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Islam – Hochkultur im Mittelalter

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Islam – Hochkultur im Mittelalter
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Grundlagen zum Thema Islam – Hochkultur im Mittelalter

Inhalt

Die islamische Welt im Mittelalter

Täglich nutzen wir die Ziffern 0, 1, 2, 3 bis 9. Wir finden sie überall in unserem Alltag und sie sind für uns völlig selbstverständlich. Allerdings entstammen diese Ziffern nicht der europäischen Kultur, wie man vielleicht vermuten könnte. Wir verdanken sie, wie noch viele andere Dinge, den Araberinnen und Arabern und der Ausbreitung des Islam im Mittelalter.

Vielleicht habt ihr euch in der Schule schon mit dem Islam im Mittelalter beschäftigt und auch darüber gesprochen, was der Islam ist. Aber wie verbreitete sich der Islam im Mittelalter und welche Rolle spielte der Islam im Mittelalter genau? Antworten zu diesen Fragen und weitere Informationen zum Islam im Mittelalter werden dir in diesem Lerntext für Kinder einfach erklärt. Auch für ein Referat zur Erklärung des Islam im Mittelalter kannst du diese Informationen gut nutzen.

Die islamische Herrschaft im Mittelalter

Um 711 n. Chr. zog es die Araberinnen und Araber in die weite Welt. Sie wollten ein islamisches Weltreich errichten, zu dem nicht nur die arabischen Staaten gehören sollten, sondern auch vormals katholische Ländern, wie z. B. Spanien oder Portugal.
Der Wille, ihre Religion, den Islam, zu verbreiten, führte sie dann auch nach Spanien in die Region, die wir heute als Andalusien kennen. Der Name der Region stammt übrigens ebenfalls aus der Zeit, denn die islamischen Eroberer nannten das Gebiet Al-Andalus. Die Stadt Cordoba sollte die Metropole der Musliminnen und Muslime in Spanien werden. Auf ihren gewaltsamen Eroberungszügen trafen die Araberinnen und Araber dort auf eine bedürftige, unter Hunger leidende Bevölkerung, die in kargen Hütten lebte und weder Schulen noch eine ausreichende ärztliche Versorgung hatte. Das kannten die Menschen aus den islamischen Ländern bereits anders.
Nach der Eroberung galten die spanischen Christinnen und Christen als Menschen der untersten sozialen Stellung. Wollten sie nicht als Sklavinnen und Sklaven unter muslimischer Herrschaft leben, mussten sie entweder zum Islam übertreten oder in christlich beherrschte Regionen flüchten.

Die spanische Bevölkerung sah in den islamischen Besetzerinnen und Besetzern zunächst nur die feindlichen, ungebildeten Barbarinnen und Barbaren. Doch sie erkannten schnell, dass die Musliminnen und Muslime nicht nur ihre Religion nach Europa brachten, sondern auch ihr reiches Wissen, das auch ihnen von Nutzen sein konnte. Auf diese Weise kam somit nicht nur der Islam im Mittelalter nach Europa, sondern auch die Medizin, Technik und weiteres Wissen, das wir heute noch ganz selbstverständlich nutzen.

Ein deutliches Zeichen ihrer Herrschaft setzten die Musliminnen und Muslime mit dem Bau der berühmten Mesquita-Moschee in Cordoba und stellten gleichzeitig ihr Können in der Architektur unter Beweis. Die Moschee mit ihren 665 Säulen und zahlreichen Leuchtern beeindruckt die Menschen damals wie heute.

Die Mesquita Moschee

Islamisches Wissen im Mittelalter

In der folgenden Tabelle erhältst du einen Überblick über islamische Kultur, Technik und Wissenschaft des Mittelalters:

Bereich Beispiele
Städtebau Sie bauten Krankenhäuser, Straßen mit Beleuchtung, Schulen, Universitäten, Bibliotheken etc.
Landwirtschaft Sie legten Bewässerungskanäle auf Äckern an.
Architektur Sie bauten imposante Bauwerke wie die Mesquita-Moschee.
Wissenschaft Sie beeindruckten mit ihrer Forschung in Mathematik, Geografie, Astronomie, Physik und Medizin.
Sprache Wörter arabischer Herkunft: Algebra, Benzin, Gitarre, Marzipan, Massage, Reis, Watte, Zucker und viele mehr
Mathematik Sie führten das Rechnen nach dem Zehnersystem ein sowie die Ziffern 0 bis 9.
Erfindungen Linsen als Vergrößerungsgläser, erste Flugmaschine, Gipsverbände, Astrolabium (zur Bestimmung des Standorts mithilfe der Sterne)

In der Zusammenfassung kann man sagen, dass der Islam im Mittelalter für Europa nicht nur Eroberung und Krieg bedeutete, sondern auch eine Bereicherung für die Kultur, Wissenschaft und Technik war. Der Islam gilt daher als Hochkultur im Mittelalter.

Im Anschluss an dieses Video stehen dir Übungen und Arbeitsblätter zum Thema Islam im Mittelalter zur Verfügung, wo du dein neues Wissen überprüfen und ausprobieren kannst.

Transkript Islam – Hochkultur im Mittelalter

Cordoba im Jahre 875. Abbas ibn Firnas der Dichter, Erfinder und Mathematiker lässt eine Flugmaschine bauen. 600 Jahre vor Leonardo da Vinci und 1.000 Jahre vor Otto Lilienthal kommt es im maurischen Andalusien zum ersten dokumentierten Flugversuch der Geschichte. Das Wagnis wird zu einer Sensation. Mehrere hundert Meter legt der damals 65 Jährige zurück. Aber als er zur Landung ansetzt, verliert er die Kontrolle über sein Fluggerät. Er stürzt ab und bricht sich beide Beine. Die maurischen Ärzte werden ihn gut versorgen. “Vom 9. bis zum 12. Jahrhundert, also im frühen Mittelalter, da war die muslimische Wissenschaft, Philosophie weit voraus. Und die Muslime waren äußerst begierig zu lernen, waren außerordentlich lernbereit damals. Sie haben von der hellenistischen Wissenschaft, Philosophie, Medizin gelernt, von der Indischen, von der Persischen. Sie haben in der Zeit des großen, klassischen Islam die Kultur der Welt dargestellt, die die Reichste war und die Stärkste.” Eine Kultur, die Staunen macht. Die Betrachtung ihrer Bauten erzeugt Ehrfurcht und Bewunderung. Die große Moschee von Cordoba, Zeugnis einer Hochkultur, die auch die Entwicklung in Europa prägen soll. Im Jahre 785 beginnt der Bau der Moschee. Parallele Säulenreihen bestimmen das Bauprinzip. Unendlich viele Bögen entstehen. Cordoba ist die Metropole der Muslime in Spanien. Schon im 10. Jahrhundert gibt es hier eine Straßenbeleuchtung. Frischwasser aus den Bergen versorgt eine halbe Million Einwohner. Das restliche Europa kann sich einiges abschauen. “Das Abendland war kulturell, wissenschaftlich gerade so an einem Tiefpunkt angelangt. War aber bereit sich irgendwie weiterzuentwickeln. Und man war offen für anderes.” Das heißt für die Errungenschaften der Muslime. Navigationsinstrumente, arabisch-indische Zahlen, mit denen in Europa fortan gerechnet wird. Die Medizin der Muslime und ihre Instrumente fördern die Heilkunde des Abendlandes. Orientalische Früchte und Gewürze bereichern den Speiseplan Europas. Papier wird zur Grundlage von Wissen und Bildung und die Mühle wird zur Kraftmaschine der Neuzeit. Das Vermächtnis der arabisch-islamischen Welt findet seinen Weg in den Westen. Das christliche Europa wird im goldenen Zeitalter des Islam beflügelt.

Islam – Hochkultur im Mittelalter Übung

Du möchtest dein gelerntes Wissen anwenden? Mit den Aufgaben zum Video Islam – Hochkultur im Mittelalter kannst du es wiederholen und üben.
  • Fasse die Rolle des Islam bei der Kulturvermittlung zusammen.

    Tipps

    Zwei Aussagen sind korrekt.

    Lösung

    Der Islam hat das Abendland durch seine vielfältigen Kulturgüter geprägt. Diese kamen vor allem über Südosteuropa, Italien und Spanien in die westliche Welt. Doch neben Handelsgütern, Gebrauchs- und Luxusgegenständen stammten auch Fertigungstechniken, also das entsprechende Know-how aus der islamischen Welt. Zwei wichtige Zentren der Wissenschaft befanden sich in Bagdad (im heutigen Irak) und in Toledo (im heutigen Spanien). Vor allem Bagdad profitierte dabei von den Einflüssen, die aus China, Indien und Persien kamen.

    Quelle: Baumgärtner, Ulrich; Fieberg, Klaus (Hrsg.): Horizonte 7/8. Geschichte. Gymnasium Hamburg. Westermann, 2011, S. 23.

  • Bestimme, warum im frühen Mittelalter die muslimische Wissenschaft und Philosophie der des Abendlandes weit voraus war.

    Tipps

    Die Stadt Cordoba liegt in Spanien.

    Ein Satzteil ist zu viel.

    Große monumentale Bauten erzeugen bei den Betrachtenden was für ein Gefühl?

    Lösung

    Im frühen Mittelalter war der Islam dem Abendland sowohl in kultureller als auch in wissenschaftlicher Hinsicht weit voraus. So übernahm die westliche Welt Navigationsinstrumente, arabische Zahlen, aber auch medizinische Erkenntnisse, orientalische Früchte und Gewürze aus den islamischen Ländern. Die Hochkultur des Islams war dabei wiederum durch die Erkenntnisse, die aus China, Persien und Indien stammten, tief geprägt.

  • Arbeite den Kulturaustausch zwischen muslimischen und christlichen Gruppen in Spanien heraus.

    Tipps

    Die Christ/-innen profitierten von der arabischen Kultur und übersetzten die fremdländischen Texte in ihre Sprache. Weißt du, welche Sprache man in der Antike des Abendlandes sprach?

    Lösung

    Bis zum Tod des Propheten Mohammeds 632 standen bereits große Teile der arabischen Halbinsel unter muslimischer Herrschaft. In der Folgezeit wurden durch Feldzüge weitere Gebiete erobert, sodass die islamische Welt von Arabien bis nach Nordafrika und Spanien reichte. In Spanien kamen die Christ/-innen in Kontakt mit den Araber/-innen und übersetzten deren philosophische, mathematische, medizinische und astronomische Texte ins Lateinische.

  • Erläutere, was Europa dem Islam verdankt.

    Tipps

    Sylvain Gouguenheim widerspricht der herrschenden Lehre in Bezug auf die Bedeutung des Islams für die kulturelle Entwicklung Europas. Inwiefern?

    Lösung

    Sylvain Gouguenheim ist der Meinung, dass der Islam Europa gar nicht so stark geprägt habe. Vielmehr habe die islamische Hochkultur das griechische Erbe aufgegriffen und es an die Europäer/-innen weitergegeben. Deswegen vertrete man heute die Auffassung, dass die europäische Kultur und Kunst von den Abbassid/-innen, einem islamischen Großreich erschaffen wurde. Ganz anderer Ansicht ist da der Historiker David Levering Lewis. Er meint, dass die Europäer/-innen eine viel schnellere Entwicklung gemacht hätten, wären sie Teil des islamischen Reiches gewesen.

    Quelle: https://www.welt.de/kultur/article1957436/Was-Europa-dem-Islam-verdankt-und-was-nicht.html (Stand vom 12.05.2020)

  • Benenne die arabischen Zahlen.

    Tipps

    Die römische Zahl 4 beginnt folgendermaßen: I. Was folgt anschließend?

    X steht vor L und C.

    Lösung

    Etwa zu Beginn des 13. Jahrhunderts lösten die arabischen Ziffern in Westeuropa die römischen Zahlen ab und ermöglichten dadurch eine einfachere und übersichtlichere Schreibweise.

  • Erkläre, warum die Hochkultur des Islam untergegangen ist.

    Tipps

    Der Begriff der Aufklärung bezeichnet den Beginn des rationalen Denkens und stellte u. a. auch bislang bestehende politische Herrschaftsverhältnisse in Frage.

    Unter Weiterentwicklung fasst man sowohl Veränderungen im Weltbild als auch neue Entdeckungen und Errungenschaften zusammen.

    Lösung

    Hatte der Islam im frühen Mittelalter noch stark das Abendland in kultureller und wissenschaftlicher Hinsicht geprägt, so holte der Westen im Laufe der Neuzeit auf. Nicht nur die Entdeckung Amerikas, auch der Buchdruck durch Gutenberg, die Aufklärung und die Französische Revolution veränderten das bislang gültige starre Weltbild.

    Quelle: Traub, Rainer: Sturz in den Schatten. In: Der Spiegel. Geschichte. Der Islam. 1400 Jahre Glaube, Krieg und Kunst. Hamburg, 2010, S. 96-98.

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