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Fremdwörter aus toten und modernen Sprachen 05:33 min

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Transkript Fremdwörter aus toten und modernen Sprachen

Hallo, ich bin’s mal wieder. Jule. Wir werden uns heute Wörter wie „Peanuts“, „Detektiv“, „Asphalt“, „Plateau“, „Zucchini“ und „konfus“ genauer angucken. Dieses Video gibt dir einen Überblick über die Entwicklung des Wortschatzes. Du kannst nach diesem Video feststellen, woher die Wörter kommen und an welchen Silben du sie erkennst. Bevor es richtig losgeht, erinnere dich kurz daran, dass es Fremdwörter und Lehnwörter gibt. Die Gemeinsamkeit beider ist, dass sie beide aus einer Fremdsprache kommen. Der Unterschied besteht darin, dass Lehnwörter sich in der Schreibweise, Betonung und Aussprache der deutschen Sprache angepasst haben. Deswegen sind sie jetzt deutsche Wörter. Fremdwörter hingegen haben ihre Schreibweise, Betonung und Aussprache behalten. Zuerst schauen wir uns Fremdwörter aus sogenannten toten Sprachen an. Das sind Sprachen, die nicht mehr gesprochen werden. Wir beschäftigen uns mit Latein und Altgriechisch. Ebenso schauen wir uns neusprachliche Fremdwörter an aus dem Englischen, dem Französischen und dem Italienischen. Okay, dann fangen wir mit den lateinischen Wörtern an. Hier gilt das Lautprinzip. Das heißt, die Schreibung und die Aussprache stimmen überein. Lateinische Wörter erkennst du häufig an den Endungen „ion“, zum Beispiel „Station”; „or“, zum Beispiel „Tutor”; „iere“, zum Beispiel in „reservieren” oder „iv“, zum Beispiel in „Detektiv”. Ebenso gibt es auch Vorsilben, die auf das lateinische Wort verweisen. Dazu gehören „des“ wie in „Desinfektion”; „kon“ wie in „konfus” oder auch „pro“ wie in „Produktion”. Okay, dann geht es mit den altgriechischen Wörtern weiter. Hier ist es ähnlich. Die Schreibung entspricht der Aussprache. Es gilt wieder das sogenannte Lautprinzip. Im Folgenden werden wir uns ein paar Buchstabenkombinationen angucken, die dir helfen, zu erkennen, dass das Wort aus dem Altgriechischen stammt. Häufig beginnen die Wörter mit der Kombination „th“ wie in „Theater”; „ph“ wie in „Philosophie” oder „rh“ wie in „Rhythmus”. Sie können aber auch in der Wortmitte stehen, zum Beispiel „synthetisch“, „Asphalt“ oder „Rhythmus“. Ebenso erkennst du ein altgriechisches Wort daran, dass ein „y“ in der Wortmitte steht wie in „Analyse“. Ebenso enden griechische Wörter häufig mit „ik“ wie in „Optik“ oder „Politik“. So viel zu den toten Sprachen. Kommen wir jetzt zu den neusprachlichen Fremdwörtern. Ich bin mir sicher, dass dir sofort viele einfallen. Nur noch mal zur Wiederholung: Bei den toten Sprachen gilt das Lautprinzip, bei den neusprachlichen Fremdwörtern jedoch nicht. Denn hier bleibt die Schreibung der Ursprungssprache erhalten. Die meisten Fremdwörter stammen aus dem Englischen. Diese Wörter erkennst du beispielsweise an den Buchstabenkombinationen wie „ea“, zum Beispiel in „Peanuts“ oder „Team“; ein „ee“ wie in „Peeling“ oder „Meeting“; an der Endung „ing“ wie bei „Spinning“ oder „Catering“; an der Endung „oo“ wie in „Shampoo“ oder auch an dem „y“ wie bei „Baby“ oder „Pony“. Es gibt auch viele Wörter aus der französischen Sprache. Diese erkennst du an Buchstabenkombinationen wie „age“ wie in „Garage”; „eur“ oder „euse“ wie in „Friseur“ oder „Friteuse“ oder auch „eau“ wie in „Plateau“ oder „Niveau“. Und zuletzt gibt es natürlich auch Wörter aus dem Italienischen, insbesondere Nahrungsmittel finden wir häufig mit italienischem Ursprung. Diese Wörter erkennst du an Buchstabenkombinationen wie „cch“ wie in „Zucchini“ oder „Pinocchio“; in „gh“ wie in „Spaghetti“ oder „Ghetto“ oder an dem „zz“ wie in „Pizza“ oder „Razzia“. Okay, jetzt haben wir ziemlich viele Fremdwörter besprochen. Ich denke, es ist immer eine gute Hilfe, wenn du dir die Buchstabenkombinationen merkst. Fassen wir noch einmal kurz zusammen: Lateinische und griechische Wörter - ich meine hier altgriechische - folgen häufig dem Lautprinzip. Das heißt, sie werden so geschrieben wie gesprochen. Fremdwörter aus lebendigen Sprachen, zum Beispiel aus dem Englischen, Französischen und Italienischen behalten die Schreibung der Ursprungssprache bei. Das war es von mir. Ich hoffe, dass das Video dir hilft, Fremdwörter zu erkennen. Weiterhin viel Spaß beim Lernen. Bis zum nächsten Mal, tschüss.

10 Kommentare
  1. mir hat dasviedeo sehr gut gefallen

    Von Stina H., vor 7 Monaten
  2. Hallo Dabwilliam,
    wir würden uns sehr freuen, wenn du uns ein paar Tipps geben kannst, was wir an dem Video oder der Übung für dich verbessern können. Was hat dir nicht gefallen oder was hast du nicht verstanden?
    Viele Grüße aus der Redaktion

    Von Alicia v. L.C., vor 10 Monaten
  3. NICHT SO GUT

    Von Dabwilliam, vor 10 Monaten
  4. Hallo murmeltier123,
    vielen Dank für deine Frage. Lehnwörter im Deutschen sind in Schreibweise und Betonung fast gänzlich an den deutschen Sprachgebrauch angepasst. Damit unterscheidet es sich vom Fremdwort, dem der fremdsprachige Ursprung noch anzumerken ist. Daher ist es sehr schwierig bzw. fast unmöglich, diese Lehnwörter noch zu erkennen. Wusstest du, dass auch Schmetterling, Tasse, Quark und Pistazie Lehnwörter sind?
    Viel Spaß weiterhin beim Schauen unserer Videos.
    Liebe Grüße aus der Redaktion

    Von Carolin Kasper, vor mehr als einem Jahr
  5. Hallo :) gibt es einen Tipp wie man Lehnwörter erkennen kann ?
    Liebe Grüße murmeltier123

    Von Murmeltier123, vor mehr als einem Jahr
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Fremdwörter aus toten und modernen Sprachen Übung

Du möchtest dein gelerntes Wissen anwenden? Mit den Aufgaben zum Video Fremdwörter aus toten und modernen Sprachen kannst du es wiederholen und üben.

  • Bestimme die Fremdwörter anhand ihrer Schreibung.

    Tipps

    Hochzeit ist kein Fremdwort.

    Lösung

    Die Wörter, die aus dem Deutschen stammen, sind:

    • Wort
    • Blume
    • Haar
    • Hochzeit
    Folgende Wörter sind Fremdwörter:
    • reservieren stammt aus dem Lateinischen, erkennbar an der Endung -ieren
    • Detektiv stammt aus dem Lateinischen, erkennbar an der Endung -iv
    • Produktion stammt aus dem Lateinischen, erkennbar an der Vorsilbe Pro-
    • synthetisch stammt aus dem Altgriechischen, erkennbar an der Wortmitte -th-
    • Shampoo stammt aus dem Englischen, erkennbar an der Buchstabenkombination -oo
    • Plateau stammt aus dem Französischen, erkennbar an der Buchstabenkombination -eau
  • Definiere den Begriff Lautprinzip.

    Tipps

    Bei einer toten Sprache handelt es sich um eine Sprache, die so nicht mehr gesprochen wird.

    Wiederbelebte Sprachen gibt es wirklich. Ein Beispiel hierfür ist Hebräisch.

    Lösung

    Tote Sprachen sind Sprachen, die heute so nicht mehr gesprochen werden. Sie haben sich in den meisten Fällen zu anderen Sprachen weiterentwickelt. Das Lateinische ist beispielsweise der historische Vorläufer der heutigen romanischen Sprachen.

    Zu den romanischen Sprachen gehören zum Beispiel:

    • Spanisch
    • Portugiesisch
    • Französisch
    • Italienisch
    Fremdwörter, die aus toten Sprachen wie dem Lateinischen oder Altgriechischen stammen, folgen dem Lautprinzip. Sie werden so gesprochen, wie sie geschrieben werden.

    Fremdwörter, die aus lebendigen Sprachen, zum Beispiel aus dem Französischen, Englischen oder Italienischen kommen, behalten ihre ursprüngliche Schreibung bei.

    Wiederbelebte Sprachen gibt es tatsächlich. Ein Beispiel dafür ist das Hebräische. Hebräisch war lange Zeit nur eine Schriftsprache und wurde in der Liturgie verwenden. Heute ist es die offizielle Sprache in Israel.

  • Entscheide, aus welcher Herkunftssprache die Wörter stammen.

    Tipps

    Achte auf die Buchstabenkombinationen, die die Wörter aufweisen.

    Das Wort Horde kommt aus dem Türkischen.

    Lösung

    Die Beispielwörter haben folgende Herkunftssprache:

    • Auktion kommt aus dem Lateinischen, erkennbar an der Endung -ion
    • Ästhetik kommt aus dem Altgriechischen, erkennbar an der Endung -ik
    • Palazzo kommt aus dem Italienischen, erkennbar an der Buchstabenkombination -zz
    • Beau kommt aus dem Französischen, erkennbar an der Buchstabenkombination -eau
    • Spleen kommt aus dem Englischen, erkennbar an der Buchstabenkombination -ee-
    Die Wörter Horde und Joghurt aus dem Türkischen.

  • Bestimme, aus welchen Sprachen die Fremdwörter stammen.

    Tipps

    Anthropologie ist ein altgriechisches Wort.

    Lösung

    Die Herkunft der Fremdwörter kannst du an folgenden Merkmalen erkennen:

    • polieren aus dem Lateinischen, erkennbar an der Endung -ieren
    • Produkt aus dem Lateinischen, erkennbar an der Vorsilbe Pro-
    • Anthropologie aus dem Altgriechischen, erkennbar an der Wortmitte -th-
    • Boom aus dem Englischen, erkennbar an der Buchstabenkombination -oo-
    • Dandy aus dem Englischen, erkennbar an der Buchstabenkombination -y
    • Feature aus dem Englischen, erkennbar an der Buchstabenkombination -ea-
    • Equipage aus dem Französischen, erkennbar an der Buchstabenkombination -age
    • Persiflage aus dem Französischen, erkennbar an der Buchstabenkombination -age
  • Gib den Unterschied zwischen Fremdwörtern und Lehnwörtern wieder.

    Tipps

    Fremdwörter und Lehnwörter kommen aus einer fremden Sprache.

    Lösung

    Fremdwörter und Lehnwörter kommen aus einer fremden Sprache.

    Fremdwörter haben

    • ihre Schreibweise,
    • ihre Betonung und
    • ihre Aussprache behalten.
    Lehnwörter haben
    • ihre Schreibweise,
    • ihre Betonung und
    • ihre Aussprache der deutschen Sprache angepasst.
    Lehnwörter gelten nun als deutsche Wörter.

  • Analysiere die Fremdwörter.

    Tipps

    Intermezzo bedeutet Zwischenspiel und ist ein italienisches Wort, erkennbar an der Buchstabenkombination zz.

    Lösung

    Fremdwörter erkennst du an den spezifischen Vor- und Nachsilben sowie an typischen Buchstabenkombinationen, die auf das sprachliche Herkunftsland hinweisen:

    • Intermezzo stammt aus dem Italienischen, erkennbar an der Buchstabenkombination -zz-
    • Fritteuse stammt aus dem Französischen, erkennbar an der Buchstabenkombination -euse
    • Hobby stammt aus dem Englischen, erkennbar an der Buchstabenkombination -y
    • alternativ stammt aus dem Lateinischen, erkennbar an der Endung -iv
    • Tableau stammt aus dem Französischen, erkennbar an der Buchstabenkombination -eau
    • Outdoor stammt aus dem Englischen, erkennbar an der Buchstabenkombination -oo-