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Der Ameisenstaat – rote Waldameise 06:40 min

Textversion des Videos

Transkript Der Ameisenstaat – rote Waldameise

Hast du das Sprichwort „fleißig wie eine Ameise“ schon einmal gehört? Warum sind Ameisen eigentlich so fleißig? In diesem Video möchte ich dir zeigen, wie ein Ameisenstaat organisiert ist und wie die Aufgaben aufgeteilt sind. Du wirst sehen, wer die Eier legt, wer sich um den Nachwuchs kümmert und wer für die Nahrungssuche verantwortlich ist. Außerdem wirst du sehen, dass Ameisen den Begriff “Ameisenfleiß” wirklich verdient haben.

Ameisenvolk

Wie du sicher weißt, gehören Ameisen zu den staatenbildenden Insekten. Hier leben viele Tausend oder sogar Millionen Artgenossen zusammen. Im Ameisenvolk herrscht eine strikte Arbeitsteilung. Und diese wollen wir uns jetzt einmal genauer anschauen. Sicher weißt du schon, dass es in einem Ameisenvolk weibliche Königinnen und Arbeiterinnen , sowie männliche Ameisen gibt.

Königinnen

Bei der uns heimischen roten Waldameise hat ein Ameisenvolk mehrere Königinnen. Die Königinnen besitzen einen dicken Hinterleib; sie sind fruchtbar und für die Eiablage zuständig. Die Paarungszeit ist im Mai/Juni. Dann wird einer Königin beim so genannten Hochzeitsflug ein Samenvorrat von den Männchen übertragen, der für ihre gesamte Lebenszeit ausreicht.

Eine Königin der roten Waldameise lebt etwa 20 Jahre. Nach der Begattung streift oder beißt eine Königin ihre Flügel ab, da sie diese nun nicht mehr benötigt. Sie lebt von nun an tief im Inneren des Nestes in ein bis zwei Meter Tiefe, in einer speziellen Königinnenkammer. Dort ist sie allein oder mit anderen Königinnen eingesperrt und ist fortan nur noch für die Ablage von Eiern zuständig. Die Arbeiterinnen nehmen ihr die gelegten Eier sofort ab und versorgen sie mit Futter.

Arbeiterinnen

Damit hast du auch schon eine Aufgabe der Arbeiterinnen kennen gelernt. Die Arbeiterinnen sind wie die Königin weiblich. Allerdings sind sie unfruchtbar. Sie sind stattdessen für die anderen anfallenden Aufgaben im Ameisennest zuständig. Sie nehmen den Königinnen die Eier ab und häufen sie ganz unten im Nest in bestimmten Kammern an. Die Larven oder Maden werden in höheren Stockwerken des Ameisennestes untergebracht und auch von den Arbeiterinnen gefüttert.

In der Nestkuppe werden die Puppen untergebracht, die manchmal fälschlicherweise als Ameiseneier bezeichnet werden. Die Aufgabe der Arbeiterinnen ist es auch, dem Nachwuchs bei der Verpuppung zu helfen. Damit hast du schon die wichtigste Aufgabe der Arbeiterinnen kennen gelernt, nämlich die Versorgung der Ameisenbrut.

Die Arbeiterinnen tragen zudem die Nahrung für das gesamte Volk heran, die aus Zuckersäften von Blattläusen, Pflanzensamen und –blättern oder Kleintieren wie Raupen besteht. Sie müssen sich aber auch um die Pflege des Nestes kümmern. Dazu schichten sie die Oberfläche des Nestes regelmäßig um, damit sich keine Pilze ansiedeln können.

Außerdem nehmen sie Ausbesserungen in den Gängen und Kammern vor und verschließen die Öffnungen, z.B. wenn es regnet. Bei ihrem Nest handelt es sich nicht etwa um einen wirren Haufen aus Baumnadeln, sondern vielmehr um ein geordnetes Haus mit Verbindungsgängen, Lüftungswegen und Kammern. Damit haben sie es sich auch verdient, dass der Begriff Ameisenfleiß nach ihnen benannt ist, meinst du nicht?

Wächter und Soldaten haben einen besonders starken Kiefer und verteidigen das Volk gegen Eindringlinge wie andere Insekten oder Spinnen. Soll in vielen Metern Entfernung ein Ablegernest gebaut werden, tragen die Bauameisen die Baustoffe wie Holzstücke und Baumnadeln dafür heran. Vielleicht hast du eine solche Ameisenstraße schon einmal gesehen. Dort werden nicht nur Baustoffe herangetragen, sondern auch Puppen und Königinnen werden aus dem ursprünglichen Nest herangeschleppt.

Männliche Ameisen

Männliche Ameisen kannst du in einem Ameisenvolk nur während der Begattungszeit finden. Sie besitzen Flügel und sind größer als die Arbeiterinnen. Ihre Aufgabe besteht nur darin, die Königinnen zu begatten. Kurze Zeit später sterben sie.

Winter

In den Wintermonaten fällt das Ameisenvolk übrigens in eine so genannte Kälte- oder Winterstarre. Das ist ein Ruhezustand mit herabgesetzter Stoffwechselaktivität, den die Ameisen tief unten im Nest verbringen. Einige der Arbeiterinnen haben in ihren Hinterleibern Nahrungsvorrat für die erste Brut im Frühling gespeichert. So können die Ameisen im Frühling bei den ersten wärmenden Sonnenstrahlen wieder mit Ameisenfleiß loslegen!

Zusammenfassung

In diesem Video hast du gesehen, woher der Begriff Ameisenfleiß kommt. Im Ameisenstaat herrscht eine Arbeitsteilung. Die Königinnen sind nur für die Eiablage zuständig. Dagegen kümmern sich die Arbeiterinnen um die Versorgung der Königinnen, der Eier, sowie der Larven und Puppen.

Sie nehmen Ausbesserungen und Umlagerungen in dem wohlgeordneten Nest vor. Neben Wachdiensten, die gegen Eindringlinge gerichtet sind, gehört auch die Nahrungssuche zu ihren Aufgaben. Männliche Ameisen kommen nur zur Paarungszeit vor und sterben kurz nach der Begattung der Königinnen. Tschüss!

17 Kommentare
  1. Ich finde, dass Video hilft sehr gut weiter und ist sehr lehrreich und lieb gestaltet. Dankeschön

    Von Wanzenboeck, vor 28 Tagen
  2. Wirklich gut erklährt

    Von Vbauzhadze, vor 4 Monaten
  3. Hallo Itslearning Nutzer 2535 1034201,
    meinst du die Katze neben "Bio-Team"? Das ist das Profilbild der Tutoren, die dieses Video gemacht haben. Es hat also nichts mit der Waldameise zu tun.
    Viele Grüße aus der Redaktion

    Von Marie G., vor 7 Monaten
  4. was hat die katze da oben mit einer Waldameise zutun

    Von Itslearning Nutzer 2535 1034201, vor 7 Monaten
  5. Hallo Lenarose323,
    wende dich bei technischen Fragen und Problemen bitte an unser Support-Team (E-Mail: support@sofatutor.com Telefon: 030 - 515 88 22 20). Beste Grüße aus der Redaktion

    Von Tatjana Elbing, vor 8 Monaten
  1. Könnt ihr Mal schreiben wie es auf dem Tablet geht😣

    Von Lenarose323, vor 8 Monaten
  2. Helft mir bitte

    Von Lenarose323, vor 8 Monaten
  3. Ich kann es machen

    Von Lenarose323, vor 8 Monaten
  4. Lol

    Von Bb 8, vor 10 Monaten
  5. Ist gut

    Von Becker Winkler, vor 10 Monaten
  6. weil sie so fleißig sind

    Von Mike S., vor mehr als einem Jahr
  7. Also keine Ameisen töten

    Von Mike S., vor mehr als einem Jahr
  8. krank!!! Das hilft voll weiter

    Von Jannik K., vor fast 2 Jahren
  9. habe schon mal als kind ameisen getötet hahahaha

    Von Schmidmannsried, vor mehr als 2 Jahren
  10. Danke hat sehr geholfen

    Von blackfox gaming Y., vor fast 3 Jahren
  11. Hallo Mauricio,
    das die Ameise von uns Menschen oft als fleißig beschrieben wird liegt insbesondere daran, dass dem Mensch bei der Betrachtung eines Ameisenhaufens auffällt, dass dort immer etwas in Bewegung ist. Das liegt zum einen daran, dass in einem Ameisenhaufen sehr viele Ameisen leben. Diese Ameisen sind zudem sehr gut organisiert. Durch ihre effektive Arbeitsteilung und das geordnete Vorgehen bei Hausbau, Nahrungssuche usw. bringen wir die Ameisen mit dem Adjektiv „fleißig" in Verbindung.

    Von Anna-Maria Z., vor fast 5 Jahren
  12. Aber warum sind Ameisen denn jetzt so fleißig? Wegen ihrer Arbeitsteilung oder wie?
    Lg

    Von Mauricio Carvalho, vor fast 5 Jahren
Mehr Kommentare

Der Ameisenstaat – rote Waldameise Übung

Du möchtest dein gelerntes Wissen anwenden? Mit den Aufgaben zum Video Der Ameisenstaat – rote Waldameise kannst du es wiederholen und üben.

  • Benenne die Bestandteile eines Ameisenbaus.

    Tipps

    Die Königin ist für das Ablegen der Eier zuständig. Ihre Kammer befindet sich ziemlich tief in der Erde. Hat sie Eier abgelegt, werden ihr diese sogleich von Arbeiterinnen abgenommen und in die Eierkammer gebracht, die ganz in der Nähe ist.

    Die Ameisen wachsen aus den Eiern zu Larven heran. Später werden sie zu Puppen.

    Lösung

    Das Zuhause von Ameisen ist ebenso strukturiert und organisiert wie die Arbeitsteilung. Viele Kammern und Gänge durchziehen den Ameisenbau. Das unterste Stockwerk beherbergt die Königinnenkammer und die Kammer für die Eier. Larven und Puppen leben in den oberen Stockwerken. Es gibt auch Vorratskammern für gesammelte Nahrung oder Kammern, in denen Ameisen Pilze als Futterquelle züchten. Die männlichen Ameisen spielen nur beim Hochzeitsflug und damit für die Begattung der Königinnen eine Rolle.
    Arbeiterinnen sind neben der Brutpflege auch dafür zuständig, immer wieder neue Gänge zu bauen, andere zu schließen und das Nest vor Wasser zu schützen.

  • Gib an, was auf dem Speiseplan von Ameisen steht.

    Tipps

    Ameisen fressen sehr gern Pflanzensamen.

    Baumharz und Vogelknochen sind viel zu hart für die Ameisen. Außerdem sind sie nicht sonderlich nahrhaft. Aus Baumharzen wurden vor langer Zeit Bernsteine.

    Lösung

    Ameisen sind Allesfresser. Sie ernähren sich vom Honigtau, den Blattläuse abgeben. Außerdem sammeln sie Pflanzensamen und Pflanzenblätter. Auch kleine Tiere wie Raupen, Spinnen oder Würmer werden von Ameisen gerne gefressen. Sie beseitigen auch tote Tiere vom Waldboden und halten ihn so sauber.

  • Zeige auf, dass die Aufgaben in einem Ameisenstaat streng verteilt sind.

    Tipps

    Die männlichen Ameisen haben nur eine einzige Aufgabe. Die Königin hat immerhin zwei Aufgaben zu erledigen.

    Lösung

    Wahnsinn – es gibt eigentlich keine Ameise, die nichts tut. Alle sind fleißig und gehen ihren Aufgaben nach. Urlaub und Ferien scheint es in einem Ameisenhügel nicht zu geben.

    Die Königinnen legen ununterbrochen Eier ab und sind für die Gründung eines neuen Ameisenstaates zuständig. Nach dem Hochzeitsflug verlieren sie ihre Flügel, die sie nun nicht mehr benötigen.

    Männliche Ameisen begatten die jungen Königinnen. Danach sind sie eigentlich nutzlos. Deshalb werden sie aus dem Nest vertrieben und sterben. Sie haben immer Flügel.

    Arbeiterinnen gibt es in einem Ameisenstaat sehr viele. Sie teilen sich verschiedene Aufgaben:

    • Pflege und Reinigung des Ameisenbaus
    • Brutpflegerinnen kümmern sich um die Eier der Königinnen, um die Larven und um die Puppen.
    • Im Außendienst begeben sich Arbeiterinnen auf Nahrungssuche und transportieren das Futter zum Nest.
    • Wächterinnen bewachen das Nest und warnen die anderen bei Gefahr.

  • Untersuche verschiedene Strategien, um die Wintermonate zu überstehen.

    Tipps

    Frösche verfallen im Winter in eine Winterstarre. Das passiert nicht nur im Winter. Immer wenn es kalt ist, erstarrt ihr Körper, bis es wieder wärmer ist.

    Dachse halten Winterruhe.

    Lösung

    Im Winter ist es meistens ganz schön kalt. Der Körper braucht also mehr Energie, um die Körpertemperatur aufrechterhalten zu können. Da das Futter im Winter aber meist knapp ist, z.B. weil eine dicke Schneedecke das Gras überdeckt, haben sich viele Tiere eine Möglichkeit einfallen lassen, um den Energieverbrauch gering zu halten.

    Während der Winterruhe und dem Winterschlaf suchen sich die Tiere einen geschützten Ort, meist eine Höhle. Die Körpertemperatur wird herabgesetzt, der Herzschlag und die Atmung stark verlangsamt. So wird viel weniger Energie verbraucht.

    Fallen Tiere in Kälte- oder Winterstarre, können sie sich nicht mehr bewegen. Sie sind erstarrt. Erst wenn die Temperaturen wieder hoch genug sind, werden sie aus dieser Starre gelöst. Auch Ameisen fallen in die Winterstarre. Diese verbringen sie in ihrem Nest so weit wie möglich unter der Erde.

    Es gibt auch Tiere, die im Winter aktiv sind. Sie finden also auch im Winter genügend Nahrung und müssen so ihren Energieverbrauch nicht herunterschrauben.

  • Bestimme staatenbildende Insekten.

    Tipps

    Hier siehst du eine Wespe. Kannst du die Wespentaille zwischen dem Hinterleib und der Brust erkennen? Sie ist besonders dünn.

    Mücken und Fliegen sind zwar Insekten, sie leben aber nicht in einem Staat zusammen.

    Lösung

    Zu den staatenbildenden Insekten gehören neben den Ameisen noch Bienen, Wespen, Hummeln und Termiten.

    Sie zeichnen sich dadurch aus, dass die Aufgaben in diesem Staat verteilt sind. Dies passiert zum Wohle der Allgemeinheit.

  • Arbeite heraus, wie eine Ameisenstraße entsteht.

    Tipps

    Ameisen kommunizieren über Duftstoffe, so wie viele andere Insekten auch. Je mehr Ameisen diese Duftstoffe versprühen, umso stärker nehmen andere Ameisen sie wahr. So entsteht eine Duftstraße, der viele Ameisen folgen.

    Lösung

    Ameisen können mit ihren Fühlern nicht nur fühlen, wenn sie etwas berühren. Sie können damit auch Duft- und Geschmacksstoffe wahrnehmen. Die Fühler der Ameisen sind also so etwas wie ein Zungenersatz. Fast alle Insekten kommunizieren über Duftstoffe. So schaffen sie es, einen Partner zu finden, das Revier zu markieren oder Nester und Nahrungsquellen zu finden.

    Hat eine Arbeiterin eine gute Nahrungsquelle gefunden, wie einen Apfel, dann versprüht sie auf dem Weg zum Nest Duftstoffe. Andere Ameisen nehmen sie wahr und folgen der Spur. Sie geben ebenfalls Duftstoffe ab. So wird die Spur immer deutlicher, sodass sie von immer mehr Ameisen wahrgenommen wird. Auf diese Weise entsteht eine Ameisenstraße.