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Erde im Sonnensystem 04:44 min

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Transkript Erde im Sonnensystem

Die Apollo-Missionen haben uns den Planeten Erde in einem völlig neuen Licht gezeigt. Als Apollo 11 sich dem Mond näherte, sahen Millionen Menschen ihren Heimatplaneten als eine kleine blaue Kugel, berührend einsam und verletzlich im schwarzen All. Es ist die einzige Welt, von der wir wissen, dass es auf ihr Leben gibt. Man könnte sogar sagen, dass die Erde selbst sich wie ein Lebewesen verhält. Etwa, wenn sie ihr eigenes Klima reguliert und so die richtigen Bedingungen für das Leben sichert. Dieser sogenannten Gaia-Hypothese zufolge spielen die kleinsten Geschöpfe die wichtigste Rolle. Diese grünen Wolken im Meer bestehen aus winzigen Planktonorganismen. Jede dieser einzelligen Algen misst nur den Bruchteil eines Millimeters. Aber sie treten in solchen Massen auf, dass sie das Klima beeinflussen. Wenn sich die Erde zu sehr erwärmt, vermehrt sich das Plankton schneller. Die Organismen produzieren ein Stoffwechselprodukt, das nun in großen Mengen in die Atmosphäre verdunstet. Es lässt Wasserdampf kondensieren, so dass sich Wolken bilden. Mehr Plankton bedeuten mehr Wolken. Wolken schirmen das Sonnenlicht ab und auf der Erde wird es wieder kühler. So bewahrt sich die Erde den schmalen Temperaturbereich in dem Wasser flüssig ist und nur in diesem Bereich kann Leben existieren. Die Erde ist Teil eines weit größeren Systems, das sich um die Sonne gruppiert. Leben braucht außer Wasser auch Sonnenlicht. Alle Lebensformen sind auf die Sonne als Energiequelle angewiesen. Noch vor fünfhundert Jahren hielten die Menschen die Erde für den Mittelpunkt des Universums. Heute wissen wir, dass sich die Erde um die Sonne dreht. Die Sonne steht im Zentrum der nächstgrößeren Welt des Sonnensystems. Die Sonne ist ein Stern wie viele andere auch, in ihrem Zentrum werden Wasserstoffatome mit solcher Gewalt zusammengeballt, dass sie miteinander verschmelzen. Dabei wird einerseits Helium frei, andererseits ungeheure Energie. Diese Strahlungsenergie breitet sich mit Lichtgeschwindigkeit aus. Von der Sonne zur Erde braucht ein Lichtstrahl etwa acht Minuten. Zunächst aber muss diese Strahlung vom Sonnenkern, wo sie entsteht, an die Oberfläche der Sonne gelangen. Auf geradem Weg sollte dies nicht länger als zwei Sekunden dauern. Aber da sie von den dichtgepressten Atomen immer wieder zurückgehalten wird, braucht es zehntausend bis einhundertsiebzigtausend Jahre. Das Licht, das uns heute am Leben erhält, ist entstanden als die Menschheit noch nicht einmal existierte. Die Sonne versorgt einerseits das gesamte Sonnensystem mit Licht und Wärme, andererseits hält sie die einzelnen Planeten des Systems auf ihren Bahnen. Isaac Newton veröffentlichte 1687 seine Gravitationstheorie. Damit lässt sich berechnen, wie die Schwerkraft Planeten auf ihren Umlaufbahnen hält.