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Supertanker 02:49 min

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Transkript Supertanker

Hafen Ras Laffan in Katar, von hier aus stechen sie in See, riesige Tanker, speziell konzipiert für den Transport von Flüssiggas, auch LNG genannt. Mit diesem gigantischen dickbauchigen Tanker können mehr als 125000 Kubikmeter flüssiges Gas transportiert werden. Eine solche Ladung reicht, um über 300000 Haushalte ein Jahr lang mit Erdgas zu versorgen. Die Seeriesen werden vollautomatisch befüllt, ferngesteuert von einer zentralen Leitwarte. High-Tech-Isolierungen in den Tanks sorgen für eine konstante Temperatur. Schließlich soll während des Transportes möglichst wenig von der kostbaren Ladung verdampfen. Die Schiffe, so lang wie drei Fußballfelder, transportieren einen Großteil dessen, was die Welt an Energie verbraucht. Seebrügge, Belgien, einer der wichtigsten Häfen für LNG-Tanker in Europa. Schlepper ziehen einen Tanker der allerneuesten Generation Richtung Entladestation. Er ist nicht mehr mit Kugeln an Deck ausgestattet, sondern besitzt sogenannte Membrantanks. Die sind rechteckig und nutzen den Schiffsraum noch besser aus. Die größten LNG-Tanker fassen mehr als 210000 Kubikmeter flüssiges Gas. Beim Entladen eines Tankschiffes ist Vorsicht das A und O. Die Ladung kann sich zwar nicht entzünden, dennoch: Sollte sich das kalte Gas nach außen ins Freie ergießen, wären die Folgen unabsehbar. Das Gas würde zwar rasch verdampfen und mit dem Wind abtreiben, es könnte sich dann aber in der Luft entzünden. Die Ingenieure müssen auch sorgfältig darauf aufpassen, dass das flüssige Erdgas nicht mit den stählernen Wänden des Frachters in Kontakt kommt. Der Stahl würde sofort spröde werden. Zur Sicherheit werden die Schiffswände beim Entladevorgang mit Wasser gespült. Im März 2007 kam hier die erste Ladung LNG aus Katar an. Seebrügge will ein zentraler Knotenpunkt für die Gasströme in Nordwesteuropa werden, dafür wurden hier riesige Erdgasspeicher gebaut. Und auch in das Fernleitungsnetz, vor allem nach Frankreich, wird kräftig investiert.