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Körperbau der Wirbeltiere 07:40 min

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Transkript Körperbau der Wirbeltiere

Hallo! Grasfrosch und Feuersalamander kennst du bestimmt. Beide gehören zur Gruppe der Lurche. Lurche sind Wirbeltiere. Welche Gemeinsamkeiten und Unterschiede weisen Lurche im Vergleich zu anderen Wirbeltieren - zum Beispiel den Säugetieren und Vögeln - auf? In diesem Video sehen wir uns den Bauplan von Lurchen ganz genau an und vergleichen ihn mit anderen Wirbeltieren.

Skelett der Lurche

Lurche unterteilt man in Froschlurche und Schwanzlurche - zu den Froschlurchen gehören Frösche, Kröten und Unken, zu den Schwanzlurchen gehören Salamander und Molche. So sehen die Skelette von Frosch- und Schwanzlurchen aus.

Lurche gehören zu den Wirbeltieren - hier erkennst du die Wirbelsäule. Die Wirbelsäule von Froschlurchen ist kurz - dafür ist das Becken länglich. Die Wirbelsäule von Schwanzlurchen ist deutlich länger - außerdem besitzen Schwanzlurche einen Schwanz, daher haben sie auch ihren Namen.

Lurche besitzen vier Gliedmaßen, wobei Froschlurche sehr ausgeprägte Hinterbeine haben. Die verwenden sie zum Springen und für kräftige Ruderbewegungen unter Wasser. Schwanzlurche springen nicht, sie kriechen und krümmen dabei die Wirbelsäule rhythmisch hin und her.

Bauplan der Lurche

Im Inneren sind sich alle Lurche sehr ähnlich. Hier siehst du den Bauplan eines Schwanzlurchs. Das Gehirn mündet direkt in das Rückenmark.

In der Lunge findet der Sauerstoffaustausch statt. Zusätzlich atmen Lurche aber auch über die Haut. Die ist dünn und wird von Schleimdrüsen feucht gehalten. Über die Haut können Lurche direkt Sauerstoff in ihr Blut aufnehmen. Aber das geht nur, wenn die Haut immer feucht bleibt.

Lurche besitzen Magen, Darm, Nieren und Geschlechtsorgane. Sie alle münden in ein einziges Ausscheidungsorgan, der sogenannten Kloake.

Vergleich mit anderen Wirbeltieren

Zu den Wirbeltieren gehören neben den Lurchen auch Säugetiere, Fische, Vögel, und Reptilien. Wir wollen uns nun die Lurche im Vergleich zu Säugetieren und Vögeln ansehen. Hier siehst du die Baupläne von Lurchen, Säugetieren und Vögeln.

Gemein ist allen dreien die Wirbelsäule - auch bei Säugetieren und Vögeln mündet das Gehirn direkt ins Rückenmark. An der Wirbelsäule setzen die Rippen an. Bei Säugetieren und Vögeln sind sie stark ausgeprägt - bei den Lurchen nicht. Sie besitzen nur kurze Querfortsätze.

Wie die meisten Wirbeltiere haben Lurche, Säugetiere und Vögel vier Gliedmaßen, die an der Wirbelsäule ansetzen. Bei Lurchen und Säugetieren sind das mehr oder weniger ausgeprägte Beine. Bei den Vögeln aber haben sich die Vorderbeine zu Flügeln entwickelt.

Säugetiere, Vögel und erwachsene Lurche atmen mithilfe einer Lunge. Bei Vögeln ist die Lunge dank der zusätzlichen Luftsäcke ganz besonders leistungsfähig. Die Leistungsfähigkeit der Lurchenlunge ist gering - dafür wird sie durch die Hautatmung unterstützt.

Die Haut von Lurchen ist nackt und glitschig. Säugetiere sind behaart - das schützt sie vor Wärmeverlusten, wenn es kalt ist. Auch Vögel sind dank ihres dichten Federkleid gut isoliert.

Das ist auch nötig, denn Säugetiere und Vögel sind gleichwarm. Das heißt: Eine bestimmte Körpertemperatur wird unabhängig von der Außentemperatur gehalten. Lurche hingegen sind wechselwarm.

Das bedeutet, dass ihre Körpertemperatur stets in etwa der Umgebungstemperatur gleicht. Wenn es im Winter sehr kalt wird, werden Lurche aufgrund der niedrigen Körpertemperatur bewegungsunfähig und fallen in die so genannte Winterstarre, aus der sie erst im Frühling wieder erwachen, wenn die Außentemperatur wieder steigt.

Was die Fortpflanzung angeht, so sind Säugetiere lebendgebärend. D.h. die fertig entwickelten Nachkommen werden zur Welt gebracht. Vögel hingegen legen hartschalige Eier, die sie ausbrüten, um die Entwicklung der Nachkommen im Inneren der Eier zu ermöglichen.

Froschlurche legen dutzende, winzige Eier ins Wasser ab. Aus denen entwickeln sich erst die Larven - die so genannten Kaulquappen. Diese verfügen über Kiemen und entwickeln sich im Wasser lebend zu erwachsenen Froschlurchen. Diesen Vorgang nennt man Metamorphose.

Schwanzlurche setzen erst die fertigen Larven im Wasser ab, wo sie sich - deutlich langsamer als Froschlurche - zu erwachsenen Schwanzlurchen entwickeln.

Zusammenfassung

Du siehst, Lurche besitzen viele Gemeinsamkeiten zu anderen Wirbeltieren, allen voran die Wirbelsäule. Es gibt aber auch deutliche Unterschiede, wie zum Beispiel die Körpertemperatur, die Atmung oder die Entwicklung über das Larvenstadium. Tschüss und bis zum nächsten Mal!

6 Kommentare
  1. ÜBUNG PASST PERFEKT ZUM THEMA SUPERARBEIT WER ES YOUTUBE HÄT ICH EIN LIKE GEGEBEN

    Von Teker75 1, vor 6 Monaten
  2. Hat voll spaß gamacht :)

    Von Juana , vor fast 2 Jahren
  3. Ich habe sehr viel gelernt! Danke <3

    Von Tim S., vor mehr als 2 Jahren
  4. Geil und gut

    Von Collin B., vor fast 3 Jahren
  5. danke hat geholfen!

    Von Astrid 3, vor fast 6 Jahren
  1. hat mir gut gefallen

    Von Eg Jansen, vor fast 6 Jahren
Mehr Kommentare

Körperbau der Wirbeltiere Übung

Du möchtest dein gelerntes Wissen anwenden? Mit den Aufgaben zum Video Körperbau der Wirbeltiere kannst du es wiederholen und üben.

  • Nenne die wesentlichen Unterschiede zwischen Froschlurchen und Schwanzlurchen.

    Tipps

    Im Gegensatz zu Schwanzlurchen können viele Froschlurche gut springen oder sich vom Wasser abstoßen.

    Die Schwanzlurche bewegen sich häufig leicht schlängelnd.

    Lösung

    Froschlurche und Schwanzlurche sind Ordnungen der Klasse der Amphibien.

    Die Froschlurche besitzen eine eher kurze Wirbelsäule, aber dafür ein langes Becken. Mit ihren stark ausgeprägten Hinterbeinen können sie gut springen oder sich vom Wasser abstoßen. Vertreter der Froschlurche sind die Frösche, Kröten und Unken.

    Die Schwanzlurche haben dagegen eine lange Wirbelsäule, die sehr beweglich ist. Sie begünstigt die leicht schlängelnden Bewegungen der Schwanzlurche. Im Vergleich zu den Froschlurchen ist das Becken der Schwanzlurche recht klein und auch ihre Hinterbeine sind weniger stark ausgeprägt. Zu den Schwanzlurchen gehören die Salamander und Molche.

  • Nenne alle Vertreter der Wirbeltiere.

    Tipps

    Das längliche Neunauge gehört zu den Kieferlosen. Eine sehr alte und ursprüngliche Gruppe der Wirbeltiere.

    Interessanterweise sind die Reptilien näher verwandt mit den Vögeln als mit den Amphibien.

    Lösung

    Die Wirbeltiere können in 6 verschiedene Gruppen eingeteilt werden. Das sind:

    • die Kieferlosen
    • die Fische
    • die Amphibien
    • die Reptilien
    • die Vögel
    • und die Säugetiere
    Die Kieferlosen sind dabei die älteste und ursprünglichste Gruppe der Wirbeltiere. Da es von ihnen heute nicht mehr viele Arten gibt, werden sie bei der Aufzählung der Wirbeltiere häufig weggelassen.

    In einem Stammbaum ist auch die Verwandtschaft verschiedener Tiere dargestellt. Dieser Stammbaum zeigt, dass die Reptilien mit den Vögeln näher verwandt sind als mit den Amphibien und das, obwohl sie doch eigentlich den Amphibien viel ähnlicher sehen. Eine interessante Beobachtung, findest du nicht auch?

  • Gib die Gemeinsamkeiten der Lurche, Vögel und Säugetiere wieder.

    Tipps

    Lurche können auch über ihre Haut Sauerstoff aufnehmen.

    Lösung

    Lurche, Säugetiere und Vögel gehören zu den Landwirbeltieren. Daher haben sie alle gemeinsam, dass sie eine Wirbelsäule besitzen.

    Auch das Nervensystem aller drei Gruppen weist eine Gemeinsamkeit auf: Das Gehirn mündet direkt ins Rückenmark.

    Des Weiteren haben alle drei Gruppen vier Gliedmaßen, wobei sich die der Vögel von denen der Lurche und Säugetiere unterscheiden. Bei den Vögeln sind die Vordergliedmaßen zu Flügeln umgestaltet.

    Die letzte Gemeinsamkeit ist die Lungenatmung. Allerdings gibt es auch hier kleine Unterschiede. Die Lurche atmen zusätzlich zu den Lungen über ihre Haut. Die Lunge der Vögel besteht aus besonders vielen Luftsäcken, um noch effizienter zu atmen.

  • Untersuche die Homologie der Wirbeltiergliedmaßen.

    Tipps

    Der Unterarm besteht aus zwei Knochen.

    Die Handwurzelknochen befinden sich im Handgelenk.

    Lösung

    Eine interessante Beobachtung, findest du nicht auch?

    Die Knochen der Gliedmaßen aller landlebenden Wirbeltiere ähneln sich stark. Sie alle bestehen aus einem Oberarmknochen, darauf folgen die Unterarmknochen Elle und Speiche. Die Verbindung zur Hand und das Handgelenk bilden die Handwurzelknochen. Die Hand besteht aus den Mittelhandknochen und verschiedenen Fingerknochen.

    Dieser Aufbau ist bei allen Landwirbeltieren mit Gliedmaßen gleich. Sogar Wale besitzen diesen Aufbau, da sie Säugetiere sind und damit von landlebenden Wirbeltieren abstammen. Fische und Kieferlose besitzen dagegen keine solchen Gliedmaßen. Daher geht man davon aus, dass sie abstammungsgeschichtlich älter sind als die anderen Wirbeltiere.

  • Prüfe Behauptungen über die Wirbelsäule.

    Tipps

    Hast du schonmal von den Bandscheiben gehört?

    Die Anzahl der Wirbel, die ein Tier besitzt, hängt meistens von seiner Abstammung ab. Hatten also zum Beispiel die Vorfahren eines Tieres 10 Wirbel, dann hat auch das Tier selbst meist 10 Wirbel.

    Lösung
    • Die Giraffe besitzt trotz ihrer Größe und ihres langen Halses 8 Halswirbel. Dies ist nämlich die Anzahl an Halswirbel, die die meisten Säugetiere besitzen. Die Wirbelzahlen sind im Laufe der Evolution nur schwer veränderlich. Aber wie kann dann der Hals der Giraffe so lang sein? Ganz einfach, jeder einzelne Wirbel ist sehr lang.
    • Ähnlich verhält es sich mit dem Engmaulfrosch aus Papua-Neuguinea. Es ist zwar richtig, dass er das kleinste Landwirbeltier der Welt ist, aber das hat keine Auswirkungen auf die Anzahl seiner Wirbel. Genauso wie die meisten anderen Frösche besitzt er ca. 9 Wirbel.
    • Die Wirbelsäule ist kein einzelner Knochen. Sie besteht aus vielen kleinen Knochen, den Wirbeln, die über die Bandscheiben miteinander verbunden sind. Bandscheiben sind Knorpelscheiben und nur dank ihnen ist unsere Wirbelsäule so unglaublich beweglich.
    • Es stimmt, dass sich die Wirbelsäule des Menschen an den aufrechten Gang angepasst hat. Allerdings nennt man die Form der Wirbelsäule nicht L-Form, sondern doppel-S-Form. Auf dem Bild kannst du sehen wie diese Form aussieht, doppel-S passt besser als L, oder?
  • Vergleiche die Regulierung der Körpertemperatur bei gleichwarmen und wechselwarmen Tieren.

    Tipps

    Fische sind wechselwarme Tiere.

    Manche Säugetiere halten Winterschlaf.

    Lösung

    Gleichwarme Tiere besitzen eine konstante Körpertemperatur. Sie muss ständig entgegen der Umgebungstemperatur aufrecht gehalten werden. Das kostet eine Menge Energie, doch dafür können Stoffwechselprozesse immer schnell und zuverlässig ablaufen.

    Gleichwarm sind Vögel und Säugetiere. Das sind zum Beispiel der Braunbär, die Kohlmeise und das Haushuhn.

    Manche gleichwarme Säugetiere wie zum Beispiel der Braunbär halten Winterschlaf. Der Winterschlaf ist etwas anderes als die Kältestarre, in die wechselwarme Tiere aufgrund ihrer Körpertemperatur fallen.

    Die Körpertemperatur der wechselwarmen Tiere entspricht immer der Umgebungstemperatur. Das spart sehr viel mehr Energie.

    Wird es solchen Tieren zu kalt oder zu warm, fallen sie in eine Starre. Der Grund dafür ist, dass der Stoffwechsel der Tiere bei extremen Temperaturen nicht mehr richtig arbeiten kann.

    Wechselwarme Wirbeltiere sind Fische, Lurche und Reptilien. Also auch die Bachforelle und die Erdkröte.