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Umweltveränderung – der Mensch nutzt die Natur 05:53 min

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Transkript Umweltveränderung – der Mensch nutzt die Natur

Hallo! Hast du schon einmal darüber nachgedacht, wie der Mensch die Umwelt nutzt? Das kann nämlich auf vielfältigste Weisen geschehen: Der Mensch betreibt Ackerbau und Nutztierhaltung und fördert fossile Brennstoffe zur Energiegewinnung. Aber das bringt auch Probleme mit sich. Wie der Mensch die Umwelt nutzt und welche Folgen das hat, siehst du jetzt!

Die Urzeit

Zu Urzeiten nutzte der Mensch die Umwelt lediglich indem er Tiere jagte oder einfachen Ackerbau betrieb. Zunächst hatte dies aber kaum Folgen für die Umwelt. Da es nur wenige Menschen gab, die die Umwelt nutzten, blieb diese in ihrem komplexen Gleichgewicht.

Später nutze der Mensch die Umwelt auch zur Energieerzeugung, beispielsweise um sich zu wärmen.Die Energie gewann er anfänglich aus der Verbrennung von Holz, ein nachwachsender Rohstoff.

Industrialisierung

Im 20. Jahrhundert stieg die Weltbevölkerung jedoch immer rasanter an. Es wurde also auch immer mehr Nahrung und Energie benötigt. Im Zuge der Industrialisierung führte dies zu einer stärkeren Nutzung der natürlichen Ressourcen. Die Umwelt wurde also immer stärker vom Menschen genutzt und teilweise stark belastet.

Am Beispiel der Landwirtschaft wirst du diesen Prozess sicher schnell verstehen. Mit der Verfügbarkeit von Traktoren konnten immer größere Flächen bearbeitet werden. Für schnelleres Wachstum wurden immer größere Mengen an Düngemitteln ausgebracht.

Die Ausbreitung von Schädlingen wurde durch Pflanzenschutzmittel verhindert. Das wurde bis heute immer intensiver betrieben. Die Folge sind große Monokulturen, eine Auslaugung von Böden sowie die Verschmutzung des Bodens und der Gewässer mit Dünge- oder Pflanzenschutzmitteln.

Nutztierhaltung

Ähnlich sieht es bei der Nutztierhaltung aus. Fleisch oder Eier sollen immer kostengünstiger produziert werden. Die Milchleistung einer Kuh soll immer höher sein. Nutztiere werden daher immer weiter durch Zucht verändert um noch effektiver zu werden.

Außerdem zieht der Mensch Tiere in Massentierhaltung auf, um möglichst günstige Produkte zu liefern. Hier ist die Haltung oft nicht artgerecht und Krankheiten breiten sich schnell aus. Das ist oft gefährlich für Tier und Mensch.

Solche Nutztiere sind nicht mehr mit ihren natürlichen Verwandten zu vergleichen. Der Mensch hat diese Tiere völlig entartet. Sie zeigen andere morphologische Merkmale und ein anderes Verhalten.

Rohstoffe der Erde und ihre Folgen

Aber dir fallen sicher noch viele andere Sachen ein, in wie weit der Mensch die Umwelt für sich nutzt, oder? Denke an die verschiedenen Rohstoffe, die auf der Erde vorkommen und vom Menschen genutzt werden. Kohle, Holz, Kies aber auch Metalle wie zum Beispiel Gold oder Aluminium werden vom Menschen gefördert und genutzt.

Kohle, Erdöl und Erdgas sind fossile Brennstoffe, die aus abgestorbenen Pflanzen und Tieren entstanden sind. Unter Abschluss von Sauerstoff, unter hohem Druck und hohen Temperaturen entstanden daraus vor vielen Mio. Jahren die fossilen Brennstoffe.

Durch die Entdeckung und Förderung dieser Brennstoffe standen den Menschen große Energiemengen zur Verfügung und das führte zur industriellen Revolution. Inzwischen ist aber auch die Belastung für der Umwelt erkannt, die durch die Verbrennung von fossilen Brennstoffen entsteht.

Durch die großen Mengen an Kohlenstoffdioxid, die bei der Verbrennung freigesetzt werden, wird der Treibhauseffekt verstärkt und es kommt zu einer weltweiten Erderwärmung. Die Folgen sind ein Schmelzen der Gletscher und ein Verschieben der Klimazonen mit immer extremeren Wetterereignissen.

Auch die Schadstoffe, die mit den Emissionen der Kraftwerke freigesetzt werden, führen zu einer Verschmutzung der Luft und richten große Schäden an.

Erneuerbare Energien

Das alles sind Beispiele dafür, wie der Mensch die Umwelt nutzt. Und sicher fallen Dir auch noch mehr Beispiele ein. Die Probleme die durch diese Nutzung entstehen, hast Du bereits kennengelernt: die Massentierhaltung, die Ansammlung von Düngemitteln im Boden und in Gewässern, der Treibhauseffekt und die Luftverschmutzung sind Beispiele.

Die Weltbevölkerung beansprucht immer mehr Platz für sich auf diesen Planeten. Große Städte zerstören nicht nicht nur weite Naturräume, sondern produzieren auch unheimlich viel Müll.

Aber man kann auch schonender mit der Umwelt umgehen. Beispielsweise kann Sonnenenergie oder auch Windenergie für die Erzeugung von Strom verwendet werden. Dadurch werden nicht wie bei der Verbrennung von fossilen Brennstoffen Kohlenstoffdioxid und andere Schadstoffe in die Luft freigesetzt. Du siehst, dies ist eine Möglichkeit, wie man die Umwelt nutzen kann ohne sie groß zu schädigen.

Zusammenfassung

Du hast jetzt gesehen, dass der Mensch die Umwelt auf vielfältigste Weise nutzen kann. Dazu gehören der Ackerbau, die Nutztierhaltung und die Förderung von fossilen Brennstoffen.

Heute führt diese Nutzung oft zu Problemen, da immer mehr Menschen mit Energie und Nahrung versorgt werden müssen. So kommt es zu einer zu starken Umweltbelastung und das hat schlimme Folgen.

Ein Ansatz für einen schonenderen Umgang mit der Umwelt ist z.B. die Nutzung von Sonnen- oder Windenergie. So müsste man viel weniger fossile Brennstoffe nutzen, ein guter Gedanke. Tschüss und bis bald!

Umweltveränderung – der Mensch nutzt die Natur Übung

Du möchtest dein gelerntes Wissen anwenden? Mit den Aufgaben zum Video Umweltveränderung – der Mensch nutzt die Natur kannst du es wiederholen und üben.

  • Beschreibe die Nutzung der Umwelt durch den Menschen.

    Tipps

    Bestellt man ein Feld, bedeutet das nur, dass man hier Pflanzen anbaut.

    Lösung

    Die Sesshaftigkeit des Menschen markierte einen der wichtigsten Wendepunkte in der Entwicklung des Menschen: Es wurde so möglich, Feldbau zu betreiben. Das Ziel des vermehrten Feldanbaus war es, die Nahrungsmittelproduktion zu steigern. Mit dem Anwachsen der Bevölkerungszahl und der Industrialisierung stieg die Nutzung der Landwirtschaft an. Die Menschen fingen auch an, Nutztiere zu halten und sie durch die Zucht zu verändern, um die Effizienz der Tierhaltung zu erhöhen. Auch die Rohstoffe der Umwelt nutzten die Menschen immer mehr.

  • Benenne die Bereiche aus unserer Umwelt, die durch den Menschen als Ressource genutzt werden.

    Tipps

    Schwarze Löcher sind Phänomene, die bisher nur tief im Weltraum zu beobachten waren.

    Schon der Begriff Umwelt ist vom Menschen definiert.

    Lösung

    Du hast richtig erkannt, dass die Menschen in alle sie umgebenden Bereiche der Umwelt eingreifen. Lediglich die schwarzen Löcher sind für uns noch nicht direkt nutzbar.

    • Wasser nutzen wir natürlich zum Trinken, aber auch für Kraftwerke, als Transportwege und leider auch als Müllkippe für Abfälle aller Art von Atommüll bis Plastiktüten.
    • Sonnenlicht wird von uns zum einen direkt durch Fotovoltaik, zum anderen indirekt durch den Anbau Fotosynthese betreibender Pflanzen genutzt.
    • Selbst Naturschutzgebiete werden in der Tourismusbranche als wertvolle Ressource eingeschätzt, da sie Besucher anziehen und die Attraktivität einer Region erhöhen. Dabei kann ein Naturschutzgebiet natürlich auch ausgebeutet werden: Steigen die Besucherzahlen zu weit an, würde dies eine Gefährdung des Naturschutzgebiets bedeuten.
    • Böden aller Art werden selbstverständlich auch als Rohstoff gehandelt. Unternehmen und Staaten kaufen auf der ganzen Welt Land auf, um dort Nahrungsmittelproduzenten ansiedeln zu können. Dies wird als „Landgrabbing" bezeichnet und stellt in der Geopolitik ein wichtiges Thema dar.
    • Weitere Rohstoffe wie Gold, Holz oder Erdöl nutzen die Menschen zur Produktion von Gütern sowie zur Energiegewinnung.
  • Erläutere die Folgen der erhöhten $CO_2$-Konzentration in der Atmosphäre.

    Tipps

    Destruenten zersetzen totes organisches Material unter Sauerstoffverbrauch.

    Pflanzen nutzen Sonnenlicht, Wasser und $CO_2$ zum Aufbau von energiereichen Substanzen.

    Lösung

    Neben den hier vorgestellten Mechanismen gibt es natürlich sehr viele weitere Folgen des Klimawandels bzw. des erhöhten Gehaltes an Treibhausgasen in der Atmosphäre.

    Besonders gravierend sind dabei Mechanismen mit einer sogenannten positiven Rückkopplung. Bei diesen Prozessen bewirkt die erhöhte Konzentration von Treibhausgasen meist indirekt eine weitere Freisetzung aus natürlichen $CO_2$-Speichern, wie Permafrostböden oder der Tiefsee.

    • Bei der Eutrophierung eines Sees wird Sauerstoff schließlich so knapp, dass viele Tiere darin sterben. Die Verringerung des Sauerstoffgehaltes sowie die damit einhergehende Erhöhung des $CO_2$-Spiegels bewirken, dass sich keine weiteren Tiere mehr ansiedeln, welche dem Algenwachstum Einhalt gebieten könnten. Durch ungebremstes Algenwachstum und die zunehmende Lebensfeindlichkeit des Sees wird schließlich seine Verlandung eingeleitet.
    • Pflanzen nehmen Stickstoff über ihre Wurzeln häufig in Form von Nitrat- oder Ammoniumionen auf. Diese Aufnahme wird jedoch durch ein saures Milieu durch $CO_2$-Eintrag verringert. Dabei stellt Stickstoff den wichtigsten wachstumsbegrenzenden Faktor dar. Daher erklärt sich auch die große Bedeutung der Erfindung von synthetischen Stickstoffdüngemitteln durch Haber und Bosch zu Beginn des 20. Jahrhunderts.

  • Fasse die zentralen Aussagen der Umweltnutzung durch den Menschen zusammen.

    Tipps

    Eutrophierung beschreibt einen erhöhten Nährstoffertrag und ein damit einhergehendes, starkes Algenwachstum in Gewässern.

    Lösung

    Alle Aussagen sind korrekt. Die Nutzung der Umwelt durch den Menschen bringt aber noch viele hier nicht behandelte Gefahren und Schwierigkeiten mit sich. Es ist wichtig zu erkennen, dass die Menschen und die Umwelt nicht voneinander zu trennen sind und durch vielfältige Mechanismen miteinander verflochten sind.

    • Durch die Entnahme von Energie aus der Umwelt, welches häufig in Form von Erdöl oder Erdgas geschieht, wurde es möglich die Felder mit Maschinen zu bestellen und hohe Erträge zu erzielen.
    • Auf den kleinen Feldern unserer Vorfahren wurden ursprünglich wenige durch die Zucht entarteten Getreidearten angepflanzt. Diese waren weniger anfällig für Parasiten und hatten geringere Ansprüche an den Boden und seinen Nährstoffgehalt.
    • Heute wurden diese Arten durch Pflanzen ersetzt, die bei ausreichender Nährstoffkonzentration den Boden stark beanspruchen, hohe Erträge erzielen, und sehr anfällig auf Parasitenbefall reagieren.
    • Daher ist es heute notwendig, große Mengen an Düngemitteln und giftigen Chemikalien (sogenannten Pflanzenschutzmitteln) einzusetzen. Da jedoch aufgrund der hohen Mistproduktion in der Massentierhaltung häufig mehr Düngemittel zur Verfügung stehen als tatsächlich benötigt wird, wird auch zu viel Dünger auf den Feldern ausgebracht. Diese Nährstoffe verursachen in den umliegenden Gewässern eine sogenannte Eutrophierung.

  • Entscheide, welche Begriffe welcher Landwirtschaftsform zuzuordnen sind.

    Tipps

    Flächengebunden bedeutet, dass pro Tier eine ausreichend große Anbaufläche für die Nahrungsmittelproduktion des Tieres zur Verfügung steht.

    Betriebseigen ist eine Bezeichnung für die Nutzung von Gütern, die innerhalb des Betriebes hergestellt wurden.

    Unter Fruchtfolge versteht man die Abfolge der verschiedenen Nutzpflanzen, die nacheinander auf einem Feld angepflanzt werden.

    Lösung
    • In der konventionellen Landwirtschaft wird im Gegensatz zur Kreislaufwirtschaft viel „von außen“ an die Produktion herangetragen: Synthetische Dünger, Futtermittel, gentechnisch verändertes Saatgut und Pflanzenschutzmittel werden häufig für die Produktion von Lebensmitteln hinzugekauft.
    • Bei der ökologischen Kreislaufwirtschaft wird so weit es geht alles, was benötigt wird, selbst produziert. In diesem Fall spricht man von betriebseigener Produktion. Durch die flächengebundene Produktionsweise wird pro Tier eine bestimmte Fläche Ackerland zur Verfügung gestellt, auf der dann die benötigte Nahrung angebaut werden, und auch der Mist des Tieres ausgebracht werden kann. Durch diese Verknüpfung von benötigter Fläche und Anzahl von Tieren wird so nicht auf Tierfutter zurückgegriffen, welches lange Transportwege hinter sich hat.
  • Begründe die Folgen der konventionellen Landwirtschaft.

    Tipps

    Unter Eutrophierung versteht man ein starkes Algenwachstum und den damit einhergehenden Sauerstoffverlust in Gewässern durch eine hohe Zufuhr von Düngemitteln (meist Phosphate und Stickstoff).

    Lösung
    • Natürliche Ökosysteme regulieren die Anzahl der „Schädlinge" durch eine hohe Artenvielfalt: Wenn in einem Wald 100 verschiedene Baumarten stehen, befallen die oft auf spezielle Arten angepassten Parasiten nur einen kleinen Teil der Bäume. Gibt es in dem Wald jedoch nur eine einzige Art (z.B. den Mangobaum) und keinen weiteren Lebensraum für Fressfeinde, wird sich der auf Mangobäume spezialisierte Parasit stark vermehren, ohne dass sich natürliche Barrikaden in Form von anderen Baumarten für ihn auftun, oder seine Population durch Fressfeinde verringert werden könnte. Diese sind häufig auch für den Menschen sehr giftig und können sich mit der Nahrung im Menschen anreichern und Krankheiten verursachen.
    • In der Massentierhaltung werden häufig Antibiotika auch an gesunde Tiere verfüttert, um schädliche Keime gar nicht erst entstehen zu lassen. Jedoch konnte nachgewiesen werden, dass es dadurch dazu kommen kann, dass die Keime (häufig Bakterien) durch die ständige Konfrontation mit Antibiotika Resistenzen gegen diese Antibiotika entwickeln. So werden gegen Antibiotika resistente Keime sozusagen „gezüchtet" und könnten sich auch auf den Menschen übertragen.
    • Die Eutrophierung von Gewässern bewirkt in vielen Fällen ein Artensterben in den betroffenen Gewässern aufgrund von starkem Algenwachstum und dem damit einhergehenden Sauerstoffmangel im Gewässer.
    • Ein rein wirtschaftlicher Aspekt bei der Produktion von Billigprodukten in der Nahrungsmittelindustrie ist der, dass kleinere Bauern, die im Verhältnis teurer produzieren, gezwungen sind, die Produktion von Nahrungsmitteln aufzugeben und ihr Geld anders zu verdienen. Dadurch kann es zur Abhängigkeit von Nahrungsmittelimporten kommen
    • Bei der Erschließung neuer Flächen für Plantagen werden große Flächen natürlicher Ökosysteme zerstört. Beispielsweise wurden in Indonesien 13 Mio. Hektar (also eine Fläche dreimal so groß wie die Schweiz) Regenwald gerodet, um dort gewaltige Palmöl-Monokulturen zu pflanzen.
    • Ausnahmslos nur schlecht ist diese Entwicklung aber natürlich nicht; die Erträge dieser Produktionsweisen sind beträchtlich und einige Unternehmen verdienen gut daran.