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Der Ameisenstaat – Rote Waldameise

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Der Ameisenstaat – Rote Waldameise
lernst du in der 7. Klasse - 8. Klasse

Grundlagen zum Thema Der Ameisenstaat – Rote Waldameise

Inhalt

Der Ameisenstaat – Rote Waldameise

Sie krabbeln emsig im Wald und bewohnen beeindruckende unterirdische Höhlen. Die Ameisen, mal schwarz, mal rot oder auch mal rot-schwarz. Was die Merkmale der Roten Waldameise sind und welche Eigenschaften sie hat, erfährst du in dem folgenden Text.

Was ist die Rote Waldameise?

Die Rote Waldameise Formica rufa ist ein Staaten bildendes Insekt mit strikter Arbeitsteilung. Sie gehört zur Ordnung der Hautflügler (Hymenoptera). Zu dieser Ordnung zählen auch die Wespen, Bienen und Hummeln. Die Rote Waldameise zählt zu der Familie der Ameisen (Formicidae). In einem Nest leben mehrere Königinnen und zwischen 500 000 und mehr als 1 000 000 Arbeiterinnen. Die unfruchtbaren Arbeiterinnen kümmern sich um die Nachkommen, beschaffen Nahrung, bauen und renovieren das Nest und verteidigen das Nest. Die Ameisen fallen in eine Winterstarre, dabei besitzen Arbeiterinnen einen Nahrungsvorrat für die Larven im Frühling. Durch ihre Vertilgung von Schädlingen sind sie sehr nützlich für den Wald und stehen unter Natur- und Artenschutz. Männliche Ameisen sind nur während der Paarungszeit zur Begattung der Königin anzutreffen und sterben kurz darauf. Zu den Feinden der Roten Waldameise zählen andere Insekten, fremde Ameisen und Spinnen. Zum Schutz ihres Nests haben einige Arbeiterinnen die Aufgabe als Soldaten und Wächter.

Fortpflanzung der Roten Waldameise

Bei den Roten Waldameisen findet die Fortpflanzung oder Paarung im Mai bis Juni statt. Dabei veranstalten die Königin und die Männchen einen Hochzeitsflug. Die Königin erhält von den männlichen Ameisen Eipakete, die ihr Leben lang ausreichen, um Eier zu befruchten. Die Flügel werden nach dem Ritual von der Königin abgebissen. Die Königin legt nun in einer tief gelegenen Kammer des Ameisenbaus nach und nach befruchtete Eier, die die Arbeiterinnen in einer anderen Kammer versorgen und pflegen. Die Ameisen, die sich um den Nachwuchs kümmern, nennt man auch Ammen. Die Ameisenmännchen findet man nur während des Hochzeitsflugs in der Paarungszeit. Nach der Begattung der Königin sterben sie, da sie nach dem Paarungsflug nicht versorgt werden. Ihre kurze Lebensdauer sorgt aber für den Fortbestand des Ameisenstaats. Nach einiger Zeit schlüpft die Larve aus dem kaum 1 Millimeter großen Ei. Ohne Beine und Augen wird sie von den Ammen in die Larvenkammer gebracht, gepflegt und mit Insekten gefüttert. Während dieses Stadiums häutet sie sich zwei- bis dreimal, um zu wachsen. Bei der anschließenden Verpuppung wird sie ebenfalls unterstützt, um die Entwicklung zur erwachsenen Ameise zu durchlaufen. Das Durchlaufen der einzelnen Entwicklungsstufen wird als Metamorphose bezeichnet, auch bekannt von den Schmetterlingen.

Körperbau und Merkmale der Roten Waldameise

Eine Rote Waldameise besitzt einen Kopf mit Fühlern, einen Brustteil mit sechs Beinen und einen dicklichen, runden bis ovalen Hinterleib (Abdomen). Brust und Abdomen sind durch eine starke Einschnürung, Wespentaille genannt, unterteilt. Es ist ein flügelloses Insekt, mit Ausnahme während des Hochzeitsflugs. Der Körper ist rot-schwarz gefärbt. Körper der Ameise

Wie groß kann eine Rote Waldameise werden? Die Größe der Roten Waldameise beträgt bei der Königin zwischen $\pu{9 und 11 mm}$, bei Arbeiterinnen ca. $\pu{4 bis 9 mm}$ und bei Männchen etwa $\pu{9 bis 10 mm}$.

Die Königin der Roten Waldameise

Die Königin besitzt einen dickeren Hinterleib als die Arbeiterinnen und ist mit $\pu{9 bis 11 mm}$ die größte Ameise im Bau. Bei den Ameisen hat die Königin nur die Funktion, befruchtete Eier abzulegen und für Nachkommen zu sorgen. Dazu befindet sie sich im Ameisenbau in einer speziellen Königinnenkammer bis zwei Meter unter der Erde. Dort lebt sie allein oder mit anderen Königinnen zusammen. Sie verlässt das Ameisennest nur während des Hochzeitsflugs, wenn das Nest völlig zerstört wird oder um bei einer Nesterweiterung umzuziehen. Eine Königin der Roten Waldameise erreicht ein Alter bis zu 20 Jahren und legt von Frühling bis Herbst bis zu 100 Eier pro Tag. In ihrer gesamten Lebensspanne wird sie gefüttert, bedient und die Eier werden ihr abgenommen.

Die Arbeiterinnen der Roten Waldameise

Die weiblichen Arbeiterinnen sind kleiner als die Königin und unfruchtbar. Ihre Größen zwischen $\pu{4 und 9 mm}$ variieren in Abhängigkeit der Aufgaben, die sie im Staat erfüllen. Ammen sorgen für die Pflege der Eier und übernehmen die Fütterung der Ameisenlarven. Sammlerinnen übernehmen die Nahrungsbeschaffung und die Versorgung des Ameisenbaus. Zur Nestpflege zählen Reparaturen, Gestaltung der neuen Gänge, Beschaffen und Umschichten des Baumaterials, Vergrößerung des Nests und Bau neuer Nester. Wächterinnen und Soldatinnen schützen das Nest vor Feinden, diese besitzen zum Beispiel einen größeren Kiefer. Arbeiterinnen werden ungefähr sechs Jahre alt.

Was isst die Rote Waldameise?

Zur Nahrung der Roten Waldameise zählen der Zuckersaft von Blattläusen, Pflanzensamen und Laub. Ihre Lieblingsspeise sind Insekten, dazu gehören auch zahlreiche Schädlinge.

Das Nest der Roten Waldameise

Ein Ameisennest oder auch Bau kann sehr große Dimensionen erreichen, da ein Ameisenstaat eine hohe Anzahl an Ameisen beheimatet. Der Ameisenbau ist ein architektonisch sehr gut durchgeplantes Konstrukt mit Verbindungsgängen, Lüftungsschächten und Kammern. Dieser ragt bis zu zwei Meter unter die Erde. Die Baumaterialien sind Holz, abgestorbene Blätter, Äste, Tannennadeln und alles, was Ameisen an Pflanzenmaterialien finden. Dieses Material wird locker mit System übereinandergeschichtet, sodass stabile Gänge und Kammern entstehen. Zur Vermeidung von Pilzbefall im Nest wird das Baumaterial ständig umgeschichtet. Dabei entstehen neu gestaltete Gänge und Lüftungsschächte. Ein Eindringen von Regenwasser, das einen Pilzbefall begünstigen würde, wird mittels Verschließen der Gänge oder Bau der Gänge mit Regenschutz vermieden. Zwei Meter tief unter der Erde befindet sich die Königinnenkammer. In einer nahe gelegenen Kammer werden die Eier gepflegt. Eine Etage weiter oben befindet sich die Kammer mit den Larven und bereits über der Erde die Puppenkammer. Weitere Kammern dienen zum Lagern der Nahrung und als Schlafplatz für die Arbeiterinnen. Ein neues Nest wird bei Bedarf nur ein paar Meter weiter entfernt errichtet. Dorthin verläuft über die Ameisenstraße der Transport von Baumaterial, Puppen und Königinnen. Ameisennest

Doch wo findet man die Nester der Roten Waldameise? Die Nester sind hauptsächlich an sonnigen Bereichen der Wälder vorzufinden. Der trockene Standort soll einen Pilzbefall und schnelles Faulen des Baumaterials verhindern.

Weitere Besonderheiten der Roten Waldameise

Neben dem Schützen des Waldes vor Schädlingen nutzen Rote Waldameisen Pflanzenläuse als Honigtauproduzenten und verbreiten Saatgut von Pflanzen. Honigtau ist ein Zuckersaft, den Blattläuse aus den Pflanzensäften gewinnen, selbst nicht verdauen und wieder ausscheiden. Durch das Trommeln der Ameisenfühler auf den Körper der Laus wird der Honigtau abgegeben. Die Laus wird gemolken. Im Gegenzug halten die Ameisen Feinde von den Läusen fern und befreien sie vom klebrigen Tau. Zur Orientierung bedienen sich die Ameisen der Ameisenstraßen. Dabei handelt es sich um Versorgungswege rund um den Bau. Dort herrscht reger Verkehr mit Ordnung.

Was macht die Rote Waldameise Interessantes? Die Rote Waldameise handelt ganz nach dem Sinnspruch „Fleißig wie eine Ameise!“, da sie ständig am Arbeiten ist. Das Nest beispielsweise ist in ständigem Umbau. Die Ammen kümmern sich rund um die Uhr um die Eier und Larven und Wächterameisen arbeiten im Schichtsystem. Besonders interessant bei der Waldameise ist die große Anzahl der Individuen und der doch reibungslose Ablauf in allen Aufgaben. Jede Ameise weiß, was sie zu tun hat, ohne dass der Ameisenstaat zusammenbricht, sollte einer ein Fehler unterlaufen.

Warum wird die Rote Waldameise auch Waldpolizei genannt? Die Rote Waldameise dient durch ihre bevorzugte fleischhaltige Nahrung als Schädlingsbekämpfer. Sie können die unliebsame Vermehrung von schadhaften Raupen und Borkenkäferlarven in einem Umkreis von 20 Metern eindämmen. Zudem verwerten sie Aas und kranke Tiere, wodurch der Waldboden sauber gehalten wird. Häufig wird sie als natürlicher Schädlingsbekämpfer gezielt eingesetzt.

Der Ameisenstaat – Rote Waldameise – Zusammenfassung

Du hast gelernt, dass die Rote Waldameise sehr fleißig ist. In einem Ameisenbau leben bis zu einer Million Weibchen. Der Nestbau, die Nahrungsbeschaffung und die Pflege des Nachwuchses übernehmen die Arbeiterinnen, während eine oder mehrere Königinnen für das Legen befruchteter Eier zuständig sind. Männliche Ameisen schlüpfen nur zur Paarungszeit im Mai und Juni und sterben kurz darauf. In der Tabelle kannst du den Steckbrief der Roten Waldameise sehen.

Merkmale Eigenschaften
Körperbau
  • Kopf mit Fühlern und schmalem Hals

  • Kräftiger Thoraxbereich

  • Kräftige Beine

  • Dicker Hinterleib

  • Wespentaille
  • Fortpflanzung
  • Im Mai und Juni

  • Hochzeitsflug

  • Die Königin erhält Eipakete vom Männchen für ihr gesamtes Leben.

  • Die Entwicklung vom Ei zur Ameise durchläuft eine Metamorphose.
  • Nahrung
  • Andere Insekten

  • Gräser

  • Samen

  • Honigtau
  • Lebensraum
  • Sonnige Ecken am und im Wald

  • Große Nester
  • Besonderheiten
  • Einwandfrei funktionierender Staat

  • Sie vertilgen Aas und kranke Tiere.

  • Sie halten den Waldboden sauber.

  • Sie fressen Schädlinge.

  • Sie melken Blattläuse.
  • Möchtest du mehr über die Ameisen erfahren, besonders über die Lebensweise? Dann schau dir hierzu passend das Video Ameise – Lebensweise an.

    Mit deinem hier erworbenen Wissen kannst du unser Arbeitsblatt zu dem Thema Rote Waldameise und die interaktiven Übungen lösen.

    Transkript Der Ameisenstaat – Rote Waldameise

    Hast du das Sprichwort „fleißig wie eine Ameise“ schon einmal gehört? Warum sind Ameisen eigentlich so fleißig? In diesem Video möchte ich dir zeigen, wie ein Ameisenstaat organisiert ist und wie die Aufgaben aufgeteilt sind. Du wirst sehen, wer die Eier legt, wer sich um den Nachwuchs kümmert und wer für die Nahrungssuche verantwortlich ist. Außerdem wirst du sehen, dass Ameisen den Begriff “Ameisenfleiß” wirklich verdient haben.

    Ameisenvolk

    Wie du sicher weißt, gehören Ameisen zu den staatenbildenden Insekten. Hier leben viele Tausend oder sogar Millionen Artgenossen zusammen. Im Ameisenvolk herrscht eine strikte Arbeitsteilung. Und diese wollen wir uns jetzt einmal genauer anschauen. Sicher weißt du schon, dass es in einem Ameisenvolk weibliche Königinnen und Arbeiterinnen , sowie männliche Ameisen gibt.

    Königinnen

    Bei der uns heimischen roten Waldameise hat ein Ameisenvolk mehrere Königinnen. Die Königinnen besitzen einen dicken Hinterleib; sie sind fruchtbar und für die Eiablage zuständig. Die Paarungszeit ist im Mai/Juni. Dann wird einer Königin beim so genannten Hochzeitsflug ein Samenvorrat von den Männchen übertragen, der für ihre gesamte Lebenszeit ausreicht.

    Eine Königin der roten Waldameise lebt etwa 20 Jahre. Nach der Begattung streift oder beißt eine Königin ihre Flügel ab, da sie diese nun nicht mehr benötigt. Sie lebt von nun an tief im Inneren des Nestes in ein bis zwei Meter Tiefe, in einer speziellen Königinnenkammer. Dort ist sie allein oder mit anderen Königinnen eingesperrt und ist fortan nur noch für die Ablage von Eiern zuständig. Die Arbeiterinnen nehmen ihr die gelegten Eier sofort ab und versorgen sie mit Futter.

    Arbeiterinnen

    Damit hast du auch schon eine Aufgabe der Arbeiterinnen kennen gelernt. Die Arbeiterinnen sind wie die Königin weiblich. Allerdings sind sie unfruchtbar. Sie sind stattdessen für die anderen anfallenden Aufgaben im Ameisennest zuständig. Sie nehmen den Königinnen die Eier ab und häufen sie ganz unten im Nest in bestimmten Kammern an. Die Larven oder Maden werden in höheren Stockwerken des Ameisennestes untergebracht und auch von den Arbeiterinnen gefüttert.

    In der Nestkuppe werden die Puppen untergebracht, die manchmal fälschlicherweise als Ameiseneier bezeichnet werden. Die Aufgabe der Arbeiterinnen ist es auch, dem Nachwuchs bei der Verpuppung zu helfen. Damit hast du schon die wichtigste Aufgabe der Arbeiterinnen kennen gelernt, nämlich die Versorgung der Ameisenbrut.

    Die Arbeiterinnen tragen zudem die Nahrung für das gesamte Volk heran, die aus Zuckersäften von Blattläusen, Pflanzensamen und –blättern oder Kleintieren wie Raupen besteht. Sie müssen sich aber auch um die Pflege des Nestes kümmern. Dazu schichten sie die Oberfläche des Nestes regelmäßig um, damit sich keine Pilze ansiedeln können.

    Außerdem nehmen sie Ausbesserungen in den Gängen und Kammern vor und verschließen die Öffnungen, z.B. wenn es regnet. Bei ihrem Nest handelt es sich nicht etwa um einen wirren Haufen aus Baumnadeln, sondern vielmehr um ein geordnetes Haus mit Verbindungsgängen, Lüftungswegen und Kammern. Damit haben sie es sich auch verdient, dass der Begriff Ameisenfleiß nach ihnen benannt ist, meinst du nicht?

    Wächter und Soldaten haben einen besonders starken Kiefer und verteidigen das Volk gegen Eindringlinge wie andere Insekten oder Spinnen. Soll in vielen Metern Entfernung ein Ablegernest gebaut werden, tragen die Bauameisen die Baustoffe wie Holzstücke und Baumnadeln dafür heran. Vielleicht hast du eine solche Ameisenstraße schon einmal gesehen. Dort werden nicht nur Baustoffe herangetragen, sondern auch Puppen und Königinnen werden aus dem ursprünglichen Nest herangeschleppt.

    Männliche Ameisen

    Männliche Ameisen kannst du in einem Ameisenvolk nur während der Begattungszeit finden. Sie besitzen Flügel und sind größer als die Arbeiterinnen. Ihre Aufgabe besteht nur darin, die Königinnen zu begatten. Kurze Zeit später sterben sie.

    Winter

    In den Wintermonaten fällt das Ameisenvolk übrigens in eine so genannte Kälte- oder Winterstarre. Das ist ein Ruhezustand mit herabgesetzter Stoffwechselaktivität, den die Ameisen tief unten im Nest verbringen. Einige der Arbeiterinnen haben in ihren Hinterleibern Nahrungsvorrat für die erste Brut im Frühling gespeichert. So können die Ameisen im Frühling bei den ersten wärmenden Sonnenstrahlen wieder mit Ameisenfleiß loslegen!

    Zusammenfassung

    In diesem Video hast du gesehen, woher der Begriff Ameisenfleiß kommt. Im Ameisenstaat herrscht eine Arbeitsteilung. Die Königinnen sind nur für die Eiablage zuständig. Dagegen kümmern sich die Arbeiterinnen um die Versorgung der Königinnen, der Eier, sowie der Larven und Puppen.

    Sie nehmen Ausbesserungen und Umlagerungen in dem wohlgeordneten Nest vor. Neben Wachdiensten, die gegen Eindringlinge gerichtet sind, gehört auch die Nahrungssuche zu ihren Aufgaben. Männliche Ameisen kommen nur zur Paarungszeit vor und sterben kurz nach der Begattung der Königinnen. Tschüss!

    22 Kommentare

    22 Kommentare
    1. Super erklärt

      Von Michaela Zanev, vor 10 Monaten
    2. Das video hat den staat der ameise sehr gut erklärt

      Von Oliver, vor 11 Monaten
    3. Das Video ist super und hat mir echt weiter geholfen.

      Von Lotta, vor mehr als einem Jahr
    4. Ich finde das Video toll

      Von Sylviaulshoefer, vor mehr als 2 Jahren
    5. cool

      Von Andreas Ziemons, vor mehr als 2 Jahren
    Mehr Kommentare

    Der Ameisenstaat – Rote Waldameise Übung

    Du möchtest dein gelerntes Wissen anwenden? Mit den Aufgaben zum Video Der Ameisenstaat – Rote Waldameise kannst du es wiederholen und üben.
    • Benenne die Bestandteile eines Ameisenbaus.

      Tipps

      Die Königin ist für das Ablegen der Eier zuständig. Ihre Kammer befindet sich ziemlich tief in der Erde. Hat sie Eier abgelegt, werden ihr diese sogleich von Arbeiterinnen abgenommen und in die Eierkammer gebracht, die ganz in der Nähe ist.

      Die Ameisen wachsen aus den Eiern zu Larven heran. Später werden sie zu Puppen.

      Lösung

      Das Zuhause von Ameisen ist ebenso strukturiert und organisiert wie die Arbeitsteilung. Viele Kammern und Gänge durchziehen den Ameisenbau. Das unterste Stockwerk beherbergt die Königinnenkammer und die Kammer für die Eier. Larven und Puppen leben in den oberen Stockwerken. Es gibt auch Vorratskammern für gesammelte Nahrung oder Kammern, in denen Ameisen Pilze als Futterquelle züchten. Die männlichen Ameisen spielen nur beim Hochzeitsflug und damit für die Begattung der Königinnen eine Rolle.
      Arbeiterinnen sind neben der Brutpflege auch dafür zuständig, immer wieder neue Gänge zu bauen, andere zu schließen und das Nest vor Wasser zu schützen.

    • Zeige auf, dass die Aufgaben in einem Ameisenstaat streng verteilt sind.

      Tipps

      Die männlichen Ameisen haben nur eine einzige Aufgabe. Die Königin hat immerhin zwei Aufgaben zu erledigen.

      Lösung

      Wahnsinn – es gibt eigentlich keine Ameise, die nichts tut. Alle sind fleißig und gehen ihren Aufgaben nach. Urlaub und Ferien scheint es in einem Ameisenhügel nicht zu geben.

      Die Königinnen legen ununterbrochen Eier ab und sind für die Gründung eines neuen Ameisenstaates zuständig. Nach dem Hochzeitsflug verlieren sie ihre Flügel, die sie nun nicht mehr benötigen.

      Männliche Ameisen begatten die jungen Königinnen. Danach sind sie eigentlich nutzlos. Deshalb werden sie aus dem Nest vertrieben und sterben. Sie haben immer Flügel.

      Arbeiterinnen gibt es in einem Ameisenstaat sehr viele. Sie teilen sich verschiedene Aufgaben:

      • Pflege und Reinigung des Ameisenbaus
      • Brutpflegerinnen kümmern sich um die Eier der Königinnen, um die Larven und um die Puppen.
      • Im Außendienst begeben sich Arbeiterinnen auf Nahrungssuche und transportieren das Futter zum Nest.
      • Wächterinnen bewachen das Nest und warnen die anderen bei Gefahr.

    • Bestimme staatenbildende Insekten.

      Tipps

      Hier siehst du eine Wespe. Kannst du die Wespentaille zwischen dem Hinterleib und der Brust erkennen? Sie ist besonders dünn.

      Mücken und Fliegen sind zwar Insekten, sie leben aber nicht in einem Staat zusammen.

      Lösung

      Zu den staatenbildenden Insekten gehören neben den Ameisen noch Bienen, Wespen, Hummeln und Termiten.

      Sie zeichnen sich dadurch aus, dass die Aufgaben in diesem Staat verteilt sind. Dies passiert zum Wohle der Allgemeinheit.

    • Arbeite heraus, wie eine Ameisenstraße entsteht.

      Tipps

      Ameisen kommunizieren über Duftstoffe, so wie viele andere Insekten auch. Je mehr Ameisen diese Duftstoffe versprühen, umso stärker nehmen andere Ameisen sie wahr. So entsteht eine Duftstraße, der viele Ameisen folgen.

      Lösung

      Ameisen können mit ihren Fühlern nicht nur fühlen, wenn sie etwas berühren. Sie können damit auch Duft- und Geschmacksstoffe wahrnehmen. Die Fühler der Ameisen sind also so etwas wie ein Zungenersatz. Fast alle Insekten kommunizieren über Duftstoffe. So schaffen sie es, einen Partner zu finden, das Revier zu markieren oder Nester und Nahrungsquellen zu finden.

      Hat eine Arbeiterin eine gute Nahrungsquelle gefunden, wie einen Apfel, dann versprüht sie auf dem Weg zum Nest Duftstoffe. Andere Ameisen nehmen sie wahr und folgen der Spur. Sie geben ebenfalls Duftstoffe ab. So wird die Spur immer deutlicher, sodass sie von immer mehr Ameisen wahrgenommen wird. Auf diese Weise entsteht eine Ameisenstraße.

    • Gib an, was auf dem Speiseplan von Ameisen steht.

      Tipps

      Ameisen fressen sehr gern Pflanzensamen.

      Baumharz und Vogelknochen sind viel zu hart für die Ameisen. Außerdem sind sie nicht sonderlich nahrhaft. Aus Baumharzen wurden vor langer Zeit Bernsteine.

      Lösung

      Ameisen sind Allesfresser. Sie ernähren sich vom Honigtau, den Blattläuse abgeben. Außerdem sammeln sie Pflanzensamen und Pflanzenblätter. Auch kleine Tiere wie Raupen, Spinnen oder Würmer werden von Ameisen gerne gefressen. Sie beseitigen auch tote Tiere vom Waldboden und halten ihn so sauber.

    • Untersuche verschiedene Strategien, um die Wintermonate zu überstehen.

      Tipps

      Frösche verfallen im Winter in eine Winterstarre. Das passiert nicht nur im Winter. Immer wenn es kalt ist, erstarrt ihr Körper, bis es wieder wärmer ist.

      Dachse halten Winterruhe.

      Lösung

      Im Winter ist es meistens ganz schön kalt. Der Körper braucht also mehr Energie, um die Körpertemperatur aufrechterhalten zu können. Da das Futter im Winter aber meist knapp ist, z.B. weil eine dicke Schneedecke das Gras überdeckt, haben sich viele Tiere eine Möglichkeit einfallen lassen, um den Energieverbrauch gering zu halten.

      Während der Winterruhe und dem Winterschlaf suchen sich die Tiere einen geschützten Ort, meist eine Höhle. Die Körpertemperatur wird herabgesetzt, der Herzschlag und die Atmung stark verlangsamt. So wird viel weniger Energie verbraucht.

      Fallen Tiere in Kälte- oder Winterstarre, können sie sich nicht mehr bewegen. Sie sind erstarrt. Erst wenn die Temperaturen wieder hoch genug sind, werden sie aus dieser Starre gelöst. Auch Ameisen fallen in die Winterstarre. Diese verbringen sie in ihrem Nest so weit wie möglich unter der Erde.

      Es gibt auch Tiere, die im Winter aktiv sind. Sie finden also auch im Winter genügend Nahrung und müssen so ihren Energieverbrauch nicht herunterschrauben.

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