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Vererbungsregeln – 1. mendelsche Regel

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Maja O.
Vererbungsregeln – 1. mendelsche Regel
lernst du in der 9. Klasse - 10. Klasse

Grundlagen zum Thema Vererbungsregeln – 1. mendelsche Regel

Inhalt

Vererbungsregeln – 1. Mendelsche Regel

Merkmale, die vererbt werden, können mit Gesetzmäßigkeiten, den sogenannten Vererbungsregeln, nachvollzogen werden.
Der Augustinermönch Gregor Mendel stellte im Jahr 1865 drei Vererbungsregeln auf. Diese bilden die Grundlage der Vererbungslehre. Mithilfe von Kreuzungsversuchen an Erbsenpflanzen und der anschließenden statistischen Auswertung der Ergebnisse konnten die drei Mendelschen Regeln aufgestellt werden.
Wir schauen uns nun die 1. Mendelsche Regel, die sogenannte Uniformitätsregel, an.

1. Mendelsche Regel – Definition

Die 1. Mendelsche Regel lautet folgendermaßen:
„Kreuzt man zwei reinerbige (homozygote) Eltern, die sich in einem Merkmal voneinander unterscheiden, so erhält man in der ersten Filialgeneration Nachkommen, die bezüglich dieses Merkmals untereinander gleich sind.“

Aber was genau besagt die 1. Mendelsche Regel? Um das im Detail zu verstehen, müssen zunächst wichtige Begriffe der Genetik definiert werden.

Genetische Begriffe

Für die 1. Mendelsche Regel sind die Begriffe Parentalgeneration und erste Filialgeneration wichtig. Die Parentalgeneration wird mit dem Buchstaben P abgekürzt und entspricht der Elterngeneration. Die daraus resultierende erste Nachkommengeneration bezeichnet man als erste Filialgeneration. Diese wird mit F1 abgekürzt.

Zudem unterscheidet man zwischen Phänotyp und Genotyp. Unter dem Phänotyp versteht man die Gesamtheit des äußeren Erscheinungsbilds eines Individuums. Der Phänotyp umfasst somit alle Merkmale eines Individuums. Diese Merkmale sind genetisch erbliche Eigenschaften, wie beispielsweise die Blütenfarbe von Erbsenpflanzen.
Unter dem Genotyp versteht man die Gesamtheit aller Gene, die in einem Individuum vorkommen. Gene sind für die Ausbildung der phänotypischen Merkmale verantwortlich. Ein Gen bezeichnet immer einen spezifischen Chromosomenabschnitt, der den Bauplan für ein Eiweiß beinhaltet. Vereinfacht gesagt trägt ein Gen die Informationen für eine bestimmte Merkmalsausprägung (z. B. die Erbsenfarbe).

Merkmalsausprägungen liegen Genvarianten zugrunde. Diese Genvarianten werden als Allele bezeichnet. In Körperzellen liegt der doppelte (diploide) Chromosomensatz vor. Das heißt, von jedem Chromosom und somit auch von jedem Gen liegen dort zwei Varianten. Dabei stammt ein Allel von der Mutter und eines vom Vater. Der Genotyp wird mit zwei Buchstaben beschrieben, die für diese beiden Allele stehen.

Ein Allel kann dominant oder rezessiv sein. Das merkmalsbestimmende Allel bezeichnet man als dominant, da es sich bei der Merkmalsausbildung durchsetzt. Dominante Allele werden grundsätzlich in Großbuchstaben geschrieben (z. B. A). Das rezessive Allel wird von dem dominanten Allel unterdrückt, sodass sich die Merkmalsform des rezessiven Allels nicht ausbilden kann. Daher wird es auch als merkmalsunterlegenes Allel bezeichnet und in Kleinbuchstaben geschrieben (z. B. a).

Merkmalsausprägungen können entweder homozygot oder heterozygot vorliegen. Als homozygot bezeichnet man eine Merkmalsausprägung, bei der zwei gleiche Allele vorliegen. Der Genotyp kann also beispielsweise entweder AA oder aa sein. Diese Form bezeichnet man auch als reinerbig. Als heterozygot bezeichnet man zwei ungleiche Allele. Dabei liegen ein dominantes und ein rezessives Allel vor. Dieser Genotyp wird als mischerbig bezeichnet und zum Beispiel mit Aa abgekürzt.

1. Mendelsche Regel – einfach erklärt

Um die Vererbungsregeln aufzustellen, führte Gregor Mendel Versuche mit Erbsenpflanzen durch. Wie er dabei vorgegangen ist und was er herausgefunden hat, erklären wir in den folgenden Abschnitten.

Voraussetzungen für die Kreuzungsversuche

Die Erbsenpflanze ist ein gutes Forschungsobjekt für Vererbungsversuche, da die Pflanze sowohl Selbstbestäuber als auch Selbstbefruchter ist. Für das Experiment sind folgende Voraussetzungen notwendig:

Es müssen homozygote (reinerbige) Pflanzen verwendet werden, die unterschiedliche Allelausprägungen aufweisen. Die Pflanzenwahl sollte auf eine gut geeignete Pflanzensorte fallen, die sich leicht fortpflanzt und bei der eine künstliche Befruchtung gut möglich ist. Zudem sollte im Vorfeld bekannt sein, dass sich die zwei Pflanzen untereinander vermehren können, sodass Mischlinge (Hybride) aus den beiden Pflanzensorten gebildet werden können. Die ausgewählten Pflanzen müssen sich zusätzlich in einem erblichen Merkmal unterschieden. Dies ist besonders wichtig für die phänotypische Merkmalsweitergabe.

1. Mendelsche Regel am Beispiel von Erbsen

Bei Mendels Versuchen lag das Unterscheidungsmerkmal der Parentalgeneration (P) in ihrer Erbsenfarbe. In unserem Beispiel steht das Allel A für die Erbsenfarbe Gelb und das Allel a für die Erbsenfarbe Grün. Die mütterliche Pflanze hat grüne Erbsen und die väterliche Pflanze hat gelbe. Beide Elternteile sind reinerbig, sie haben also jeweils zwei gleiche Allele. Die Mutter trägt demnach im Genotyp die Allelkombination aa (grün) und der Vater die Kombination AA (gelb). Jede mütterliche Keimzelle trägt somit das Allel a und die väterlichen Keimzellen das Allel A. In den Keimzellen liegt nur der einfache Chromosomensatz vor, da zwei Keimzellen bei der Befruchtung miteinander verschmelzen und dann einen zweifachen Chromosomensatz bilden. Mehr zum Thema Befruchtung bei Pflanzen findest du hier: Befruchtung Pflanzen.

Die Bestäubung und Befruchtung erfolgt bei Erbsenpflanzen durch die Pollen derselben Pflanze, da jede Blüte männliche und weibliche Geschlechtsorgane hat. Für das Experiment werden die Staubbeutel (männliche Geschlechtsorgane) in der Blüte entfernt, um Selbstbefruchtung zu vermeiden. Die Vermeidung der Selbstbefruchtung ist wichtig, damit es zu keinen verfälschten Ergebnissen des Experiments kommt. Die Narbe (weibliches Geschlechtsorgan) wird dann mithilfe eines Pinsels mit den Pollen einer anderen Blüte befruchtet.

Nach der Befruchtung entwickelt sich die erste Filialgeneration (F1). Dabei kommt jeweils eine mütterliche Keimzelle (a) mit einer väterlichen Keimzelle (A) zusammen. Alle Nachkommen der F1-Generation haben also den Genotyp Aa, sind heterozygot und Hybride. Da das Allel A dominant ist, haben alle Nachkommen im Phänotyp die Merkmalsausprägung gelbe Erbsen.

Um das Beispiel für die Mendelschen Regeln zu verdeutlichen, kannst du dir das Kreuzungsschema in der nachfolgenden Abbildung anschauen.

Erklärung der 1. Mendelschen Regel am Beispiel der Erbsenpflanze

Die 1. Mendelsche Regel gilt auch für die reziproke (umgekehrte) Kreuzung. Dies bedeutet, dass das Geschlecht der Eltern bei dem beschriebenen Beispiel getauscht wird. Die grüne Erbsenpflanze ist in diesem Fall der Vater und die gelbe Erbsenpflanze die Mutter.

1. Mendelsche Regel – Kurzfassung

Für einen besseren Überblick über die komplexe 1. Mendelsche Regel kannst du dir die Kurzfassung anschauen.

  • Zur Beschreibung der 1. Mendelschen Regel wird die Kreuzung zwei homozygoter (reinerbiger) Eltern betrachtet.
  • Die Eltern unterscheiden sich in einem Merkmal (der Merkmalsform). Sie haben im Genotyp unterschiedliche Allele (Kombination AA oder aa).
  • Ein Allel ist dominant (A) und ein Allel ist rezessiv (a).
  • Die Individuen der 1. Filialgeneration (F1) weisen alle den gleichen Genotyp (Aa) und Phänotyp auf.
  • Diese Regel gilt auch für die reziproke Kreuzung.

Zur Überprüfung deines neuen Wissens kannst du das Arbeitsblatt zur 1. Mendelschen Regel bearbeiten. Du weißt jetzt, wie die 1. Mendelsche Regel lautet, und verstehst, wie wichtig die Mendelschen Regeln für die Biologie sind.

Transkript Vererbungsregeln – 1. mendelsche Regel

Hallo, willkommen zu dem Video zum Thema „Vererbungsregeln, 1. Mendel’sches Gesetz“. Nach dem Anschauen dieses Videos wirst du in der Lage sein, folgende Fragen zu beantworten: Was sind Vererbungsgesetze? Welche Voraussetzungen sind mit dem 1. Mendel’schen Gesetzes verbunden? Was ist die Aussage des 1. Mendel’schen Gesetzes? Wie hat Mendel seine Kreuzungsversuche durchgeführt? Und: Was versteht man unter einer reziproken Kreuzung? Der Augustinermönch Gregor Mendel widmete sich bei seiner Forschung vor allem der Erbsenpflanze. Er führte Kreuzungsversuche durch und analysierte die Ergebnisse statistisch. Er formulierte im Jahr 1865 die beobachteten Gesetzmäßigkeiten bei der Vererbung der Merkmale. Diese sind heutzutage als „Mendel’sche Gesetze“ oder „Mendel’sche Regeln“ bekannt. Die Vererbungsregeln zeigen, wie Merkmale sich über Generationen zahlenmäßig verteilen und wiederholen. Wir gehen jetzt auf die Voraussetzungen der 1. Mendel’schen Versuche ein. Die Erbsenpflanze ist in vielerlei Hinsicht ein günstiges Forschungsobjekt. Die Erbsenpflanze ist ein Selbstbestäuber und Selbstbefruchter. Das heißt, die Bestäubung und somit die Befruchtung erfolgt durch Pollen derselben Pflanze. Jede Blüte der Erbsenpflanze enthält weibliche und männliche Organe. Die Narbe bildet zusammen mit Griffel und Fruchtknoten die weiblichen Blütenanteile, den so genannten Stempel. Die Staubblätter mit den Pollen, beziehungsweise Blütenstaub, entsprechen den männlichen Blütenanteilen. Bei der Befruchtung werden Pollen von den Staubblättern auf die Narbe übertragen. Mendel musste für seine Kreuzungsversuche sichergehen, dass keine Selbstbefruchtung stattfindet. Hierfür ging er folgendermaßen vor. Die Staubbeutel, beziehungsweise die ganzen Staubblätter, wurden abgeschnitten, um eine Selbstbefruchtung zu vermeiden. Danach wurden mit einem Pinsel Pollen von der einen Blüte auf die Narbe der anderen Blüte übertragen. Bei dieser Pollenübertragung handelt es sich beim Pollenspender um den männlichen Elternteil und bei der anderen Pflanze, die als Pollenempfänger dient, handelt es sich um die weibliche Elternpflanze. Die erste Voraussetzung ist somit die künstliche Bestäubung. Mendel hat für seine Kreuzungsversuche ausschließlich reinerbige Pflanzensorten eingesetzt. Reinerbige Pflanzen zeigen seit Generationen das gleiche Merkmal. Zum Beispiel blühen sie seit Generationen ausschließlich in Purpurfarben oder sie zeigen seit Generationen nur grüne Erbsen. Genetisch ausgedrückt handelt es sich um homozygote Pflanzen. Mendels Wahl geeigneter Sorten der Erbsenpflanze waren von Bedeutung. Sie mussten sich in einem klar erkennbaren Merkmal unterscheiden. Dieses Merkmal musste erblich sein. Außerdem mussten Hybride, also Mischlinge dieser beiden Erbsensorten, möglich sein. Mendel kreuzte bei seinen ersten Versuchen Pflanzen mit grünen Erbsen mit Pflanzen mit gelben Erbsen. Man spricht von der Parentalgeneration, abgekürzt P. Durch die Kreuzung erhielt er viele Nachkommen. Diese Nachkommen werden auch als erste Filialgeneration bezeichnet. Abgekürzt F1. Interessanterweise wiesen alle diese F1-Nachkommen gelbe Erbsen auf. Ein Merkmal schien sich phänotypisch durchzusetzen. Das andere Merkmal schien unterdrückt zu werden. Bevor wir ein entsprechendes Kreuzungsschema aufstellen, kommen wir auf die wichtigsten genetischen Fachbegriffe zu sprechen. Der Genotyp wird auch als Erbbild bezeichnet. Man versteht darunter in den Erbanlagen verschlüsselte Informationen. Der Phänotyp wird auch als Erscheinungsbild bezeichnet. Man versteht darunter also die äußeren Merkmale, zum Beispiel die Blütenfarbe oder die Farbe der Erbsen. Unter einem Gen versteht man in der klassischen Genetik einen Abschnitt auf dem Chromosom, der für die Ausbildung eines Merkmals verantwortlich ist. Unter einem Allel versteht man eine Genvariante, die für die Ausbildung einer Merkmalsform verantwortlich ist. Ein Gen kann in zwei oder mehreren Varianten, also Allelen, existieren. Beispiel: Das Gen für die Erbsenfarbe existiert in den Allelen gelb und grün. Ein Allel kann dominant sein. Das heißt, ein Allel ist stärker an der Ausbildung eines Merkmals beteiligt als das andere. Das dominante Allel ist also das merkmalsbestimmende Allel. Es wird gekennzeichnet durch einen Großbuchstaben, zum Beispiel A. Ein Allel kann auch rezessiv sein. Das bedeutet, ein Allel wird von einem anderen Allel unterdrückt und ist nicht bei der Ausbildung des Merkmals beteiligt. Man kann somit sagen, es ist ein merkmalsunterlegenes Allel. Rezessive Allele werden mit kleinen Buchstaben gekennzeichnet, zum Beispiel a. In einer Körperzelle liegt jedes Chromosom doppelt vor. Eins stammt von der Mutter, eins vom Vater. Diese homologen Chromosome tragen die gleichen Gene. Diese können in Form des gleichen Allels vorliegen. Hierfür benutzt man den Fachbegriff homozygot. Man sagt auch reinerbig. Das Gen kann zweimal in Form des Allels A vorliegen. Das entspricht dem Genotypen AA. Das Gen kann auch zweimal in Form des Allels a vorliegen. Das entspricht dem Genotypen aa. Beide Genotypen sind homozygot. Es kann auch sein, dass das eine Chromosom das Gen in Form des Allels A trägt und das andere trägt das Gen in Form des Allels a. Man spricht von heterozygot oder mischerbig. Der Genotyp lautet Aa. Meist wird der Großbuchstabe zuerst genannt. Jetzt kennst du alle wichtigen Fachbegriffe, um Mendels Kreuzungsversuche zu verstehen und selber beschreiben zu können. Mendel kreuzte Pflanzen der Parentalgeneration, die den Phänotyp grüne Erbsen aufwiesen mit Pflanzen, die gelbe Erbsen aufwiesen. Die Pflanzen waren reinerbig. Die Pflanze mit den grünen Erbsen wies den Genotyp aa auf. Die Pflanze mit den gelben Erbsen hatte den Genotyp AA. Bei der Bildung der Keimzellen, auch Gameten oder Geschlechtszellen genannt, wird nur eines der Chromosome und somit eines der Allele an die Nachkommen vererbt. Somit bildet der erste Elternteil Keimzellen mit dem Allel a und das andere Elternteil bildet Keimzellen mit dem Allel A. Bei der Befruchtung, also nach der Übertragung der Pollen auf die Narbe, verbinden sich die Keimzellen zu einer Zygote. Aus dieser Zygote wachsen die F1-Nachkommen heran. Die F1-Nachkommen haben den Genotypen Aa. Die F1-Nachkommen der beiden unterschiedlichen homozygoten Eltern sind zwangsläufig heterozygot. Man spricht auch von Hybriden. Da das Allel A dominant ist, haben alle F1-Nachkommen den Phänotypen gelbe Erbsen. Da es bei der Befruchtung nur zu einer möglichen Allelkombination kommen kann, werden alle F1-Nachkommen den gleichen Genotypen und somit den gleichen Phänotypen aufweisen. Mendel formulierte diese Gesetzmäßigkeit folgendermaßen: 1. Mendelsche Regel, auch „Uniformitätsregel“ genannt: Kreuzt man zwei reinerbige, also homozygote Eltern, die sich in einem Merkmal voneinander unterscheiden, so erhält man in der ersten Filialgeneration Nachkommen, die bezüglich dieses Merkmals untereinander gleich sind. Moment, Gregor Mendel hat noch mehr Untersuchungen gemacht und analysiert und hat zur 1. Mendel'schen Regel noch folgende Erkenntnisse hinzugefügt: Die 1. Mendel’sche Regel gilt auch für die reziproke, also umgekehrte, Kreuzung. Was bedeutet das? Mendel wiederholte die gleichen Kreuzungsversuche mit den Pflanzen mit den grünen und gelben Erbsen, bei denen immer gleiche F1-Nachkommen erzeugt wurden. Er kehrte jedoch das Geschlecht der Elternpflanzen um, um zu gucken, ob man immer noch die gleichen Gesetzmäßigkeiten beobachten konnte. Ja, das konnte man. Mendel kam auf die gleichen Ergebnisse bei der reziproken Kreuzung. Wir kommen zu der Zusammenfassung des Videos: Du hast gelernt, was man unter den Vererbungsregeln versteht. Außerdem kennst du jetzt die Voraussetzungen für Mendels erste Versuche. Außerdem hast du wichtige genetische Fachbegriffe gelernt. Du kannst jetzt unterscheiden zwischen Genotyp und Phänotyp, Gen und Allel, dominant und rezessiv, und homozygot und heterozygot. Dir ist jetzt bewusst, wie Mendels Kreuzungsversuche durchgeführt wurden. Du kennst die Aussage der 1. Mendel’schen Regel. Diese wird auch als Uniformitätsregel bezeichnet. Außerdem weißt du jetzt, dass sie auch für die reziproke Kreuzung gilt und was man darunter versteht. Danke für deine Aufmerksamkeit. Tschüss! Bis zu dem nächsten Video.

24 Kommentare

24 Kommentare
  1. Gut verständlich

    Von Karin S., vor 2 Monaten
  2. sehr gut erklärt!

    Von Carmal71, vor mehr als 3 Jahren
  3. sehr gut, Danke

    Von Boldcat, vor mehr als 3 Jahren
  4. Hallo Nicole Flohr, danke für deinen Kommentar. Im Duden stehen beide Schreibweisen "Tschüs" und "Tschüss". Welche häufiger verwendet wird, hängt stark von der Region in Deutschland ab.
    Beste Grüße

    Von Tatjana Elbing, vor mehr als 3 Jahren
  5. Tschüss wird mit doppel ss geschrieben meine schatzis

    Von Nicole Flohr, vor mehr als 3 Jahren
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Vererbungsregeln – 1. mendelsche Regel Übung

Du möchtest dein gelerntes Wissen anwenden? Mit den Aufgaben zum Video Vererbungsregeln – 1. mendelsche Regel kannst du es wiederholen und üben.
  • Bestimme die Voraussetzungen für Mendels Versuche.

    Tipps

    Gregor Mendel hat die Staubbeutel der Erbsenpflanze abgeschnitten, um eine Selbstbefruchtung der Pflanze zu verhindern.

    Lösung

    Gregor Mendel hat für seine Kreuzungsversuche Erbsenpflanzen gewählt, die sich in einem Merkmal unterscheiden (z.B. grüne oder gelbe Farbe der Erbsen), um eine Aussage über die Dominanz der Allele für die Merkmalsausprägung treffen zu können. Dafür musste auch die Entstehung von Hybriden möglich sein. Eine weitere Voraussetzung ist, dass die eingesetzten Pflanzen reinerbig sein mussten, das heißt über mehrere Generationen die gleiche Merkmalsausprägung zeigen. Zusätzlich musste Mendel für die kontrollierte Kreuzung, die er beabsichtigte, die Selbstbestäubung der Erbsenpflanze verhindern und die Pflanzen künstlich befruchten.

  • Definiere die wichtigsten genetischen Fachbegriffe.

    Tipps

    Immer zwei der Fachbegriffe bilden Gegensätze zueinander. Du kannst sie also in folgende Pärchen aufteilen:

    • Phänotyp - Genotyp,
    • dominant - rezessiv und
    • homozygot - heterozygot.

    Lösung

    Die Fachbegriffe Genotyp, Phänotyp, homozygot, heterozygot, dominant und rezessiv sind ganz wichtige Begriffe in der Genetik. Pärchenweise sind sie sehr leicht zu merken, da sie Gegensätze zueinander bilden. Als Genotyp wird das Erbbild des Individuums bezeichnet. Die Buchstaben, die man sehr oft in Kreuzungsschemata sieht, stellen den Genotyp dar. Der Phänotyp hingegen beschreibt das äußere Erscheinungsbild und somit das Merkmal, das man mit bloßem Auge beschreiben kann. Die Begriffe dominant und rezessiv bezeichnen Allele, die stark an einer Merkmalsausprägung beteiligt sind, und welche, die von diesen Allelen unterdrückt werden und nicht zur Merkmalsausprägung beitragen. Wenn ein Individuum auf ein Merkmal bezogen zwei rezessive oder zwei dominante Allele besitzt, spricht man von homozygot, also reinerbig. Wenn ein dominantes und ein rezessives Allel vorhanden sind, spricht man von heterozygot, also mischerbig.

  • Definiere Genotyp und Phänotyp.

    Tipps

    Das Erbbild wird als Genotyp bezeichnet. Rezessive Allele werden meist klein-, dominante großgeschrieben.

    Lösung

    Den Genotyp eines Individuums kann man mit den Begriffen homozygot und heterozygot beschreiben. Wenn auf beiden Chromosomen das Allel in gleicher Form vorliegt (AA oder aa), spricht man von homozygot oder reinerbig. Andernfalls wird der Genotyp als heteroyzgot oder mischerbig bezeichnet (Aa). Meist stellt man das dominante Allel in Großbuchstaben und das rezessive Allel in Kleinbuchstaben dar.

  • Leite den Phänotyp der Filialgeneration aus dem Kreuzungsschema ab.

    Tipps

    Das dominante Allel bestimmt den Phänotyp.

    Lösung

    Alle Nachkommen haben die Fellfarbe schwarz, weil dieses Allel dominant ist. In heterozygoten Individuen wird das rezessive Allel (a) von dem dominanten Allel (A) unterdrückt. Wie du schon gelernt haben solltest, erwartet man entsprechend der 1. Mendelschen Regel bei der Kreuzung reinerbiger Eltern, die sich in einem Merkmal unterscheiden (hier: Fellfarbe schwarz und weiß), bezüglich dieses Merkmals gleiche Nachkommen. Alle Nachkommen haben also den Genotyp Aa und die Fellfarbe schwarz.

  • Erschließe die 1. Mendelsche Regel.

    Tipps

    Die 1. Mendelsche Regel gilt nur für die Kreuzung reinerbiger Eltern.

    Lösung

    Die 1. Mendelsche Regel wird auch als Uniformitätsregel bezeichnet, weil sie besagt, dass bei der Kreuzung von reinerbigen Eltern, die sich in einem Merkmal unterscheiden, bezüglich dieses Merkmals gleiche bzw. uniforme Nachkommen entstehen. Dies bestätigte auch die reziproke Kreuzung. Eine Mischform von zwei Allelen ist bei einem dominant-rezessiven Erbgang nicht möglich, da das dominante Allel das rezessive Allel unterdrückt.

  • Erschließe den Genotyp des Elternteils aus dem Kreuzungsschema.

    Tipps

    Dominante Allele bestimmen den Phänotyp.

    Lösung

    Der Genotyp des schwarzen Meerschweinchens aus der Parentalgeneration kann nach dem Ausschlussprinzip bestimmt werden. Wir wissen bereits, dass dominante Allele den Phänotyp bestimmen, genauso wie wir schon wissen, dass das Merkmal Fellfarbe schwarz dominant vererbt wird. Das bedeutet, dass nur ein dominantes Allel für eine schwarze Färbung des Fells genügt. Das schwarze Meerschweinchen kann also nicht den Genotyp aa haben, weil es sonst weiß wäre. Die 1. Mendelsche Regel besagt, dass bei der Kreuzung reinerbiger Eltern, die sich in einem Merkmal unterscheiden, bezüglich dieses Merkmals gleiche Nachkommen entstehen. Da die Filialgeneration sowohl schwarze als auch weiße Meerschweinchen aufweist, kann das schwarze Meerschweinchen nicht den Genotyp AA besitzen, weil so beide Elternteile homozygot wären. Übrig bleibt nur der Genotyp Aa. Das schwarze Meerschweinchen ist also heterozygot und vererbt sowohl das dominante als auch das rezessive Allel.

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