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Islam – Was ist das? 03:23 min

Islam – Was ist das? Übung

Du möchtest dein gelerntes Wissen anwenden? Mit den Aufgaben zum Video Islam – Was ist das? kannst du es wiederholen und üben.

  • Beschreibe die fünf Säulen des Islam.

    Tipps

    Beginne jeweils mit dem arabischen Wort und beschreibe es dann.

    Lösung

    Die fünf Säulen des Islam werden so genannt, weil sie eine grundlegende Bedeutung für den Islam haben, also sozusagen das Fundament bilden.

    Es handelt sich dabei um die fünf wichtigsten Pflichten, die für jede Muslimin und jeden Muslim gelten:

    1) Die erste Säule, das Glaubensbekenntnis, lautet: „Ich bezeuge, dass es keine Gottheit außer Gott gibt und dass Mohammed der Gesandte Gottes ist.“

    2) Für das tägliche fünfmalige Gebet müssen die Gläubigen nicht in eine Moschee gehen, sondern kann praktisch überall beten. Wichtig ist, dass vor dem Gebet eine rituelle Waschung durchgeführt und beim Gebet eine Abfolge an Körperhaltungen eingehalten wird.

    3) Musliminnen und Muslime sind verpflichtet, an Arme und Bedürftige zu spenden.

    4) Im Ramadan verzichten die Gläubigen von Sonnenauf- bis Sonnenuntergang auf jegliche Lebens- und Genussmittel.

    5) Die Pilgerfahrt nach Mekka müssen die Gläubigen mindestens einmal im Leben gemacht haben.

  • Fasse wichtige Fakten zum Islam zusammen.

    Tipps

    Mono heißt „einzig“ oder „allein“, poly bedeutet „viel“.

    Das Christentum ist älter als der Islam.

    Lösung

    Diese wichtigen Fakten zum Islam solltest du dir merken:

    • Gläubige Musliminnen und Muslime unterwerfen sich einem einzigen und allumfassenden Gott.
    • Das arabische Wort für Gott ist Allah.
    • Der Islam ist eine monotheistische Religion.
    • Der Prophet Mohammed lebte im 6. und 7. Jahrhundert nach Christus und soll eine göttliche Offenbarung erhalten haben – den Koran.
    • Nach der Glaubensgründung durch Mohammed verbreitete sich der Islam rasch.
    • Heute ist der Islam eine Weltreligion und die Zahl der Musliminnen und Muslime wächst weiter.
  • Arbeite Gemeinsamkeiten und Unterschiede der drei abrahamitischen Religionen heraus.

    Tipps

    Das Kreuz symbolisiert das Christentum, der Davidstern das Judentum und der Halbmond den Islam.

    Abraham heißt auf Arabisch Ibrahim.

    Die Synagoge ist das Gotteshaus der Jüdinnen und Juden.

    Lösung

    Die drei abrahamitischen Religionen, sprich der Islam, das Christentum und das Judentum, teilen sich viele Gemeinsamkeiten.

    Die abrahamitischen Religionen ...

    ... werden so genannt, da Abraham, oder auf Arabisch Ibrahim, eine wichtige Rolle spielt. Er ist eine Art Vaterfigur für die Gläubigen.

    ... entstanden im Nahen Osten.

    ... haben als Grundlage das Alte Testament und die Thora, d. h. sie teilen sich viele Geschichten und wichtige Persönlichkeiten.

    ... sind monotheistisch, sprich Gläubige glauben an einen allmächtigen Gott.

  • Setze wichtige Persönlichkeiten aus dem Koran und der Bibel in Beziehung.

    Tipps

    Sprich die Wörter laut aus und versuche, Ähnlichkeiten im Klang zu finden.

    Lösung

    Kennst du die Überlieferungen?

    Maryam / Maria ist die Mutter von Isa / Jesus.

    Ibrahim / Abraham ist der gemeinsame Stammvater der drei monotheistischen Weltreligionen. Sein einer Sohn Ishaq / Isaak wird von den Jüdinnen und Juden und sein anderer Sohn Ismail von den Musliminnen und Muslimen als Stammvater verehrt.

    Yusuf / Josef wird aus Neid von seinen Brüdern in den Brunnen geworfen, kommt als Sklave nach Ägypten, kann aber durch seine traumdeuterischen Fähigkeiten nicht nur sich, sondern auch die Ägypterinnen und Ägypter vor einer Katastrophe bewahren.

    Musa / Mose wird als Baby in einem Weidenkorb im Fluss ausgesetzt und vom Pharao und seiner Frau gefunden und aufgezogen. Er führt das Volk Israel aus Ägypten.

    Yunus / Jonas wird von einem Wal verschlungen und von Gott gerettet.

    Die Geschichten unterscheiden sich in der Bibel und im Koran jeweils in ihrer Bedeutung und Ausgestaltung, aber der Kern ist meist sehr ähnlich.

  • Beschreibe den Gott, an den Musliminnen und Muslime glauben.

    Tipps

    Zwei der Antwortmöglichkeiten sind richtig.

    Lösung

    „Ich bezeuge, dass es keine Gottheit außer Gott gibt und dass Mohammed der Gesandte Gottes ist.“

    Das ist das Glaubensbekenntnis der Musliminnen und Muslime und es macht sehr deutlich, an welchen Gott sie glauben.

    Dieser Gott, der mit dem arabischen Wort Allah bezeichnet wird, ist nämlich ein einziger und allumfassender Gott. Als Mohammed lebte war es sehr verbreitet, mehrere Gottheiten anzubeten. Dies lehnt der Islam ab.

    Propheten, also Gesandte Gottes, sind im Islam sehr wichtig, da sie die Menschen daran erinnern, dass sie den einen und wahren Gott verehren sollen, indem sie dessen Gesetze verkünden. Sie sind Gott aber in keiner Weise gleichgestellt. Sie sind Menschen.

    So war auch Mohammed ein Mensch. Auch wenn er den Glauben gegründet hat, ist er „nur“ Prophet und nicht Sohn Allahs, wie Jesus für die Christinnen und Christen.

  • Prüfe, ob die Zitate aus dem Koran oder der Hadithe stammen.

    Tipps

    Im Koran spricht Gott direkt zu Mohammed. Meistens spricht Gott in der Wir-Form.

    In der Hadithe findet man mündlich überlieferte Aussprüche, Handlungen und Taten von Mohammed vor, die andere sich weitererzählt und irgendwann aufgeschrieben haben.

    Lösung

    Im Koran spricht Gott direkt zu Mohammed. Daran erkennst du das:

    • Meistens spricht Gott in der Wir-Form.
    • Es wird die direkte Rede verwendet.
    In der Hadithe findet man mündlich überlieferte Aussprüche, Handlungen und Taten von Mohammed vor, die andere sich weitererzählt und irgendwann aufgeschrieben haben. Daran erkennst du das:
    • Es wird die Quelle genannt.
    • Meist gibt es eine ganze Kette an Menschen, die sich die Aussage oder Tat Mohammeds einander weitererzählt haben sollen.
    • Es wird deutlich gemacht, dass die direkte Rede von Mohammed, dem Gesandten Gottes stammt, nicht von Gott.

    Quelle: Halm, Heinz (2018): Der Islam. Geschichte und Gegenwart. 11., aktualisierte Auflage. München: H.C. Beck, S. 13, 15, 40, 41.