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Engel und Dämonen 02:22 min

Engel und Dämonen Übung

Du möchtest dein gelerntes Wissen anwenden? Mit den Aufgaben zum Video Engel und Dämonen kannst du es wiederholen und üben.

  • Beschreibe, inwiefern der Glaube das mittelalterliche Leben bestimmte.

    Tipps

    Ein Wort ist zu viel.

    Das Fegefeuer sollte die Verstorbenen von nicht allzu schweren Sünden reinigen. Weißt du, was nach dem Fegefeuer kommen sollte?

    Lösung

    Die Menschen im Mittelalter waren sehr gläubig und bemühten sich daher darum, ein gottgefälliges Leben zu führen. Dafür gingen sie nicht nur regelmäßig in die Kirche, sondern leisteten auch Buße. Manche Gläubige erhofften sich jedoch auch Schutz von Heiligen, weswegen sie lange Wallfahrten unternahmen. Vielleicht hast du schon einmal von Santiago de Compostela gehört. Hierhin pilgerten die Gläubigen zum Grab des heiligen Jakobus. Bis heute ist der Jakobsweg ein sehr populärer Pilgerweg.

  • Erkläre, wie die Menschen im Mittelalter dazu kamen, an Hexerei zu glauben.

    Tipps

    Zwei Aussagen sind korrekt.

    Mit seinen 95 Thesen hat Martin Luther die katholische Kirche kritisiert. Kannst du dir vorstellen, welche Auswirkungen diese Glaubensstreitigkeiten auf die Menschen hatte?

    Lösung

    Bereits im 16. und 17. Jahrhundert gab es vereinzelt Kritik an den Hexenverfolgungen. Jedoch dauerte es bis ins 18. Jahrhundert, bis die Hexenprozesse vollständig eingestellt wurden. Wissenschaftler/-innen schätzen, dass alleine im Deutschen Reich mindestens 30 000 Menschen als Hexen hingerichtet wurden.

  • Vergleiche die unterschiedlichen Glaubenskonzepte an eine Unterwelt in den verschiedenen Kulturkreisen miteinander.

    Tipps

    Hel hieß es bei den German/-innen. Hell heißt es heute auf Englisch. Kennst du auch den entsprechenden deutschen Begriff?

    Der Begriff der Maat stammt aus dem Alten Ägypten und bezeichnet die Ordnung der Welt.

    Lösung

    Zu nahezu jeder Zeit und in fast allen Kulturkreisen haben die Menschen an eine Unterwelt, beziehungsweise an eine Hölle geglaubt. Während die German/-innen glaubten, dass alle Verstorbenen in das gleiche Jenseits kämen, glaubte man im Alten Ägypten, aber auch im alten Griechenland an ein Totengericht. Im christlichen Mittelalter war hingegen die Vorstellung von einer Dreiteilung des Jenseits in Fegefeuer, Himmel und Hölle verbreitet.

  • Erläutere, wie sich Dante Alighieri in der „Göttlichen Komödie“ das Fegefeuer vorstellt.

    Tipps

    Unter Beschaffenheit fällt zum Beispiel das Aussehen, aber auch der Aufbau des Fegefeuers, bzw. des Läuterungsbergs.

    Lösung

    Im Fegefeuer, oder auch Purgatorium, in Dante Alighieris „Göttliche Komödie“, beschreibt der Dichter das Fegefeuer als einen ansteigenden Berg, der über sieben Felsstufen verfügt. Auf dem Gipfel des Läuterungsberges stehen Adam und Eva und stellen den Sündenfall der Menschheit dar.

  • Definiere die jeweiligen Begriffe zum mittelalterlichen Glauben.

    Tipps

    Vielleicht kennst du ja die „Göttliche Komödie“ von Dante Alighieri? Hier beschreibt der Dichter das Fegefeuer als Vorstufe zum Himmel.

    Lösung

    In der christlichen Vorstellung wurde das Jenseits in das Fegefeuer, die Hölle und den Himmel unterteilt. Das Fegefeuer war dabei sozusagen die Vorstufe zum Himmel. Hierin kamen alle Verstorbenen, die nur eine geringfügige Sünde begangen hatten und im Fegefeuer geläutert werden sollten. Um die Zeit des Fegefeuers zu verkürzen, zogen im Mittelalter viele Gläubige in den Kreuzzug. Ziel war es dabei, Jerusalem von den sogenannten Ungläubigen zurückzuerobern.

  • Stelle zwei Ansichten vom mittelalterlichen Menschenbild einander gegenüber.

    Tipps

    Jeweils drei Begriffe solltest du sowohl Manetti, als auch Mirandola zuordnen.

    Der Indeterminismus von Giovanni Pico della Mirandola geht davon aus, dass Ereignisse, Entscheidungen etc. nicht von Gott oder einer äußeren Kraft vorherbestimmt sind.

    Lösung

    Beiden Ansichten ist gemein, dass sie Gott als den Schöpfer der Welt sehen. Manetti geht dabei davon aus, dass der Mensch die von Gott erschaffene Welt durch seine kreative Schöpfung verbessert. Das drückt sich zum Beispiel in den Erfindungen, der Literatur, aber auch den Wissenschaften aus. Mirandola meint hingegen, dass Gott den Menschen ins Zentrum der Welt gestellt habe und der Mensch diese frei gestalten kann. Dabei geht er jedoch auch davon aus, dass sich der Mensch zum Bösen oder Schlechten („hin ins Tierreich“) entwickeln kann, während Manetti den Menschen durch seine Schöpfungskraft als durchweg gut darstellt.

    Quelle: Baumgärtner, Ulrich; Fieberg, Klaus (Hrsg.): Horizonte 7/8. Geschichte Gymnasium Hamburg. Schroedel: 2011, S. 130.