40%

Black Friday-Angebot – nur bis zum 27.11.2022

sofatutor 30 Tage lang kostenlos testen & dann 40 % sparen!

Die Machtübernahme

Du möchtest schneller & einfacher lernen?

Dann nutze doch Erklärvideos & übe mit Lernspielen für die Schule.

Kostenlos testen
Bewertung

Ø 4.0 / 27 Bewertungen

Die Autor*innen
Avatar
Team Wissenswelt
Die Machtübernahme
lernst du in der 9. Klasse - 10. Klasse - 11. Klasse - 12. Klasse - 13. Klasse

Grundlagen zum Thema Die Machtübernahme

Hitlers Weg zum Kanzlerposten war steinig und Hindernisreich - Reichspräsident Paul von Hindenburg versucht, ihn zu benutzen und blockieren. Franz von Papens Kanzlerzeit dauert ca. ein halbes Jahr. Er wird abgesetzt und danach von den Nationalsozialisten angeworben, Hitler zu helfen, die Position des Reichskanzlers zu besetzen. Wie lief die schlussendliche Wahl ab? Wie sah das Nachspiel aus? Wie kam es zum Brand des Reichstages? Die Antworten auf diese Fragen gibt es in diesem Video.

Transkript Die Machtübernahme

Hitler will Kanzler werden. Er wartet auf seine Nominierung. Viele Bürger teilen seine Hoffnung als er von Hindenburg vorgeladen wird. Hitler hat nicht vor, an irgendeiner Koalition teilzunehmen. Hindenburg:„Von Papen wird Kanzler, und Sie müssen ihn unterstützen.” Hitler:„Ich werde keine Regierung unterstützen.” Hindenburg:„Sie brechen Ihr Wort. Ich erinnere Sie daran, dass Sie mir versichert haben, Teil einer Regierung zu werden.” Hitler:„Ich will die ganze Macht und nicht weniger.” Hindenburg:„Sie haben die Wahl gewonnen, aber noch haben Sie nicht die Mehrheit im Parlament!” Hitler:„ Die ganze Macht oder keine. Ferruccio Valerio, Historiker:„Es ist der Versuch Hindenburgs, Hitler zur Schaffung einer stabileren Regierung zu benutzen. Es ist der Versuch Hitlers, genug Macht zu bekommen, die Regierung in ein nationalsozialistisches Instrument umzuwandeln. Nie zuvor ist Hitler seinem Ziel näher gewesen.” Von Papen wird Kanzler, aber seine Regierung dauert nicht lange. Das Parlament und die Reichswehr opponieren und fordern seinen Rücktritt. Am 2. Dezember wird General von Schleicher neuer Kanzler. Die Schaukelpolitik um den Kanzler dauert den Nazis schon zu lange. Hitler will Rache und sucht einen möglichen Verbündeten gegen Hindenburg. Wieder ist von Papen der richtige Mann. Und die Nazis treffen eine Vereinbarung mit ihm, Schleichers Regierung zu stürzen und Hitlers Ernennung zu erreichen. Oskar Hindenburg, der durch Hitler korrumpierte Sohn des Reichspräsidenten kann den alten Feldmarschall überzeugen. Am 30. Januar wird Adolf Hitler zum Kanzler ernannt. Für viele Deutsche ist das die Lösung einer von vielen politischen Krisen. Sie glauben, mit Hitlers Ernennung eine solide Regierung zu bekommen. Es ist das Ende der jungen deutschen Republik. Endlich kann Hitler sich der Menge in Berlin an der Seite des Reichspräsidenten zeigen.

Er ist der Führer des Staates. Auf sein Treffen mit der Reichswehr hat Hitler am längsten gewartet. Auf diesen Termin bereitet er sich seit Jahren vor. Die Offiziere salutieren vor dem ehemaligen Gefreiten. Ferruccio Valerio, Historiker:„Hitlers Botschaft evoziert fanatischen Jubel. Deutsche, marschiert voller Stolz mit hoch erhobenem Kopf, seid stolz wieder Deutsche zu sein.” Die erste Handlung der neuen Regierung ist es, den Reichstag aufzulösen und neue Wahlen anzuberaumen. Der Wahlkampf verläuft einseitig. Die Nationalsozialisten haben die Bevölkerung im Griff. Alle anderen Parteien sind ständigen Drohungen und Einschüchterungen ausgesetzt. Am 27. Februar 1933 erreicht die Gewalt ihren Höhepunkt. Drei Naziattentäter dringen ins Parlamentsgebäude ein und legen einen Brand. Der Sitz des Reichstages ist zerstört. Die Propaganda beschuldigt die Kommunisten, den Anschlag durchgeführt zu haben. Viele Nazigegner werden verhaftet. Ferruccio Valerio, Historiker:„Der Coup erzielt die erwartete Wirkung auf die öffentliche Meinung, aber der Prozess beweist die Unschuld der Beklagten und die Richter sind gezwungen, die meisten von ihnen freizulassen.” Mit dem Reichstagsbrand zielen die Nazis auf die Alleinherrschaft. Am 28. Februar wird das in der republikanischen Verfassung verbürgte bürgerliche Grundrecht aufgehoben, die Kommunistische Partei wird verboten, die Sozialisten mit Polizeimaßnahmen verfolgt, ebenso wie die Presse, die ihre Publikationen während der Wahlkampagne einstellen muss. Die Wahl verschafft den Nazis gemeinsam mit der Deutschen Volkspartei DVP eine parlamentarische Mehrheit. Es ist die letzte reguläre Wahl in der Weimarer Republik. Am 23. März gelingt es Hitler, das so genannte Ermächtigungsgesetz durch das Parlament zu bringen. Es sichert dem Führer die Regierungsgewalt für vier Jahre. Viele Mitglieder des Parlaments wohnen dieser Versammlung nicht bei. Eine große Zahl, darunter 80 Kommunisten und ihr Vorsitzender Talmann, sitzen im Gefängnis. Ferruccio Valerio, Historiker:„Es gelang den Nationalsozialisten, die Parteien der Mitte dazu zu bewegen, dem Ermächtigungsgesetz zuzustimmen. Es passierte den Reichstag gegen die Stimmen der SPD. Der nächste Schritt, das Verbot aller Parteien, außer der NSDAP, war im Juli abgeschlossen. Im November ruft Hitler die Deutschen zu einem Volksentscheid. Nur ein Name steht auf dem Stimmzettel. Es gibt nur die Möglichkeit, Hitler zu wählen. Die Wahlbeteiligung beträgt 96 Prozent. 95 Prozent stimmen für die Nationalsozialisten. Hitler erscheint auf dem Balkon als endgültiger Gewinner. Ab sofort sind Menschen gefährdet, deren einziges Verbrechen es ist, Jude zu sein. Keine Verteidigung hat Gewicht vor den Gerichten. Die richterliche Gewalt ordnet sich Hitler unter. Wer glaubt, die Aufgabe der Sturmtruppen sei damit zu Ende, wird sich an die Idee gewöhnen müssen, dass wir an der Macht sind und an der Macht bleiben wollen, egal was geschieht.” In der Nacht des 30. Juni 1934 brandet eine blutige Welle über Deutschland. Es ist die Nacht der langen Messer. Der Röhm Putsch. Hitlers Mördertrupps sind alle Oppositionellen losgeworden. Reichspräsident Hindenburg liegt im Sterben in seinem Haus auf dem Land. Hitler ist anwesend, als er seinen letzten Atemzug tut. Innerhalb einer Stunde nach Hindenburg Tod wird bekannt gegeben, dass Hitler die Ämter von Reichspräsident und Reichskanzler in seiner Person vereinigen wird. Es ist der Morgen des 2. August 1934. Offiziere und Soldaten der Reichswehr schwören dem neuen Befehlshaber und Führer den Treueeid:„Ich schwöre bei Gott diesen heiligen Eid, dass ich dem Führer des Deutschen Reiches und Volkes, Adolf Hitler, dem Oberbefehlshaber der Wehrmacht, unbedingten Gehorsam leisten und als tapferer Soldat bereit sein will, jederzeit für diesen Eid mein Leben einzusetzen.”

Die Machtübernahme Übung

Du möchtest dein gelerntes Wissen anwenden? Mit den Aufgaben zum Video Die Machtübernahme kannst du es wiederholen und üben.
  • Beschreibe die Etappen von Hitlers Machtergreifung.

    Tipps

    Hitlers Partei hieß Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei.

    Wenn mehrere Parteien zusammenarbeiten, um gemeinsam zu regieren, dann sagt man sie koalieren.

    Mit dem Gesetz von 23.03.1933 wurde Hitler ermächtigt, Maßnahmen zu beschließen, die auch gegen die Verfassung sein konnten.

    Lösung

    Hitler wartete lange auf seine Regierungszeit, war doch seine Partei, die NSDAP, schon eine Weile die stärkste Fraktion. Trotzdem musste er zusehen, wie erst von Papen und dann von Schleicher das Amt des Reichskanzlers übertragen wurde. Dem wollte Hitler nicht zustimmen und verweigerte eine Koalition mit den anderen Parteien. Das wäre aber nötig gewesen, da die anderen Parteien die Stimmen der NSDAP (als stärkste Fraktion) brauchten, um eine Regierungsmehrheit zu erzielen.
    In vielen Gesprächen wurde schließlich die Ernennung Hitlers zum Reichskanzler durchgesetzt. Diesem reichte es aber nicht aus, über Mehrheiten im Parlament zu regieren. Er arbeite daran, die ganze und uneingeschränkte Macht zu bekommen. So diente ihm beispielsweise der Reichstagsbrand dazu, ein Verbot der kommunistischen Partei zu erreichen. Bis Juli erreichte er ein Verbot aller Parteien. Das Ermächtigungsgesetz vom 23.03.1933 verschaffte ihm die nötigen Rechte dazu.

  • Fasse die Ereignisse um den Reichstagsbrand zusammen.

    Tipps

    Die „Verordnung zum Schutz von Volk und Staat“ (Reichstagsbrandverordnung) wurde im Februar 1933 erlassen – direkt einen Tag nach dem Reichstagsbrand.

    Die Reichstagsbrandverordnung basierte auf dem Artikel 48 der Weimarer Reichsverfassung, welcher verfassungseinschränkende Gesetze möglich machte. Das heißt, die Verfassung bestand zwar weiter, aber die festgeschriebenen Rechte konnten außer Kraft gesetzt werden.

    Lösung

    Der Reichstagsbrand war für die Nationalsozialisten ein willkommenes Ereignis, um ihren Weg zur Alleinherrschaft zu ebnen. Bis heute ist daher noch nicht abschließend geklärt, ob sie nicht selbst für den Brand verantwortlich sind. Offiziell wurde als Brandstifter ein Kommunist beschuldigt, woraufhin es zu unzähligen Verhaftungen von Kommunisten kam.
    Hitler nutzte das Ereignis nicht nur zum Verbot der kommunistischen Partei, sondern schränkte mit der "Verordnung zum Schutz von Volk und Staat" (Reichstagsbrandverordnung) auch wichtige Grundrechte ein.

  • Erläutere den Aufstieg Hitlers zum Reichskanzler.

    Tipps

    Der Aufstieg Hitlers ist eng mit der Entwicklung der NSDAP verbunden.

    Beginne mit Hitlers Parteivorsitz.

    Lösung

    Schon einige Zeit vor Hitlers Ernennung zum Reichskanzler ebnete sich der Weg für Hitlers politischen Aufstieg. Seine Partei schien der Bevölkerung genau das geben zu können, was sie sich wünschten. Schon lange hatte ein beträchtlicher Teil den Glauben an die Weimarer Republik verloren. Sie forderten eine Regierung, die Arbeitslosigkeit und Inflation bekämpfte und sich gegen die Siegermächte des Ersten Weltkrieges stellte. In der Hoffnung, die NSDAP mit Adolf Hitler an der Spitze könne all das bieten, gewann die Partei schnell Anhänger und wurde bald stärkste Kraft.

  • Stelle die Faktoren dar, denen Hitler seine Ernennung zum Reichskanzler verdankte.

    Tipps

    Die Reichstagswahl am 5. März 1933 war die letzte Reichstagswahl, zu der mehr als eine Partei antrat.

    Beginne mit dem Gespräch von Ribbentrops.

    Lösung

    In den Ausführungen von Ribbentrops wird deutlich, dass hier vor allem die menschlichen Beziehungen untereinander eine wichtige Rolle für die Machtübernahme Hitlers spielten. Nachdem von Papen, der selbst kurze Zeit als Reichskanzler fungierte, überzeugt werden konnte, Hitler zu unterstützen, war laut Ribbentrop der Wendepunkt in der Machtfrage erreicht.
    Von Papen überzeugte daraufhin von Hindenburg und dieser wiederum ernannte Hitler zum Reichskanzler.
    War durch die Weimarer Reichsverfassung dem Reichspräsidenten eigentlich eine starke Stellung im Reich gesichert, so ließ sich von Hindenburg hier von anderen sagen, was zu tun sei. Von Papen sollte ihn von Hitlers Kanzlerschaft überzeugen und von Ribbentrop sollte mit ihm wegen der Neuwahlen sprechen. Von Hindenburg führte also nur aus, was andere entschieden hatten.

  • Stelle die wichtigsten Gesetze zur Errichtung der NS-Diktatur dar.

    Tipps

    Der Reichspräsident von Hindenburg starb im Juni 1934. Hitler gab bekannt, nun die Ämter des Reichskanzlers und Reichspräsidenten in seiner Person zu vereinigen

    Der Reichstagsbrand fand am 27.02.1933 statt.

    Lösung

    Die Reichstagsbrandverordnung vom 28.02.1933 markierte den Beginn der Etablierung des NS-Staates.
    Durch das Ermächtigungsgesetz vom 23.03.1933 erhielt Hitler dann diktatorische Vollmachten und die Weimarer Republik war so gut wie nicht mehr existent.
    Nachdem im März und April 1933 die Gleichschaltung aller Regierungs- und Verwaltungsorgane durchgesetzt wurde, kam es im Juli 1933 zum Verbot aller Parteien und Erhebung der NSDAP zur Staatspartei.
    Im Februar 1934 kam es dann zur Aufhebung des Reichsrates und im August schließlich zur Vereinigung der Ämter des Reichskanzlers und -präsidenten.

  • Untersuche den Auszug aus dem Ermächtigungsgesetz hinsichtlich seiner Bestimmungen.

    Tipps

    Verfassungskonform bedeutet, dass etwas nicht von den Regelungen der Verfassung abweicht.

    Drei Aussagen sind falsch.

    Lösung

    Nach der Reichstagswahl im März 1933 hätten die Nationalsozialisten zusammen mit der DNVP (Deutschnationale Volkspartei) eine Mehrheit im Reichstag erreicht. Dennoch verlangte Hitler ein Ermächtigungsgesetz, wodurch er bedingungslose Gesetzgebungsmöglichkeiten erhalten hatte. Nur die Sozialdemokraten setzten sich dagegen zur Wehr (die meisten kommunistischen Abgeordneten wurden nach dem Reichstagsbrand verhaftet).
    Durch die Ausschaltung der horizontalen Gewaltenteilung erhielt Hitler alle diktatorischen Vollmachten.
    Das Ermächtigungsgesetz sollte bis 1937 gelten, wurde aber verlängert und 1943 schließlich entfristet.

30 Tage kostenlos testen
Mit Spaß Noten verbessern
und vollen Zugriff erhalten auf

4.062

sofaheld-Level

6.574

vorgefertigte
Vokabeln

10.863

Lernvideos

44.040

Übungen

38.731

Arbeitsblätter

24h

Hilfe von Lehrer*
innen

laufender Yeti

Inhalte für alle Fächer und Klassenstufen.
Von Expert*innen erstellt und angepasst an die Lehrpläne der Bundesländer.

30 Tage kostenlos testen

Testphase jederzeit online beenden