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Interjektionen 11:15 min

Textversion des Videos

Transkript Interjektionen

Hallo, ich bin Madame Wormuth. In diesem Video geht es um Interjektionen. Das ist eine Wortart. Die zu den Interjektionen gehörigen Wörter werden manchmal auch Empfindungswörter, Ausrufewörter, Ausdruckswörter oder Ausdruckspartikel genannt. Dieses Video ist für Anfänger, daher brauchst du kaum Vorkenntnisse. Du wirst sehen, es ist ganz einfach. Na, kannst du sehen, was das hier ist? Genau. Das sind schon mal zwei Beispiele für Interjektionen. „Wie schön ist Panama!“, sagte der kleine Tiger. „Da ist eine dicke Spinne, bring sie raus!“ „Nicht in den Mund stecken, das ist dreckig.“ „Der Junge musste niesen.“ „Machte die Uhr und als es zwölf schlug.“ Die Sätze wirken ein bisschen leblos und neutral, nicht wahr? An einigen Stellen fehlt auch etwas. Die Sätze sind unvollständig. Du kannst dir sicher schon denken, was dir fehlt, nämlich die Interjektionen. Dann werden wir sie mal ins Spiel werfen. „Oh wie schön ist Panama!“, sagte der kleine Tiger. „Da ist eine dicke Spinne, igitt, bring sie raus!“ „Pfui, nicht in den Mund stecken, das ist dreckig.“ „Der Junge musste niesen: Hatschi!.“ „Ticktack, machte die Uhr und als es zwölf schlug, dingdong.“ Mit den Interjektionen hört sich der Text ganz anders an, viel ausdrucksvoller. Du merkst hier sicher schon, dass Interjektionen Empfindungen ausdrücken, untermalen und verstärken. Oft ahmen sie auch Geräusche und Klänge nach und sind so fest in den Text integriert, dass man sie gar nicht weglassen kann. Hier siehst du, was die Interjektionen ausdrücken. „Oh“ drückt Freude aus, vielleicht auch Sehnsucht. „Igitt“ drückt Ekel aus. „Pfui“ drückt Ekel und Missbilligung aus. „Hatschi“ ahmt das Niesgeräusch nach. Und „ticktack“ beziehungsweise „dingdong“ den Klang der Uhr. Die letzten drei sind also Lautnachahmungen. Und „aha“ signalisiert Verständnis, dass man etwas kapiert hat. Interjektionen werden oft verwendet, wenn gesprochen wird oder wenn es um Dialoge, wörtliche Rede geht. In Texten kommen Interjektionen besonders häufig da vor, wo du wörtliche Rede mit Anführungszeichen findest. Wie alle Wörter müssen auch Interjektionen am Satzanfang großgeschrieben werden. „Sssssss“, „mjam“, „haps“, „träum“, „haps“, „mjam“, „kau“, „schmatz“, „schluck“, „wau“, „muh“, „ticktack, ticktack, ticktack“, „piep“, „dingdong“, „sssssh“. Was bedeutet das Wort Interjektion eigentlich und woher kommt es? Wie die meisten Grammatikbegriffe kommt es aus dem Lateinischen. „Inter“ heißt „zwischen“. „Iectio“ kommt von „iacere“, das heißt werfen. „Interiectio“ heißt also wörtlich „das Dazwischenwerfen“. Und genau das macht man ja auch mit den Interjektionen. Man wirft sie dazwischen. Ins Gespräch oder in den Text. Jetzt erzähle ich dir noch Allgemeines über Eigenschaften und Funktionen von Interjektionen. Interjektionen sind keine richtigen Wörter, sondern wortähnliche Lautäußerungen. Sie drücken Gefühle, Empfindungen und Aufforderungen aus. Sie kommentieren das Gesagte oder das Geschehen. Manche Interjektionen ahmen Laute, Klänge und Geräusche nach. Man nennt sie auch lautmalende Partikeln oder Onomatopoetika. Interjektionen stehen im Satz oft allein. Sie werden mit Komma oder Semikolon von den anderen Satzgliedern abgetrennt. Wenn Interjektionen ganz alleine stehen, können sie auch Satzcharakter haben, das heißt, allein einen Satz bilden. Sie kommen meist in der gesprochenen Sprache vor. In Texten findet man sie besonders in Dialogen mit wörtlicher Rede. Die Form von Interjektionen ist unveränderlich. Häufig sind sie auch in Comics. Sie bieten einen starken Ausdruck in knapper Form. Hierbei kommen auch verkürzte Verbformen vor. „Heul“, „kreisch“, „seufz“. Man kann Interjektionen in zwei Gruppen einteilen: Ausdrucks- und Empfindungswörter und lautmalende Partikeln. Ausdrucks- und Empfindungswörter verstärken Gefühlsausdrücke, wie zum Beispiel Freude, Erstaunen, Schmerz, Ekel, Spott, Ärger, Erleichterung. Lautmalende Partikeln kommentieren die Situation anschaulich und ahmen Laute, Klänge und Geräusche nach, wie etwa Tierlaute, menschliche Laute, Geräusche von Geräten und Maschinen. Nun kommen wieder ein paar Beispielsätze. Wenn die Seite voll ist, kannst du das Video auch anhalten. Und wenn du willst, machst du eine Übung daraus. Schreib dir für jede Lücke eine oder mehrere mögliche Interjektionen auf. Im nächsten Bild siehst du dann meine Lösungsvorschläge. Bei fast allen Lücken gibt es mehrere Möglichkeiten. „Herrje, pass doch auf, wo du hintrittst!“ Ach so, so ist das also, jetzt verstehe ich.“ „Nanu, wer kommt denn da?“ „Hä, was meinst du eigentlich? Ich verstehe nur Bahnhof.“ „Jippie, wir haben heute hitzefrei!“ „Schsch, seid doch mal leise, ich kann nichts hören.“ Um Erstaunen, Bewunderung oder Verwunderung auszudrücken, verwendet man oft Interjektionen wie „oh“, „ah“, „ui“, „hui“ oder „oha“. Da die Globalisierung aber nicht vor der Sprache Halt macht, benutzt man seit zehn bis zwanzig Jahren verstärkt das englische „wow“. Und dann gibt es noch weitere lustige Interjektionen, die aus anderen Sprachen entlehnt sind. Von Berliner Grundschülern ist mir bekannt, dass sie in diesem Fall „tühsch“ zu sagen pflegten. Das haben sie von türkischsprachigen Mitschülern übernommen. Auf Türkisch bedeutet „züüsch“ so etwas wie „ah“, „aha“ oder „wow“. Vielleicht gibt es ja in deiner Gegend oder in deinem Dialekt besondere Interjektionen, die es nur bei euch gibt und die Auswärtige nicht kennen, oder die aus anderen Sprachen übernommen würden. Dann würde ich mich freuen, wenn du sie unten ins Kommentarfenster schreiben könntest. Für Schadenfreue und Spott gibt es das gesamtdeutsche und überregionale „ätsch“. Während meiner Schulzeit in den Achtziger Jahren in Niedersachsen sagte man stattdessen auch „ifittfitt“. Wir sind jetzt fast fertig mit dem Video und fassen nochmal das Wichtigste zusammen. Interjektionen sind keine richtigen Wörter, sondern wortähnliche Lautäußerungen. Ihre Form ist unveränderlich. Interjektionen dienen dem Ausdruck von Gefühlen, Empfindungen und Aufforderungen. Sie kommentieren das Gesagte oder das Geschehen. Ausdrucks- und Empfindungswörter und lautmalende Partikeln, die Laute und Geräusche imitieren. Interjektionen findet man meist in der gesprochenen Sprache, aber auch in Texten mit Dialogen und wörtlicher Rede. Interjektionen stehen im Satz oft allein. Sie werden mit Komma oder Semikolon vom restlichen Satz abgetrennt. Und damit sind wir am Ende des Videos angelangt. Ich hoffe, es hat dir gefallen. Danke fürs Zuschauen und Mitmachen. Tschüss, bis zum nächsten Mal

20 Kommentare
  1. Nicht böse sein, aber ihre Stimme ist irgendwie etwas einschläfernt, sonst aber s
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    Von Joshua B., vor 3 Tagen
  2. Ich bin schon in der 6 klasse habe aber noch nie von interjektionen gehört. Aber das ist ein cooles video geworden!!!!

    Von Martin B., vor etwa einem Monat
  3. Hallo D.D.F.,
    ja genau, auch bei deinen Beispielen handelt es sich um Interjektionen!
    Viele Grüße aus der Redaktion

    Von Carolin Kasper, vor 6 Monaten
  4. Vielen Dank für das großartige Video!!!😀 Übrigens wollte ich dir noch ein paar Wörter schreiben (ich bin mir aber nicht so ganz sicher): Krass, Euder, Alter Schwede/Verwalter/Falter, Cool
    Viele Grüße D.D.F.

    Von I Hertzler, vor 6 Monaten
  5. Es war wirklich gut das Video ich bin in der 6. Klasse wusste nichts über Interjektionen.

    Von Christian Holtz, vor 10 Monaten
  1. Bruder geiles Video.(Hab es mir noch nicht angeschaut aber ihr sagt das wer toll).

    Von Alfareh99, vor etwa 2 Jahren
  2. Wow!. Ich hätte nicht gedacht, dass man ein so trockenes Thema so interessant gestalten kann. Kompliment.

    Von Joggerhh, vor mehr als 2 Jahren
  3. tolles video jetzt werde ich den test besimmt nicht verhauhen

    Von Stb Katrin Thomas, vor mehr als 2 Jahren
  4. Hallo,
    In Iran gibt es auch viele Möglichkeit für Interjektionen.
    Ai / Aie = tut we
    Zich (Kurz ausgesprochen) = ist nicht wichtig
    Akh = bin überrascht oder tut mir leid für dich
    Burooo = ich glaube es nicht! ist das war?

    Danke schön für dein Unterricht. das hilft mir sehr!

    Von Anahid Houtan, vor mehr als 2 Jahren
  5. das war echt ein gutes video weiter so

    Von Mahad33, vor mehr als 2 Jahren
  6. Danke für Eure regionaltypischen Interjektionen!

    Von Madame Wormuth, vor mehr als 3 Jahren
  7. ge mai bedeutet wirklich echt wow und ist bairisch

    Von Onimond, vor mehr als 3 Jahren
  8. schön

    Von Gebrekidanketema, vor mehr als 3 Jahren
  9. Wasai (wow)

    Von Song.Youshi, vor fast 4 Jahren
  10. sehr schön

    Von Murat N., vor fast 4 Jahren
  11. oida=Alter

    Von Nihad U., vor etwa 4 Jahren
  12. gutes Video

    Von Familie Y., vor mehr als 4 Jahren
  13. Hallo Neumann1996, danke für die Interjektionen, könntest du noch kurz kommentieren, was sie jeweils bedeuten bzw. in welcher Situation man sie verwendet? Danke!

    Von Madame Wormuth, vor mehr als 6 Jahren
  14. a hur

    Von Neumann1996, vor mehr als 6 Jahren
  15. züch

    Von Neumann1996, vor mehr als 6 Jahren
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Interjektionen Übung

Du möchtest dein gelerntes Wissen anwenden? Mit den Aufgaben zum Video Interjektionen kannst du es wiederholen und üben.

  • Nenne weitere Bezeichnungen für den Begriff Interjektionen.

    Tipps

    Aua! ist eine Interjektion.

    Überlege dir, in welcher Situation du einen Ausruf wie Aua! von dir gibst.

    Lösung

    Der Begriff Interjektion wird von dem lateinischen Begriff interiectio abgeleitet und bedeutet so viel wie das Dazwischenwerfen.

    Interjektionen verstärken Empfindungen, daher kann man Interjektionen auch Empfindungswörter, Ausdruckswörter, Ausrufewörter oder Ausdruckspartikeln nennen. Häufig werden sie im mündlichen Sprachgebrauch verwendet. In der Textgattung dienen sie aber auch zum Verstärken von Gefühlsäußerungen. Interjektionen findet man oft in Comics. Manchmal werden Verbformen verkürzt und als Interjektionen eingesetzt, so zum Beispiel bei dem Wort schnief!, welches sich von dem Verb schniefen ableitet. Schnief! könnte man einsetzen, wenn man zum Ausdruck bringen möchte, dass jemand erkältet ist.

  • Zeige auf, welche Gefühlsäußerung durch die Interjektionen ausgedrückt wird.

    Tipps

    Überlege dir, wie du deine Gefühle in bestimmten Situationen ausdrückst.

    Lösung

    Interjektionen sind dafür da, Gefühlsäußerungen zu untermalen, d.h., sie helfen dir, bestimmte Aussagen besser auszudrücken. Im mündlichen Sprachgebrauch verwendet man Interjektionen sehr häufig. Beachte, dass Interjektionen nicht veränderbar sind und kein eigenes Satzglied bilden können!

    Es gibt Interjektionen, die Gefühlsregungen (oh!, oje! herrje!, aha!) oder auch Nachahmungen (miau, wau wau, klingeling) sind. Zurufe, wie hallo!, he!, pst! oder dalli, dalli!, zählen auch zu den Interjektionen.

  • Ermittle die richtigen Interjektionen.

    Tipps

    Die meisten Lösungen sind dir aus Alltagssituationen bekannt. Überlege, wie du selbst in der jeweiligen Situation reagieren würdest.

    Lösung

    Interjektionen dienen dem Ausdruck von Gefühlen, Empfindungen und Aufforderungen. Sie sind nicht veränderlich und bilden auch kein eigenes Satzglied. Man könnte sagen, dass Interjektionen wortähnliche Lautäußerungen sind. In anderen Ländern werden andere Interjektionen als bei uns verwendet. Manchmal übernimmt man diese auch. Wichtig ist, dass man mit Interjektionen Gesagtes kommentiert oder auch hervorhebt.

  • Entscheide, was die Interjektionen ausdrücken.

    Tipps

    Lautmalende Partikeln kommentieren etwas anschaulich bzw. ahmen etwas nach.

    Lösung

    Die Wortart Interjektion dient dir zum Kommentieren von Gesagtem oder von Geschehenem. In Texten kommen Interjektionen häufig in der wörtlichen Rede vor. Sie dienen zum besseren Ausdruck von Gefühlen oder Lautnachahmungen. Beachte, dass diese Wortart nicht aus einem richtigen Wort besteht, sondern aus wortähnlichen Lautäußerungen. Interjektionen werden in zwei Gruppen unterteilt: in Ausdrucks- und Empfindungswörter und in lautmalende Partikeln.

    Wie der Name schon sagt, verstärken Ausdrucks- und Empfindungswörter Empfindungen, wie z.B. Freude, Ekel oder auch Erstaunen. Folgende Wörter gehören zu den Audrucks- und Empfindungswörtern: juhu, huch, hej, puh, ätsch, wow.

    Lautmalende Partikeln kommentieren eine Situation anschaulich, d.h., dass sie Laute, Klänge und Geräusche nachahmen. Diese Geräusche, Laute oder Klänge können von ganz unterschiedlichen Sachen kommen, von Tieren, Menschen oder auch von Geräten. Lautmalende Partikeln können folgendermaßen aussehen: blubb, rums, klingeling.

  • Ordne die Interjektionen richtig zu.

    Tipps

    Hör dir die Satzanfänge genau an.

    Lösung

    Interjektionen werden oft verwendet, wenn gesprochen wird oder wenn es um Dialoge, also um die wörtliche Rede geht. Interjektionen kommen meistens in der gesprochenen Sprache vor, doch in Texten dienen sie auch, um Gefühle oder Laute besser auszudrücken.

  • Analysiere den Dialog auf Interjektionen.

    Tipps

    Mit Ausdrucks- und Empfindungswörtern werden Gefühlsausdrücke wie zum Beispiel Schmerz, Angst, Ekel, Bedauern, Spott und Freude verstärkt.

    Lösung

    Für Interjektion gibt meherer Ausdrücke: Empfindungswort, Ausrufewort, Ausdruckswort, Ausdruckspartikeln. Interjektionen lassen sich in zwei Gruppen einteilen, in Ausdrucks- und Empfindungswörter und in lautmalende Partikeln. Zu den Ausdrucks- und Empfindungswörter zählen Lautäußerunen wie hey, herrje, ey, boah, ähm, oje, aha, häh. Diese Lautäußerungen verstärken Gefühle wie Schmerz, Bedauern, Ekel, Angst usw.

    Lautmalende Partikeln sehen wie folgt aus hatschi, klatsch, zack, peng. Diese Lautäußerungen ahmen etwas nach und dienen der anschaulichen Kommentierung einer dargestellten Situation.

    Eine große Bedeutung erlangen Interjektionen im Comic, da sie ein bestimmtes Gefühl oder einen bestimmten Laut in knapper Form ausdrücken.