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Kriege und Konfliktregelung

Der „Kalte Krieg“ tobte 40 Jahre lang zwischen den Supermächten USA und Sowjetunion. Heute ist es der moderne Terrorismus, der den Anfang dieses Jahrtausends prägt und die Welt in Atmen hält.

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Der Kalte Krieg

Das 20. Jahrhundert nach dem 2. Weltkrieg war geprägt vom Ost-West-Konflikt: Die Westmächte unter Führung der USA auf der einen, der sogenannte Ostblock unter Führung der Sowjetunion auf der anderen Seite. Kommunismus oder demokratischer Kapitalismus - dies war die alles entscheidende Frage. Konflikte wurden dabei auf ganz unterschiedliche Weise ausgetragen: vom nuklearen Wettrüsten über Handelskriege hin zu schier unzähligen Stellvertreterkriegen, wie unter anderem in Vietnam oder Afghanistan. Selbst der Wettlauf um den ersten Menschen im All wurde zum „Kampf der Systeme“ hochstilisiert. Glücklicherweise kam es bis heute nie zu einer direkten Auseinandersetzung der beiden Großmächte. Einzig in der Kuba-Krise stand die Welt kurz vor einer nuklearen Eskalation.

Weitere Kriege im 20. Jahrhundert

Natürlich gab es noch andere Kriege, abseits der Interessenssphären der beiden Supermächte. Die Konflikte im Nahen Osten beispielsweise, wie der Krieg in Syrien, in Afghanistan oder der Kampf gegen den sogenannten Islamischen Staat, beherbergen bis heute ein riesiges Sprengstoffpotential. Meist versuchen die Verbündeten der NATO, den Kriegsschauplätzen dieser Welt Herr zu werden, wenn sie nicht selbst direkt oder indirekt Auslöser von Konflikten sind. Derartige Interventionen haben in den letzten Jahrzehnten aber auch eine neue Form des Guerillakrieges bestärkt, der uns heute allgegenwärtiger denn je erscheint: den Terrorismus. Dennoch stehen uns heutige, moderne Konflikte meist immer noch als Stellvertreterkonflikte gegenüber.

Unter dem Strich haben sich also die Gewänder und angeführten Gründe von Kriegen im Vergleich zu den großen Massenschlachten der ersten beiden Weltkriege geändert. Doch egal ob religiös, machtpolitisch, wirtschaftlich, stellvertretend oder friedensstiftend getarnt: Ein Krieg bleibt ein Krieg und bringt am Ende nur unendliches Leid über die Menschen.

Erster Weltkrieg

Konfliktreglung: Die Vereinten Nationen (UN)

Um diesen globalen Herausforderungen entgegenzutreten, wurden 1945 die Vereinten Nationen gegründet. Nicht weniger als der Weltfrieden, die internationale Sicherheit und die Wahrung der Menschenrechte sind ihre Ziele. Man ist versucht, alle Parteien regelmäßig an einen Verhandlungstisch zu binden und mit der UN-Charta auch unter einem gemeinsamen Vertrag zu verpflichten. Sie sollte das Instrument sein, welches Konflikte und Kriege international verhandeln darf - nicht einzelne Nationen oder Interessengruppen.

All das sind löbliche Ziele - doch sieht die Realität, wie so oft, leider anders aus. Viele ihrer Mitgliedsländer - vor allem die wichtigsten, ständigen Mitglieder USA, China, Russland, Frankreich und Großbritannien - erheben sich ein ums andere Mal eigenmächtig über die UN, bilden separate Allianzen oder handeln schlicht ohne Mandat der Vereinten Nationen. Geo - und machtpolitische Interessen scheinen auch heute noch wichtiger zu sein als die Einhaltung von Menschenrechten. Ein nüchternes Fazit für das vermeintlich so fortschrittliche 21. Jahrhundert.