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Verdauung beim Menschen 05:40 min

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Transkript Verdauung beim Menschen

Hallo! Vielleicht ist dir die Verdauung schon ein wenig bekannt. Du weißt, dass du deine Nahrung erst zerkaust, du einen Magen und auch einen Darm hast. Aber warum gleitet ein Bissen Nahrung auch wenn man auf dem Kopf steht gegen die Schwerkraft in den Magen? Und warum verdaut sich der Magen mit seinen zersetzenden Enzymen und Säuren nicht selbst?

Antworten auf diese Fragen bekommst du in diesem Video, in dem wir die Verdauung des Menschen genau unter die Lupe nehmen wollen.

Der Mund

Im Mund wird die Nahrung erst einmal durch das Kauen gut zerkleinert.

Die Speiseröhre

Aber auch dein Speichel im Mund zerkleinert deine Nahrung. Dazu hat er sogenannte Enzyme. Dieses Zerlegen von Nahrung durch Enzyme kannst du nicht sehen, ABER SCHMECKEN. Denn der Speichel spaltet Stärke, wie sie zB im Brot oder Nudeln ist, zu Zucker. Daher schmeckt ein Stück Brot, wenn du es längere Zeit kaust, auch süß.

Die Verdauung der Nahrung beginnt also bereits im Mund. Dann gleitet der glitschige Nahrungbrei über die Speiseröhre in den Magen. Die Muskeln der Speiserühre schieben dann deine Nahrung wellenartig weiter in den Magen. Und das sogar bei einem Kopfstand!

Der Magen

Im Magen wird der Nahrungsbrei mit dem Magensaft durch kleine Bewegungen vermischt. Wie auch im Speichel gibt es im Magen bestimmte Enzyme, die dort die Eiweißketten in deiner Nahrung in kürzere Ketten spalten. Weiter tötet die Salzsäure im Magen die Bakterien deiner Nahrung ab. Der Grund, warum dein Magen nicht von den Enzymen und der Säure angegriffen wird, liegt an der Magenschleimhaut, die die Magenwand umgibt. Sie ist so zäh, dass keine Enzyme und keine Säure die Magenwand angreifen können.

Der Dünndarm

Über den Magenausgang, ein Ringmuskel namens Magenpförtner, gelangt die Nahrung anschließend in kleinen Portionen in den Dünndarm. Der Dünndarm ist ein bis zu 4 Metern Länger Muskelschlauch, der ähnlich wie du es bei der Speiseröhre kennengelernt hast, die Nahrung langsam durch den Dünndarm führt. Der erste Abschnitt des Dünndarm heißt Zwölffingerdarm, weil er so lang ist wie zwölf Finger breit sind.

Hier kommen die Säfte der Bauchspeicheldrüse und der Gallenblase in den Dünndarm. Durch die Säfte der Bauchspeicheldrüse werden letzte Reste an Stärke in Zucker zerlegt, sowie die Zerlegung der Proteinketten fortgesetzt.Weiter kann dann die Gallenflüssigkeit, die in der Leber gebildet und in der Gallenblase gesammelt wird, die Fette der Nahrung mit ihren Enzymen zerlegen.

Die Dünndarmschleimhaut hat die Fähigkeit, mit ihren Enzymen kurze Eiweißketten in Aminosäuren zu spalten und lebenswichtige Nährstoffbausteine aufzunehmen. Zu diesen Nährstoffbausteinen gehören Mineralien, Vitamine, aber auch Alkohol, oder Medikamente, die dann in das Blut abgegeben werden. Sie wurden “resorbiert”.

Und je größer die Oberfläche ist, desto mehr Nährstoffe können resorbiert werden. Deshalb besteht der Dünndarm innen aus vielen Darmfalten. Die Oberfläche weist wiederum unzählige, winzig kleine Ausstülpungen auf - die Darmzotten. Auf diese Weise erhöht sich die innere Oberfläche des Dünndarms auf bis zu 100 Quadratmeter!

Der Dickdarm

Vom Dünndarm gelangt die Nahrung in den Dickdarm. Der besitzt keine Darmzotten. Im Dickdarm haben wir eine menge an Bakterien, unsere Darmbakerien. Sie verarbeiten Nahrungsreste, die wir selbst nicht verdauen können. Dabei entstehen für uns lebenswichtige Vitamine,die wir aufnehmen können, aber auch einige Gase.

Der Dickdarm hat außerdem die Aufgabe dem Nahrungsbrei Wasser zu entziehen. Der eingedickte Brei heißt Kot und wird dann über den Enddarm hin zum After ausgeschieden.

Zusammenfassung

Das war der Weg der Verdauung. Er beginnt im Mund und durchläuft unsere muskulöse Speiseröhre, die selbst bei einem Handstand die Nahrung in den Magen schieben kann. Im anschließenden Magen schützt uns die zähe Magenschleimhaut vor unseren eigenen Enzymen und der Säure.

Die Enzyme in unserer Verdauung zerlegen unsere Nahrung so, dass wir sie dann nach dem Magen im Dünn- und Dickdarm aufnehmen können. Bei einigen unverdaulichen Nährstoffen kommen uns unsere Darmbakterien zu nutze, welche unverdauliche Nährstoffe so verarbeiten, dass wir anschließend ihre Nebenprodukte aufnehmen können.Tschüss bis zum nächsten Mal!

36 Kommentare
  1. Sehr gutes Video kann aber leider keine 5 Sterne geben :/

    Von A Huebsch, vor 4 Monaten
  2. Gutes Video man kann alles besser verstehen

    Von Leo L., vor 5 Monaten
  3. cooles Video

    Von Tgrigoryan, vor 6 Monaten
  4. Cooles Video
    Hab alles schnell verstanden

    Von Renee Gramatte, vor 8 Monaten
  5. Hallo Matbrbach,
    vielen Dank für deinen Kommentar!
    Liebe Grüße aus der Redaktion :)

    Von Tatjana Elbing, vor mehr als einem Jahr
Mehr Kommentare

Verdauung beim Menschen Übung

Du möchtest dein gelerntes Wissen anwenden? Mit den Aufgaben zum Video Verdauung beim Menschen kannst du es wiederholen und üben.

  • Beschrifte die Organe des Verdauungssystems.

    Tipps

    Die Farben in der Abbildung helfen dir dabei, die Organe richtig voneinander abzugrenzen.

    Verdeutliche dir den Weg, den die Nahrung von der Nahrugsaufnahme bis zur Ausscheidung der Nahrung zurücklegen muss.

    Der Dickdarm ist kürzer als der Dünndarm.

    Lösung

    Wenn du etwas isst, dann zerkleinerst du deine Nahrung zuerst im Mund. Dabei produzieren die Speicheldrüsen Mundspeichel, welcher die Nahrung aufweicht. In ihm sind Enzyme enthalten, die deine Nahrung schon im Mund vorverdauen. Ist der Nahrungsbrei dann gleitfähig genug, kann er heruntergeschluckt werden.

    Die Speiseröhre befördert die Nahrung dann durch Muskelkontraktion in den Magen. Dort werden dem Nahrungsbrei mit dem Magensaft Salzsäure und Verdauungsenzyme zugesetzt, welche v.a. Eiweiße verdauen. Die Salzsäure tötet auch Krankheitserreger ab. Nun schließt sich der Dünndarm an.

    Im ersten Abschnitt, dem Zwölffingerdarm, werden weitere Verdauungsenzyme v.a aus der Leber inkl. Gallenblase und der Bauchspeicheldrüse zugegeben. Hier findet die Hauptverdauung statt. Die Schleimhaut des Dünndarms ist stark aufgefaltet. So kommt es zu einer Oberflächenvergrößerung. Somit können die Nährstoffbausteine besser ins Blut gelangen.

    Im Dickdarm werden dem Speisebrei noch Wasser und Vitamine entzogen. Schließlich werden alle unverdaulichen Nahrungsbestandteile, darunter v.a Ballaststoffe, als Kot ausgeschieden.

  • Nenne die Verdauungsprozesse, die im jeweiligen Abschnitt des Verdauungssystems ablaufen.

    Tipps

    Rufe dir den Weg des Nahrungsbreis durch die Organe ins Gedächtnis.

    Krankheitserreger sollten im Verdauungstrakt möglichst früh abgetötet werden.

    Leber und Gallenblase geben Verdauungsenzyme in den Dünndarm.

    Lösung

    Wenn du isst, dann kaust du deine Nahrung im Mund ordentlich durch. Dabei produzieren die Speicheldrüsen Mundspeichel, welcher die Nahrung aufweicht. In ihm sind Enzyme enthalten, die deine Nahrung schon im Mund vorverdauen. Ist der Nahrungsbrei dann gleitfähig genug, kann er heruntergeschluckt werden. Die Speiseröhre befördert die Nahrung dann durch Muskelkontraktion in den Magen. Dort werden dem Nahrungsbrei mit dem Magensaft Salzsäure und Verdauungsenzyme zugesetzt, welche vor allem Eiweiße verdauen. Die Salzsäure tötet auch Krankheitserreger ab. Nun schließt sich der Dünndarm an. Im ersten Abschnitt, dem Zwölffingerdarm, werden weitere Verdauungsenzyme v.a aus der Leber mit Gallenblase und der Bauchspeicheldrüse zugegeben. Hier findet die Hauptverdauung statt. Die Schleimhaut des Dünndarms ist stark aufgefaltet. So kommt es zu einer Oberflächenvergrößerung. Somit können die Nährstoffbausteine besser ins Blut resorbieren. Im Dickdarm werden dem Speisebrei noch Wasser und Vitamine entzogen. Schließlich werden alle unverdaulichen Nahrungsbestandteile, darunter vor allem Ballaststoffe, als Kot ausgeschieden.

  • Ordne die Nährstoffe dem Ort ihrer Verdauung durch Enzyme zu.

    Tipps

    Wenn du ein Stück Brot für mehrere Minuten im Mund behältst und gut kaust, schmeckt es süßlich.

    Der Zwölffingerdarm ist diejenige Station der Verdauung, bei der viele verschiedene Verdauungsenzyme zum Verdauungsbrei gegeben werden.

    Im Dickdarm wird dem Nahrungsbrei Wasser entzogen.

    Lösung

    Wenn du etwas isst, zerkleinerst du deine Nahrung im Mund. Dabei produzieren die Speicheldrüsen Mundspeichel, welcher die Nahrung aufweicht. In ihm sind Enzyme enthalten, die die Stärke der Nahrung in Zucker umwandeln. Die Speiseröhre befördert die Nahrung dann durch Muskelkontraktion in den Magen. Dort werden dem Nahrungsbrei mit dem Magensaft Salzsäure und Verdauungsenzyme zugesetzt, welche vor allem Eiweiße in Bruchstücke, die sogenannten Peptide umwandeln. Die Salzsäure tötet auch Krankheitserreger ab. Nun schließt sich der Dünndarm an. Im ersten Abschnitt, dem Zwölffingerdarm, werden weitere Verdauungsenzyme vor allem aus der Leber mit Gallenblase und der Bauchspeicheldrüse zugegeben. Hier findet die Hauptverdauung statt. Die Zucker werden weiter in ihre einzelnen Bestandteile aufgespalten. Die Peptide werden nun in kleinste Bestandteile, die Aminosäuren, getrennt. Und schließlich findet hier auch die Fettverdauung statt. Die Schleimhaut des Dünndarms ist stark aufgefaltet. So kommt es zu einer Oberflächenvergrößerung. Somit können die Nährstoffbausteine besser ins Blut resorbieren. Im Dickdarm werden dem Speisebrei noch Wasser und Vitamine entzogen. Eine Nährstoff-Verdauung findet hier dann nicht mehr statt. Schließlich werden alle unverdaulichen Nahrungsbestandteile, darunter vor allem Ballaststoffe, als Kot ausgeschieden.

  • Berechne, wie lang ein Wasserrohr sein müsste, um die Oberfläche deines Dünndarms zu haben.

    Tipps

    Schaue dir den Einleitungstext genau an. Welche Angaben sind hilfreich zum Lösen dieser Aufgabe und welche nicht?

    Verdeutliche dir, dass die Länge des Dünndarms nur 4 m beträgt. Seine Oberfläche ist dann 100 m². Das Wasserrohr ist mit gleicher Länge nur 0,5 m² groß. Wie oft passt dann 0,5 in 100?

    Das Ergebnis aus Tipp 2 musst du dann mit der Länge des Wasserrohres multiplizieren.

    Lösung

    Da der Durchmesser des Rohres gleich dem des Dünndarm ist, muss, um auf die gleiche Oberfläche zu kommen, die Länge etwa 200-mal mehr sein. Denn es gilt: 200 x 0,5m² = 100m². Multipliziert mit der Ausgangslänge des Wasserrohes, kommst du dann auf 4 m x 200 = 800 m. Also muss das Wasserrohr 800 Meter lang sein, um die gleiche Fläche wie der 4 Meter lange Dünndarm zu haben. Erstaunlich, oder!?

  • Erkläre, warum Brot, wenn es längere Zeit gekaut wird, süß schmeckt.

    Tipps

    Verdeutliche dir den Weg der Nahrung und die Funktionen der einzelnen Organe.

    Überlege, welche Aufgabe dem Speichel im Mund zukommen.

    Verdeutliche dir, ob es wirklich möglich ist, dass die Nährstoffe bereits im Magen resorbiert werden.

    Lösung

    Durch den Mundspeichel werden Enzyme in den Nahrungsbrei abgegeben. Diese spalten Stärke in Zucker. Nach einiger Zeit des Kauens und Einspeichelns schmecken stärkehaltige Nahrungsmittel somit süß.

  • Werte die Ergebnisse des beschriebenen Experimentes bezüglich der Verdauungsvorgänge im Mund aus.

    Tipps

    Überlege, welche Aufgaben dem Speichel im Mund zukommen.

    Verdeutliche dir den Weg der Nahrung und die Funktionen der einzelnen Organe.

    Was muss vorliegen, damit sich die Lugol' sche Lösung blau-violett verfärbt?

    Wird die Lugol' sche Lösung nicht blau-violett, muss die Stärke in der Probe fehlen.

    Lösung

    Mit der Lugol' schen Lösung lässt sich Stärke nachweisen, wie sie in den Haferflocken vorhanden ist. Stärke ist ein Polysaccharid, ein großes Molekül, das aus ganz vielen Einfachzuckern besteht, die miteinander verbunden sind.

    Durch die Enzyme im Speichel wird das große Molekül „Stärke“ in viele kleine Bausteine zerlegt.

    Kaust du also circa drei Minuten lang die Haferflocken, dann hast du alle Stärkemoleküle in kleine Bausteine, die Zucker, zerlegt und es liegt keine Stärke mehr vor, die mit der Lugol' schen Lösung reagieren kann. Deshalb verfärbt sich die Lugol' sche Lösung nur bei den ungekauten Haferflocken und bei den gekauten Haferflocken nicht.