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Die Außenpolitik im Dritten Reich

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Die Außenpolitik im Dritten Reich
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Grundlagen zum Thema Die Außenpolitik im Dritten Reich

Welche außenpolitischen Maßnahmen ergriff Hitler vor Beginn des Zweiten Weltkrieges? Wie reagierten die späteren Kriegsgegner Frankreich, England und die UdSSR? Und welche Rolle spielte der italienische Faschistenführer Mussolini? Das und vieles mehr erfährst du in diesem Video über die Außenpolitik der Nationalsozialisten. Du siehst dabei historisches Filmmaterial aus den dreißiger Jahren und hörst einen originalen Mitschnitt einer energischen Rede Adolf Hitlers.

Transkript Die Außenpolitik im Dritten Reich

Die Außenpolitik des NS-Staates zielte von Anfang an auf eine Expansion des Deutschen Reiches ab. Hitler wollte den in konservativen und rechtsradikalen Kreisen verhassten Versailler Vertrag zunichte machen, präsentierte seine Strategie aber propagandistisch geschickt als Friedenspolitik gegen die permanente Unterdrückung Deutschlands durch das Ausland. „Jemand muss in Deutschland kommen und muss sagen, den Frieden wollen wir. Aber diese ununterbrochene Unterdrückung lehnen wir ab. Und die Entehrung ertragen wir nicht.“ In Wahrheit liefen die außenpolitischen Aktionen des NS-Reiches auf einen neuen Krieg in Europa zu. Der Beginn dieser Politik zeichnete sich bereits mit dem Austritt Deutschlands aus dem Völkerbund im Oktober 1933 ab. Und ebenso mit der Angliederung des Saarlandes nach einer Volksabstimmung 1935. Und schließlich mit der erfolgreichen Besetzung des Rheinlandes 1936. Ab Frühjahr 1938 setzte Hitler Österreichs Regierung unter Bundeskanzler Schuschnigg militärisch unter Druck. Hitler erzwang Schuschniggs Rücktritt und machte den Nationalsozialisten Arthur Seyß-Inquart zu seinem Statthalter für die sogenannte Ostmark. Die westlichen Mächte ließen Hitler gewähren. Im März 1938 wurde er jubelnd in Österreich empfangen. Nun provozierte der Nazi-Führer die Tschechoslowakei mit seiner Forderung nach Autonomie für die dort lebenden drei Millionen Sudetendeutschen. Deutsche Militärs rechneten mit einer Kriegserklärung der westlichen Alliierten. Doch es kam anders. Hitler und Italiens Faschistenführer Benito Mussolini schlossen am 29. September 1938 mit dem französischen und dem britischen Premierminister das Münchner Abkommen. Es bewahrte Europa nochmals kurzzeitig vor dem drohenden Krieg. Der Preis: Das Sudetenland. Freudig begrüßten die Sudetendeutschen die Wehrmachtstruppen beim Einmarsch am 1. Oktober 1938. Hitler stand als Friedensstifter da, ebenso wie Benito Mussolini. Die Diktatoren in Europa schienen auf dem Vormarsch. Doch aus Angst vor einem neuen großen Krieg ließen die Demokratien Europas, Franzosen und Briten, hier der britische Premier Chamberlain 1938 mit Hitler, die Diktatoren in ihrer Nähe gewähren. Diese Appeasementpolitik neigte sich ab April 1939 ihrem Ende entgegen. Hitler hatte Polen ins Visier genommen, forderte die Rückgabe Danzigs und die Einrichtung eines Korridors durch die polnischen Gebiete. Er drohte offen mit dem Bruch des Münchner Abkommens. Die britische Regierung reagierte prompt. Sie gab eine Garantieerklärung für Polen ab. Sie trat in Kraft, als Deutschland am 1. September 1939 Polen tatsächlich überfiel. Polens mächtiger Nachbar im Osten hielt sich dagegen merkwürdig zurück. Obwohl die kommunistische Sowjetunion der erklärte Erzfeind aller faschistischer Diktatoren war, scheute Hitler nicht davor zurück, mit Stalin einen Nichtangriffspakt zu schließen. Am 23. August 1939, wenige Tage vor Kriegsbeginn, unterzeichneten die Außenminister beider Staaten diesen Vertrag in Moskau. Er enthielt ein geheimes Zusatzabkommen. Es sah vor, dass Deutsche und Russen Polen unter sich aufteilten. Doch beide Parteien ahnten, diese Waffenbrüderschaft sollte nicht lange währen. So wie Hitler den deutsch-polnischen Angriffspakt von 1934 nun durch den Überfall auf das Nachbarland aufkündigte, so würden seine Truppen sehr bald auch den kommunistischen Erzfeind im Osten angreifen. Der Zweite Weltkrieg hatte begonnen.

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