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Wechselpräpositionen – Akkusativ / Dativ 10:33 min

Textversion des Videos

Transkript Wechselpräpositionen – Akkusativ / Dativ

Hallo, ich bin Madame Wormuth. In diesem Video geht es um die Wechselpräpositionen mit Akkusativ beziehungsweise Dativ. Das sind ganz allgemein gesagt Präpositionen, die mal den Akkusativ fordern und mal den Dativ. Wie das funktioniert und wie du selbst herausfinden kannst, mit welchem Fall eine Präposition stehen muss, erkläre ich dir hier. Voraussetzungen: Du solltest bereits die vier Fälle kennen, also Nominativ, Genitiv, Dativ, und Akkusativ. Deklinieren können, vor allem Artikel und Pronomen. Du solltest wissen, dass Präpositionen einen Fall regieren können, das heißt, dass sie dem folgenden Nomen den Kasus zuweisen. Und dies sind unsere Wechselpräpositionen: vor, auf, an, neben, in, hinter, über, zwischen, unter. Hier kommen ein paar Beispielsätze anhand derer du sehen wirst, wie die Präpositionen zwischen zwei Fällen wechseln können. Das Kind steht hinter der Gardine. Das Kind läuft hinter die Gardine. Der Schlüssel liegt immer unter der Matte. Wir legen den Schlüssel unter die Matte. Fällt dir auf, was der Unterschied ist? Einmal befindet sich etwas an einem Ort, in einer bestimmten Lage und bleibt dort. Ein anderes Mal bewegt sich etwas von einem Ort zum anderen in eine bestimmte Richtung. Das Kind steht hinter der Gardine. Es bleibt an dem Ort, bewegt sich nirgendwohin. Hier steht “hinter” mit Dativ. Das Kind läuft hinter die Gardine. “Hinter” steht hier mit Akkusativ. Hier gibt es eine Bewegung, das Kind läuft in eine Richtung, von einem Punkt A zu einem Punkt B. Genauso funktioniert es beim zweiten Beispielsatz. Wieder steht hier der Dativ. Der Schlüssel liegt unter der Matte. Das ist eine Situation, der Schlüssel ändert seine Lage nicht. Wir legen den Schlüssel unter die Matte. Wieder steht hier der Akkusativ. Hier gibt es wieder eine Bewegung in eine Richtung, von uns unter die Matte. Machen wir noch ein Beispiel, denn aller guten Dinge sind drei und dann ist es dir bestimmt klar. Der Laptop befindet sich auf dem Tisch. Ich stelle den Laptop auf den Tisch. Der Laptop steht auf dem Tisch. Er bleibt dort, ändert seine Lage nicht. Ich stelle den Laptop auf den Tisch. Hier gibt es wieder eine Bewegung in eine Richtung. Wie du siehst, scheint die Verwendung von Akkusativ und Dativ immer nach einer Regel abzulaufen. Wir haben also eine unserer Wechselpräpositionen. Wenn es im Satz um eine Richtung geht, um eine Bewegung von A nach B, wenn man also “Wohin?” fragen kann und eine sinnvolle Antwort erhält, dann steht das auf die Präposition folgenden Nomen im Akkusativ. Solch eine Akkusativergänzung nennt man auch Direktivergänzung. Als Eselsbrücke hierzu kannst du dir merken: Ein Direktor, denn das hat die gleiche Wortwurzel wie Direktiv, ein Direktor gibt sozusagen die Richtung vor oder ein Dirigent im Orchester ebenfalls. Auf Englisch heißt Richtung übrigens direction, auf Französisch direction. Manchmal geht es im Satz um einen Ort, um eine Lage, die nicht verändert wird, eine Situation oder aber um eine Bewegung innerhalb eines Raumes A. Wenn man also “Wo?” fragen kann und eine sinnvolle Antwort darauf erhält, dann steht nach der Präposition der Dativ. Solch eine Dativergänzung nennt man auch Situativ. Das kommt ganz einfach von Situation. Mit “Wo?” oder “Wohin?” erfragt man also die genauen Umstände, die genauen räumlichen und zeitlichen Verhältnisse. Daran kannst du erkennen, welchen Fall du verwenden musst. Wohin? - Akkusativ. Wo? - Dativ. Ort, Lage, Situation, Richtung und Bewegung können aus unterschiedlichen Blickwinkeln betrachtet werden. Häufig bezieht man sich mit den Fragen “Wo?” oder “Wohin?” auf einen Ort. Wenn man die Fragen etwas abwandelt, kann es auch um eine Situationen oder eine Bewegung in der Zeit gehen, also temporal betrachtet werden. Da würde man vielleicht “Wann?” oder “Wie weit?”, “Bis wann?” fragen oder auch “Woran?”, “Worauf?, “Worüber?” oder ähnliche Fragen stellen. Es kann also um etwas gehen, das örtlich oder zeitlich festzumachen ist oder sich vielleicht auch im Kopf, in den Gedanken abspielt. Im Folgenden gibt es dazu einige Beispielsätze. Wissenschaftler planen schon weit in das nächste Jahrhundert voraus. Da findet sozusagen eine Bewegung in Gedanken, in der Planung statt und deshalb ist es ein Direktiv und somit wird Akkusativ verwendet. Die mündliche Prüfung findet vor der schriftlichen statt. Hier geht es um einen zeitlich festgelegten Punkt. Die mündliche Prüfung befindet sich an dem Zeitpunkt, dem zeitlichen Ort sozusagen und bewegt sich dort nicht weg. Du schreibst einen Brief an deine Oma. Dieser Gedanke schwirrt mir im Kopf herum. Ich denke über eine Lösung des Problems nach. Der kleine Mops läuft im Haus herum. Du schreibst einen Brief an deine Oma. An wen? Wohin schreibst du? Das bedeutet Richtung und Bewegung, also Direktiv und Akkusativ. Dieser Gedanke schwirrt mir im Kopf herum. Wo schwirrt der Gedanke herum? Bewegung innerhalb eines Ortes, im Kopf nämlich. Also Situativ und damit Dativ. Ich denke über eine Lösung des Problems nach. Worüber? An wen denke ich? An die Lösung. Das bedeutet Richtung und Bewegung. Wohin denke ich? Die Gedanken gehen in eine bestimmte Richtung. Also Direktiv und Akkusativ. Der kleine Mops läuft im Haus herum. Wo läuft er herum? Bewegung innerhalb eines Ortes. Also wieder Situativ und Dativ. Wir sind jetzt fast fertig mit dem Video und fassen das Wichtigste nochmal zusammen. Nach der Präposition müssen wir schauen, was für ein räumliches oder zeitliches Verhältnis vorliegt. Wenn es im Satz um eine Richtung geht, um eine Bewegung von A nach B, wenn man also “Wohin?” fragen kann und eine sinnvolle Antwort erhält, dann steht das auf die Präposition folgende Nomen im Akkusativ. Solch eine Akkusativergänzung nennt man auch Direktivergänzung. Manchmal geht es im Satz um einen Ort, um eine Lage, die nicht verändert wird, eine Situation oder aber um eine Bewegung innerhalb eines Raumes A. Wenn man also “Wo?” fragen kann und eine sinnvolle Antwort darauf erhält, dann steht nach der Präposition der Dativ. Solch eine Dativergänzung nennt man auch Situativ. Wir sind jetzt am Ende des Videos angelangt. Ich hoffe, es hat dir geholfen und dich weitergebracht. Danke für’s Zuschauen. Tschüss, bis zum nächsten Mal.

12 Kommentare
  1. irgendwie unklar erklärt

    Von Diamondprincess, vor 6 Monaten
  2. Sehr hilfreich Danke, wir schreiben eine Grammatikarbeit.

    Von Annakindsvater1984, vor 7 Monaten
  3. Dieses Video ist sehr hilfreich 👍 vielen Dank 🙏

    Von Julia7, vor 9 Monaten
  4. Es hat mich echt weiter gebracht. Sehr gut und verständlich erklärt. Danke

    Von M A Danzl, vor mehr als einem Jahr
  5. ich finde die aufgaben echt spitze vielen dank sofatutor

    Von Ursula Struck, vor fast 2 Jahren
  1. Danke --- aber: ... hat MIR echt sehr viel geholfen ... das Verb helfen steht immer mit Dativ-

    Von Madame Wormuth, vor fast 3 Jahren
  2. Danke für das tolle Video....Hat mich echt sehr viel geholfen.

    Von Nonoweya, vor fast 3 Jahren
  3. Vielen dank für das Video

    Von Solimmwe, vor fast 3 Jahren
  4. gut

    Von Drea Arndt, vor etwa 3 Jahren
  5. Gut gemacht

    Von Niklas und Christopher V., vor fast 5 Jahren
  6. Hallo Swnazem, es tut mir leid, dass das Video nicht funktioniert hat. Wahrscheinlich ist das ein Problem des Browsers. Versuche das Video neu zu laden und dann noch einmal abzuspielen. Viele Grüße aus der Französisch-Redaktion!

    Von Sabine M., vor etwa 5 Jahren
  7. Das hat keine Videos ,es ist schwarz.

    Von Swnazem, vor etwa 5 Jahren
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Wechselpräpositionen – Akkusativ / Dativ Übung

Du möchtest dein gelerntes Wissen anwenden? Mit den Aufgaben zum Video Wechselpräpositionen – Akkusativ / Dativ kannst du es wiederholen und üben.

  • Nenne die Wechselpräpositionen.

    Tipps

    Es gibt Präpositionen, bei denen die Möglichkeit besteht, dass sie zwei verschiedene Fälle (Kasus) bedingen können. Das der Präposition nachfolgende Substantiv kann entweder im Akkusativ oder im Dativ stehen:

    • Dativ: Die Jungen stehen unter dem Schirm.
    • Akkusativ: Das Mädchen stellt sich unter den Schirm.

    Wechselpräpositionen kann man durch die Fragewörter wohin? oder wo? erfragen.

    Lösung

    Zu den Wechselpräpositionen gehören beispielsweise:

    • vor - zum Beispiel: Wo steht das Glas? - Vor dir.
    • auf - zum Beispiel: Wohin hast du das Buch gelegt? - Auf den Tisch.
    • an - zum Beispiel: Wo soll ich das Bild aufhängen? - An die Küchenwand.
    • neben - zum Beispiel: Wo befindet sich der Supermarkt? - Neben der Sparkasse.
    • zwischen - zum Beispiel: Wo steht dein Fahrrad? - Zwischen dem von Lara und dem von Lukas.
  • Benenne die Regel für die Wechselpräpositionen.

    Tipps

    Präposition kommt aus dem Lateinischen und bedeutet Voranstellung. Sie werden auch als Verhältniswörter oder Lagewörter bezeichnet.

    Lösung
    • Das auf die Präposition folgende Substantiv steht im Akkusativ, wenn es sich um eine Bewegung oder Richtung handelt. Du kannst die Frage mit wohin? stellen und erhälst eine sinnvolle Antwort. Die Akkusativergänzung nennt man auch Direktivergänzung.
    • Das auf die Präposition folgende Substantiv steht im Dativ, wenn du mit wo? fragst und eine sinnvolle Antwort erhälst. Die Dativergänzung wird auch Situativergänzung genannt. Es handelt sich um Aussagen bezogen auf einen Ort, eine Lage, eine Situation oder eine Bewegung innerhalb eines Raumes.
  • Gib an, welche Sätze im Akkusativ oder im Dativ stehen.

    Tipps

    Auf die Präposition folgt der Akkusativ, wenn es sich um eine Richtung oder Bewegung handelt. Diese lässt sich mit der Frage wohin? erschließen.

    Auf die Präposition folgt der Dativ, wenn es sich um einen Ort, eine Lage, eine Situation oder eine Bewegung innerhalb eines Raumes handelt. Dies lässt sich mit der Frage wo? erschließen.

    Ort/Lage/Situation/Richtung oder Bewegung können aus unterschiedlichen Blickwinkeln betrachtet werden.

    • örtlich/lokal - Wo oder wohin?
    Das Buch liegt auf dem Tisch. Oder: Ich lege das Buch auf den Tisch.
    • zeitlich/temporal - Wann, bis wann, wie weit, worauf?
    Die mündliche Prüfung findet vor der schriftlichen statt. Oder: Wissenschaftler planen schon weit in das nächste Jahrhundert.
    Lösung

    Die Sätze, in denen der Akkusativ steht, lauten:

    • Ich stelle das Buch zurück in das Bücherregal.
    • Ich lege mich auf das Sofa, um mich auszuruhen.
    • Das Kind krabbelt hinter die Tür.
    • Ich werfe den Ball über den Zaun.
    • Ich glaube fest an dich.
    Die Sätze im Dativ lauten:

    • Das Buch steht im Bücherregal.
    • Ich warte vor der Schule.
    • Hamid wohnt neben Paula.
    • Ich habe mich verlaufen und laufe ständig im Kreis.
    • Mein Zug kommt vor deinem an.
  • Bilde Sätze mit Wechselpräpositionen.

    Tipps

    Das auf die Präposition folgende Substantiv steht im Akkusativ, wenn es sich um eine Bewegung oder Richtung handelt. Du kannst die Frage mit wohin? stellen und erhälst eine sinnvolle Antwort.

    Das auf die Präposition folgende Substantiv steht im Dativ, wenn du mit wo? fragst und eine sinnvolle Antwort erhälst. Es handelt sich um Aussagen bezogen auf einen Ort, eine Lage, eine Situation oder eine Bewegung innerhalb eines Raumes.

    Substantive werden nach ihrer Anzahl (Numerus), ihrem Geschlecht (Genus) und ihrem Fall (Kasus) dekliniert. Ein Beispiel für eine starke männliche (maskuline) Deklination ist:

    • Tag
    Nominativ Singular - der Tag

    Akkusativ Singular - den Tag

    Genitiv Singular - des Tages

    Dativ Singular - dem Tage

    Nominativ Plural - die Tage

    Akkusativ Plural - die Tage

    Genitiv Plural - der Tage

    Dativ Plural - den Tagen

    Lösung
    • Das Kind läuft hinter die Tür.
    Dativ: Das Kind steht hinter der Tür.
    • Der Fahrstuhl befindet sich im letzten Stock.
    Akkusativ: Der Fahrstuhl fährt in den letzten Stock.
    • Alex steht neben Emma.
    Akkusativ: Alex stellt sich neben Emma.
    • David läuft in den Kreis.
    Dativ: David läuft im Kreis.
    • Der Ball liegt unter dem Tisch.
    Akkusativ: Der Ball rollt unter den Tisch.
    • Das Auto fährt vor die Tür.
    Dativ: Das Auto steht vor der Tür.
  • Ermittle den Typ der Präposition.

    Tipps

    Mit Präpositionen können unterschiedliche Verhältnisse ausgedrückt werden:

    • örtlich/lokal (wo?, wohin?),
    • zeitlich/temporal (wann, wie weit?),
    • die Art und Weise bestimmend/modal (wie?)
    • begründend/kausal (warum? woran?)

    Beispielsätze für präpositionale Verhältnisse:

    • örtlich (lokal): Die Katze liegt auf dem Tisch.
    • zeitlich (temporal): In vier Stunden fährt der Zug.
    • die Art und Weise bestimmend (modal): Ohne zu zögern, verließ er das Gebäude.
    • begründend (kausal): Wegen deiner Faulheit musst du nun nachsitzen!
    Lösung

    In den Sommerferien fahre ich mit meinen Eltern in den Urlaub. In den Sommerferien = temporal, in den Urlaub = lokal.

    Wir werden an die Nordsee fahren und dort auf einem Bauernhof übernachten. an die Nordsee und auf einem Bauernhof = lokal

    Dort waren wir schon einige Male zuvor. Dort gibt es viele Tiere: die Kühe stehen auf der Weide, die Hühner gackernim Stall und die Kaninchen sitzen in ihren kleinen Hütten. auf der Weide, im Stall und in ihren Hütten = lokal

    Leider dauert die Fahrt an die Nordsee über drei Stunden und oft stehen wir im Stau. an die Nordsee = lokal, über drei Stunden = temporal, im Stau = lokal

    Für den Fall werde ich diesmal aber mein Tablet mitnehmen, dann kann ich mir ganz viele Filme anschauen. Allerdings muss ich das Tablet mit meiner Schwester teilen, die sitzt im Auto neben mir und will natürlich auch Filme anschauen. im Auto = lokal

    Vor dem Urlaub müssen wir allerdings erstmal unsere Koffer packen. Vor dem Urlaub = temporal

    Meist macht das meine Mutter, aber ich muss ihr dann doch oft helfen, damit sie in dem ganzen Durcheinander nichts vergisst. in dem ganzen Durcheinander = lokal

    Am Tag der Abreise packt Papa die Koffer in die Dachbox, die hat er auf unser Auto montiert. Am Tag = temporal, in die Dachbox, auf unser Auto = lokal

    So passt alles ins Auto und unser Hund muss sich nicht zwischen die Koffer legen. ins Auto, zwischen die Koffer = lokal

    Ich verlasse das Haus schließlich mit meiner neuen Cappy auf dem Kopf, aber ohne meinen Regenmantel. Dank des guten Wetters werde ich diesen auch hoffentlich nicht brauchen. mit meiner neuen Cappy = modal, auf dem Kopf = lokal, ohne meinen Regenmantel = modal, dank des guten Wetters = kausal

  • Bestimme den Fall des Substantivs.

    Tipps

    Überlege dir, mit welcher Frage du eine Bewegung/Richtung erschließen kannst und mit welcher Frage du nach Ort/Lage/Situation fragst.

    Die Präposition regiert den Fall (Kasus). Der Kasus des Substantivs, das auf die Präposition folgt, wird durch die Präposition bestimmt.

    Lösung
    • Ich laufe hinter dem Bus her. - Wo läufst du hinterher? Dativ.
    • Ich laufe hinter den Bus. - Wohin läufst du? Akkusativ.
    • Mirza schreibt eine Nachricht an seine Freundin. - An wen? Akkusativ.
    • Die Nachricht steht an der Tafel. - Wo steht die Nachricht? Dativ.
    • Er steht zwischen den Stühlen. - Wo steht er? Dativ
    • Er stellt sich zwischen die Stühle - Wohin stellt er sich? Akkusativ.
    • Die Kinder waschen sich vor dem Essen die Hände. - Wann? Dativ
    • Kannst du die Zeitung bitte vor die Tür legen? - Wohin? Akkusativ