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Überfischung der Meere 02:07 min

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Transkript Überfischung der Meere

Die Zeiten gut gefüllter Netze sind vorbei. Ein dramatisches Beispiel ist etwa der Aal. Dabei setzen Fischer für teures Geld regelmäßig Jungtiere aus, um den Bestand aufzupeppen. Sabine Schwarten: Früher war das besser. Wir haben von dem was wir gesetzt haben etwa 20 bis 25 Prozent an Ertrag wieder rausholen können und somit hat sich das Ganze gelohnt. Im Moment ist es so, dass ich lieber das Geld direkt in den See schmeißen kann, weil nichts für mich übrig bleibt. Nein, ich butter eigentlich noch dazu. Albrecht Hahn kämpft auf seine Art um einen höheren Fischbestand. Er lässt die Eier trächtiger Forellenfische, sogenannte “Salmoniden” unter perfekten Bedingungen heranreifen, damit Jungtiere entstehen. Das Problem ist, dass wir in den Flüssen sehr wenig Laichmöglichkeiten für Salmoniden haben. Das heißt, es fehlen große Kiesstrecken. Und das vielleicht noch größere Problem, sind die Feinsedimente, die sich während der Eientwicklungszeit auf die Eier legen, dadurch den Sauerstoffaustausch an der Eihülle verhindern und dadurch zum Absterben der Embryonen führen. Doch Lachs und Meerforelle haben eine aufwendige Fortpflanzung, ihre Eier brauchen drei Monate, um sich zu entwickeln. Zum Laichen werden die Tiere später an den Ursprungsort ihres Lebens zurückkehren. Auch wenn Fischereimeister Albrecht Hahn viele Jungtiere aussetzt, er weiß, nur ein bis zwei von 100 werden überleben. In ein bis eineinhalb Jahren werden sie sich auf Wanderschaft machen, Richtung Nordsee wandern. Und dann in weiteren drei Jahren hoffentlich hier zum Laichen wieder zurückkommen. Diese Rückkehr, ein erster kleiner Erfolg für die wenigen Fische, die es noch gibt in Deutschland.

1 Kommentar
  1. Sehr hilfreich!

    Von Alex S., vor mehr als 2 Jahren