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Sudetenkrise

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Die Autor*innen
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Team Zeitreise
Sudetenkrise
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Grundlagen zum Thema Sudetenkrise

Die Sudetenkrise, die dramatische Zuspitzung des Konfliktes zwischen der tschechoslowakischen Regierung und nationalistischer Vertreter der sudetendeutschen Minderheit, ist Hintergrund für den Besuch des britischen Premierministers Neville Chamberlain. Am 30. September 1938 gaben Italien, Großbritannien und Frankreich bei der Münchner Konferenz die Tschechoslowakei dem Deutschen Reich preis.

Transkript Sudetenkrise

Am 21. August rief der ungarische Staatschef Miklós Horthy zu einem mehrtägigen Deutschlandbesuch in Wien ein. Hitler empfängt ihn nicht ohne Grund. Die seit April schwelende Sudetenkrise, der Ruf der deutschen Minderheit in der Tschechoslowakei nach Autonomie, lässt den Führer und Reichskanzler des Großdeutschen Reiches nach Verbündeten gegen die Prager Regierung Ausschau halten. Hitler verspricht Horthy territoriale Zugewinne für den Fall, dass dieser sich an einer militärischen Aktion beteiligt. Horthy lehnt ab. Zwar lebten rund 700.000 Ungarn auf tschechoslowakischem Gebiet, doch sei die Tschechoslowakei Mitglied der kleinen Entente, der auch Rumänien und Jugoslawien als Nachbarländer Ungarns angehörten. An eine bewaffnete Auseinandersetzung sei nicht zu denken. Hitler muss Horthy Haltung akzeptieren. Das Protokoll führt den ungarischen Staatschef nach Carinhall wo er Gast von Reichsjägermeister Hermann Göring ist. Goering, ganz in Waidmannstracht, gibt sich jovial und zeigt Horthy und dessen Begleitern stolz sein Revier. Hintergrund des Besuchs ist der Stapellauf eines Kriegsschiffes, des schweren Kreuzers Prinz Eugene. Frau Horthy persönlich nimmt die Schiffstaufe vor. Wenn auch Hitler sein Ziel in Bezug auf die Tschechoslowakei nicht hatte erreichen können, so ist doch die Verbindung mit Ungarn gestärkt. Die Sudetenkrise, die dramatische Zuspitzung des Konflikts zwischen der tschechoslowakischen Regierung und nationalistischer Vertreter der sudetendeutschen Minderheit ist auch Hintergrund für den Besuch des britischen Premiers Neville Chamberlain in Bad Godesberg am 22. September 1938. Während Hitler seiner Ankunft mit viel Imponiergehabe, mit Uniformen, Paraden und Marschmusik ankündigt, begibt sich Chamberlain betont unauffällig zu der Zusammenkunft. Ihm geht es nicht darum Kräfte zu zeigen. Im Gegenteil. Chamberlain ist nach Godesberg gekommen Frieden zu stiften. Vor seiner Reise nach Deutschland hat er sich mit dem französischen Ministerpräsidenten Daladier beraten und der tschechoslowakischen Regierung ein Memorandum übermittelt, in dem er eine von Hitler geforderte Abtretung des Sudetenlandes unter der Garantie der neuen Staatsgrenzen der Tschechoslowakei durch Großbritannien vorschlug. Nur so könne eine friedliche Beilegung des Konflikts mit Deutschland gewährleistet werden. Hitler aber gehen die Forderungen auf einmal nicht mehr weit genug. Im Rheinhotel Dreesen, der Unterkunft des britischen Staatsgastes auf dem Petersberg überreicht er Chamberlain am Abend des 22. September ein Ultimatum an die tschechoslowakische Regierung, indem er den Rückzug tschechischer Truppen und Polizei aus dem sudetendeutschen Gebiet, die Entlassung aller politischen Gefangenen und den Einmarsch Deutscher Truppen bis zum 01. Oktober fordert. Die Prager Regierung lehnt ab und veranlasst eine Teilmobilisierung. Hitler tobt. Chamberlain ist ratlos. Seine Politik der Beschwichtigung und des Vermitteln sind gescheitert. Und er hat Hitler ungewollt gestärkt, hat ihm Tür und Tor für weitere Willkürakte geöffnet, statt ihm entschlossen, nötigenfalls mit Gewalt, entgegenzutreten. Diese Haltung wird den Beginn des Zweiten Weltkrieges entscheidend begünstigen. Mit dem Konflikt zwischen NS-Deutschland und der Tschechoslowakei droht Europa der Krieg. Erst die Vermittlung des italienischen Staatschefs Mussolini sorgt dafür, dass Hitler die Umsetzung seines Ultimatums im letzten Augenblick verschiebt. Die Truppen, die für den Einmarsch in die Tschechoslowakei bereitstehen werden gestoppt. Am 29 September treffen im Münchner Führerbau die vier Mächte Deutschland, Italien, Frankreich und Großbritannien zusammen, um über einen Ausweg aus der Krise zu beraten. Auf der anschließenden Konferenz wiederholt Mussolini im wesentliche noch einmal Hitlers Forderungen, die bis auf wenige Ausnahmen alle akzeptiert werden. Am 30. September wird mit einem Abkommen die Annexion des Sudetenlandes durch NS-Deutschland besiegelt. Hitler hat sein Ziel erreicht. Frankreich und Großbritannien haben Prag um des Frieden Willens geopfert. In Deutschland verhöhnt die Presse die Prager Regierung. Am 01. Oktober marschiert wie im Münchner Abkommen vorgesehen die Wehrmacht in das Sudetenland ein. Die deutschsprachige Bevölkerung jubelt während tausende von Tschechen ihre Heimat verlassen müssen. Mit der Besetzung des Sudetenlandes verliert die Tschechoslowakei rund 29.000 Quadratkilometer mit über drei Millionen Menschen an das Deutsche Reich.

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