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1. Februar 1933 – die Auflösung des Reichstags

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1. Februar 1933 – die Auflösung des Reichstags
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Grundlagen zum Thema 1. Februar 1933 – die Auflösung des Reichstags

Inhalt

Vorgeschichte zur Auflösung des Reichstags

Die Auflösung des Reichstags gehörte laut Artikel 25 der Weimarer Verfassung zu den Kompetenzen des Reichspräsidenten. Paul von Hindenburg, der seit 1925 Reichspräsident war, hatte diese Befugnis vor 1933 bereits zweimal genutzt: Im Juli 1930 und im Juni 1932 hatte er den Reichstag ebenfalls aufgelöst und Neuwahlen ausgerufen.
Am 30. Januar 1933 wurde Adolf Hitler von Hindenburg zum Reichskanzler ernannt. Heute wird dieses Ereignis als Machtergreifung bezeichnet und als Beginn der nationalsozialistischen Herrschaft gesehen.

Die Auflösung des Reichstags 1933

Am 1. Februar 1933 löste Hindenburg auf Wunsch Hitlers den Reichstag ein weiteres Mal auf und setzte Neuwahlen für den 5. März 1933 an. Da die NSDAP bei der vorhergehenden Reichstagswahl im November 1932 Verluste gemacht hatte, erhoffte sich Hitler von den Neuwahlen wieder ein besseres Ergebnis. Gleichzeitig wollte er die KPD und die SPD schwächen. Diese waren nach der NSDAP die stärksten Parteien im Reichstag von 1932. Als offiziellen Grund für die Auflösung gab Hindenburg an, dass eine Koalitionsbildung aus NSDAP und Deutscher Zentrumspartei (kurz Zentrum) nicht gelungen war.

Die Neuwahlen vom 5. März 1933

Die Wahlen vom 5. März 1933 waren die letzten Reichstagswahlen, an denen mehr als eine Partei teilnahm. Dennoch waren sie alles andere als frei, da die NSDAP im Wahlkampf ihre Gegner sabotierte und terrorisierte. Besonders die KPD war davon schwer betroffen.
Dabei kam der NSDAP der Brand des Reichstags in gewisser Weise gerade recht, denn für diesen machte sie die KPD verantwortlich. Als Antwort auf den Brand wurde am 28. Februar 1933 die Verordnung zum Schutz von Volk und Staat, die sogenannte Reichstagsbrandverordnung, erlassen. Durch diese wurden die Grundrechte eingeschränkt, was wiederum die Verhaftung und Verfolgung politischer Gegner – insbesondere der KPD – legalisierte.

Trotzdem ging Hitlers Plan nicht ganz auf: Der NSDAP gelang es weder, die absolute Mehrheit zu erlangen noch eine hohe Stimmenzahl für SPD und KPD zu vermeiden. Das Ergebnis der Wahl hatte jedoch sowieso nur einen symbolischen Wert. Die KPD wurde bereits vor der ersten Sitzung vom Reichstag ausgeschlossen und ihre Sitze wurden aufgelöst, da die Partei durch die Reichstagsbrandverordnung verboten worden war.

Reichstagswahlen 1933.svg

Hier siehst du die Auflösung des Reichstags auf einem Zeitstrahl mit anderen wichtigen Ereignissen:

Datum Ereignis
30. Januar 1933 Ernennung Adolf Hitlers zum Reichskanzler
1. Februar 1933 Auflösung des Reichstags durch den Reichspräsidenten Paul von Hindenburg
27. Februar 1933 Brand des Reichstags
28. Februar 1933 Erlass der Verordnung zum Schutz von Volk und Staat (Reichstagsbrandverordnung)
5. März 1933 Neuwahl des Reichstags

Häufig gestellte Fragen zum Thema Auflösung des Reichstags 1933

Wer hat den Reichstag aufgelöst?
Warum wurde der Reichstag 1933 aufgelöst?
Wie oft wurde der Reichstag aufgelöst?
Wer saß 1933 im Reichstag?
Welche Partei fehlte 1933 im Reichstag?
Was bedeutete die Auflösung des Reichstags?

Transkript 1. Februar 1933 – die Auflösung des Reichstags

Am 1. Februar 1933 löst Reichspräsident Paul von Hindenburg auf Wunsch Hitlers den Deutschen Reichstag auf. Zwei Tage zuvor, am 30. Januar, hatte der greise General den einstigen Gefreiten zum Reichskanzler ernannt. Der Reichstagswahlkampf 1933 steht unter dem Vorzeichen der aufziehenden Diktatur. Die NSDAP schüchtert ihre politischen Gegner massiv ein. SA und SS werden in Preußen vom kommissarischen Innenminister Hermann Göring zur Hilfspolizei ernannt. Per Notverordnung wird die Versammlungs- und Pressefreiheit weiter eingeschränkt. Nach dem Reichstagsbrand, für den die NSDAP die Kommunisten verantwortlich macht, brechen offen Terror und Verfolgung aus. Während der „Vorwärts“, die Parteizeitung der SPD, verboten wird, nutzen die Nationalsozialisten den Rundfunk gezielt als Propagandamittel. Beginnender Terror und Massenbeeinflussung zeigen Wirkung. Bei den Reichstagswahlen erreicht die NSDAP 43,9 Prozent. Wenig später zelebrieren die Nationalsozialisten die konstituierende Sitzung des Reichstages, den Tag von Potsdam, als Symbol der Verbindung vom alten und neuen Deutschland, während in Dachau das erste Konzentrationslager eingerichtet wird.

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