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Aussagesätze

Aussagesätze stellen die häufigste Satzart des Französischen dar.

Aussagesätze im Französischen

Aussagesätze stellen jene Satzart dar, die du wahrscheinlich in jeder Sprache am häufigsten verwendest. Mit dieser Satzart kannst du Aussagen treffen, also Informationen mitteilen. In diesem Themenbereich schauen wir uns die Grundlagen und Besonderheiten französischer Aussagesätze an. Los geht's!

Die Wortstellung im Französischen

Wie sieht der französische Aussagesatz wohl aus? Die normale Wortstellung im Aussagesatz entspricht im Französischen Subjekt + Verb + Ergänzung. Kommt dir das bekannt vor? Klar, im Deutschen ist sie nämlich genauso. Lass uns dazu einen Blick auf einige Beispiele werfen:

  • Je mange une pomme. : JeSubjekt + mangeVerb + une pommeErgänzung
  • Ich esse einen Apfel.: Ich → Subjekt + esse → Verb + einen Apfel → Ergänzung

Hast du ein direktes und ein indirektes Objekt, etwa ein Nomen oder Pronomen in deinem Satz, solltest du dir die Satzordnung bei direkten und indirekten Objekten genau einprägen. Das direkte Objekt wird dabei mit den Fragewörtern Wen oder was? erfragt. Das indirekte Objekt kannst du dagegen mit dem Fragewort Wem? erfragen.

Das direkte Objekt stellst du in der Regel vor das indirekte Objekt:

  • Pierre donne la pomme à son ami. (Pierre gibt seinem Freund den Apfel.) : la pommedirektes Objekt, à son amiindirektes Objekt

Objektpronomen stehen immer vor dem konjugierten Verb oder vor dem Infinitiv, falls es einen gibt. Die Reihenfolge der Pronomen siehst du in der folgenden Pronomenflagge.

  • Je le donne à Marie. (Ich gebe es Marie.)
  • Je veux la dire qu’elle est sympa. (Ich will ihr sagen, dass sie nett ist.)

Objektpronomen.jpg

Kommen mehrere Pronomen in einem Satz vor, kannst du aus der Pronomenflagge die richtige Reihenfolge ablesen. So stehen beispielsweise die direkten vor den indirekten Objektpronomen und die Adverbialpronomen y und en stets ganz am Ende:

  • Tu me le donnes. (Du gibst es mir).
  • Il lui en parle. (Er erzählt ihm davon.)
  • Marie et Pierre s'y sont enfuis. (Marie und Pierre sind dorthin geflohen.)

Mit ein bisschen Übung hast du das sicher schnell drauf:

Um einen gewöhnlichen Satz zu einem komplexen Aussagesatz zu machen, kannst du neben den zusammengesetzten Zeiten (Passé composé) auch Modalverben (vouloir...) oder die Verneinung mit ne... pas verwenden. Dabei gibt es für die Wortstellung in komplexen Aussagesätzen einige Regeln zu beachten:

  • Die Verneinung umschließt immer das konjugierte Verb: Je ne mange pas. (Ich esse nicht.)
  • Objektpronomen stehen immer vor dem konjugierten Verb oder vor dem Infinitiv: Je ne le mange pas. (Ich esse es nicht.) Je ne veux pas le manger. (Ich will es nicht essen).

Diese Regeln gelten sowohl im Présent als auch in zusammengesetzten Zeiten wie dem Passé composé oder dem Futur composé.

Mise en relief

Die Mise en relief, also die Hervorhebung einzelner Satzteile, ist eine Besonderheit des Französischen. Du verwendest dazu c’est / ce sont ... qui oder c’est / ce sont ... que. Welche der beiden Formen du verwendest, hängt davon ab, ob das hervorgehobene Satzglied Subjekt oder Objekt des Satzes ist. Im Deutschen hingegen erreichst du die Hervorhebung allein durch eine Betonung in der Aussprache. Am besten zeigt sich dies in folgenden Beispielen:

  • C’est Luca qui joue au foot. (Luca spielt Fußball.) → Luca ist das Subjekt des Satzes (Wer spielt Fußball? - Luca.)
  • Ce sont les vacances qui passent toujours trop vite. (Die Ferien vergehen immer zu schnell.) → Les vacances sind das Subjekt des Satzes (Wer oder was vergeht schnell? - Die Ferien.)
  • C’est Marie que j’adore. (Ich finde Marie toll.) → Marie ist das Akkusativobjekt des Satzes (Wen oder was finde ich toll? Marie.)
  • Ce sont les filles que j’aime bien. (Die Mädchen mag ich gerne.) → Les filles sind das Akkusativobjekt des Satzes (Wen oder was mag ich gerne? - Die Mädchen.)

Les_filles.jpg

Nun fragst du dich sicher, wann man die Hervorhebung mit c’est...qui und c’est...que verwendet.. Immer dann, wenn du ein bestimmtes Satzglied besonders betonen und deiner Aussage Nachdruck verleihen willst - genauso wie im Deutschen.

Der Partikel si

Oft kannst du Fragen mit ja oder nein beantworten. Willst du aber eine verneinte Frage oder Aussage richtigstellen, verwendest du im Deutschen oft das Wörtchen doch:

  • Du willst keinen Kuchen mehr, oder?
  • Doch, ich esse noch ein Stück.

Im Französischen tritt an die Stelle von doch der Partikel si:

  • Tu ne veux plus du gâteau, non ?
  • Si, j’en mange encore un morceau.

Probiere doch einfach mal aus, verschiedene Sätze aus deinem Französischbuch auf ihre Satzstellung hin zu untersuchen. Da findest du sicher schnell einige der besprochenen Regeln wieder. Alors, on y va !