30 Tage kostenlos testen:
Mehr Spaß am Lernen.

Überzeugen Sie sich von der Qualität unserer Inhalte.

Druck in eingeschlossenen Gasen 06:30 min

Textversion des Videos

Transkript Druck in eingeschlossenen Gasen

Hallo. Wenn man versucht, einen schlaffen Fußball zusammenzudrücken, dann geht das bis zu einem gewissen Punkt ganz gut. Aber irgendwann ist Schluss. Warum ist das so? Das hat etwas mit dem Druck des eingeschlossenen Gases, also der Luft, zu tun und das will ich dir heute mal erklären. Als Erstes klären wir, was dieser Gasdruck überhaupt ist und wie er entsteht. Danach beschäftigen wir uns mit dem gleichmäßigen Druck und ich zeige dir, wie man den Druck messen kann. Außerdem schauen wir uns noch an, wie der Druck durch äußere Einflüsse verändert werden kann. Fangen wir mit der Entstehung des Gasdrucks an. Vom Druck in eingeschlossenen Gasen sprechen wir, wenn sich ein Gas in einem abgeschlossenen Behälter befindet. Das kann zum Beispiel Luft in einem Autoreifen sein oder auch Propangas in einer Gasflasche. Im Teilchenmodell sind die Teilchen von gasförmigen Stoffen frei beweglich. Hier kannst du sehen, wie sie sich innerhalb eines Behälters bewegen. Die Teilchen stoßen zusammen, gegen die Wand und prallen wieder ab. Durch diese Stöße entstehen die Druckkräfte. Schauen wir uns den schlaffen Fußball noch einmal an. An diesem Fußball kannst du erkennen, dass eingeschlossene Gase überall einen gleichmäßigen Druck erzeugen. Egal, wo ich drücke, ich kann diesen Ball nur bis zu einem bestimmten Punkt zusammenpressen. Das ist nicht nur bei dem Ball so, sondern auch bei einem Fahrradschlauch oder einer Luftmatratze. Auch hier kannst du feststellen, dass der Druck überall gleich groß ist. In manchen Situationen ist es sogar lebenswichtig, den genauen Druck zu kennen. So sollte ein Autoreifen immer einen bestimmten Druck haben und ein Taucher muss auch den Gasdruck kennen, um zu wissen, wieviel Atemluft noch in seiner Flasche ist. Dazu gibt es natürlich Messgeräte, mit denen man den Druck messen kann. Diese Messgeräte heißen Manometer. Es gibt verschiedene Ausführungen, bei denen immer der Druckunterschied zwischen dem eingeschlossenen Gas und dem Umgebungsdruck gemessen wird. Dieses Prinzip des Druckunterschieds lässt sich gut an einem U- Rohr- Manometer. erklären. Der Name steht für die Form, die einem U gleicht. Das U- Rohr- Manometer ist mit einer Flüssigkeit gefüllt, der sogenannten Sperrflüssigkeit. Durch diese Flüssigkeit dringt kein Gas und im Ausgangszustand ist der Flüssigkeitspegel ausgeglichen. Nun wird in dem linken Bereich das Gas eingelassen, dessen Druck gemessen werden soll. Je nach Stärke des Drucks verschiebt sich die Sperrflüssigkeit, deren Höhenunterschied dann gemessen wird. Daraus wird der Druck P errechnet. P steht für das englische Wort „pressure“, was Druck bedeutet. Die Formel für den Druck lautet P = F/a. Also Kraft durch Fläche. Bei dem U- Rohr ist die Kraft die Gewichtskraft der Flüssigkeitssäule und die Fläche die Querschnittsfläche des Rohres. Die Gewichtskraft FG ist dabei abhängig von der Höhe der Flüssigkeitssäule Delta h. Der Druck wird in bar oder Pascal gemessen. Ein Pascal ist dabei 1 Newton pro Quadratmeter und ein bar entspricht 105 Pascal. Wie du dir bestimmt vorstellen kannst, ist der Druck in einem Gefäß nicht immer gleich, sondern kann durch äußere Umstände verändert werden. Wenn man aus einem Luftballon die Luft herauslässt, dann verändert sich auch der Druck. Die Gasmenge wird verringert und so gibt es weniger Kollisionen der Teilchen untereinander und mit der Gefäßwand. Der Druck sinkt und der Luftballon wird kleiner. Wird die Gasmenge erhöht, also der Ballon wieder aufgepumpt, dann gibt es mehr Kollisionen der Teilchen. Der Druck steigt und der Luftballon wird größer. Aber auch, wenn das Gefäß abgeschlossen ist, kann der Druck verändert werden. So zum Beispiel bei einem Schnellkochtopf. Wenn wir den Topf erwärmen, dann erhöht sich der Druck des Gases oder Dampfes darin. Bei erhöhter Temperatur bewegen sich die Teilchen schneller. Es finden mehr Kollisionen der Teilchen statt und der Druck steigt. Wenn die Temperatur sinkt, werden die Bewegungen langsamer, die Zahl der Zusammenstöße nimmt ab und der Druck sinkt. Dann gibt es nur noch eine dritte Möglichkeit, den Druck zu erhöhen. Dazu musst du das Gefäß, in dem sich das Gas befindet, verkleinern. Das kannst du gut bei diesem Fahrradschlauch beobachten. Wird das Volumen von außen verringert, dann sind die Gasteilchen auf engerem Raum und es gibt immer mehr Kollisionen. Der Druck steigt. Steht umgekehrt mehr Volumen zur Verfügung, gibt es weniger Kollisionen und der Druck sinkt. Fassen wir mal das Wichtigste zusammen: Ein in einem Gefäß eingeschlossenes Gas erzeugt an den Wänden des Gefäßes einen gleichmäßigen Druck. Der Druck entsteht dabei durch die Stöße der Teilchen untereinander und an den Gefäßwänden. Dieser Gasdruck P wird in Pascal oder bar angegeben und kann mit einem Manometer gemessen werden. Und um den Gasdruck zu verändern, kann man entweder die Gasmenge, die Temperatur oder das Volumen des Gases verändern. Damit weißt du jetzt auch, dass man diesen Fußball niemals völlig zusammendrücken kann, ohne dass er platzt. Bis zum nächsten Mal. Tschüss.

2 Kommentare
  1. Karsten

    Hallo Blandina Heinermann,

    Dein Weg zur Lösung ist richtig, dein Ergebnis müsste ab jetzt auch funktionieren.

    Von Karsten Schedemann, vor etwa 4 Jahren
  2. Default

    Hallo bei dem 3ten ÜAufgaben kom ich immer auf ein falsches Ergebnis und die Tips sind auch nicht hilfreich :-(
    meine Rechnung ist wie folgt p= F/A
    also 1300*9,81/(2,6*100000)=0,049, da es aber cm^2 sein sollen multipliziere ich mit 10000 und das ist dann immer noch falsch, wo ist mein deknfehler??
    Danke

    Von Blandina Heinermann, vor etwa 4 Jahren