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Die grundlegenden geistig-politischen Ideen des 19. Jahrhunderts 04:59 min

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Transkript Die grundlegenden geistig-politischen Ideen des 19. Jahrhunderts

Hallo, mein Name ist Lasse und heute erzähle ich Euch von den grundlegenden geistig-politischen Ideen des 19. Jahrhunderts: der Liberalismus, der Konstitutionalismus, der Nationalismus und die Restauration. Um dieses Video leichter zu verstehen, solltet Ihr bereits wissen was die Aufklärung und die französische Revolution waren. Zunächst möchte ich Euch vom Liberalismus erzählen. Naturrechtsphilosophen und Staatstheoretiker wie John Locke, Montesquieu, Rousseau und Kant, gingen von der Annahme aus, dass alle Menschen von Natur aus Frei und Gleich seien. Die Menschen verfügten über natürliche Menschenrechte, die ihnen keiner nehmen konnte. Nur weil die Menschen sich im sogenannten Naturzustand gegenseitig bedrohten und bekämpften, Stichwort der Mensch ist dem Menschen ein Wolf, schlossen sie einst einen Gesellschaftsvertrag und richteten so den Staat als Ordnungsmacht ein. Nach diesen Theorien war der Staat nicht gottgegeben, sondern von den Menschen geschaffen, was bedeutete das die Macht ursprünglich von den Menschen, vom Volke, ausging. Nach der Auffassung von Locke hatten die Menschen daher das Recht, sich gegen Machtmissbrauch des Herrschers zu wehren. Um einen eventuellen Machtmissbrauch des Regierenden von vornherein unwahrscheinlich zu machen, waren die fortschrittlichen Denker der Aufklärung für die schriftliche Festlegung der politischen Rahmenbedingungen, also für die Schaffung einer Verfassung und für die Teilung der Macht im Staat, also für die Gewaltenteilung. Die Konstitutionalisten vertraten die Ansicht, dass die Macht im Staat in 3 Teile aufzugliedern sei. Die Legislative als Macht, welche die Gesetze erlässt, die Exekutive, welche die Gesetze ausführt und die Judikative, welche die Einhaltung der Gesetze überwacht. Dem Monarchen kam danach die exekutive Gewalt zu und hohen Richtern die Judikative. Aber die wichtigste Gewalt, die der Gesetzgebung, sollte dem Volk selber zukommen. Die 3 Gewalten kontrollierten sich gegenseitig, womit es dem König kaum noch möglich war, seine Macht zu missbrauchen. Kommen wir nun zur 3. grundlegenden Idee des 19. Jahrhunderts, dem Nationalismus. Ab dem 14. und 15. Jahrhundert entwickelten die Menschen in bestimmten Teritorien, zum Beispiel Frankreich, England, Tschechien eine Art Zusammengehörigkeitsgefühl. Dieses Zusammengehörigkeitsgefühl gründete sich in Faktoren, wie der gemeinsamen Abstammung und Sprache, einer gemeinsamen Kultur, eines gemeinsamen Staatsgebietes und eines gemeinsamen historisch-politischen Schicksals. Die Nationalisten des 19. Jahrhunderts nahmen einige Ziele des Konstitutionalismus und des Liberalismus in ihr Programm auf. Sie forderten die nationale Selbstbestimmung, wie sie gegen den herrschenden Adel in England während der glorius Revolution von 1688 und Frankreich, durch die französische Revolution 1789, durchgesetzt wurde, wo der Fürst seine Macht zugunsten seiner Nation aufgab. Die französische Revolution von 1789 und die Freiheitskriege gegen Napoleon kurz darauf, dienten den Nationalisten in ganz Europa als Vorbild. Zusammen mit dem Liberalismus und dem Konstitutionalismus wurde der Nationalismus zu einem wesentlich Geschichtsfaktor der Neuzeit. Und nun zur 4. der grundlegenden Ideen des 19. Jahrhunderts, die Restauration. Die Anhänger der Restauration wollten die Wiederherstellung der Zustände von Staat und Gesellschaft, wie sie vor der französischen Revolution vorgeherrscht hatten. Also die Wiedereinsetzung der alten Dynastie mit absolutistischen Herrschaftsverhältnissen. Die Restauration prägte in der Zeit von 1815-1848 die Politik der Fürsten. Im deutschsprachigen Raum vor allem in Preußen und Österreich. Im Konflikt des Vormärz standen die Anhänger der Restauration gegen das liberal-konstitutionel und national gesinnte Bürgertum. So liebe Freunde, jetzt wisst ihr Bescheid und bis zum nächsten Mal, haltet die Ohren steif.