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Wie fliegen Insekten? 05:34 min

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Transkript Wie fliegen Insekten?

Hallo. Hast du schonmal einen Marienkäfer kurz vor dem Abfliegen beobachtet? Er stellt die oberen Flügel auf und pumpt mit seinem kleinen Körper. Das heißt, sein Hinterleib presst sich rhythmisch zusammen und dehnt sich wieder aus. Warum das für das Fliegen wichtig ist? Wie viele Flügel Insekten haben, wie diese gebaut sind und wie Fliegen bei ihnen funktioniert, das alles lernst du in diesem Video. Wie auch Fledermäuse und Vögel können sich viele Insekten durch Fliegen fortbewegen. Doch ihre Flügel dienen nicht nur zum Fliegen. Käfer zum Beispiel haben zwei Flügelpaare. Die harten Deckflügel bedecken das zarte, zweite Flügelpaar. Das sorgt für Schutz und gibt Auftrieb beim Fliegen. Andere kommunizieren mit ihren Flügeln und können damit zum Beispiel ihre Paarungsbereitschaft zeigen. Je nachdem, wie sie ihre Flügel halten, geben sie anderen ein Signal. Somit können die Flügel zum Fliegen, zum Schutz und zur Kommunikation genutzt werden. Schauen wir uns den Bau der Flügel mal genauer an. Hier siehst du den Querschnitt durch die Brustsegmente einer Biene. Zu sehen ist eines von zwei Flügelpaaren. Jeder Flügel ist mit Flügeladern, Nerven und Tracheen durchzogen. Tracheen sind Röhren zum Luftaustausch. Durch diese atmet das Insekt. Die Flügel setzten am Chitinskelett an, einem elastisch verformbaren Aussenskelett. Das Chitinskelett besteht aus der Rückenplatte und der Bauchdecke. Hier siehst du zwei Muskelpaare: die längs verlaufenden Senker und die zwischen Brust und Rücken gespannten Heber. Beim Bewegungsablauf arbeiten Heber und Senker als Gegenspieler. Ziehen sich die Heber zusammen, werden die Flügel angehoben. Ziehen sich die von hinten in die Brust verlaufenden Senker zusammen, wird die Brust verkürzt. Die Rückenplatte wölbt sich nach außen. Die Flügel werden gesenkt. Heber. Senker. Heber. Senker. Da die Muskeln am Außenskelett und nicht an den Flügeln ansetzen, werden die Flügel indirekt bewegt. Andere Muskeln korrigieren die Stellung der Flügel und somit die Flugrichtung. Aber wie viele Flügel haben Insekten? Manche, wie Flöhe und Läuse, haben gar keine. Viele andere Insekten haben zwei Flügelpaare. Bei Schmetterlingen und Libellen kannst du sie leicht zählen: eins, zwei, drei, vier Flügel. Diese Flügel können ganz unterschiedlich aussehen und funktionieren. Bei Bienen verhaken sich Hinter- und Vorderflügel und arbeiten als ein gemeinsames Flügelpaar. Fliegen und Mücken benutzen nur ihre Vorderflügel zum Fliegen. Die Hinterflügel heißen Schwingkölbchen und stabilisieren den Flug. Und Käfer? Die haben, wie du schon weißt, kräftige Deckflügel, die sich schützend über die häutigen Hinterflügel legen. Auch bei Ohrwürmern sind die Hinterflügel stark gefaltet und liegen unter dem ersten, kurzen Flügelpaar. Fassen wir noch einmal zusammen: Insekten nutzen ihre Flügel zum Fliegen, also zur Fortbewegung aber auch zum Schutz und zur Kommunikation. So zum Beispiel, um eine Paarungsbereitschaft zu signalisieren. Die Flugmuskulatur setzt am Chitinskelett an und die Flügel werden indirekt durch die Verformung des Chitinskeletts bewegt. Die Muskelheber und -senker funktionieren dabei als Gegenspieler. Die meisten Insekten haben keine oder zwei Flügelpaare, also vier Flügel. Diese können ganz unterschiedlich aussehen und verschiedene Funktionen erfüllen. Sonderformen sind zum Beispiel Deckflügel und Schwingkölbchen. Doch warum pumpt jetzt der Marienkäfer, bevor er abhebt? Er presst seinen Hinterleib zusammen und entspannt ihn wieder. Durch die Formveränderung des Körpers wird frische Luft durch die Tracheen in den Körper gepumpt. Das Gewebe wird somit vor dem anstrengenden Flug mit viel Sauerstoff versorgt. Auch in der Luft ist jeder Flügelschlag ein Sauerstoffpumpvorgang. Bei deinem nächsten Spaziergang weißt du nun genau Bescheid, wie das mit dem Fliegen bei Insekten funktioniert. Wissen deine Freunde, wie viele Flügel zum Beispiel Fliegen und Marienkäfer haben? Tschüss und bis zum nächsten Mal!

11 Kommentare
  1. Tolles Video !
    Alles ist genial erklärt und ich habe mir (fast) alle Videos zum Thema angeschaut ;) Hoffe dass ich gut vorbereitet bin für die Arbeit zum Thema :) :D

    Von Rainergerlach, vor 2 Tagen
  2. ich kann auch fliegen

    Von Gailmccutcheon, vor mehr als einem Jahr
  3. Danke

    Von Vivienne T., vor mehr als einem Jahr
  4. Gut erklärt!!

    Von Vivienne T., vor mehr als einem Jahr
  5. Ha geil

    Von David N., vor fast 2 Jahren
  1. Hallo,
    das Alter einer Heuschrecke kann sich je nach Art unterscheiden. Man schätzt die Lebensdauer allgemein auf circa 30 - 90 Tage.
    Viele Grüße aus der Redaktion

    Von Serpil Kilic, vor mehr als 2 Jahren
  2. wie lange lebt eine Heuschreck

    Von Angelsofbeauty, vor mehr als 2 Jahren
  3. Hallo Kristyn,
    die Bewegung wird hier als indirekt bezeichnet, weil sich durch die Kontraktion der Muskeln die Rückenplatte bewegt und dadurch auch die Flügel bewegt werden. Bei z.b. Libellen oder Eintagsfliegen sind die Flügel direkt mit den Muskeln verbunden. Daher spricht man hier von der direkten Flugmuskulatur, weil durch die Kontraktion der Muskeln direkt die Flügel bewegt werden.

    Von Serpil Kilic, vor mehr als 4 Jahren
  4. Gut erklärt! Aber was ist mit der direkten Flugweise?

    Von Kristyn Petri, vor mehr als 4 Jahren
  5. Hallo :)
    Die Venusfliegenfalle fängt keine bestimmte Fliegenart. Zur häufig verdauten Beute gelten allgemein Insekten und Spinnen.
    Der Fangmechanismus wird dabei "unbewusst" ausgelöst wenn Sensoren im Fangblatt in einem bestimmten Zeitabschnitt berührt werden. Theoretisch kann das Zuklappen daher auch ausgelöst werden ohne dass sich Beute im Blatt befindet.

    Von Marcel Schenke, vor mehr als 4 Jahren
  6. Ich weiß das gehört nicht zum Viedeo aber können sie mir sagen was das Venusfliegen falle für eine Bestümte art von Fliegen friesst

    Bitte

    Von Dr Manus Horst, vor mehr als 4 Jahren
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Wie fliegen Insekten? Übung

Du möchtest dein gelerntes Wissen anwenden? Mit den Aufgaben zum Video Wie fliegen Insekten? kannst du es wiederholen und üben.

  • Beschreibe den Aufbau der Flügel am Beispiel einer Biene.

    Tipps

    Heber sind die Quermuskeln, sie verlaufen quer zum Insekt.

    Senker sind die Längsmuskeln, sie verlaufen längs zum Insekt.

    Lösung

    Die meisten Insekten besitzen Flügel, um zu fliegen. Die Flügel der meisten Insekten setzen am Chitinskelett an. Das ist ein elastisch verformbares Außenskelett, das sich aus Rückenplatte und Bauchdecke zusammensetzt.

    Insekten haben 2 verschiedene Muskelpaare. Die Längsmuskulatur, die längs durch das Brustsegment verläuft, wird Senker genannt.

    Die Quermuskulatur, die zwischen Rücken- und Bauchplatte verläuft, wird Heber genannt. Heber und Senker arbeiten als Gegenspieler und ermöglichen so den Flug des Insekts.

  • Benenne die Funktionen der Flügel bei Insekten.

    Tipps

    Insekten kümmern sich nicht direkt um ihren Nachwuchs.

    Lösung

    Die Flügel der Insekten dienen hauptsächlich dem Fliegen. Aber sie haben noch einige andere Funktionen.

    So bieten die Flügel Insekten Schutz vor Verletzungen. Bei Käfern schützen die harten Deckflügel das darunter liegende, zarte, zweite Flügelpaar. Zum Teil schützen Flügel auch vor Fressfeinden.

    Einige Insekten kommunizieren mit den Flügeln, zum Beispiel bei der Partnersuche. Schmetterlinge signalisieren ihren Partnern durch spezielle Flügelhaltungen Paarungsbereitschaft.

  • Wende das Deckel-Topf-Modell auf die Arbeitsweise der Flugmuskulatur bei Insekten an.

    Tipps

    Bienen und Käfer haben eine indirekte Flugmuskulatur, während Libellen eine direkte Flugmuskulatur besitzen.

    Das Modell ist stark vereinfacht.

    Lösung

    Um die Arbeitsweise der indirekten Flugmuskulatur der Insekten zu verdeutlichen, wird gern das Deckel-Topf-Modell benutzt. Dieses Modell ist stark vereinfacht und erfasst längst nicht alle Aspekte.

    Der Topfdeckel stellt dabei die Rückenplatte und der Topf die Brustplatte dar. Die Kochlöffel simulieren die Flügel. Die Löffel sitzen zwischen Topf und Deckel und bewegen sich dadurch mit ihnen. Wenn sich der Deckel nach oben bewegt, dann bewegen sich die Löffel nach unten. Wenn sich der Deckel nach unten bewegt, dann bewegen sich die Löffel nach oben. Das Modell simuliert den Flug vieler Insekten, die eine indirekte Flugmuskulatur besitzen, z.B. Bienen und Käfer. Bei der indirekten Flugmuskulatur setzen die Muskeln nicht direkt an den Flügeln an. Die Flügel werden indirekt über die Bewegungen des Außenskeletts mitbewegt.

    Für Insekten mit einer direkten Flugmuskulatur wie die Libellen funktioniert das Modell nicht. Da setzen die Muskeln direkt an den Flügeln an.

  • Stelle den Bewegungsablauf beim Fliegen dar.

    Tipps

    Die Längsmuskeln werden Senker genannt.

    Die Quermuskeln werden Heber genannt.

    Lösung

    Beim Fliegen arbeiten die Quermuskeln (Heber) und die Längsmuskeln (Senker) als Gegenspieler.

    Wenn sich die Quermuskeln zusammenziehen, während die Längsmuskeln entspannt bleiben, wird die Rückenplatte nach unten gezogen. Dadurch heben sich die am Außenskelett befestigten Flügel nach oben.

    Wenn sich die Längsmuskeln (Senker) zusammenziehen, während die Quermuskeln entspannt bleiben, wird die Brust verkürzt und die Rückenplatte wird nach oben gewölbt. Dadurch senken sich die am Außenskelett befestigten Flügel.

    Diese abwechselnde Tätigkeit der Quer- und der Längsmuskeln ermöglicht den Insekten das Fliegen.

  • Entscheide, wie viele Flügel folgende Insekten haben.

    Tipps

    Die Maulwurfsgrille lebt unter der Erde. Die Vorderflügel sind kürzer als die Hinterflügel.

    Hier sind nur die Arbeitsameisen gemeint, nicht die Ameisenköniginnen.

    Wespen und Bienen gehören nicht zu den Zweiflüglern.

    Fliegen und Mücken haben eines ihrer Flügelpaare zu kleinen Schwungkörpern umgebildet.

    Lösung

    Die meisten Insekten haben zwei Flügelpaare, also 4 Flügel. Dazu gehören die Bienen, Wespen und Hummeln. Sie besitzen häutige Flügel. Ihre Vorder- und Hinterflügel sind gekoppelt und arbeiten als ein Flügelpaar. Die Schmetterlinge besitzen 2 Paar mit Schuppen bedeckte Flügel. Auch Libellen haben 4 Flügel.

    Nur ein Paar Flügel zum Fliegen haben Fliegen und Mücken. Sie werden Zweiflügler genannt. Bei ihnen ist das hintere Flügelpaar zu Schwingkölbchen umgebildet, die der Stabilisierung beim Flug dienen.

    Insekten ohne Flügel sind z.B. Springschwanz, Flöhe und Läuse. Auch die Arbeiterinnen der Ameisen haben keine Flügel. Nur die Ameisenköniginnen und die geschlechtsreifen Männchen besitzen zeitweise Flügel.

  • Erläutere die Unterschiede zwischen dem Flug der Insekten mit indirekter bzw. mit direkter Flugmuskulatur.

    Tipps

    Man unterscheidet direkte und indirekte Flugmuskulatur.

    Das Außenskelett der Insekten besteht aus Rücken- und Bauchplatte.

    Erinnere dich an den schematischen Querschnitt der Biene aus der 1.Aufgabe. Wo setzen bei der Biene die Flügel an?

    Lösung

    Hummeln haben wie die meisten Insektenarten eine indirekte Flugmuskulatur. Die Flügel setzen dabei nicht direkt an den Muskeln an. Sie sind am Außenskelett befestigt, das aus Chitin besteht und elastisch verformbar ist. Werden Bauch- und Rückenplatte durch die Muskeln bewegt, werden hierdurch indirekt die Flügel bewegt. Das erfolgt immer im Gleichklang, alle Flügel bewegen sich gleichmäßig.

    Wenigen Insektenarten, z.B. die Libellen, haben eine direkte Flugmuskulatur wie die Vögel. Jeder Flügel wird direkt mit den Muskeln bewegt. Die Flugmuskulatur setzt direkt an den Flügeln an. Jeder Flügel ist dadurch unabhängig von den anderen Flügeln bewegbar. Dadurch ist es Libellen möglich, schnelle Richtungswechsel zu vollziehen und sie können in der Luft stehen bleiben.