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Der Mensch am Wattenmeer 02:17 min

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Transkript Der Mensch am Wattenmeer

Die Nordseeküste wird seit 1000 Jahren vom Menschen gestaltet. In den vom Wattenmeer abgedeichten Gebieten entstanden Dörfer und Städte. Ehemalige Priele und Flussmündungen boten natürliche Voraussetzungen zum Bau von Häfen. Von hier aus betrieb man Handel und Fischerei. Jahrhundertelang lebten die Bewohner der Küste vom Fischreichtum der Nordsee. Heute lohnt die Fischerei kaum noch. Die Nordsee ist leergefischt. Nur der Krabbenfang rentiert sich noch. Das Meer dient heute vor allem als Transportweg. Mit dem Bau moderner Hafenanlagen und der Ansiedlung von Industrie, hofft man neue Arbeitsplätze an der Küste zu schaffen. Auch Öl wird mitten im empfindlichen Ökosystem Wattenmeer gefördert. Die Nordsee gehört zu den windreichsten Gegenden der Welt. Windstill ist es hier fast nie. Beste Voraussetzungen für die Nutzung von Windenergie. Neben Landwirtschaft, Industrie und Fischerei, spielt der Tourismus eine bedeutende Rolle an der Küste. Jedes Jahr besuchen etwas zehn Millionen Urlauber die Nordsee. Weitere 30 bis 40 Millionen Tagesgäste kommen hinzu. Ungefähr ein Drittel aller Arbeitsplätze, hängt heute vom Tourismus ab. Wir Menschen nutzen das Wattenmeer auf die unterschiedlichste Art und Weise. Oft ohne Rücksicht auf die einzigartige Naturlandschaft. Die Herausforderung besteht darin, Natur und Nutzung an dieser weltweit einmaligen Küste in Einklang zu bringen.