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Nahrungsbeziehungen

Die Lebewesen eines Ökosystems stehen in verschiedensten Beziehungen zueinander. Besonders wichtig sind die Nahrungsbeziehungen. Zwei Partner einer Nahrungsbeziehung haben dabei immer einen wechselseitigen Einfluss aufeinander. Die Lebewesen eines Ökosystems lassen sich nach ihrer Funktion im in Produzenten, Konsumenten und Destruenten einteilen. Als Produzenten bezeichnet man Pflanzen. Sie gewinnen ihre Energie mithilfe der Fotosynthese aus dem Sonnenlicht und produzieren Biomasse. Wesentliches Merkmal der Produzenten ist die Autotrophie, die Selbsternährung.

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Diese Fähigkeit besitzen die Konsumenten nicht. Sie sind heterotroph und darauf angewiesen, organisches Material durch die Nahrungszufuhr von anderen Organismen aufzunehmen. Zu ihnen gehören die Pflanzenfresser, aber auch die Fleischfresser. Abgestorbene Biomasse wird von den Destruenten wieder in ihre Grundbestandteile zerlegt. Vielleicht merkst du schon, dass diese Rollen in einem Ökosystem einer Rangordnung folgen. Die Stufen dieser Rangordnung nennt man Trophiebenen. Zusammen ergeben sie eine Nahrungskette. In der Natur kann es aber keine einzelne Nahrungskette geben, denn sie stehen immer in Verbindung mit anderen Nahrungsketten. Eine Pflanzenart wird nicht immer vom gleichen Pflanzenfresser konsumiert und dieser wiederum nicht immer vom gleichen Jäger. Daher spricht man in Bezug auf Ökosysteme häufig von einem Nahrungsnetz. So beschreibt zum Beispiel das Nahrungsnetz im See alle Nahrungsbeziehungen zwischen den Seebewohnern.

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Formen von Nahrungsbeziehungen

Als Nahrungsbeziehungen werden also Beziehungen zwischen Organismen bezeichnet, in dem der eine Partner Nahrung des anderen Partners ist. Dabei unterscheidet man zwischen verschiedenen Wechselwirkungen, die einen großen Einfluss auf die Struktur der Ökosysteme haben. In den nächsten Abschnitten lernst du einige Formen von Nahrungsbeziehungen kennen.

Konkurrenz

Als Konkurrenz bezeichnet man den Wettbewerb zwischen Organismen um die Nahrung von begrenzt verfügbaren Ressourcen. Hierzu zählt neben der Konkurrenz um Raum und Nahrung, beispielsweise auch die Konkurrenz um einen Sexualpartner. Organismen stehen in einem Wettbewerb um Nahrung zueinander. Man unterscheidet zwischen innerartlicher und zwischenartlicher Konkurrenz. Konkurrieren zum Beispiel zwei Wolfsrudel um ein Revier und damit um das zu jagende Wild in diesem Abschnitt, handelt es sich um innerartliche Konkurrenz. Dagegen konkurrieren zum Beispiel Pferd und Rind auf einer Wiese um die vorhandenen Pflanzen in einer zwischenartlichen Konkurrenz. Um sich in dem Wettbewerb beweisen zu können, entwickelten Lebewesen unterschiedliche Strategien. So entwickelten beispielsweise Pflanzen Abwehrstrategien gegen pflanzenfressende Tiere. Zu diesen Strategien zählen zum Beispiel schlecht schmeckende Abwehrstoffe oder sogar tödliche Gifte.

Symbiose

Bei einer Symbiose haben beide Partner der Beziehungen einen Vorteil von der Zusammenarbeit. Meist sind sogar beide Partner von der Hilfe des anderen abhängig. Sie haben sich auf ihren Partner und die damit verbundenen Lebensweise spezialisiert. Ein Beispiel für eine Symbiose sind Putzerfische und ihre Kunden. Man bezeichnet diese Art von Symbiose auch als Putzsymbiose. Putzerfische befreien andere Fische von Parasiten, abgestorbenen Zellen oder Hautverunreinigungen. Dabei bilden einige Arten von ihnen sogar kleine Stationen. Fische schwimmen diese Stationen gezielt an, um sich reinigen zu lassen. Das schützt sie vor Krankheiten und Infektionen. Die Putzerfische werden hingegen satt von davon.

Parasitismus

Beim Parasitismus dagegen hat nur ein Partner einen Vorteil von der Beziehung, der andere Partner gegebenenfalls sogar einen Nachteil. Der Parasit lebt in oder auf seinem Wirt und ernährt sich von ihm. Dem Wirt gehen dadurch wichtige Nährstoffe verloren oder er wird sogar direkt geschädigt. Parasiten haben sich auf extreme Weise an das Leben mit ihren Wirten spezialisiert. Viele von ihnen nutzen sogar verschiedene Zwischenwirte, um zu ihrem Endwirt zu gelangen. Diesen Vorgang nennt man Wirtswechsel. Auch Menschen können von Parasiten befallen werden, häufig über verschmutze Luft oder mangelnde Körperhygiene. Parasiten des Menschen sind zum Beispiel Zecken oder Bandwürmer. Zecke.jpg

Räuber-Beute-Beziehungen

Wie der Name schon verrät, gibt es in Räuber-Beute-Beziehungen immer einen Jäger oder Räuber, der sich von seiner Beute ernährt. Ein Beispiel dafür sind Füchse und kleine Säuger, wie Kaninchen oder Mäuse. Die Räuber-Beute-Beziehungen tragen maßgeblich zum Gleichgewicht in einer Lebensgemeinschaft bei. Wenn Füchse zum Beispiel Mäuse erbeuten, reduzieren sie die Anzahl der Beutetiere. Durch das vorhandene Nahrungsangebot kann sich die Anzahl der Räuber, in unserem Beispiel die Füchse, erhöhen. Sie können sich fortpflanzen und vermehren. Durch die steigende Anzahl des Räubers kommt es in der Lebensgemeinschaft jedoch zu einer Nahrungsknappheit, weswegen sich die Anzahl der Räuber wieder verringert. Aufgrund der Reduktion der Fressfeinde erholt sich dann die Population der Beutetiere und der Kreislauf geht von vorne los. Es bildet sich so ein stabiles Zahlenverhältnis zwischen Räuber- und Beutetieren.

Fuchs erbeutet eine Maus.jpg