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Nürnberger Ärzteprozesse - Gasbrandversuche

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Team Zeitreise
Nürnberger Ärzteprozesse - Gasbrandversuche
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Grundlagen zum Thema Nürnberger Ärzteprozesse - Gasbrandversuche

In den Ärzteprozessen der sogenannten Nürnberger Nachfolgeprozesse waren insgesamt 23 Ärzte und höchste Sanitätsbeamte des NS-Regimes angeklagt. Sie wurden beschuldigt, in den Konzentrationslagern medizinische Versuche mit Sulfonamiden an den Häftlingen vorgenommen zu haben. Zu diesem Zweck wurden die Gefangenen einer künstlich erzeugten Wundinfektion ausgesetzt, an der sie häufig starben.

Transkript Nürnberger Ärzteprozesse - Gasbrandversuche

  1. November 1946: Nach dem Abschluss des Hauptkriegsverbrecherprozesses gegen die überlebenden Führer des Dritten Reiches, beginnt vor einem amerikanischen Militärgericht der erste der so genannten Nürnberger Nachfolgeprozesse. Medizinische Demonstration im Gerichtssaal. Eine Überlebende aus einer Versuchsreihe im Konzentrationslager Ravensbrück wird vorgeführt. Ihre Narben stammen von künstlich erzeugter Wundinfektion, dem Gasbrand, gegen den Sulfonamide erprobt werden sollten. An den Versuchspersonen, polnischen Widerstandskämpferinnen, wurden tiefe Einschnitte gemacht, in die dann bakterielle Kulturen, Erde und Holz- oder Glassplitter eingelegt wurden. Eine der Überlebenden wird aufgefordert, einen Angeklagten zu identifizieren, der an den Experimenten beteiligt war. Professor Karl Gebhardt, Himmlers Leibarzt leitete diese Versuche. Professor Karl Gebhardt: „Ich hatte mir erlaubt, Ihnen vorher zu erklären, wie oft es dazu kommt, wenn die Erreger alle zusammen sind, dass diese allseitigen Schmarotzer den Sauerstoff wegfressen und dadurch der Gasbrand besonders bösartig rangeht. Ich lege also meine Infektionsart auseinander und führe den höchsten Sicherungswert ein, der in der Durchführung möglich war. Das vom ersten Moment des Infektes an, also wann die Wunde gesetzt wird, die Versuchsperson in einem Gipsverband liegt, also in voller Ruhe, wenn man sonst natürlich zum Arzt gehen muss, Treppen steigen, warten, und so weiter.” Professor Gebhardts höchster Sicherungswert verhinderte nicht, dass zahlreiche der mit brandigen Fäulniserreger gewaltsam krank gemachten Versuchspersonen starben. Wie die Überlebenden dann geflickt wurden, schilderte eine im Lager inhaftierte polnische Ärztin. Wenn diese Menschen Schmerzen hatten und die Beine alterten und sie starben nicht, hat man ihnen Verbände gemacht, von Zeit zu Zeit, je nach Lust. Einmal warteten sie drei, einmal 14 Tage. Wer mit dem Leben davon kam, hatte schwere Schäden erlitten, die meist nicht mehr zu heilen waren. Insgesamt werden sieben Angeklagte zum Tode durch den Strang verurteilt. Neun Angeklagte werden zu lebenslänglicher oder zehn- bis zwanzigjähriger Haft verurteilt. Vier Jahre später werden diese Urteile im Gnadenwege wesentlich herabgesetzt.
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