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Organismen im Ökosystem

Lebewesen sind abhängig von ihrer Umwelt. Gleichzeitig gestalten und beeinflussen die Lebewesen ihren Lebensraum. Faktoren der Umwelt, die mit einer Population oder einem Individuum in Wechselwirkung stehen, werden in biotische und abiotische Faktoren unterteilt. Die abiotischen Faktoren sind Faktoren der unbelebten Umwelt wie Licht, Wasser oder die Temperatur. Die biotischen Faktoren sind Einflüsse, die von der belebten Umwelt, also von anderen Lebewesen ausgehen. Es stehen sowohl Lebewesen der gleichen Art als auch Lebewesen verschiedener Arten miteinander in einer Wechselbeziehung, daher wird zwischen intra- und interspezifischer Konkurrenz unterschieden.

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Innerartliche Wechselbeziehungen

Individuen einer Art konkurrieren in ihrem Lebensraum ständig um begrenzt verfügbare, überlebenswichtige Ressourcen, wie die Nahrung, der Lebensraum oder aber Sexualpartner. Da es innerhalb von Arten verschiedene Strategien des Überlebens und auch des Zusammenlebens gibt, ist die Bandbreite der innerartlichen Konkurrenz sehr groß. Verschiedene Arten entwickelten im Laufe der Zeit Strategien, um Konkurrenz zu vermeiden oder aber sich als stärkster Konkurrent durchzusetzen. Ein klassisches Beispiel ist die innerartliche Konkurrenz von großen Beutegreifern, wie Luchsen oder Bären um ein Jagdrevier. Die Grenzen der jeweiligen Reviere werden zum Beispiel durch Duftspuren an Bäumen markiert. Artgenossen, die die Reviergrenzen missachten, werden zum Teil sehr gewalttätig vertrieben. Eher selten bei großen Beutegreifern, aber dafür bei Pflanzenfressern kommt es häufig zu Übersiedlungen und damit zwangsläufig zu einer extrem starken Konkurrenzsituation um verschiedenste Ressourcen. In solchen Situationen kommt es zur Konkurrenzvermeidung durch Abwanderung bzw. Vertreibung von Individuen einer Art. Sie suchen sich andere ökologische Nischen, die für die Entwicklung der Art geeignet sind. In der Erdgeschichte haben solche Situationen häufig zur Bildung neuer Arten geführt, da es häufig durch Selektion zur Anpassung an die neue Nische kam. Gleichzeitig tragen sie damit zur Entlastung des alten Lebensraumes bei.

Zwischenartliche Wechselbeziehung

Die Wechselbeziehungen zwischen Organismen verschiedener Arten sind sehr vielseitig. Die zwischenartlichen Beziehungen können für einen Partner oder beide Partner hemmend oder fördernd sein. Meistens zieht ein Partner immer einen Vorteil aus der freiwilligen oder unfreiwilligen Kooperation. Eine Symbiose ist für beide Organismen oder Gruppen von Vorteil. Ein bekanntes Beispiel für die Symbiose ist die Mykorrhiza, der Pilzwurzel. Bei der Mykorrhiza handelt es sich um ein enges und wechselseitiges Geflecht von Pilzen und pflanzlichen Wurzelsystemen. Die Pilze wachsen dabei entweder in die Wurzeln hinein oder umgeben sie. Der gegenseitige Nutzen besteht darin, dass die Mykorrhiza-Pilze in der Lage sind, viele Mineralnährstoffe wie Phosphor und Stickstoff und Wasser aus dem Boden aufzunehmen, von denen ein Teil dann von den Pflanzen aufgenommen wird. Von diesen erhalten die Pilze wichtige Kohlenhydrate, die ihnen zur Ernährung dienen.

Symbiose

Eine weitere Form der Wechselbeziehung ist der Kommensalismus. Hierbei zieht eine Art einen Vorteil aus der Kooperation, während für die andere Art keine Vorteile oder Nachteile entstehen. Ein klassische Beispiel sind Aasfresser, wie Hyänen oder Geier. Sie folgen teilweise großen Raubtieren, um auf die Reste erlegter Beute zugreifen zu können. Sie ziehen einen Nutzen aus den Beuteresten nach dem Abzug der Raubtiere, sodass diese weder einen Nutzen noch einen Schaden erleiden.

Eine Form der Wechselbeziehung zwischen Organismen verschiedener Arten mit einseitigem Nutzen für eine Art ist der Parasitismus. Parasiten sind Lebewesen, die in oder auf ihrem Wirt leben und sich von ihnen ernähren, ohne sie zu töten. Je nach Lokalisation unterscheidet man die Parasiten in Endo- und Ektoparasiten. Beispiele für Parasiten sind zahlreiche Arten von Bandwürmern oder die Mistel.

Nahrungsbeziehungen

Als Nahrungsbeziehung werden die Beziehungen zwischen Organismen bezeichnet, in dem der eine Partner von dem anderen gefressen wird. Man teilt die Organismen nach ihrer Funktion in Produzenten, Konsumenten und Destruenten, also in sogenannte Trophieebenen ein. Primärproduzenten bilden die unterste Trophieebene und umfassen die Pflanzen. Sie können aus anorganischen Stoffen organische Substanzen produzieren. Die Konsumenten unterschiedlicher Ordnungen verzehren organisches Material und umfassen Pflanzenfresser, Fleischfresser und Allesfresser. Die Destruenten zersetzen organisches Material in anorganische Bestandteile, die wiederum von den Produzenten aufgenommen werden können.

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Ein Beispiel für eine Nahrungsbeziehung zwischen Organismen verschiedener Arten ist die Räuber-Beute-Beziehung. Die Größe der Populationen von Räuber und Beute schwankt versetzt zueinander. Gibt es in einem Jahr viele Beutetiere, können sich die Räuber gut vermehren. Allerdings dezimieren sie dabei die Beutepopulation, weshalb sie selbst mit der Zeit in eine Nahrungsknappheit geraten. Beispielsweise ernährt sich der Borkenkäfer vom jungen Holz unter der Rinde der Bäume und zerstört so den natürlichen Schutz des Baumes. Der Buntspecht spürt diese Käfer auf, um sich von ihnen zu ernähren. Durch den erhöhten Anteil von Nadelbäumen in unserem Breitengrad, die wenig natürlichen Schutz gegen Borkenkäfer haben, konnten sich viele Borkenkäfer hier niederlassen. Dadurch kann gerade in der Populationsökologie eine steigende Zahl von Buntspechten beobachtet werden.

Videos und Übungen in Nahrungsbeziehungen und Lebensgemeinschaften - Oberstufe

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Arbeitsblätter zum Ausdrucken zum Thema Nahrungsbeziehungen und Lebensgemeinschaften - Oberstufe

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