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Mondfinsternis 06:29 min

Textversion des Videos

Transkript Mondfinsternis

Hallo, meine Name ist Philip, und ich heiße euch willkommen zu dem Lernvideo über die sagenumwobene Mondfinsternis. Als Grundlage dieser Lerneinheit solltet ihr euch schon mit der Ausbreitung des Lichtes beschäftigt haben und vielleicht auch ein bisschen über Mond, Erde und Sonne wissen. Um dem Geheimnis der Mondfinsternis auf die Schliche zu kommen, werden wir uns als erstes die Entstehung einer solchen ansehen. Was ist eine Mondfinsternis und wie kommt es zu diesem Phänomen? Wir betrachten danach auch speziell den Verlauf und das aussehen einer allgemeinen Mondfinsternis. Dann werden wir kurz über bestimmte Voraussetzungen reden, die für eine Mondfinsternis erfüllt sein müssen und der hauptsächliche Grund sind, warum wir sie so sollten beobachten können. Als vierten und letzten Punkt werden wir uns ein paar statistische Daten und interessante Fakten zu Mondfinsternisse ansehen um noch mehr über dieses Phänomen zu erfahren. Doch fangen wir vorne an. Was genau ist eine Mondfinsternis und wie kommt sie zustande? Eine Mondfinsternis kommt generell nur nachts vor, wenn der Mond in seiner vollen Phase steht, also bei Vollmond. Wie der Name schon sagt verfinstert sich bei einer Mondfinsternis nun mal der Mond, das heißt das er teilweise oder sogar ganz vom Nachthimmel verschwindet. Zu einer solchen Zeit ist die Schattenseite der Erde so dunkel wie sonst selten. Um zu verstehen wir eine Mondfinsternis entsteht, müssen wir uns zuerst überlegen, wieso der Mond überhaupt leuchtet? Denn anders als die Sonne sendet der Mond selbst kein eigenes Licht aus, müsste also eher dunkel sein. Wir betrachten hierzu das Zusammenspiel von Erde, Sonne und Mond, die sich gegenseitig umkreisen. Die Sonne beleuchtet hierbei die ihr zugewandte Seite der Erde, und erzeugt somit Tag und Nacht, auch wenn in diesem Schema die gesamte Erde zu sehen ist. Gleichzeitig beleuchtet sie aber auch nur die ihr zugewandte Seite des Mondes. Der Mond reflektiert nun dieses Licht und wirft es in alle Richtungen zurück. Dabei natürlich auch in die Richtung der Erde. Deswegen sehen wir den Mond auch selten so rund wie zum Beispiel die Sonne, da wir von unserer Position aus oft nur einen Teil der angeleuchteten Seite erkennen können. Mit bloßem Auge ist die Schattenseite des Mondes nämlich nicht zu sehen. Dreht sich nun der Mond um die Erde, so ändert sich der Blickwinkel unter dem wir die angeleuchtete Seite sehen, und die Mondphasen entstehen. Wir beobachten Sichelmonde, Halbmonde, Neumonde und auch Vollmonde von der Erde aus. Doch ist es möglich, dass der Mond sich genau auf die Seite der Erde dreht, die entgegengesetzt zur Sonnenrichtung ist. Betrachten wir die Sonne als Punktlampe, so können wir mit Hilfe von Grenzstrahlen den Schattenverlauf bestimmten. Liegen die drei Himmelskörper also in einer Linie mit der Reihenfolge: Sonne, Erde, Mond, so liegt der Mond genau im Schatten der Erde. Er wird von der Sonne nicht mehr angestrahlt und wir auf der Erde können ihn nicht mehr sehen. Er scheint einfach vom Himmel verschwunden. Doch ist "verschwunden" eigentlich ein unpassender Ausdruck, denn in der Regel ist der Mond immer noch leicht zu sehen. Er schimmert dann meist in einem dunklen satten Rot. Grund hierfür ist die Erdatmosphäre, welche die rötlichen Teile der Sonnenstrahlen leicht bricht und auf den Mond wirft. Dieser wird daher während der vollständigen Bedeckung auch "Blutmond"  genannt. Gerade das wurde natürlich in früheren Zeiten den teuflischen Werken und den bösen Omen zugeschrieben. Wir besprechen hier im Prinzip nur zwei Arten von Mondfinsternisse. Die totale und die partielle Kernschattenfinsternis. Bei der totalen Mondfinsternis, wird der gesamte Mond vom Erdschatten bedeckt. Bei der partiellen hingegen nur ein Teil. Die Mittelpunkte von Mondscheibe und Erdschatten liegen dann weit auseinander und die Kreise streifen sich quasi nur. Wie die beiden Mondfinsternisse schematisch ablaufen, seht ihr in den kleinen Animationen. Der Erdschatten läuft jeweils gleichmäßig über den Mond und verdeckt ihn dabei. Bei der totalen Mondfinsternis entsteht dabei ein Blutmond. Bei der partiellen ist die jedoch noch beleuchtete Seite zu hell und den roten Schatten kann man nicht erkennen. Als nächstes kommen wir ganz kurz zu den Voraussetzungen der Mondfinsternis. Der Hauptpunkt, der hier angesprochen werden muss, ergibt sich aus der leichten Neigung der Mondumlaufbahn zur Erdumlaufbahn. Die Erde dreht sich um die Sonne, in einer nahezu kreisförmigen Bahn. Ebenso läuft der Mond in einer quasi kreisförmigen Bahn um die Erde. Allerdings liegen dieses beiden Bahnen nicht in der gleichen Ebene, sondern sind leicht gegeneinander verdreht. Die Schnittpunkte der beiden Ebenen werden hierbei Mondknoten genannt. Das führt dazu, das der Mond des Öfteren nicht durch den Erdschatten läuft, sondern praktisch über diesem oder unter diesem hinwegfliegt. Nur wenn sich der Mond nahe einem der Mondknoten befinden, während die Sonne auf der anderen Erdseite steht, kommt es zu einer partiellen oder totalen Mondfinsternis. Hieraus ergibt sich eine interessante, fast periodische Wiederkehr von Mondfinsternisse. Doch darauf wollen wir im nächsten Kapitel eingehen. Kommen wir also zu ein paar kurzen statistischen Daten. Wie gesagt treten Mondfinsternisse recht periodisch auf, etwa alle 6 Monate ereignet sich eine Mondfinsternis. Dabei ist sie natürlich maximal von der Erdhälfte aus zu sehen, auf der gerade Nacht ist. Somit sehen wir viele Mondfinsternissen überhaupt nicht, obwohl sie recht häufig auftreten. Nach einem starken Vulkanausbruch kann die Erdatmosphäre durch die Vulkanasche kurzzeitig so verändert werden, das auch das rote Licht fast nicht mehr durchgelassen wird. In solchen Finsternisnächten verschwindet der Mond bei einer totalen Finsternis fast vollkommen und es entsteht nicht einmal ein rötlicher Blutmond. Generell treten statistisch mehr partielle als totale Mondfinsternisse auf. Das 21. Jahrhundert bildet hier jedoch eine Ausnahme. Es werden hier insgesamt 85 totale und 57 partielle Mondfinsternisse zu sehen sein. Eine totale Mondfinsternis kann bis zu 106 Minuten dauern. Das liegt daran, das der Erdschatten teilweise viel größer ist als die Mondscheibe am Himmel. Eine derart lange totale Mondfinsternis hat sich zum Beispiel am 16. Juli des Jahres 2000 ereignet. Das sollen auch vorerst meine letzten Worte sein.  Ich möchte mich von euch verabschieden und wünsche euch noch viel Spaß beim Beobachten unseres schönen Mondes. Euer Philip, Physik.

11 Kommentare
  1. Ein kleiner Tipp, vielleicht nächstes mal auf einem Dunklen Hintergrund das Video machen und dann mit Weißem Stift schreiben weil man hat die Sterne (fast) gar nicht gesehen.

    Von Anna J., vor 6 Tagen
  2. Sehr gut erklärt:)
    Danke, sie waren meine Rettung!

    Von Anna J., vor 10 Tagen
  3. schön erklärt ;) vielen Dank

    Von Peter Weymann, vor 7 Monaten
  4. sehr gut erklärt weiter so :) :D

    Von Philipp Padalko, vor etwa 2 Jahren
  5. Danke Philip das Video ist sehr Hilfsreich ;)

    Nach 1 Jahr das nächste Kommentar :D

    Von Imarsollek, vor mehr als 2 Jahren
  1. Voll hilfreiches Video,bin jetzt richtig gut für meine Physikarbeit am Mittwoch vorbereitet!!!
    Daaaaaaaankeeeeeee

    Von Markus Wietschel, vor etwa 4 Jahren
  2. Ja richtig geile erklärt

    Von Florian 9, vor etwa 4 Jahren
  3. Geil digga

    Von Leonides Gerd, vor mehr als 5 Jahren
  4. super hat mir sehr geholfen ist suuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuper erklärt

    Von Leonmetz, vor mehr als 5 Jahren
  5. Jetzt bin ich gut vorbereitet für meinen Phisik Test am Montag
    Vielen Dank

    Von Mayaci, vor mehr als 6 Jahren
  6. danke Philip jetzt weis was über die Mondfinsternis und über die Sonnenfinsternis danke !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

    Von Barthcivi, vor mehr als 6 Jahren
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Mondfinsternis Übung

Du möchtest dein gelerntes Wissen anwenden? Mit den Aufgaben zum Video Mondfinsternis kannst du es wiederholen und üben.

  • Gib die richtigen Aussagen zur Mondfinsternis an.

    Tipps

    Während einer Mondfinsternis befindet sich der Mond im Schatten der Erde.

    Der Erdschatten auf dem Mond ist riesig groß.

    Eine Mondfinsternis ist nur am Nachthimmel zu beobachten.

    Lösung

    Der Mond ist ein Himmelskörper, den wir in ganz unterschiedlichen Formen am Nachthimmel beobachten können.

    In einer speziellen Form zeigt sich der Mond während der Mondfinsternis. Dann befindet sich die Erde genau zwischen Sonne und Mond, sodass dieser im Schatten der Erde keine direkte Bestrahlung durch Sonnenlicht erfährt.

    Dabei kann eine Mondfinsternis, also die Zeit, in welcher der Mond genau im Schatten der Erde befindet, weit über eine Stunde dauern. Es kommt etwa zweimal im Jahr zu dem Ereignis einer Mondfinsternis, wobei statistisch gesehen mehr partielle als totale auftreten. (Eine Ausnahme bildet das 21. Jahrhundert. Hier überwiegen die totalen, den partiellen Mondfinsternisse.)

  • Bestimme die Voraussetzungen für eine Mondfinsternis.

    Tipps

    Der Mond ist im Erdschatten

    Wäre die Sonne zwischen Erde und Mond platziert, würden Erde und Mond sehr schnell zerstört.

    Steht der Mond zwischen Sonne und Erde, spricht man von einer Sonnenfinsternis.

    Lösung

    Damit eine Mondfinsternis auftreten kann, muss die Erde zwischen Sonne und Mond stehen. So kann diese den Mond vor dem Sonnenlicht abschirmen. Man sagt: Der Mond ist im Erdschatten.

    Steht der Mond zwischen Sonne und Erde, verdeckt er die von der Erde aus gesehene Sonne. In diesem Fall spricht man von einer Sonnenfinsternis.

    Der Fall, dass die Sonne zwischen Erde und Mond tritt, kann in der Realität nicht vorkommen. Das liegt daran, dass der Mond viel näher an der Erde gelegen ist als die Sonne. Das ist auch gut so. Wäre die Sonne zwischen Erde und Mond platziert, würde die Erde sehr schnell zerstört.

  • Nenne die Unterschiede zwischen partieller und totaler Mondfinsternis.

    Tipps

    Grundsätzlich unterscheidet man zwei Arten von Mondfinsternissen.

    Der Mond ist nur von der Nachtseite der Erde zu beobachten.

    Licht wird durch die Erdatmosphäre gebrochen.

    Lösung

    Grundsätzlich unterscheidet man zwei Arten von Mondfinsternissen: die partielle und die totale Mondfinsternis

    Die totale Mondfinsternis ist, wie der Name schon sagt, eine totale Verdeckung des Mondes durch den Erdschatten.

    Licht wird durch die Erdatmosphäre gebrochen und taucht den Mond in ein rotes Licht. Aufgrund dieser roten Färbung nennt man den Mond in diesem Zustand auch Blutmond

    Die partielle Mondfinsternis können wir beobachten, wenn der Mond nur teilweise vom Erdschatten verdeckt wird.

    Das heißt, es treffen noch einige Sonnenstrahlen direkt auf den Mond und werden von dort zur Erde reflektiert.

    Sowohl die partielle als auch die totale Mondfinsternis sind natürlich nur von der Nachtseite der Erde zu beobachten.

  • Analysiere, warum die Mondfinsternis nur selten zustande kommt.

    Tipps

    In deinem Schatten muss nicht zwangsläufig auch jemand stehen.

    Es ist nicht klar definiert, welcher Anteil des Mondes durch den Erdschatten verdeckt werden muss, um von einer partiellen Mondfinsternis zu sprechen.

    Die Ebenen der Erd - und Mondbahn sind unterschiedliche.

    Lösung

    Die Bahnen, auf denen sich der Mond um die Erde und die Erde um die Sonne bewegen, bezeichnen wir als Mondbahn und Erdbahn. Dabei sind diese Bahnen in unterschiedlichen Ebenen platziert.

    Als Folge davon wandert der Mond öfter nicht durch den Erdschatten, sondern darüber hinweg oder darunter hindurch. Der Mond muss also nicht zwingend durch diesen hindurch treten, genauso wie du zwar einen Schatten in der Sonne wirfst, aber nicht zwangsläufig jemand in diesem stehen muss.

    Auch ist es denkbar, dass der Mond den Schatten der Erde nur streift und eine kaum merkliche partielle Mondfinsternis auftritt.

    Du siehst, es gibt viele Fälle, in denen eine Mondfinsternis nicht auftritt, sondern diese verschieden knapp verpasst werden kann. Aus diesem Grund ist eine Mondfinsternis ein seltenes Ereignis.

  • Bewerte die Aussagen.

    Tipps

    Den Mond siehst du nur in der Nacht.

    Durch eine Wolke aus Abgasen erkennst du nur noch Umrisse und keine Details.

    Denke an die partielle Mondfinsternis.

    Lösung

    Galileo Galilei hat hier einige falsche Aussagen zur Mondfinsternis gemacht. So kann es nicht sein, dass er eine Mondfinsternis am Tag gesehen hat, da er sich zu diesem Zeitpunkt auf der Seite der Erde befunden haben muss (Tagseite), die dem Mond abgewandt ist. Auch kann er nicht drei Mondfinsternisse in einer Woche gesehen haben, da Mond und Erde nach einer Mondfinsternis ihre Bahnen nicht so häufig nacheinander kreuzen können. Normalerweise ist etwa alle sechs Monate eine Mondfinsternis zu beobachten.

    Andere Aussagen hingegen treffen zu: So ist es möglich, dass nur ein Teil des Mondes im Erdschatten ist. Das bezeichnen wir als partielle Mondfinsternis. Ebenso ist es möglich, dass eine Mondfinsternis weit über eine Stunde anhält. In den 2000ern etwa konnte man eine Mondfinsternis beobachten, die 106 Minuten andauerte.

    Da der Mond ein Objekt ist, welches sich am Himmel befindet, hat die Durchsichtigkeit der Luft einen großen Einfluss darauf, ob man den Mond oder eine Mondfinsternis klar und deutlich sehen kann oder nicht. Ein Vulkanausbruch etwa verunreinigt die Luft, sodass man diese schlechter durchblicken kann. So also würdest du durch eine Wolke aus Abgasen schauen, du erkennst nur noch Umrisse und keine Details.

  • Benenne die Elemente.

    Tipps

    Der Schattenwurf funktioniert in jedem Maßstab gleich.

    Eine Lichtquelle oder Lampe ist der Herkunftsort des Lichtes.

    Lösung

    Um einen Schatten zu werfen, braucht man immer die selben Voraussetzungen:

    Eine Lichtquelle und ein Objekt, welches den Schatten wirft.

    Dabei spielt es keine Rolle, wie groß die Quelle oder das Objekt ist. Das Prinzip gilt für groß und klein.

    Wir können die Begriffe aus dem Versuch also mit denen der Mondfinsternis gleichsetzen:

    Die Strahlungsquelle entspricht der Sonne, dem Herkunftsort des Lichtes.

    Das schattenwerfende Objekt ist dann äquivalent zur Erde. Diese wirft den Erdschatten, in dem sich der Mond während der Mondfinsternis befinden muss.

    Vereinfachend zeichnet man das emittierte Licht mit Grenzstrahlen,. Diese sind dazu da, um die Größe des Schatten verhältnismäßig darzustellen.

    Daraus folgst, dass: Je näher das Objekt an der Strahlungsquelle ist, desto größer ist der Winkel des geworfenen Schattens.

    Wenn du mit der Schreibtischlampe einen Schatten deiner Hand wirfst, vergrößert sich dieser ja auch, wenn du deine Hand näher an die Lampe hältst.