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Partikeln – Überblick 06:34 min

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Transkript Partikeln – Überblick

Hallo, ich bin Martina und in diesem Video geht es um die Partikeln. Partikeln, was für ein interessantes Wort. Was ist das überhaupt? Partikeln sind in der Grammatik Funktionswörter. Schön, aber was sind denn dann Funktionswörter? Na genau um diese Frage geht es ja in dem Video. Funktionswörter sind Wörter, die nur eine Funktion im Satz erfüllen, aber keine eigene lexikalische Bedeutung haben und auch keine grammatische Funktion haben. „Hurra, sie kommen!“ „Hurra“ ist hier ein Partikel, also ein Funktionswort, das Freude ausdrückt. Du erkennst Partikeln daran, dass sie im Gegensatz zu den meisten anderen Wortarten unveränderlich sind. Partikeln lassen sich nach ihrer Funktion in verschiedene Gruppen unterteilen. Sehen wir uns doch mal einige an und du wirst sehen, Partikeln sind alte Bekannte aus deinem täglichen Sprachgebrauch. „Autsch, das tut weh!“ „Ätsch!“ „Uff!“ „Puh!“

“Autsch”, “ätsch”, “uff”, “puh”, das sind doch Ausrufe denkst du jetzt bestimmt, sogenannte Interjektionen. Stimmt und als solche gehören sie zu den Partikeln, denn sie haben die Funktion, Interesse für die Gefühlslage des Sprechers zu wecken. „Ich mag weder Grammatik noch Rechtschreibung.“ „Das ist schon schade! Die Grammatik ist doch so spannend!“ In diesen Beispielen haben wir Partikeln, die sehr häufig vorkommen. Erstens die Negationspartikeln „weder“ und „noch“, die Teile der Verneinung sind. Und im zweiten Beispiel die zwei Modalpartikeln, nämlich „schon“ und „doch“ und wie du richtig erkannt hast, drückt hier jemand seine eigene Einstellung zur Grammatik und zur Rechtschreibung aus in der Erwartung, dass der andere sie teilt. Denn Grammatik ist doch so spannend.

„Ich finde Grammatik auch sehr spannend! Das ist überhaupt keine Frage. Du etwa nicht?“ „Doch, doch!“ Auch in diesem interessanten Dialog verstecken sich verschiedene Partikeln. Da sind zum einen die Gradpartikeln „sehr“ und „überhaupt“, die angeben, wie ausgeprägt eine Eigenschaft ist. In unserem Beispiel findet jemand Grammatik zum Beispiel sehr interessant. Im zweiten Beispiel kommt eine sogenannte Antwort auf eine Entscheidungsfrage vor, nämlich das „Doch, doch!“ und das gehört auch zu den Partikeln.

„Besonders die Partikeln interessieren mich an der Grammatik. Sie verändern sich wenigstens nicht.“ „Ja? Hm? Bitte? Wie? Was?“ Hier werden sogar die Partikeln hervorgehoben. Und zwar durch die Fokuspartikeln „besonders“ und „wenigstens“. Fokuspartikeln lenken die Aufmerksamkeit des Hörers auf einen bestimmten Teil vom Satz und heben ihn somit hervor. Die Antwort auf diese interessante Aussage sind sogenannte Rückmeldesignale: „Ja?“, „Hm?“, „Bitte?“, „Wie?“, „Was?“. In unserem Beispiel will sich das Mädchen vergewissern, ob sie den Satz richtig verstanden hat. Eine letzte Gruppe von Partikeln haben wir noch und ich bin sicher, dass du sie kennst: „Tatütata!“, „Ticktack!“, „Klingeling!“. „Bimbam!“. Genau, das hast du richtig erkannt: Es sind Nachahmungen von Lauten und auch sie gehören zu den Partikeln. Partikeln kommen aber nicht nur alleine vor, sondern werden auch mit Verben verbunden. Man kann zum Beispiel etwas aufdrehen, abladen, wegnehmen, herbeizaubern oder vorbeilaufen. „Auf“, „ab“, „weg“, „herbei“ und „vorbei“ sind Partikeln, die aus Adverbien und Präpositionen hervorgegangen sind und man bezeichnet sie als Verbzusätze, weil sie sich ein wenig von den anderen Partikeln unterscheiden. Sie sind zum Beispiel unfest mit einem Verb verbunden. Unfest, weil sie im Infinitiv, also in der Grundform, wie ein Präfix vor dem Verb stehen und mit ihm verbunden sind. Aber in der konjugierten Form stehen sie am Satzende, wie zum Beispiel in „weglaufen“, aber „Ich laufe vor dem großen Hund weg.“ Versuche doch mal, aus den Verbzusätzen und den Verben sinnvolle Verbindungen zu bilden: „voran“, „herab“, „auf“, „an“, „umher“, „ziehen“, „gehen“, „stürzen“, „schließen“, „rufen“. Ich habe zum Beispiel „vorangehen“, „herabstürzen“, „aufschließen“, „anrufen“ und „umherziehen“. So, jetzt hast du schon mal einen Überblick über die Partikeln bekommen. Bevor ich mich verabschiede, fasse ich nochmal alles zusammen: Partikeln werden auch als Funktionwörter bezeichnet, da sie im Satz eine Funktion erfüllen. Sie sind unveränderlich und man unterscheidet sie nach der Art ihrer Funktion in: Ausrufe oder Interjektionen, Modalpartikeln, Negationspartikeln, Gradpartikeln, Fokuspartikeln, Rückmeldesignale und Antworten auf Entscheidungsfragen, Grüße oder Wünsche. Partikeln, die mit einem Verb verbunden werden, heißen Verbzusätze. Sie stehen im Infinitiv wie ein Präfix vor dem Verb und in der konjugierten Form am Satzende. So, jetzt sind wir am Ende angekommen. Ich hoffe, dir hat das Video gefallen. Bis zum nächsten Mal! Martina!

5 Kommentare
  1. Default

    hurra

    Von M Freitag, vor 2 Tagen
  2. Default

    gut erklärt

    Von Murat Kuru74, vor 11 Monaten
  3. Dsc01437

    Wirklich gut erklärt!

    Von Elaina S., vor etwa 2 Jahren
  4. Graduate caps

    echt gut!

    Von Hani&Dalia, vor mehr als 2 Jahren
  5. Default

    super erklärt ich kann jetzt meinen Aufsatz schreiben

    Von Grenosaurier, vor mehr als 4 Jahren