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Die Sage 08:05 min

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Transkript Die Sage

Hallo. Ich bin es, Luise. Und heute erkläre ich euch, was eine Sage ist. Die Sage. Die Sage gehört zu den Erzählungen. Ihr habt sicher schon einmal eine Sage erzählt bekommen oder ihr kennt eine aus eurem Ort oder aus eurer Umgebung. Ich will euch in diesem Video erklären, wie man eine Sage erkennt. Also was sind die Merkmale einer Sage, wie eine Sage entsteht und was es für verschiedene Formen von Sagen gibt. Aber wir fangen mit einem Beispiel an. Es gibt eine Sage zu meinem Lieblingssee. Als ich das erste Mal dort schwimmen war, kam jemand und erzählte mir diese Sage zu diesem See. Es gab einmal eine kleine Stadt, deren Bewohner sehr reich waren. Sie tranken aus goldenen Bechern, hatte wunderschöne Häuser und aßen nur die tollsten Speisen. Aber aus dem Grund waren sie sehr übermütig und halbherzig. Niemand half dem anderen und die Menschen waren sehr böse. Eines Tages kam ein Bettler in die Stadt. Er fragte die Leute nach Essen, denn er hatte sehr viel Hunger und er sah, dass diese Stadt reich war. Aber keiner der Leute half ihm. Überall hörte er: "Nein, wir helfen dir nicht." Am allerletzten Haus der Stadt wohnt ein Mann. Der gab dem Bettler Speisen und er hörte ihm zu, denn der Bettler war sehr traurig und brauchte Trost. Als der Bettler gegessen hatte und sich lange genug mit dem Mann unterhalten hatte, verließ er die Stadt. Der Mann, der dem Bettler geholfen hatte, träumte in der folgenden Nacht, dass er unbedingt die Stadt verlassen sollte. Er wachte auf und hatte Angst und lief so schnell er konnte aus der Stadt hinaus. Nach einigen Minuten fiel ihm ein, dass er etwas vergessen hatte. Er drehte sich um und wollte zurück, doch er sah, dass es die Stadt gar nicht mehr gab. Dort, wo die Stadt einmal stand, war ein großer See - der Werbellinsee.  Jetzt kennt ihr meine Lieblingssage. Aber vielleicht fragt ihr euch: Was macht eine Sage aus? Warum ist es eine Sage? Es könnte genauso gut ein Märchen sein oder eine Kurzgeschichte. Ich werde euch erklären, was eine Sage ausmacht. Die Sage ist eine auf mündliche Überlieferung basierende Erzählung. Sie ist volkstümlich. Mündliche Überlieferung das heißt, die Leute damals saßen abends gemütlich zusammen und erzählten sich Geschichten. Dadurch entstanden viele verschiedene Versionen, weil natürlich jeder die Geschichte immer wieder anders weitererzählte. Er dachte sich etwas dazu oder er vergaß einfach Dinge. Also ihr wisst schon, was eine Erzählung ist. Es ist eine Form von Darstellung oder eine Wiedergabe eines Geschehens einer Geschichte. Ganz klar, dass die Sage dazugehört. Und die Erzählung wiederum ist eine Form der Epik. Ihr kennt sicher die 3 Gattungen der Literatur: die Lyrik, Epik und Dramatik. Die Sage ist eine kurze Erzählung. Sie ist angeknüpft an eine wahre Begebenheit oder einen wahren Ort oder ein wahres Ereignis. Also diese wahre Begebenheit ist der Kern, aber sie wird ausgestaltet durch etwas Wunderbares, Fantastisches oder Unglaubliches. Das Wort "Sage" kommt aus dem Althochdeutschen, von dem Wort "saga". Und "saga" bedeutet soviel wie "Gesagtes". Also daran könnt ihr euch merken: Das 1. Merkmal einer Sage ist, dass es mündlich überliefert ist, etwas Gesagtes. Meist sind die Verfasser anonym. Aber meistens haben die Verfasser eine Absicht mit dieser Sage. Sie wollen die Leute, die diese Sage hören, erziehen, dass sie etwas Gutes tun. Der Realitätsanspruch einer Sage steht über dem Märchen, denn es gibt einen wahren Anteil. So könnt ihr die beiden ganz einfach unterscheiden. Eine Sage hat immer etwas Reales, etwas Wahres in sich. Also entweder einen wahren Ort, ein wahres Ereignis oder ähnlich.Ein Märchen ist völlig erfunden. Es gibt nichts Wahres in einem Märchen. Im Mittelpunkt steht immer ein Konflikt. Ein Mensch wird mit einem Ereignis konfrontiert. Und es gibt einen Held. Das ist genauso wie im Märchen, aber der Unterschied ist, dass in einem Märchen der Held von Natur aus Kräfte hat. Er bekommt sie oder die guten Mächte kämpfen für ihn. Der Held in einer Sage muss allein kämpfen und sich allein durchboxen. In der Sage kann es vorkommen, dass Pflanzen und Tiere sprechen können, also vermenschlicht werden. Oder dass es z. B. übernatürliche Wesen gibt, wie Feen oder Elfen, Zwerge oder Riesen. Und es gibt auch mythische Elemente, wie z. B. Götter, Hexen, Teufel usw. Sagen kann man überall finden. Jedes Volk, jedes Gebiet hat seine Sagen. Vielleicht könnt ihr ja einmal nachforschen, was es bei euch in der Umgebung für Sagen gibt. Gibt es vielleicht einen großen Berg, der eine bestimmte Sage hat? Gibt es einen besonders dicken Baum o. ä.? Die Sage endet oft tragisch. Aber es gibt auch Ausnahmen. Manchmal endet sie auch gut. Die meisten Sagen entstanden vor vielen Jahrhunderten. Damals gab es noch kein Radio, kein Internet und keine Zeitung. Und so gab es Wandergesellen und Schauspielgruppen, die Geschichten weiterverbreiteten und auch Neuigkeiten. Sie schmückten meist die Geschichten aus durch besondere Elemente. Meist blieben Ort, Zeit und Person bestehen. Sie mischten also das objektive Geschehen mit der subjektiven Wahrnehmung. Es gibt verschiedene Formen von Sagen. Es gibt z. B. Lokalsagen. In Lokalsagen geht es um einen bestimmten Ort. Oder Natursagen - sie erklären verschiedene Naturerscheinungen, warum etwas, was man in Wirklichkeit findet, existiert, wie z. B. in unserem Beispiel dieser See. Oder sie erklären einen Namen eines Ortes usw. Und dann gibt es noch Heldensagen, Göttersagen, Geschichtssagen usw. Die bekannteste Sage ist das Nibelungenlied. Es gehört zu den Heldensagen. Wahrscheinlich kennt ihr Siegfried, Kriemhild und die Hunnen. Wenn nicht: Es ist eine sehr spannende Sage. Die Brüder Grimm haben 1816 und 1818 eine Sammlung verfasst, die sich nennt: Die Deutschen Sagen. Da gibt es eine ganze Menge verschiedener Sagen. Und wenn ihr Lust habt, lest doch einfach einmal ein paar nach. Das war eigentlich schon das Wichtigste. Ihr wisst jetzt, dass es verschiedene Formen von Sagen gibt und auch welche. Ihr kennt die Merkmale der Sagen, ihr wisst, wie sie entstehen und ihr kennt den Unterschied zwischen Sage und Märchen. Vielen Dank für das Einschalten und bis zum nächsten Mal. Eure Luise.

33 Kommentare
  1. Wusste ich vorher nicht wirklich gut und enteresant *–*

    Von Milany Z., vor etwa einem Monat
  2. Sofatutor hat immer gute Lehrer! :D

    Von Jean D., vor 4 Monaten
  3. die Heinzelmännchen von Köln :) ;)

    Von Janan, vor 6 Monaten
  4. Der Rattenfänger nach Hameln. :)

    Von Denis C., vor 9 Monaten
  5. Toll erklärt ich habe jetzt alles verstanden

    Von Elliot Saenger, vor 9 Monaten
  1. Hallo Superdimi,
    wir freuen uns immer über Verbesserungsvorschläge. Was können wir bei unseren Videos besser machen? Es wäre toll, wenn du uns möglichst konkrete Tipps geben kannst.
    Viele Grüße aus der Redaktion

    Von Carolin Kasper, vor 10 Monaten
  2. doof

    Von Superdimi, vor 10 Monaten
  3. cool

    Von Diamondprincess, vor 10 Monaten
  4. Ich finde es ok 😐weil manche Sachen hat mein Lehrer 🤓 anders erzählt

    Von Mariakoese, vor etwa einem Jahr
  5. danke

    Von Nico H., vor mehr als einem Jahr
  6. tolles Video

    Von Stier180, vor mehr als einem Jahr
  7. es war ein tolles video finde ich es ist sehr schön erklärt und jetzt kann ich mir auch alles sehr gut merken danke ;)

    Von Maxi F., vor mehr als einem Jahr
  8. danke \(\*_*/)/

    Von Mohamed G., vor fast 2 Jahren
  9. vielen dank mir hat das video sehr geholfen
    und man konnte auch alles gut verstehen
    Dankeschön!

    Von Paulhuber72, vor etwa 2 Jahren
  10. DAAAANNNNKKKEEE !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
    ( ^ - ^ )

    Von Trippie Boi, vor etwa 2 Jahren
  11. Tolles Video Luisa erklert es am besten=)

    Von Famschweitz, vor etwa 2 Jahren
  12. gibt es den werberlinsee

    Von Gebrekidanketema, vor fast 3 Jahren
  13. Danke❤️

    Von Nonoweya, vor fast 3 Jahren
  14. Das video ist gut,ich hätte gerne mehr über das Thema Sagen !!!! :)

    Von Ilgakesslerwirth, vor mehr als 3 Jahren
  15. Das wärre sooooo gggggeeeeeiiilll
    Wennn luise nur die videos machen würdddeeee

    Von Murat N., vor fast 4 Jahren
  16. Vielen Dank für eure Kommentare. Wir freuen uns, dass euch das Video gefällt.

    Beste Grüße
    Eure Deutschredaktion

    Von René Perfölz, vor etwa 4 Jahren
  17. Das Video ist Mega gut

    Von A1 Terzic, vor etwa 4 Jahren
  18. Sagenhaft

    Von Mikech Mein Kater, vor mehr als 4 Jahren
  19. Danke für das tolle Video. In der Schule haben wir gerade das Thema Sagen und ich habe es überhaupt nicht verstanden aber jetzt....

    Von Leonie E., vor mehr als 4 Jahren
  20. cool danke super :-)

    Von Fatbardh, vor fast 5 Jahren
  21. Hallo,
    danke für euer Lob!
    Viel Spaß und Erfolg weiterhin mit unseren Videos und Übungen!
    Liebe Grüße
    Franziska aus der Deutschredaktion

    Von Franziska G., vor fast 5 Jahren
  22. Sofatutor ist sehr gut

    Von Skoe888, vor fast 5 Jahren
  23. Auf der Klassenfahrt war ich am Werbellinsee

    Von Anhvietdang, vor mehr als 5 Jahren
  24. Danke Lulu

    Von Deleted User 102969, vor mehr als 6 Jahren
  25. dieses video war sehr gut

    Von Kämpfner, vor mehr als 6 Jahren
  26. Klasse Erklärung

    Von Uteschwaerzler, vor mehr als 6 Jahren
  27. WOW

    Von Abdel O., vor mehr als 6 Jahren
  28. cool

    Von Aleyna, vor mehr als 7 Jahren
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Die Sage Übung

Du möchtest dein gelerntes Wissen anwenden? Mit den Aufgaben zum Video Die Sage kannst du es wiederholen und üben.

  • Benenne die typischen Merkmale von Sagen.

    Tipps

    Es gibt drei große literarische Gattungen: Die Epik, Lyrik und Dramatik.

    • Zur Epik gehören alle Formen von Erzählungen in Vers- und Prosaform, z.B. Kurzgeschichten, Märchen, Romane, usw.
    • Zur Lyrik gehört alles, was in Gedichtform geschrieben oder überliefert ist. Dazu wird der Leser durch die Form des lyrischen Ichs angesprochen, wie z.B. im „Erlkönig“ von Johann Wolfgang von Goethe.
    • Zur Dramatik gehören alle Texte, deren Handlung durch Dialoge dargestellt werden. Dazu zählen Bühnenstücke wie die Komödie oder die Tragödie.

    Saga kommt aus dem Althochdeutschen und bedeutet Gesagtes.

    Lösung

    Die Sage ist eine Erzählform, die mündlich überliefert wird und zur Gattung der Epik gehört. Entscheidend ist, dass sie einen wahren Anteil besitzt und sich damit klar vom Märchen abgrenzt. Im Mittelpunkt einer Sage steht immer ein Konflikt und das Ende ist meist tragisch. Mit einer Sage wird eine Absicht verfolgt, die Menschen sollen daraus etwas lernen und zukünftig Gutes tun. Sagen entstanden bereits vor Jahrhunderten und wurden von Wandersleuten oder Schauspielern vorgetragen.

  • Nenne das passende Beispiel zur jeweiligen Sage.

    Tipps

    Überlege, welche Sagen du bereits kennst und was oder wer dabei im Mittelpunkt der Erzählung steht.

    Du musst den Inhalt der Sagen nicht kennen, die Titel geben dir bereits Aufschluss über die Form der Sage.

    Lösung
    • Heldensagen handeln von bestimmten Personen, die besonders gutmütige Taten vollbringen. Die bekannteste Heldensage ist das Nibelungenlied.
    • Göttersagen handeln von griechischen Gottheiten und ihren Konflikten bei der Entstehung der Welt, wie sie auch bei Prometheus erzählt werden.
    • Natursagen erzählen von bestimmten Naturerscheinungen und versuchen, diese durch die Sage zu erklären, wie bei der Sage zum Werbellinsee.
    • Geschichtssagen beziehen sich auf historische Ereignisse, wie beim Rattenfänger von Hameln.
    • Lokalsagen beziehen sich auf einen konkreten Ort, wie in der Sage vom Schatz bei Schwerte.
  • Bestimme die Merkmale von Märchen und Sagen.

    Tipps

    Märchen und Sagen gehören zur Epik. Sie unterscheiden sich aber zum Beispiel im Realitätsanspruch oder in der Ausgestaltung des Helden.

    Lösung

    Märchen erzählen im Unterschied zu Sagen von nichts Wirklichem. Ort und Zeit der Erzählung sind völlig unbestimmt. Dies ist bei einer Sage jedoch besonders wichtig, da diese von ganz bestimmten Orten oder Zeiten handeln und wahre Begebenheiten erklären. Damit unterscheiden sich beide Erzählformen auch am Anfang der Erzählung und vor allem am Ende. Das Märchen endet meist glücklich und der Held hat seine Aufgabe erfüllt. Die Sage endet dagegen meist tragisch.

    Märchen lassen sich an bestimmten Merkmalen erkennen. Der Aufbau eines Märchens verläuft meist nach einem bestimmten Muster. Der Held steht vor einer Aufgabe, die er lösen muss. Seine Schwäche stellt dabei ein Hindernis dar, doch schließlich kommt es zu einem glücklichen Ende. Tiere, Dinge und Pflanzen stehen dem Helden als Helfer zur Seite und besitzen ganz bestimmte Charaktereigenschaften. Die Märchenwelt ist eine wunderbare und abstrakte Welt, es wird nichts Wirkliches erzählt. Dies ist vor allem daran zu erkennen, dass Ort und Zeit der Erzählung nicht erwähnt werden. In Märchen spielen Zauberformeln oder magische Reime sowie Zahlen (3,7,12) eine zentrale Rolle und sind typisch für das Genre.

    Sagen haben ebenfalls bestimmte Merkmale, an denen sie zu erkennen sind. Als mündlich überlieferte Erzählungen existieren viele verschiedene Versionen einer Sage in unterschiedlichen Ländern. Sagen besitzen aber einen wahren Anteil und beziehen sich daher auf konkrete Orte oder Zeiten. Der Held einer Sage ist meist ein Mensch, der alleine "kämpfen" muss. Dabei umgibt ihn eine fantastische Welt, in der Tiere, Dinge und Pflanzen vermenschlicht werden. Im Mittelpunkt der Sage steht ein Konflikt, das Ende ist meist tragisch. Mit der Sage wird beabsichtigt, dass die Menschen daraus etwas lernen und in Zukunft Gutes tun.

  • Bestimme die typischen Merkmale einer Sage am Beispieltext.

    Tipps

    In dieser Sage ist die Hauptfigur kein typischer Held.

    Die Hauptfigur wird mehrfach, auch in Form von Personalpronomen, erwähnt.

    Lösung

    • Die Zeit und der Ort werden genau benannt: Jahr 1298 und Hameln.
    • Der Held wird mehrmals erwähnt: mysteriöser Mann, Er, er, dem Mann, Der Mann, der Mann.
    • Der Konflikt entsteht dadurch, dass die Bürger den Mann nicht für seine Arbeit, wie versprochen, entlohnen wollen: doch wollten sie den Mann nun nicht mehr entlohnen. Dies ärgerte den Mann sehr und er verließ erzürnt die Stadt.
    • Das tragische Ende steht am Schluss: Doch diesmal folgten nicht Ratten oder Mäuse der Melodie, sondern die Kinder der Stadt. Diese waren von da an nie mehr gesehen.
    Quelle: http://gutenberg.spiegel.de/buch/sagen-aus-niedersachsen-50/10

  • Ermittle die wahren Aussagen zur Sage des Werbellinsees.

    Tipps

    Überlege dir, warum der Bewohner des letzten Hauses überlebt.

    Wodurch erhält eine Sage ihren Realitätsanspruch?

    Lösung

    Die Sage des Werbellinsees soll den Menschen zeigen, sich hilfsbereit zu verhalten, um vor einem schlimmen Schicksal verschont zu werden. Der Werbellinsee ist ein realer Ort, wodurch der Realitätsanspruch deutlich wird. Obwohl der hilfsbereite Mann überlebt, endet die Sage mit dem Untergang der Stadt tragisch. Die Sage erklärt die Entstehung des Sees und zählt damit zu den Natursagen. Der Held der Sage ist der hilfsbereite Mann, der am Ende überlebt.

  • Erschließe die Handlung der Sage und bringe sie in die richtige Reihenfolge.

    Tipps

    Eine Sage ist eine Erzählform und verläuft meist nach demselben Muster. Einleitung - Konflikt im Hauptteil - tragisches Ende.

    Lösung

    Der Rattenfänger von Hameln nach den Gebrüdern Grimm ist eine sehr bekannte deutsche Geschichtssage.

    Um das Jahr 1298 litt die Stadt Hameln an einer enormen Mäuse- und Rattenplage. Zu dieser Zeit kam ein mysteriöser Mann in die Stadt und gab sich als Rattenfänger aus. Er versprach den Bürgern, sie von der Plage zu befreien. Diese stellten ihm dafür einen Lohn in Aussicht, sodass er seine Pfeife herausnahm und ein wunderliches Lied anstimmte. Alle Ratten und Mäuse kamen aus ihren Löchern gekrochen und folgten dem Mann und der Melodie. Der Mann lockte sie heraus aus der Stadt bis in die Weser hinein, wo das gesamte Ungeziefer ertrank. Die Bürger Hamelns freuten sich, doch wollten sie den Mann nun nicht mehr entlohnen. Das ärgerte den Mann sehr und er verließ erzürnt die Stadt. Nach einer Weile, am 26. Juni, kam der Mann als Jäger verkleidet zurück in die Stadt und spielte erneut auf seiner Pfeife. Doch diesmal folgten nicht Ratten oder Mäuse der Melodie, sondern die Kinder der Stadt. Diese waren von da an nie mehr gesehen.