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Körperbedeckung der Wirbeltiere 06:22 min

Textversion des Videos

Transkript Körperbedeckung der Wirbeltiere

Hallo! Jeder weiß, dass Vögel Federn haben und dass Frösche glitschig sind. Aber warum ist das eigentlich so? Warum haben Säugetiere keine Federn und warum haben Fische kein Fell? Antworten auf diese Fragen findest du in diesem Video, in dem wir die Körperbedeckung der verschiedenen Wirbeltierklassen genauer unter die Lupe nehmen.

Vögel

Vögel tragen Federn. Diese haben verschiedene Funktionen. Zum einen ermöglichen sie den Vögeln das Fliegen. Die Federn der Flügel - die sogenannten Schwungfedern - sind so übereinandergelegt, dass sie keine Luft durchlassen, wenn der Vogel mit den Flügeln schlägt. Gegen den Widerstand des entstehenden Luftpolsters unterhalb des Flügels kann sich der Vogel nach oben drücken und dadurch an Höhe gewinnen.

Wenn die Flügel wieder nach oben schwingen, klappen die Federn ganz von selber so um, dass die Luft leicht hindurchströmen kann. Der Vogel wird also bei der Aufwärtsbewegung der Flügel nicht wieder nach unten gedrückt. Dieses clevere Jalousienprinzip ermöglicht z.B. den so genannten Ruderflug.

Die Schwanzfedern wiederum dienen zur Steuerung und die Deckfedern und die darunter liegenden Daunen isolieren den Körper und halten ihn warm. Das ist sehr wichtig, denn Vögel sind gleichwarme Tiere und müssen stets eine Körpertemperatur von 41 Grad halten - auch wenn es stürmt und schneit!

Lurche

Weniger Probleme mit Kälte haben Lurche wie etwa Frösche oder Salamander. Sie sind wechselwarm - wenn die Außentemperatur sinkt, sinkt auch die Körpertemperatur aber damit auch die Beweglichkeit der Tiere. Im Winter führt das soweit, dass Lurche in eine Winterstarre fallen, aus der sie erst im Frühling wieder erwachen.

Die Haut von Lurchen ist sehr dünn und immer feucht, denn Lurchen dient die Haut auch als Atmungsorgan. Da die Lunge von Lurchen nicht besonders leistungsfähig ist, wird Sauerstoff auch direkt über die dünne Haut ins Blut aufgenommen. Dafür muss sie aber immer feucht sein. Spezielle Schleimdrüsen halten die Haut von Lurchen immer schön glitschig. Trocknet die Haut von Lurchen aus, fällt ein wichtiger Teil der Atmung aus und die Tiere sterben.

Fische

Auch Fische haben eine glitschige Haut. Sie besteht aus feinen Schuppen. Um die Gleiteigenschaften unter Wasser zu erhöhen, halten Fische ihre Haut immer schleimig. Deshalb ist es auch so schwer einen gefangenen Fisch festzuhalten. Die Schuppen stellen natürlich keine besonders gute Isolierung dar. Das ist aber nicht notwendig, denn auch Fische sind wechselwarm und passen ihre Körpertemperatur einfach der Temperatur des umgebenden Wassers an.

Reptilien

Auch Reptilien, wie die Eidechsen sind wechselwarm. Das ist auch der Grund, warum sich Zauneidechsen morgens gerne auf Steinen in der Sonne aufwärmen. Die Sonneneinstrahlung erhöht die Körpertemperatur und damit die Beweglichkeit der Tiere. Reptilien werden von einer Hornschuppenhaut bedeckt, die aus abgestorbenen Zellen besteht.

Das zähe Schuppenkleid bewahrt die Reptilien vor dem Austrocknen und schützt vor Verletzungen. Allerdings wächst die Hornschuppenhaut nicht mit. Wenn das Schuppenkleid zu eng wird, wird es einfach abgestreift. Darunter befindet sich schon eine neue, etwas weitere Hornschuppenhaut. Dieser Vorgang wird als Häutung bezeichnet.

Säugetiere

Die Säugetiere sind genau wie die Vögel gleichwarm. Ihr Körper muss also auch immer auf Temperatur gehalten werden. Deshalb tragen Säugetiere ein Fell, denn dies isoliert und minimiert den Wärmeverlust. Das Fell besteht aus Grannenhaaren und Wollhaaren.

Die Grannenhaare sind wasserabweisend und schützen vor Nässe. Zwischen den Grannenhaaren stehen die kurzen Wollhaare; diese isolieren gut und schützen vor Kälte. Im Winter steigt bei vielen Säugetieren die Anzahl der Wollhaare - das Fell wird dadurch dichter. Je nach Tierart, kann das Fell von Säugetieren Besonderheiten aufweisen.

Das Fell eines Maulwurfs z.B. hat keinen Strich - so kann er sich ohne Probleme vorwärts wie rückwärts durch seine engen Gänge schieben. Der Mensch hat sein dichtes Fell im Laufe der Evolution aber verloren. Er fand andere Wege sich warm zu halten - etwa durch das Tragen von Kleidung. Nur eine leichte Körperbehaarung - die von Mensch zu Mensch unterschiedlich stark ausgeprägt sein kann - ist vom dichten Fell unserer Vorfahren übrig geblieben.

Zusammenfassung

Die unterschiedliche Körperbedeckung liefert ein einfaches Merkmal zur Unterscheidung der verschiedenen Wirbeltierklassen. Die Haut von Vögeln ist von Federn bedeckt, die Haut von Lurchen ist dünn und schleimig, Fische tragen Schuppen, die Haut von Reptilien ist schuppig, aber trocken und die Haut von Säugetieren wird von einem Fell bedeckt. So ist jede Wirbeltierklasse auf seine Lebensweise optimal angepasst. Tschüss!

5 Kommentare
  1. Hallo Biofuchs, vielen Dank für deinen Hinweis! Diese Aussage ist tatsächlich ungünstig. Es stellt sich immer die Frage, ob rezente Affen oder längst ausgestorbene Formen gemeint sind.
    Systematisch gesehen ist der Mensch ein Affe, denn „Affe“ beschreibt eine Teilordnung der Trockennasenprimaten, bisweilen wird „Affe“ sogar für die komplette Ordnung der Primaten verwendet.
    Die bildliche Darstellung unterstützt allerdings die Fehlvorstellung, dass der Mensch vom Schimpansen abstammt. Der Abschnitt wird korrigiert.
    Beste Grüße aus der Redaktion

    Von Tatjana Elbing, vor fast 2 Jahren
  2. Der Mensch stammt nicht vom Affen ab! Mensch und Affe haben nur gemeinsame Vorfahren!

    Von Biofuchs, vor fast 2 Jahren
  3. tolles video

    Von Michael B., vor fast 4 Jahren
  4. DANKE

    Von Wile Davila, vor fast 4 Jahren
  5. Das war GUT weiter so!!!!!!!!!!!!

    Von Wile Davila, vor fast 4 Jahren

Körperbedeckung der Wirbeltiere Übung

Du möchtest dein gelerntes Wissen anwenden? Mit den Aufgaben zum Video Körperbedeckung der Wirbeltiere kannst du es wiederholen und üben.

  • Stelle dar, welche Körperbedeckung zu welcher Wirbeltierklasse gehört.

    Tipps

    Überlege dir, welche Körperbedeckung am besten zur Lebensweise des Tieres passt!

    Lösung
    • Die Haut der Fische hat Schuppen und eine Schleimschicht. Das bewirkt eine gute Gleitfähigkeit im Wasser.
    • Die Lurche haben eine dünne, schleimige Haut, denn sie nutzen ihre Haut auch zum Atmen.
    • Die Federn helfen dem Vogel, eine gleichbleibende Körpertemperatur zu halten und ermöglichen das Fliegen.
    • Säugetiere sind durch das Fell gut isoliert und vor Nässe geschützt.
    • Reptilien haben eine trockene, schuppige Haut, die sie vor Verletzungen und Austrocknung schützt.
  • Beschreibe, welche Funktionen die verschiedenen Körperbedeckungen der Wirbeltiere haben.

    Tipps

    Gleichwarme Tiere müssen sich vor Wärmeverlust schützen, für wechselwarme Tiere ist diese Eigenschaft nicht so wichtig.

    Überlege, welche Aufgabe die Körperbedeckung für ein Tier in seinem Lebensraum hat!

    Lösung
    • Das Federkleid der Vögel muss gut isolieren, denn Vögel sind gleichwarme Tiere. Außerdem ermöglichen die leichten und winddichten Federn das Fliegen.
    • Lurche atmen auch durch die Haut. Dies funktioniert nur, da die Haut dünn ist und stets feucht gehalten wird. Da Lurche wechselwarm sind, benötigen sie keine besonders gute Isolierung.
    • Fische sind wechselwarm. Sie benötigen daher keine gute Isolation. Ihre schuppige Haut mit der Schleimschicht sorgt jedoch dafür, dass sie perfekt durch das Wasser gleiten können.
    • Reptilien sind wechselwarm und sonnen sich gern. Durch ihre schuppige und trockene Haut sind sie dafür gut angepasst, denn sie bietet einen guten Schutz vor Austrocknung und Verletzungen.
    • Säugetiere sind gleichwarm. Ihr Fell schützt sie vor Auskühlung und Nässe.
  • Vögel schützen sich vor Wärmeverlust. Prüfe, welche Aussagen richtig sind.

    Tipps

    Ein Luftpolster schützt gut vor Kälte!

    Lösung

    Indem ein Vogel sich aufplustert, schützt er sich vor der Kälte. Durch das Aufstellen der Federn kann sich eine Luftschicht zwischen der Haut und den Federn bilden. Diese Luftschicht verhindert die Auskühlung, da sie sehr gut isoliert.

  • Entscheide, welche Aussagen über das Federkleid der Vögel richtig sind.

    Tipps

    Zunächst benötigt ein Küken Schutz vor Wärmeverlust!

    Erst wenn ein Vogel selbständig Nahrung beschaffen muss, sollte er auch fliegen können!

    Lösung

    Küken werden nach dem Schlüpfen von den Eltern gefüttert und gewärmt, bis ihnen ihr erster Kälteschutz, die Daunen, gewachsen ist. Erst einige Zeit später kommen die Schwungfedern zum Vorschein. Diese benötigen sie für den Ruderflug. Auch die Schwanzfedern, die z.B. zum Steuern eingesetzt werden, wachsen erst später. Die Deckfedern wirken schließlich zusammen mit den Daunen als perfekter Wetterschutz des herangewachsenen Vogels.

  • Gib an, welche Tiere wechselwarm und welche gleichwarm sind.

    Tipps

    Gleichwarme Tiere müssen ihre Körpertemperatur auf dem gleichen Stand halten!

    Wechselwarme Tiere nehmen die Temperatur ihrer Umgebung an.

    Lösung

    Säugetiere und Vögel sind gleichwarme Tiere. Ihre Körpertemperatur bleibt immer gleich, egal wie kalt oder warm die Umgebung ist. Daher ist eine Körperbedeckung, die gut vor Auskühlung oder Überhitzung schützt, wichtig. Wechselwarme Tiere wie Fische, Reptilien und Lurche regulieren ihre Körpertemperatur nicht selbst, sondern nehmen die Umgebungstemperatur an.

  • Ermittle, welche Funktionen die Körperbedeckungen haben können.

    Tipps

    Überlege dir, welche Wirkung das Aussehen bzw. die Beschaffenheit der Körperbedeckung auf andere Tiere haben könnte!

    Die sogenannte Balz bezeichnet bei Tieren das Werben um einen Partner.

    Lösung

    Der Salamander hat eine ätzende Substanz auf der Haut. Seine auffällige Farbe warnt Fressfeinde. Bei Gefahr rollt sich der Igel zusammen. Seine Stacheln sind dann ein wirksamer Schutz gegen Raubtiere. Wenn der Pfau sein Rad schlägt, will er einer Partnerin imponieren: er balzt. Gut getarnt liegt das Rehkitz auf dem Waldboden und ist dadurch für Feinde kaum zu erkennen.