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Vom Vormärz bis zur Revolution von 1848/49 02:17 min

Vom Vormärz bis zur Revolution von 1848/49 Übung

Du möchtest dein gelerntes Wissen anwenden? Mit den Aufgaben zum Video Vom Vormärz bis zur Revolution von 1848/49 kannst du es wiederholen und üben.

  • Gib die wichtigsten Stationen des Vormärz wieder.

    Tipps

    Aus Enttäuschung auf den Deutschen Bund trafen sich 1817 Studenten. Wenn du weißt, an welchem Ort diese zusammenkamen, weißt du auch, unter welchem Namen das Treffen in die Geschichte einging.

    Lösung

    Die Zeit von 1815 bis zur Märzrevolution 1848 wird Vormärz genannt. In jener Zeit setzten sich Burschenschaften für die Gründung eines gemeinsamen Nationalstaates ein. Auf dem Wartburgfest erinnerten sie so nicht nur an den vierten Jahrestag der Völkerschlacht von Leipzig. Vielmehr forderten sie ein geeintes Deutschland, in dem die Freiheit und die Rechte der Bürger gesichert sein sollten. Die Farben Schwarz, Rot und Gold, die die Studenten trugen, wurden später zur Flagge Deutschlands gemacht. Doch zunächst sollten die liberalen und nationalen Ideen durch die Karlsbader Beschlüsse, u.a. durch das Verbot von Burschenschaften und politischen Vereinen in Zaum gehalten werden. Während ein Teil des Bürgertums sich daraufhin enttäuscht ins Privatleben zurückzog (Biedermeier), versammelte sich ein anderer Teil 1832 auf dem sogenannten Hambacher Fest, um erneut für eine nationale Einheit und Freiheit zu demonstrieren.

  • Bestimme die Konsequenzen der Karlsbader Beschlüsse von 1819.

    Tipps

    Das Pressegesetz ordnete eine Vorzensur für Zeitungen, Zeitschriften und alle Bücher mit einem Umfang von weniger als 20 Druckbögen (320 Seiten) an. Wie genau sollte das Pressegesetz aussehen?

    Lösung

    Durch die Karlsbader Beschlüsse 1819 wurden Burschenschaften und politische Vereine verboten, eine Pressezensur eingeführt, Universitäten überwacht und politisch unerwünschte Hochschullehrer entlassen. Diese Maßnahmen schreckten einige ab, sodass sie sich in ihr Privatleben zurückzogen. Historiker nennen diese Zeit Biedermeier. Erst durch die Julirevolution 1830 in Paris kämpfte auch in Deutschland wieder eine breite Masse für einen gemeinsamen Nationalstaat und Freiheitsrechte.

    Quelle: Sauer, Michael (Hrsg.): Geschichte und Geschehen 2. Ernst Klett Verlag: Stuttgart, 2009, S. 243.

  • Leite Metternichs ablehnende Haltung gegenüber einer Revolution aus der vorliegenden Quelle ab.

    Tipps

    Drei Aussagen sind korrekt.

    Metternich verachtete jede Form der liberalen und nationalen Bewegung. Was tat er also, um die revolutionären Kräfte zu unterdrücken?

    Lösung

    Der österreichische Staatsmann Klemens Lothar Wenzel Fürst von Metternich war die Leitfigur der Neuordnung Europas nach der Französischen Revolution. Auf dem Wiener Kongress 1814/15 wollte er durch die Restauration die Zustände wiederherstellen, die vor der Französischen Revolution herrschten. In der vorliegenden Quelle betrachtet er vor allem die Jugend als Gefahr, da diese sich leicht gegen die bestehende Ordnung zur Wehr setzen könne. Daher verabschiedete er 1819 die Karlsbader Beschlüsse, die die Burschenschaften, aber auch politische Vereine verboten, eine Pressezensur einführten und die Universitäten überwachten.

    Quelle: Antes, Steffen; Mund, Stephan: Duden. 100 Prüfungsfragen Abitur Geschichte. Mannheim: Dudenverlag, 2009, S. 29.

  • Skizziere den Verlauf der Revolution von 1848.

    Tipps

    In Deutschland begann die Revolution im März 1848.

    Zwei Wörter sind zu viel.

    Lösung

    Die Revolution von 1848 brachte nur kurzfristige Erfolge. Vergleicht man die Revolution mit der Französischen Revolution so darf sie kaum den Namen einer Revolution tragen, da die Bürger bereits mit liberalen Zugeständnissen zufrieden waren. Die Paulskirchenversammlung erarbeitete zwar eine moderne Verfassung, die alle späteren deutschen Verfassungen beeinflusste, doch scheiterte die Paulskirchenversammlung schließlich an der Ablehnung der Kaiserkrone durch den preußischen König.

  • Definiere die Bestimmungen des Wiener Kongresses von 1815.

    Tipps

    Der Begriff Restauration leitet sich vom lateinischen Wort restaurare ab und bedeutete so viel wie wiederherstellen.

    Der Begriff Solidarität steht für ein Zusammengehörigkeitsgefühl und für gegenseitige Unterstützung.

    Lösung

    Die drei Prinzipien des Wiener Kongresses zielten darauf ab, die Grundsätze der Französischen Revolution rückgängig zu machen. Statt nationaler Einheit und politischer Freiheit sollte die Fürstenherrschaft gestärkt werden.

  • Erläutere die Auswirkungen der gescheiterten Revolution von 1848/49 für die deutsche Geschichte.

    Tipps

    Warum beinhaltete das allgemeine Wahlrecht nach der Paulskirchenverfassung sowohl negative als auch positive Aspekte?

    Welche Rolle sollte der Kaiser in der Paulskirchenverfassung spielen? Spiegelt dieses Verständnis eine lupenreine Demokratie wider?

    Lösung

    Obwohl bereits im Sommer 1849 die Revolution von 1848 gescheitert war, setzte sie langfristig doch wichtige Impulse, um die Reichsgründung von 1871 letztendlich dennoch zu realisieren. Daneben legte die Revolution auch den Grundstein für moderne Phänomene wie Demokratieverständnis und Grundrechte.

    Quelle: Schwabe, Fabio: Folgen und Bedeutung der Revolution von 1848/49: https://www.geschichte-abitur.de/lexikon/uebersicht-revolution-1848-49/folgen-und-bedeutung-der-revolution-1848-49#:~:text=Im%20Sommer%201849%20war%20die,Reichsgr%C3%BCndung%201871%20undenkbar%20gewesen%20w%C3%A4re. (abgerufen am 31.08.2020)