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Madame Curie und die Radioaktivität – Es war einmal Forscher und Erfinder (Folge 22) 26:11 min

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Transkript Madame Curie und die Radioaktivität – Es war einmal Forscher und Erfinder (Folge 22)

Heute, liebe Kinder, will ich euch die Geschichte von einer Frau erzählen, von einer umwerfenden Frau. Wir schreiben das Jahr 1871 und wir befinden uns in Polen, genauer gesagt in Warschau. Die Stadt war damals von den Russen besetzt. Niemand konnte ahnen, dass die kleine Marie Skłodowska einmal sehr berühmt werden sollte. Ihre Schwester hieß übrigens Bronia. Jetzt komm schon, Bronia, wie war das noch mal mit dem Getreide? Also, das Getreide-. Na los, Bronia. Also, das Getreide-. Ich weiß es nicht mehr, Papa, es ist zu schwierig. Bronia, du musst dich nur ein bisschen mehr anstrengen. Das Getreide muss im Herbst gesät werden, bevor der Frost kommt. Im Frühling fängt es dann fleißig an, zu wachsen. Aber Marie, wo hast du denn das gelernt? Einfach nur so, nur für mich. Das ist doch gar nicht schwer, Papa. Ich jedenfalls finde es kinderleicht. Ich verrate euch jetzt ein großes Geheimnis, hört zu! Ich erzähle euch etwas über die Geschichte von Polen. Wie ihr wisst, ist das verboten. Wollt ihr es hören? Marie, fang du mal an. Der Zar von Russland, Alexander der Zweite, will nicht, dass unser Land frei ist. Wir müssen unter seiner Herrschaft leben, aber-. Weg mit den Büchern, der Schulaufseher! Beeilt euch! Aufseher: Aha, aha, eine Handarbeitsstunde, oder? Jeden Tag eine Stunde, Herr Schulaufseher. Aha, lernt ihr auch ein bisschen russische Geschichte? Ja, Herr Schulaufseher. Aufseher: Dann wollen wir mal sehen. Du da, wer ist unser oberster Herrscher? Seine Majestät, Alexander der Zweite, der Zar aller Russen. Ah, und ich, wer bin ich? Eure Exzellenz, der Schulaufseher. Ja, das ist gut, das ist sehr gut. Entschuldigen Sie tausend Mal, Exzellent, da war ein kleiner Stein. So was Blödes! Entschuldigung. Geschafft! Oh, noch mal Glück gehabt. Ja. Also noch mal, Zar Alexander der Zweite ist ein Tyrann, aber eines Tages wird unser Land frei sein. Die Russen lassen es nicht zu, dass Mädchen auf die Universität gehen. Du musst nach Frankreich gehen, dort nimmt man Fremde auf. Da hast du mehr Chancen als hier. Ich weiß, aber das ist sehr teuer. Ich werde arbeiten und dann schicke ich dir Geld. Warum willst du denn nicht selbst hingehen? Überlege doch mal genau, ich bin 17 und du bist 20. Wenn du einmal Ärztin bist, kannst du mir ja dann helfen. Marie Skłodowska blieb zunächst in Polen. Sie arbeitete und sparte Geld, sieben Jahre lang. Dann war es endlich so weit. Hast du auch alles? Die Decken und deine Bettwäsche und den Tee? In Paris ist alles sehr teuer. Du darfst nichts vergessen. Ich habe sogar was zu essen dabei. Und dann habe ich auch Kerzen mitgenommen und einen Mantel für den Winter. Und was ist mit deinen Chemiebüchern? Jaja, die habe ich auch. Alles einsteigen! Alles einsteigen, der Zug fährt gleich ab! Und zurückbleiben! Wem gehört denn das da? Es gehört mir, mein Herr. Der ganze Kram? Das wird aber ganz schön teuer werden. Dafür muss man bezahlen, zahlen. Zwei Rubel für die Matratze, ein Rubel für das Paket da, 50 Kopeken für das da. Und dann diese große Schachtel, ein Rubel, nein, zwei Rubel. Das macht dann zusammen-. Aber hören Sie doch, ich habe nicht so viel Geld. Ich will doch studieren! Vorschrift ist Vorschrift. Also raus mit die Zaster. Aber mein Herr, haben Sie doch ein Nachsehen. Na, was ist denn hier los? Die junge Frau hat so viel Gepäck, das ganze Gerümpel. Sie will es mitnehmen, aber dafür nicht bezahlen. Mhm, das geht aber nicht. Ich brauche diese Sachen. Und ich habe nur wenig Geld. Ich will in Paris studieren. Ah, Paris, Frankreich, Wein, Käse, Freiheit! Das Land der Wissenschaft! Sie erhält die Erlaubnis, das alles kostenlos mitzunehmen, Sie Trillerpfeife. Na, los, zack, zack! Das geht nicht. Das ist ein Befehl! Das kann ich nicht leiden. Da werde ich sowas von wütend, wütend, dass ich wütend, wütend, wütend werde, hach! Hallo! Hallo! Nach langer Zugfahrt kam Marie schließlich in Paris an. Dort lehrte ein großer Wissenschaftler, Louis Pasteur. Marie schrieb sich an der Sorbonne ein. Schnell merkte sie, dass ihre Kommilitonen schon viel weiter waren. Und so hieß es für sie in den nächsten Jahren, büffeln, büffeln, büffeln. Folgende Studenten haben die Physikprüfung bestanden. Als Erste Marie Skłodowska. Jetzt mal ganz im Ernst. Sie wollen wirklich noch Mathematik lernen? Na, so was! Meister: Zur damaligen Zeit durften Frauen an der Universität nicht studieren. Damals gab es eben noch keine Gleichberechtigung. Eine Arbeiterin verdiente viermal weniger als ein Mann, der die gleiche Arbeit verrichtete. Morgen findet die Prüfung über die Prüfung über die Integralrechnung statt. Es haben bestanden im Fach Mathematik an der Universität von Paris, erste Marie Skłodowska. Meinen herzlichen Glückwunsch, mein Fräulein. Ich habe da ein seltsames Phänomen beobachtet, und zwar bei den Kristallen. Ah, Pierre Curie, darf ich Ihnen Marie Skłodowska vorstellen? Sie ist aus Polen gekommen und will bei uns arbeiten. Was haben Sie gesagt, Pierre? Tja, ich weiß nicht mehr so genau. Ich meine doch-. Herein! Mein Fräulein, ich habe Ihnen ein Geschenk mitgebracht. Nicht doch, Monsieur Curie, das war doch nicht nötig. Ein Buch von Zola. Um diese Zeit geht doch kein Zug mehr, mit dem Sie nach Hause kommen, Pierre. Ach, das macht doch nichts. Ich kann doch zu Fuß gehen. Ich gehe gern zu Fuß. Beim Spazierengehen kommen mir die besten Gedanken. Also dann, auf Wiedersehen! Und Pierre Curie ging zu Fuß nach Hause. Er wohnte in Sceaux, das war 15 Kilometer weit entfernt. Bei dem hat es doch gepiept, piept. Aber nein, Pierre und Marie Curie waren eben ganz besondere Leute. Sie liebten die Wissenschaft. Und haben Sie sich auch selbst geliebt? Aber ja, heiß und inniglich. Hör mal, Marie, ich habe da Kristalle beobachtet, die irgendwie Elektrizität produzieren. Sehr interessant, Pierre. Und ich habe herausgefunden, dass es Erde gibt, die ein seltsames Licht ausstrahlt. Ach, diese jungverheirateten Leute reden immer nur von Liebe. Wir waren auch nicht anders. Ja. Uranium ist nicht das einzige Element, das Strahlen aussendet. Es gibt eine Symmetrie in der Natur, so ähnlich wie zwischen Magnetismus und Elektrizität. Ach, diese jungen Leute, immer verliebt. Zu dieser Zeit fotografierte ein Wissenschaftler namens Henri Becquerel ein Röhrchen. Es enthielt ein wenig Uranium, das er mit Aluminium umkleidet hatte. Monsieur Becquerel, Sie haben recht behalten. Das Uran sendet Strahlen aus. Diese Strahlen sind durch das Aluminium hindurchgegangen. Becquerel Wenn ich nur genau wüsste, was das eigentlich für eine Strahlung ist. So wurde an einem Dienstagmorgen die Radioaktivität entdeckt. Pierre? Ich glaube, ich habe ein Thema für meine Doktorarbeit. Für eine Doktorarbeit? Das ist keine leichte Sache für eine Frau. Je schwerer, desto lieber. Ich will mich mit diesen merkwürdigen Strahlen beschäftigen, die Becquerel entdeckt hat. Ja, das ist ein gutes Thema. Aber leicht ist es nicht. Weißt du, ich glaube, es gibt ein Element, also eine noch unbekannte Substanz, die noch mehr Strahlen aussendet als Uranium. Bist du sicher? Ganz sicher. Ich werde es dir erklären. Ich habe dir doch erzählt, dass ich vor ein paar Monaten diese Experimente mit den Bodenproben gemacht habe. Ja, ich erinnere mich. Und was war damit? Na ja, da habe ich diese unbekannte Substanz entdeckt, die mehr Strahlen aussendet als das Uranium. Also, das kann ich mir nicht vorstellen. Doch! Noch mehr Strahlen als Uranium? Doch, glaube mir! Das gibt es doch gar nicht. Ach was! Oh, Pierre, warum musst du denn immer so zerstreut sein. Ich? Du bist zerstreut. Nach Meinung von Madame Curie würde es also noch ein unbekanntes Element geben, welches ständig eine starke Strahlung aussendet. Papperlapapp mit Saucenquatsch! Und außerdem war das eine Frau, die das herausgefunden haben will. Eine Frau! Dieses radioaktive Element findet man in ganz speziellen Bodenproben, und zwar in Pechblende. Das gibt es in Österreich. Wir müssen das hierher schaffen. Ja, schon, aber wir brauchen viel davon und wir haben nur wenig Platz. Wie sollen wir das schaffen? Ich glaube, ich habe da eine Idee. Hier, Schatz. Ich fürchte, das ist alles, was ich euch anbieten kann. Ich weiß, es könnte mehr sein, aber der Staat unterstützt die Wissenschaft ja nicht besonders. Die Bruchbude ist sicher nicht das Gelbe vom Ei, aber mehr habe ich nicht. Pierre: Das ist schon sehr gut so, Monsieur Schulz, das reicht uns. Vielen Dank! Vier Jahre lang arbeiteten Pierre und Marie Curie unter wirklich sehr bescheidenen Bedingungen. Hör zu, Marie, jetzt reicht es. Lass uns eine Pause machen. Du siehst müde aus. Du musst dich ein wenig ausruhen. Nein, nein, wir sind ganz nah am Ziel. Wir müssen weitermachen. Na, wenn du meinst. Marie: Ah, oh, warte mal, mach kein Licht an. Du wolltest doch, dass das Radium eine schöne Farbe hat. Schau selbst! Was sagst du, sieht das Radium nicht schön aus? Es ist überwältigend. Das muss man sich einmal vorstellen. Ich habe alles ausgerechnet. Wir hatten mehr als zehn Tonnen Pechblende. Und daraus haben wir nur ein einziges Gramm Radium gewonnen. Ja, aber dieses eine Gramm ist ein Vermögen wert. Ich frage mich, ob wir das nicht als Patent anmelden sollten. Es würde uns Geld bringen, das wir für unsere Arbeit brauchen und für unser, ja, für unser Labor. Nein, Pierre, nein. Lass uns einfach so weitermachen. Das Einzige, was zählt, ist das Ergebnis unserer Forschung. Alle Menschen sollen etwas von unseren Entdeckungen haben. Selbst die ärmsten der Armen. Nur Mut, es wird alles gut werden. Du wirst sehen. Es darf doch wohl nicht wahr sein, dass eine Frau den Doktortitel erhält. Das hat es ja noch nie gegeben und außerdem ist sie hier ein Fremdling. Also, Monsieur, wir beurteilen die Kandidaten nach ihren Fähigkeiten und nicht nach ihrem Geschlecht oder ihrer Herkunft. Madame, wie haben Sie denn das Radium isoliert? Das war ein sehr kompliziertes Verfahren. Dazu braucht man Tonnen von einer ganz bestimmten Erde, der Pechblende. Und dann macht man Folgendes-. Sagen Sie doch mal ganz kurz, was ist das, Radium? Es ist noch ein unbekanntes Element. Es sendet ständig Strahlung aus und Wärme. Es ist eine Substanz, die ich radioaktiv nenne. Tz, radioaktiv. Ich lache mich schief. So was gibt es doch gar nicht! Vielen Dank! Madame, die Universität von Paris verleiht Ihnen den Titel des Doktors der Physik mit dem Prädikat "ausgezeichnet". Im Namen der Jury spreche ich Ihnen meinen herzlichsten Glückwunsch aus. Eine Frau, die gehört an den Herd und nicht an die Akademie der Wissenschaften. Ich finde das empörend bis beschwerend. Seien Sie doch still! Sie sollten besser mal ein paar Stunden bei ihr nehmen. Das meinen Sie wohl nicht ernst! Meister, war es wirklich so schwer für eine Frau, all diese Auszeichnungen zu bekommen? Zu dieser Zeit gab es keine Frau, die einen wissenschaftlichen Doktortitel hatte. Die Frauen hatten nicht einmal das Recht zu wählen. Der berühmte Octave Mirbeau hat Folgendes gesagt: Die Rolle der Frau besteht darin, sich um den Nachwuchs zu kümmern. Das verstehe ich nicht. Es gibt auch Frauen, die ein Unternehmen leiten, die Professorin sind oder sogar Ministerin. Ja, heute schon. Aber in der damaligen Zeit waren es die Männer, die alles beherrschten. Ist ja auch okay so. Die Männer sind eben stärker. Hey! Aua! Meister: Doch die Männer sind nicht immer die Gescheitesten. Da muss man sich nur mal hier umsehen. Glücklicherweise ist das heute nicht mehr so. Es ist zwar besser geworden, aber aufgeblasene Dummheinis wird es immer geben. Kaufen Sie die neueste Zeitung! Sensationelle Nachrichten! Drei französische Wissenschaftler erhalten den Nobelpreis! Der Nobelpreis bringt uns 70000 Franc. Damit können wir doch ganz gut leben. Und unser Labor einrichten. Hört zu Freunde, ihr habt gerade den Osiris-Preis bekommen. Der bringt 50000 Franc. Sie haben euch den La-Caze-Preis verliehen. Ich gratuliere, ihr seid spitze. Und Sie, was für eine Nachricht bringen Sie uns jetzt. Den Preis Gagner! Ja, ihr habt richtig gehört. Ihr habt ihn gewonnen! Hiermit erhalten Sie die Goldmedaille Davy. Es ist die höchste wissenschaftliche Auszeichnung Englands. Eine Reise durch Amerika, speziell für Sie. Und das Radium! Wie haben Sie es denn entdeckt? Nein, nein, keine Fotos, auch nicht für die Times. Und auch keine Rennpferde, die auf meinen Namen laufen. Auch keine Festessen. Nein, danke! Ich habe ein kleines Röhrchen in meinem Kleid behalten. Was hältst du davon? Schau mal? Ich kenne die Auswirkungen des Radiums. Wir könnten es benutzen, um Krebs damit zu behandeln. Ja, das sollte man unbedingt ausprobieren. Mögen Sie den Braten gern? Ah ja, Braten, ja, ja, natürlich. Ja, ja, so war das, ja, ja. Die Ferien sind zu Ende. Morgen muss ich wieder nach Paris zurück. Sei ganz beruhigt. Ich komme übermorgen nach. Ohwei, der Arme. Er ist tot. Die Damen und Herren wollten Ihnen ihr Beileid aussprechen, Madame. Meine Herren, ich schlage vor, dass Madame Curie den Lehrstuhl ihres Mannes für Physik an der Sorbonne erhalten soll. Bei Ihnen piept es wohl unterm Toupet. Eine Frau als Professor! So was gab es ja noch nie! Dann wird es Zeit! Madame Curie wird zum Professor an der Sorbonne ernannt. Glaubt mir, das war für die damalige Zeit eine Riesensensation. Ein Sieg für die Frauen. Au, jetzt habe ich Zehenweh. Oh. Heute geht es um die Wahl eines Mitglieds für die Akademie der Wissenschaft. Und das hier sind die Kandidaten Marcel Brillouin, Edouard Branly und Madame Marie Curie. Eine Frau in unserer ehrenwerten Akademie? Da mache ich nicht mit. Und ich auch nicht. Wie heißt die nochmal? Curie? Soweit ich weiß, ist ihr richtiger Name doch Sloklodo-. Egal, wie sie heißt, es war eigentlich ihr Mann, Pierre Curie, der das Radium entdeckt hat. Sie ist eine große Wissenschaftlerin. Sie ist Polin und katholisch. Was wollen Sie denn noch mehr? Kathogelisch, sind Sie da ganz sicher? Keine Frauen in der Akademie, pasta. Meine Herren, wir gehe jetzt zur Abstimmung über. Monsieur Edouard Branly ist mit 30 Stimmen gewählt. Madame Marie Curie erhält 28 Stimmen, Marcel Brillouin nur eine Stimme. Nur 28 Stimmen, besser ist es. Eine Frau in der Akademie, das wäre ja noch schöner gewesen. Bei den alten Schweden lief in der Akademie der Wissenschaften Folgendes ab. Die Akademie der Wissenschaften von Stockholm hat beschlossen, den diesjährigen Nobelpreis der Chemikerin Madame Marie Curie zu verleihen. Marie Curie, die immer erschöpfter wird, verbringt 1913 Ferien in der Schweiz. Dort trifft sie auf einen seltsamen Vogel, Albert Einstein. Und dann 1914, der große Krieg. Die Menschen sind verrückt. Oh, Madame Curie, was für eine Ehre. Aber kommen Sie doch herein, darf ich bitten? Ich habe nur wenig Zeit, Madame. Ich bin gekommen, um Sie um einen kleinen Gefallen zu bitten. Natürlich, Sie bekommen alles, was Sie wollen. Ich wollte nur ganz einfach das da. Aber, aber das ist mein ganz neues Automobil. Ich wollte gerade damit wegfahren. Wie Sie sehen, brauche ich meinen Wagen. Das Land braucht ihr Auto mehr. Um seine Soldaten zu retten, Madame. Ich, ja, wie denn, was denn? Jean, bringen Sie diesen Wagen ins Institut. Und machen Sie schnell! Vielen Dank für Ihre Großzügigkeit. Sie bekommen Ihr Auto schon wieder. Nach dem Krieg versteht sich. Na, so was! Nicht zu fassen! Ah, ist ja nicht möglich! Lassen Sie alle Wagen neu anstreichen. Neu anstreichen? Marie: Ja, in grau. Mit einem roten Kreuz darauf. Haben Sie alles? Den Dynamo, den Strahlenapparat, die Sichtgeräte, das fotografische Material, ein Kabel, ein paar Vorhänge und vergessen Sie nicht die Schutzhandschuhe. Und gehen Sie mit allem sehr vorsichtig um. Bringen Sie es zum Zelt und decken Sie alles gut zu. Den Strahlenapparat und alles andere auch. Schauen Sie doch mal, Doktor, das ist ein ganz glatter Bruch. Eine Schiene dürfte genügen. Vielen Dank, Madame Curie. Wir haben nicht genug Leute. Die Frauen könnten doch die Röntgenaufnahmen machen und die Krankenwagen fahren. Ja, das könnten sie. Meine Damen, die Strahlen ermöglichen es uns, die Brüche genau zu erkennen. Und jetzt zeige ich Ihnen allen, wie man das macht. B40: Um zu starten, muss man erst einmal an dieser Kurbel drehen, so. Den Hebel nach oben links, das ist der erste Gang. Damit fährt man an. Aber vorher muss man noch die Kupplung loslassen. Aha? Sehr gut, und jetzt wollen wir einmal eine kleine Tour unternehmen. War das so gut, Monsieur? Der Innendienst ist besser für Sie. Das sind die Krankenwagen, die kleinen Curies. Und sie fahren an die Front, um unsere Soldaten zu behandeln. Man sollte ihnen das Wahlrecht geben. Die Frauen sollen wählen? Sie spinnen! Wo kommen wir denn da hin, hin? Dank Marie Curie konnte man so mehr als eine Million Röntgenaufnahmen machen und viele Menschenleben retten. 1921 unternahm Marie Curie eine ziemlich anstrengende Reise in die USA. Dort hat man der großen Wissenschaftlerin Radium zu Forschungszwecken geschenkt. Sie hielt Vorträge, sie ging auf Empfänge. Sie war im Weißen Haus. Es war ein wahrer Triumph. Bei Ihrer Ankunft in Paris warteten nur zwei Journalisten auf sie. Und die stellten die wohl dümmste Frage. Was glauben Sie, Madame, wer wird den Boxkampf gewinnen, Carpentier oder Dempsey? Im Jahre 1934 war Marie Curie am Ende ihrer Kräfte. Sie ist an Blutkrebs gestorben, an Leukämie. Damals wusste man noch nicht, dass radioaktive Strahlen tödlich sein können. Marie Skłodowska, die wir unter dem Namen Marie Curie nennen, war eine große Wissenschaftlerin.

3 Kommentare
  1. sehr gut

    Von Jan Jac, vor 11 Monaten
  2. sehr gut erklärt

    Von Die Fahrschule Butzbach, vor 11 Monaten
  3. Sehr gut

    Von Mitch Merz, vor mehr als einem Jahr