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Die Verwendung des Artikels im Satz 09:23 min

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Transkript Die Verwendung des Artikels im Satz

Hallo, wie geht’s? Das Thema, welches ich heute zusammen mit euch erarbeiten möchte, lautet: Die Verwendung des Substantivs mit und ohne Artikel im Satz. Den Begriff “Substantiv” kennen viele von euch vielleicht auch eher als “Nomen” oder “Hauptwörter” und den Begriff “Artikel” als “Begleiter”. Zuerst gebe ich euch kurz einen Überblick, wie ich diesen Lehrfilm gegliedert habe: Ich beginne mit 1. der Verwendung des Substantivs MIT Artikel im Satz. Danach folgt 2. die Verwendung des Substantivs OHNE Artikel im Satz und 3. eine Zusammenfassung. Wir beginnen also mit der Verwendung des Substantivs mit Artikel im Satz. Im Prinzip wird ein Substantiv immer von einem bestimmten oder definiten Artikel, “der”, “die”, “das”, oder einem unbestimmten, indefiniten, Artikel, “ein”, “eine”, begleitet. Der bestimmte Artikel verweist auf etwas Bekanntes, näher Bestimmtes und gibt als Substantivbegleiter folgende Informationen an: Das Genus, auch als Geschlecht bekannt. Das heißt, der Substantivbegleiter lässt erkennen, ob das Substantiv männlich (maskulin), weiblich (feminin), oder sächlich (neutral), ist. Zum Beispiel: “Der Mann bügelt die Hose.” „Der“ ist ist männlich. Oder es könnte auch heißen: “Die Frau bügelt die Bluse”. „Die“ ist weiblich. Es könnte es auch heißen: “Das Kind darf nicht bügeln”. „Das Kind“ ist demnach sächlich. Die zweite Information, die der Begleiter angibt, ist der Numerus. Hierbei gibt der bestimmte Artikel an, ob das Substantiv in der Einzahl (Singular), oder Mehrzahl (Plural), steht. Der Beispielsatz lautet: “Der Hund spielt mit dem Ball.” Wieviel Hunde? Genau, ein Hund. Demnach Einzahl. Oder aber: “Die Hunde spielen mit dem Ball.” Dann sind es mehrere Hunde, also Mehrzahl. Die dritte Information, die der Substantivbegleiter angibt, ist der Kasus, auch als der “Fall” bekannt. Das bedeutet, dass der bestimmte Artikel hier angibt, ob der Satz im Nominativ, Genitiv, Dativ oder Akkusativ steht. Beispielsweise: “Der Großvater geht einkaufen.” Wer oder was geht einkaufen? Der Großvater. Also Nominativ. Kommen wir nun zum unbestimmten Artikel. Der unbestimmte Artikel verweist auf etwas Neues, ohne nähere Bestimmung. Demnach wird der unbestimmte Artikel benutzt, wenn eine Sache oder Person unbekannt, nicht bestimmt, ist oder keinen Namen hat. Beispiel: “Auf der Straße steht ein Mann.” “Das Kind hat eine Puppe.” Aber aufgepasst: Im Plural entfällt der unbestimmte Artikel. Dies wird als Null-Artikel bezeichnet. Zum Beispiel: “Auf der Straße stehen Männer.” Oder: “Das Kind hat viele Puppen.” Nicht nur im Plural, sondern auch in einigen anderen Fällen kann ein Substantiv ohne Artikel stehen. Diese besonderen Fälle werde ich euch anhand von Ritter Paul verdeutlichen. Ohne Artikel stehen zum Beispiel Berufe. Der Beispielsatz lautet: “Paul ist Ritter.” Ohne Artikel stehen auch Kontinente, wie zum Beispiel: “Paul kommt aus Europa.”, und auch Länder: “Paul kommt aus Italien.” Ohne Artikel ist auch die Nationalität: “Paul ist Italiener.” Auch Städte stehen ohne Begleiter: “Paul kommt aus Rom.” Ebenso die Weltanschauung: “Paul ist katholisch.” Unbestimmte Stoff- oder Materialbezeichnungen stehen auch ohne Begleiter. Der Beispielsatz lautet hier: “Pauls Rüstung ist aus Metall.” Auch Mengenangaben haben keinen Begleiter: “Paul hat einen Helm.” Ebenso Doppel- und Mehrfachformen: “Paul trägt Schwert und Schild.” Auch bei vorgestellten Genitiv entfällt der Begleiter: “Pauls Pferd heißt Carl.” Auch bei Anreden und Titeln: “Ritter Paul ist mutig.”, bei Unterrichts- und Studienfächern: “Paul ist der Beste in der Deutsch.”, bei Sprichwörtern: “Paul führt etwas im Schilde.”, und zum Schluss bei Eigennamen: “Ritter Paul liebt Prinzessin Anna.” Bei Eigennamen jedoch aufgepasst: Hier gibt es Ausnahmen, die einen bestimmten Artikel verlangen, wie zum Beispiel umgangssprachliche Personennamen: “Der Paul und die Anna lieben sich.”, oder bei Namen von Flüssen, Seen und Meeren: “Paul war noch nie an der Spree, an dem Aralsee oder dem Pazifik.”, und auch bei Gebirgen und Bergen: “Paul reitet nächstes Jahr über die Alpen und besteigt dann die Zugspitze.”, ebenso bei Gestirnen muss ein bestimmter Artikel davor stehen, zum Beispiel: “Paul mag es, die Sterne zu beobachten.”, ebenso bei einigen Ländern: “Paul war noch nie in der Türkei.” Namen von Straßen, Plätzen, Gebäuden und Einrichtungen tragen einen bestimmten Artikel: “Paul wohnt in der Bahnhofstraße, hinter dem Alexanderplatz, neben der Oper und dem Finanzministerium.” Auch Schiffe haben bestimmte Artikel: “Paul wäre gerne einmal mit der Titanic gefahren.”, auch Zeitungen: “Paul liest gerne die Berliner Zeitung.” Zum Schluss noch Kunstwerke: “Pauls Lieblingsbild ist die Mona Lisa.” Ich fasse nun alles noch einmal kurz zusammen: Bei der Verwendung des Substantivs mit einem Artikel wird das Substantiv entweder von einem bestimmten oder unbestimmten Artikel begleitet. Der bestimmte Artikel verweist auf etwas Bekanntes und gibt Informationen über Genus, Numerus und Kasus an. Der unbestimmte Artikel verweist auf etwas Neues und entfällt im Plural, welches man als Null-Artikel bezeichnet. Bei der Verwendung des Substantivs ohne Artikel gibt es besondere Fälle, wo das Substantiv ohne Artikel steht, wofür es aber leider keine feste Regel gibt, die muss man sich leider merken. Aber auch hier muss man aufpassen, denn es gibt Ausnahmen bei Eigennamen, welche einen bestimmten Artikel verlangen. Puh, das waren aber viele Informationen. Aber zum Glück könnt ihr es euch ja auch nochmal anschauen. Der nächste Test wird bestimmt easy. Habt noch einen schönen Tag, bis bald, Tschüss.

16 Kommentare
  1. Richtig gut erklert!!!!!!

    Von Christina Mundt, vor mehr als einem Jahr
  2. Sehr hilfreich!!! Danke! Eine Gute Idee für die Schule!

    Von Nataliya Fotul, vor mehr als 2 Jahren
  3. I like deine videos

    Von Steinke316, vor mehr als 2 Jahren
  4. Nice erhkläßhrt
    <3

    Von Steinke316, vor mehr als 2 Jahren
  5. Danke

    Von Steinke316, vor mehr als 2 Jahren
  1. ich habe es sofort verstanden ;)

    Von Steinke316, vor mehr als 2 Jahren
  2. gut erklährt

    Von Max K., vor etwa 4 Jahren
  3. uääääääääääääääääääää,ich möchte nicht lernen.
    Aber mit diesem Video hat es mir Spaß gemacht.

    ( Johanna luhmer 11 Jahre )

    Von Familie Sting Erler, vor etwa 4 Jahren
  4. Hallo, ja das ist richtig, "einen" ist ein unbestimmter Artikel. Die Grundform dazu ist "ein", welche in diesem Fall im Akkusativ steht. Paul hat wen oder was? Einen Helm.

    Beste Grüße
    Eure Deutschredaktion

    Von René Perfölz, vor mehr als 4 Jahren
  5. Hallo,ist das in der Satz:"Paul hat einen Helm" das Wort einen ein unbestimmte Artikel?

    Von Pars 1, vor mehr als 4 Jahren
  6. Hallo,
    wir freuen uns, dass euch unsere Videos weiterhelfen und gefallen. Danke für das positive Feedback.
    Liebe Grüße aus der Redaktion

    Von Franziska G., vor mehr als 4 Jahren
  7. Danke für die Informationen

    Von D Kleinert, vor mehr als 4 Jahren
  8. :) Danke sehr hilfriech

    Von Hoffmann Wp, vor mehr als 4 Jahren
  9. das ist so leicht

    Von Familiegiboni, vor mehr als 4 Jahren
  10. tolles video

    Von Angelos B., vor etwa 5 Jahren
  11. ich bin in der klasse 7 aber ees hilft danke !! :D

    Von Elif y., vor mehr als 5 Jahren
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Die Verwendung des Artikels im Satz Übung

Du möchtest dein gelerntes Wissen anwenden? Mit den Aufgaben zum Video Die Verwendung des Artikels im Satz kannst du es wiederholen und üben.

  • Begründe, warum im Titel Der Mond ist aufgegangen der bestimmte Artikel stehen muss.

    Tipps

    Eigennamen stehen in der Regel ohne Artikel, so zum Beispiel: Jens, Goethe, Berlin.

    Lösung

    Eigennamen stehen in der Regel ohne Artikel. Beispiele hierfür sind: Susanne, Schiller, Bertolt Brecht oder Paris.

    Es gibt jedoch eine Reihe von Ausnahmen. Die Namen von Flüssen, Bergen, Gebirgen, Meeren, Seen und Gestirnen beispielsweise stehen immer mit dem bestimmten Artikel. Beispiele hierfür sind: die Donau, die Alpen, die Ostsee, das Mittelmeer, der Tegernsee und der Saturn.

  • Nenne Merkmale von Substantiven.

    Tipps

    Der Artikel wird auch Nomenbegleiter genannt.

    Der unbestimmte Artikel wird auch indefiniter Artikel genannt, weil er sich auf etwas nicht näher Bestimmtes, etwas Unbekanntes oder Neues bezieht, z.B. „Monika spielt mit einer Puppe.“

    Der Begriff Numerus stammt aus dem Lateinischen und bedeutet Anzahl, Menge. Im Deutschen unterscheidet man zwischen Singular (Einzahl) und Plural (Mehrzahl), z.B. eine Puppe (Sg.) / viele Puppen (Pl.).

    Lösung
    • Die meisten Wörter unserer Sprache sind Substantive. Substantive werden auch Hauptwörter oder Nomen genannt. Sie werden immer großgeschrieben und im Satz häufig von Wörtern begleitet, z.B. von einem unbestimmten oder bestimmten Artikel (der Hund, ein Auto) oder von einem Adjektiv (weiße Wolken, große Bäume).
    • Substantive haben ein Genus (= grammatisches Geschlecht), das man am bestimmten Artikel erkennt, z.B. der Ball (Maskulinum), die Lampe (Femininum), das Kind (Neutrum).
    • Substantive haben einen Numerus (= Anzahl). Sie stehen entweder im Singular (Einzahl, z.B. der Ritter, ein Kind) oder im Plural (Mehrzahl, z.B. die Ritter, die Frauen).
    • In Sätzen stehen Substantive immer in einem bestimmten Kasus (= grammatischer Fall). Im Deutschen gibt es vier Kasus: Nominativ, Genitiv, Dativ und Akkusativ.
    • Der unbestimmte Artikel verweist auf etwas Unbekanntes und entfällt im Plural (= Nullartikel).
  • Bestimme das Genus, den Numerus und den Kasus der Substantive.

    Tipps

    Den Kasus eines Substantivs kann man durch Fragen ermitteln:

    1. Nominativ: Wer oder was?
    2. Genitiv: Wessen?
    3. Dativ: Wem?
    4. Akkusativ: Wen oder was?

    Lösung

    1. Jedes Substantiv hat ein Genus (grammatisches Geschlecht), das man an seinem Artikel erkennen kann: der Tisch (männliches Substantiv = Maskulinum), die Hand (weibliches Substantiv = Femininum), das Buch (sächliches Substantiv = Neutrum). Achtung: Das grammatische Geschlecht stimmt nicht immer mit dem natürlichen Geschlecht überein, z.B. das Mädchen.
    2. Substantive haben einen Numerus (Anzahl). Sie stehen entweder im Singular (Einzahl), z.B. das Sofa, der Tisch, die Aufgabe, oder im Plural (Mehrzahl), z.B. die Sofas, die Tische, die Aufgaben.
    3. In Sätzen erscheinen Substantive immer in einem bestimmten grammatischen Fall (Kasus). Nach dem Kasus richten sich die Form des Artikels und die Endung des Substantivs. Den Kasus eines Substantivs kann man durch Fragen ermitteln:
    • Nominativ: Wer oder was?
    • Genitiv: Wessen?
    • Dativ: Wem?
    • Akkusativ: Wen oder was?
    Also zum Beispiel: Ritter Paul gibt dem Pferd Wasser. Wem gibt Ritter Paul Wasser? -- dem Pferd (Dativ).

  • Bestimme, welche Informationen der bestimmte Artikel (der, die, das) als Substantivbegleiter enthält.

    Tipps

    In Sätzen stehen Substantive immer in einem bestimmten Kasus.

    Im Deutschen wird das Tempus (Zeitform) durch das Verb (= Zeitwort) ausgedrückt.

    Lösung

    Substantive werden im Satz häufig von Artikeln begleitet. Diese können unbestimmt oder bestimmt sein. Ein Artikel hat keine eigene inhaltliche Bedeutung, als Substantivbegleiter gibt er aber folgende Informationen über das Substantiv:

    • Am bestimmten Artikel erkennt man das Genus (= grammatisches Geschlecht) des Substantivs, z.B. der Ball (Maskulinum), die Lampe (Femininum), das Kind (Neutrum).
    • Der Artikel drückt den Numerus (= Anzahl) eines Substantivs aus. Sie stehen entweder im Singular (Einzahl, z.B. der Ritter, ein Kind) oder im Plural (Mehrzahl, z.B. die Ritter, die Frauen).
    • In Sätzen stehen Substantive immer in einem bestimmten Kasus (= grammatischer Fall). Im Deutschen gibt es vier Kasus: Nominativ, Genitiv, Dativ und Akkusativ. Auch den Kasus drückt der bestimmte Artikel aus.
    Keine Angaben enthält der Substantivbegleiter zum Tempus (Zeitform). Das Tempus wird im Deutschen durch Verben (Zeitwörter) ausgedrückt.

  • Entscheide, ob es sich um einen unbestimmten, bestimmten oder um einen Nullartikel handelt.

    Tipps

    Im Plural entfällt der unbestimmte Artikel (= Nullartikel).

    Lösung

    Artikel werden auch Substantivbegleiter genannt, weil sie im Satz häufig Substantive begleiten. Im Deutschen unterscheiden wir zwischen bestimmtem Artikel (der/die/das) und unbestimmtem Artikel (ein/eine). Ein Substantiv im Plural (Mehrzahl), das nicht näher bestimmt ist, steht ohne Artikel, daher Nullartikel.

    Der bestimmte (definite) Artikel (der/die/das) verweist auf etwas Bekanntes, z.B.:

    • Der Hund mit den Schlappohren gehört meinem Nachbarn.
    • Zum Geburtstag bekam Linda die Puppe, die sie sich immer gewünscht hatte.
    • Paul kauft die grüne Lampe, nicht die rote.
    Der unbestimmte (indefinite) Artikel (ein/eine) verweist auf etwas Neues oder Unbekanntes, z.B.:

    • Im Garten unseres Nachbarn bellt ein Hund.
    • Linda hat eine Puppe zum Geburtstag geschenkt bekommen.
    • Paul kauft eine neue Lampe.
    Im Plural entfällt der unbestimmte Artikel (= Nullartikel), z.B.:

    • Auf der Straße spielen ( ) Kinder.
    • Lisa mag ( ) Hunde.
    • Mädchen spielen gern mit ( ) Puppen.
    • ( ) Affen gelten als sehr intelligent.
    Achtung: Zwischen dem Artikel und dem Substantiv können noch andere Wörter stehen, z.B.: Der böse Wolf wollte die Großmutter fressen.

  • Begründe, warum in diesen Aussagen über Joan Miró das Substantiv ohne Artikel steht.

    Tipps

    Berufsbezeichnungen stehen ohne Artikel, z.B. Norbert ist Bäcker.

    Weltanschauungen sind philosophische oder religiöse Vorstellungen. Beispiel: Susanne ist Christin. / Mahatma Gandhi war Pazifist.

    Lösung

    Im Prinzip wird ein Substantiv immer von einem bestimmten Artikel (der/die/das) oder einem unbestimmten Artikel (ein/eine) begleitet. Im Plural entfällt der unbestimmte Artikel (= Nullartikel). Zum Beispiel: Affen sind Säugetiere., Ben liebt Autos.

    In einigen Fällen kann ein Substantiv in der Einzahl aber auch ohne Artikelwort stehen. Dies gilt unter anderem für Länder, Städte, Kontinente, Nationalitäten, Berufe, Stoff- und Materialbezeichnungen, Mengenangaben, Doppel- und Mehrfachformen, Anreden und Titel:

    • Joan Miró war Maler und Bildhauer. (Beruf)
    • Miró war Spanier. (Nationalität)
    • 1979 wurde Dr. Miró die Ehrendoktorwürde verliehen. (Anrede/Titel)
    Ebenso: Sören kommt aus Schweden (Land)., Berlin ist eine lebendige Stadt. (Stadt), Dieser Stuhl ist aus Holz. (Material)