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Martin Luther 03:50 min

Martin Luther Übung

Du möchtest dein gelerntes Wissen anwenden? Mit den Aufgaben zum Video Martin Luther kannst du es wiederholen und üben.

  • Gib die korrekten Aussagen zu Martin Luthers Leben an.

    Tipps

    Martin Luther schlug bereits in jungen Jahren den religiösen Weg für sich ein.

    Martin Luther schloss sich nicht dem katholischen Glauben an, sondern kritisierte ihn.

    Lösung

    Das Handeln Martin Luthers kann man am besten vor dem Hintergrund seiner Biographie nachvollziehen. Der 1483 geborene Luther entscheidet sich von Beginn an für den Glauben und die Religion. Der Katholizismus sieht Gott jedoch in einer Rolle, die Luther so nicht nachvollziehen kann. Daher kritisiert er diesen in Form der 95 Thesen. Mit dem Anschlag der 95 Thesen stellt er sich offen gegen den Staat und die Kirche, die zum einen durch den Kaiser Karl V. und zum anderen durch den Papst Leo X. verkörpert werden. In einem neuen Gesetzeswerk kann der Konflikt zwischen den Protestanten und den Katholiken beigelegt werden.

  • Stelle die einzelnen Lebensetappen Martin Luthers in der richtigen Reihenfolge dar.

    Tipps

    Luther informierte sich umfassend, bevor er seine kritisierende Stellungnahme veröffentlichte.

    Die katholische Kirche hatte bis zu diesem Zeitpunkt keine Opposition.

    Die weltliche Macht war im Mittelalter wie auch in der Frühen Neuzeit grundsätzlich auf die Unterstützung der geistlichen Macht angewiesen. So auch Kaiser Karl V., der auf die Unterstützung des Papstes angewiesen war. Daher reagierte er auf Luthers öffentlichen Widerstand.

    Auf der Wartburg war Luther unter dem Schutz von Friedrich dem Weisen sehr fleißig und arbeitete im Auftrag des Glaubens weiter.

    Lösung

    Die Reformation kann man am besten verstehen, wenn man sich mit dem Leben und Werdegang Luthers auseinandersetzt. Das bestimmende Element in Luthers Leben war schon früh der Glaube und die Auseinandersetzung mit diesem. Es zeichnen sich somit für Martin Luthers Werdegang viele Berührungspunkte mit dem Glauben ab:

    • theologisches Studium in Erfurt und Wittenberg
    • Beitritt in den Augustinerorden
    • Beschäftigung mit dem katholischen Glauben und die spätere Kritik dessen
    • Übersetzung des Neuen Testaments
    Seine Lehre beziehungsweise seine Ansichten zum Glauben verbreiteten sich rasch von Deutschland über die Schweiz bis nach Skandinavien.

  • Entscheide, welche Aussagen zutreffen.

    Tipps

    Die Ständeordnung teilt die Gesellschaft in den dritten Stand, die freien Bauern, den zweiten Stand, den Adel (= weltliche Macht) und den ersten Stand, den Klerus (= kirchliche Macht) ein.

    Die Ständegesellschaft ist gekennzeichnet durch das Abhängigkeitsverhältnis der Untertanen von einer Obrigkeit.

    Lösung

    Das Leben der Menschen im Mittelalter war durch die Ständeordnung klar strukturiert:

    • Der dritte Stand, die freien Bauern, machten den größten Teil der Bevölkerung aus. Dieser Stand war abhängig von dem...
    • zweiten Stand, dem Adel. → Es war ein Abhängigkeitsverhältnis: Die freien Bauern dienten ihrem Lehnsherrn und erhielten dafür in Notzeiten (Krieg, Hungersnot) Schutz und Schirm von diesem.
    • Der erste Stand war der einflussreichste Stand: der Klerus = die geistliche Macht = alle Angehörigen der katholischen Kirche. Das Leben aller untergeordneten Stände wurde bestimmt durch das kirchliche Leben und deren Vertreter.
    Auch bereits Luther ging der Frage „Wie kann man die Barmherzigkeit Gottes erreichen?“ nach. Die katholische Kirche antwortete darauf, dass demjenigen, der alles tue, Gott die Gnade nicht verweigere. Diese Glaubenseinstellung kritisierte Luther. So entwickelte sich auch seine konträre Haltung zu der Ideologie der katholischen Kirche, insbesondere gegen den Ablasshandel. So kann man Luther als ein Triebwerk für den später folgenden Bauernkrieg erkennen.

  • Ordne die einzelnen Motive den drei Hauptakteuren der reformatorischen Bewegung zu.

    Tipps

    Überlege dir, welche grundlegende Position jeder der Akteure einnimmt.

    Einer der Akteure handelt vorwiegend im politischen Sinne.

    Ein anderer Akteur reformiert das System und stellt sich so klar dem dritten Akteur entgegen.

    Lösung

    Papst Leo X.

    • 1475–1521
    • 1513–1521 katholischer Papst
    • Gegner von Martin Luther: Exkommunikation und Verurteilung zahlreicher Schriften
    • führt die Tradition der katholischen Kirche vehement weiter
    Martin Luther
    • 1483–1546
    • Initiator der Reformation
    • Kritiker der katholischen Kirche: Gottes Gnade erfährt der Gläubige rein durch seinen Glauben und nicht den Kauf eines Ablassbriefes
    • kritisiert die kirchliche Macht in zahlreichen Schriften
    Kaiser Karl V.
    • 1500–1558
    • 1530–1556 Kaiser des Heiligen Römischen Reiches
    • schwankt zwischen Toleranz und Verfolgung Luthers
    • Symbolfigur für die Verflechtung zwischen kirchlicher und weltlicher Macht

  • Vervollständige den Lückentext.

    Tipps

    Luthers Lehren erneuern die katholische Kirche und deren Ansichten.

    Martin Luther ist die Symbolfigur der Reformation.

    Lösung

    „Nicht durch gute Werke, Fürbitten der Heiligen und sakramentale Vermittlung durch geweihte Priester erlangt der Einzelne das Seelenheil, sondern es wird ihm allein aufgrund seines Glaubens (sola fide) von Gott aus reiner Gnade (sola gratia) geschenkt. An die Stelle der amtskirchlichen Lehrautorität tritt allein die Heilige Schrift (sola scriptura), die sich selbst auslege (sui ipsius interpres).“

    Das zentrale Element in Luthers Lehre ist, dass der Gläubige Gottes Barmherzigkeit allein durch den Glauben an Gott erlange. Diese innovative Denkweise führt dazu, dass die katholische Kirche in Struktur und Vorhaben massiv kritisiert wird.

    Allein der Ablasshandel, der unter anderem einen Auslöser für den Thesenanschlag Luthers darstellt, widerspricht Luthers Ansicht vom Glauben. Die Gläubigen zahlen an die Kirche Geld, um einen sogenannten Ablassbrief zu kaufen, der ihnen bescheinigt, dass sie frei von Sünden sind und so Gottes Barmherzigkeit erfahren werden.

    Quelle: Stollberg- Rilinger, Barbara (2003): Einführung in die Frühe Neuzeit. URL: https://www.uni-muenster.de/FNZ-Online/politstrukturen/reformation/unterpunkte/reform.htm [Abgerufen am 11.02.2020]

  • Bestimme die Definitionen der historischen Begriffe.

    Tipps

    Versuche in der Definition Schlüsselbegriffe ausfindig zu machen.

    Lösung

    Das Heilige Römische Reich Deutscher Nation (HRR) bestand vom 10. Jahrhundert bis 1806. Der deutschsprachige Raum setzte sich zusammen aus vielen verschiedenen adeligen Herrschaftsbereichen (Fürstentum, Herzogtum, Königreich,...).

    Als eines der ersten politischen Errungenschaften entwickelte sich früh der Reichstag, der eine Vorform des Parlaments darstellte. Somit wurde das politische Leben im Mittelalter wie auch in der Frühen Neuzeit strukturiert. Bestimmend war dennoch durchwegs die geistliche Macht, die durch den Klerus verkörpert wurde.

    Die unterschiedlichen Konfessionen und auch Erneuerungsbewegungen wie die Reformation spaltet das HRR. Die Konflikte wurden in zahlreichen Glaubenskriegen ausgetragen.

    Der zentrale Konflikt zwischen Protestanten und Katholiken wurde aber im Augsburger Frieden beigelegt. Bis heute wird jährlich am 08.08. diesem Frieden (Augsburger Friedensfest) gedacht.