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Kirchenkampf

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Team Zeitreise
Kirchenkampf
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Grundlagen zum Thema Kirchenkampf

Im März 1937 reagiert Papst Pius XI. mit einem Rundschreiben an die deutschen Bischöfe erstmals öffentlich auf den eskalierenden Terror der nationalsozialistischen Machthaber gegen die Kirchen im Deutschen Reich. Die Nationalsozialisten betrachten besonders die katholische Kirche als Feind ihrer "nordisch-germanischen Weltanschauung".

Transkript Kirchenkampf

März 1937: Mit einem Rundschreiben an die deutschen Bischöfe reagiert Papst Pius XI. erstmals öffentlich auf den eskalierenden Terror der nationalsozialistischen Machthaber gegen die Kirchen im Deutschen Reich. Unter dem Titel „Mit brennender Sorge“ prangert er in dieser Enzyklika die Rassenpolitik, den Führerkult und die Entchristlichung in Deutschland an. Zwar hatte die katholische Kirche mit dem bereits 1933 unterzeichneten Reichskonkordat auf jede politische Macht in Deutschland verzichtet. Den erhofften Schutz aber hatte ihr der Vertrag nicht gebracht. Weil die Nationalsozialisten insbesondere die katholische Kirche als prinzipiellen Feind ihrer nordisch-germanischen Weltanschauung betrachteten. Adolf Hitler: „Wir werden niemals dulden, dass im völkischen Staat sich irgendetwas über die Autorität dieses völkischen Staates stellt. Es mag sein, was es sein will, auch keine Kirche.” In der evangelischen Kirche hatte sich schon 1932 eine antisemitische, entschieden nationalsozialistische Gruppe gebildet, die deutschen Christen. Nach Hitlers Willen sollten sie die Macht in der Kirche übernehmen. Unter den katholischen Bischöfen sind nur einige wenige, die auf entschiedenen Widerstand gegen Gleichschaltung und Unterdrückung drängen. Doch es setzen sich diejenigen durch, die keine Angriffsflächen für Terrormaßnahmen bieten wollen, obwohl die Zusicherungen des Staates immer wieder gebrochen werden. Selbst die Ermordung prominenter Katholiken und der Justizterror gegen einzelne Mitglieder lässt die Kirche Schweigen. Auch in der evangelischen Kirche sind es nur einzelne, wie der Berliner Pfarrer und ehemalige U-Boot-Kommandant Martin Niemöller, die sich offen gegen die nationalsozialistischen Deutschen Christen und ihre Lehren stellen. Der Gründer des Pfarrernotbunds scheute sich nicht, vor seiner Gemeinde auf die Gefahren hinzuweisen: „Liebe Freunde, wir sind es der Christenheit schuldig, zu sagen, sie rüsten sich wider die Seele des Gerechten und verdammen unschuldig Blut. Damit die Christenheit sich nicht irreführen lässt.” Am 1. Juli wird der Wortführer der evangelischen Bekenntniskirche unter anderem wegen Kanzelmissbrauchs verhaftet und bleibt bis Kriegsende ein prominenter Sonderhäftling des Regimes. Vier Jahre nach Hitlers Machtübernahme sind die Fronten zwischen Staat und Kirche klar. Die Gläubigen betrachten die Religion als Bollwerk gegen die allmächtige Diktatur. Das Verlesen der päpstlichen Enzyklika von den Kanzeln der katholischen Kirchen durch die deutschen Bischöfe veranlasst Hitler letztlich, den Kirchenkampf zu verschärfen. In zahlreichen Schauprozessen werden Geistlichen Hochverrat und Sittlichkeitsverbrechen angelastet. Religiöse Großveranstaltungen wie hier die traditionelle Heiligtumsfahrt in Aachen wagt das Regime jedoch nicht zu unterbinden. So bleiben derartige Kundgebungen für Kirche und Glauben für viele die einzige Möglichkeit, ihren stummen Protest Ausdruck zu geben.

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