem Wasser sind sie nicht so beweglich und entweichen daher nicht so leicht. Beobachten kannst du das an dem Wasserdampf der aufsteigt, wenn du Wasser zum Kochen bringst.