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Nichtnewton'sche Flüssigkeiten 02:40 min

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Transkript Nichtnewton'sche Flüssigkeiten

Vanillesauce und Schlagsahne: Sind das Festkörper oder Flüssigkeiten? Im 18. Jahrhundert beschrieb Isaac Newton die Hauptmerkmale von Flüssigkeiten. Sie nehmen die Form ihres Behälters an und sie fließen. Wenn sie abkühlen, werden sie fester und ihre Viskosität erhöht sich, das bedeutet, sie werden zähflüssiger. Deswegen muss man Öl, das als Treibstoff unter sehr kalten Bedingungen verwendet wird, sehr sorgfältig auswählen. Öl, das in einem milden Klima flüssig ist, ist es bei Minustemperaturen vielleicht nicht. Flüssigkeiten, die sich so verhalten, wie es Newton beschrieben hat, nennt man Newtonsche Flüssigkeiten. Sie werden von nur zwei Schlüsselfaktoren beeinflusst: Temperatur und Druck. Aber manche Flüssigkeiten werden noch von einem dritten Faktor beeinflusst. Sie ändern ihr Verhalten, wenn eine Kraft auf sie wirkt. Diese Flüssigkeiten nennt man Nichtnewtonsche Flüssigkeiten. Wenn man eine Nichtnewtonsche Flüssigkeit rührt oder schlägt, kann sich die Anordnung ihrer Teilchen verändern, was ihre Zähflüssigkeit verändert. In manchen Fällen verhält sie sich dadurch eher wie ein Festkörper. Schlagsahne ist ein Beispiel dafür. Je mehr man sie schlägt, desto fester wird sie. Sie nimmt nicht länger die Form ihres Behälters an und sie fließt auch kaum noch. Andere Nichtnewtonsche Flüssigkeiten werden hingegen dünnflüssiger, wenn man Kraft auf sie ausübt. Tomatenketchup wird flüssiger, wenn man ihn schüttelt. Zahnpasta und Farbe werden ebenfalls dünnflüssiger und gießbarer, je mehr man sie rührt. Wissenschaftler verstehen noch immer nicht vollends, durch welche Vorgänge auf der molekularen Ebene diese Effekte ausgelöst werden. Aber Nichtnewtonsche Flüssigkeiten sind weit verbreitet und werden in vielen Alltagsprodukten eingesetzt. Das zeigt uns, dass wir einen Stoff nicht immer sauber in die Kategorien „Festkörper“ oder „Flüssigkeit“ einordnen können.