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Partikeln – Überblick

Erfahre, dass Partikeln im Satz Funktionswörter sind und die Sprache lebendig machen. Trotz ihrer geringen Bedeutung können Partikeln Aussagen ergänzen. Erkenne ihre unterschiedlichen Funktionen und erfahre, wie sie die Einstellung zum Gesagten ausdrücken. Interessiert? Das und vieles mehr im folgenden Text!

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Martina M.
Partikeln – Überblick
lernst du in der 5. Klasse - 6. Klasse

Partikeln – Überblick Übung

Du möchtest dein gelerntes Wissen anwenden? Mit den Aufgaben zum Video Partikeln – Überblick kannst du es wiederholen und üben.
  • Definiere die Wortart der Partikeln.

    Tipps

    Überlege noch einmal, wodurch sich Partikeln von anderen Wortarten, die du kennst, unterscheiden.

    Lösung
    1. Wir verwenden beim Sprechen andauernd Partikeln. Sie sind sehr wichtig für die Kommunikation, mit ihnen können wir z. B. überprüfen, ob der andere uns verstanden hat. Sie sind Wörter ohne lexikalische Bedeutung, jedoch mit einer besonderen Funktion im Satz. Daher heißen sie auch Funktionswörter.
    2. Partikeln kann man weder konjugieren noch deklinieren, sie sind also nicht flektierbar und unveränderlich. Je nach Verwendung beziehungsweise Funktion können wir sie dabei in verschiedene Gruppen unterscheiden. Ausrufe wie autsch haben beispielsweise die Funktion, uns über die Gefühlslage des anderen zu informieren.
    3. Eine wichtige Gruppe von Partikeln sind die Verbzusätze. Man kann sie als Präfixe vor Verben setzen. Partikeln vor Verben sind meist Präpositionen oder Adverbien wie ab oder weg.
    4. Diese Partikeln sind unfest mit den Verben verbunden. Das bedeutet, dass sie nicht immer mit dem Verb verbunden sind wie beim Infinitiv (z. B. weggehen), sondern in konjugierter Form des Verbs am Satzende stehen (z. B. ich gehe weg).
  • Ordne den Kategorien von Partikeln die entsprechenden Beispiele zu.

    Tipps

    Welche Funktion haben die einzelnen Wörter? Wann setzen wir sie ein?

    Lösung

    Partikeln setzen sich aus verschiedenen Gruppen zusammen, die sich durch ihre Funktionen definieren. Es gibt einige Gruppen von Partikeln, wie die hier vier aufgelisteten.

    1. Die erste Gruppe bilden die Interjektionen und Ausrufe, wie puh! oder boah!, die Erstaunen oder Belastung ausdrücken und damit auf Gefühle des Anderen hinweisen.
    2. Eine andere Gruppe von Partikeln sind Negationspartikeln, wie weder...noch... oder nein. Sie verneinen eine Frage oder Aussage.
    3. Rückmeldesignale sind wichtig, um dem Anderen in der Kommunikation zu zeigen, dass wir ihn verstanden haben. Das können Partikeln wie bitte? oder hm? sein.
    4. Und schließlich haben wir oben noch die Verbzusätze als vierte Gruppe von Partikeln. Das sind Präfixe vor Infinitiv-Verben wie herab oder umher, die zusammen mit Verben die Bedeutung des Verbs präzisieren.
  • Bestimme die Partikeln in den Sätzen.

    Tipps

    Überlege, welche Funktion jede Partikel hat. Welche Aufgabe übernehmen sie im Satz?

    Lösung

    Partikeln sind Funktionswörter, denn sie übernehmen eine sehr wichtige Aufgabe für die Kommunikation. Sie haben zwar keine eigene lexikalische Bedeutung, aber wir verwenden sie ständig, um z. B.:

    • Interjektionen zu machen und den anderen damit auf Gefühle hinzuweisen, wie z. B. ach, autsch oder puh;
    • mit Fokuspartikeln die Aufmerksamkeit auf einen bestimmten herauszuhebenden Teil zu lenken, wie wenigstens oder besonders;
    • Rückmeldesignale zur Verständigung zu machen, wie z. B. okay, wie, bitte oder was;
    • mit Modalpartikeln andere über eine Meinung zu informieren und zu überzeugen, wie z. B. mit doch oder schon.
  • Bilde die passenden Verben unter Zuhilfenahme sinnvoller Partikeln.

    Tipps

    Versuche alle Möglichkeiten aus, die dir einfallen. Welche hört sich am besten an?

    Lösung

    Auch Verbzusätze können Partikeln sein. Verbzusätze sind meist Adverbien oder Präpositionen, die zusammen mit Verben diese näher bestimmen, wie z. B. ziehen und umherziehen.

    Bei Infinitiv-Verben stehen diese Verbzusätze vor dem Verbstamm als Präfixe, wie z. B. bei weggehen. Sind die Verben jedoch konjugiert, stehen die Verbzusätze am Ende des (Teil)Satzes, wie z. B. bei Er fing um acht Uhr an. Da sie diese Eigenschaften haben, sind sie unfest mit den Verben verbunden.

  • Beschreibe, welche Funktion die einzelnen Partikelgruppen erfüllen.

    Tipps

    Welche Funktion hat jede Partikel? Betrachte die Namen der einzelnen Kategorien genau!

    Lösung

    Partikeln sind unveränderliche Wörter, die eine bestimmte Funktion im Satz übernehmen, aber keine eigene lexikalische Bedeutung haben. Es gibt:

    1. Fokuspartikeln, wie besonders. Sie richten die Aufmerksamkeit auf einen bestimmten Satzteil und heben ihn hervor.
    2. Modalpartikeln, wie doch. Sie drücken die eigene Einstellung aus und wollen damit erreichen, dass der Andere zustimmt.
    3. Gradpartikeln, wie sehr. Sie geben das Ausmaß einer bestimmten Sache an.
    4. Rückmeldesignale, wie hm. Mit ihnen kann man angeben, dass der Inhalt verstanden wurde.
    5. Lautnachahmungen, wie ticktack. Sie werden verwendet, um ein anschauliches Bild einer Sache zu wiederzugeben.
    6. Interjektionen oder Ausrufe, wie aua. Mit ihnen will man die eigene Gefühlslage vermitteln.
    Außerdem gibt es noch Negationspartikeln, wie nein, Antworten auf Entscheidungsfragen, wie doch und Verbzusätze, die als Präfixe vor Verben gesetzt werden können, wie z. B. an-ziehen.

  • Vervollständige die Sätze mit Partikeln.

    Tipps

    Fange bei den Lücken an, die du eindeutig identifizieren kannst. Interjektionen sind sehr situationsabhängig, die Modalpartikeln erkennst du aus ebenfalls aus dem Kontext und der Einstellung des Sprechers zum Sachverhalt.

    Lösung

    Partikeln sind unveränderlich und übernehmen im Satz eine kommunikative Funktion: Sie haben die Aufgabe, die Verständigung in z. B. einem Dialog zu stützen. Häufig sind es Füllwörter, ohne die der Satz nicht die Eindeutigkeit bekäme, die er hat.

    Würde man aus dem Satz Was willst du überhaupt? die Partikel überhaupt weglassen, klänge der Satz weniger aggressiv und eher als Rückfrage, die nach Verständnis sucht. Interjektionen wie puh oder psst sollen dabei auf ein Gefühl hinweisen oder jemanden zu etwas veranlassen.

    Achte doch mal auf deine Sprache, Partikeln gehören zum Basisinventar des flüssigen Sprechens.