30 Tage risikofrei testen

Überzeugen Sie sich von der Qualität unserer Inhalte im Basis- oder Premium-Paket.

Überzeugen Sie sich von der Qualität unserer Inhalte.

30 Tage risikofrei testen

Rückkreuzung 06:49 min

Textversion des Videos

Transkript Rückkreuzung

Hallo, willkommen zum Video zum Thema "Rückkreuzung". Wir wiederholen zuerst die 1. und 2. Mendel'sche Regel der Vererbung. Danach wird erklärt, was eine Rückkreuzung ist, und zu welchem Zweck diese durchgeführt wird. Dieses Video baut auf den vorausgegangenen Videos auf. Die Voraussetzung, um dieses Video zu verstehen, sind die Grundbegriffe der klassischen Genetik: Also Kreuzung, Phänotyp, Genotyp, Gen und Allel, homozygot und heterozygot, sowie dominant und rezessiv. Außerdem solltest du wissen, was ein Kreuzungsschema ist und wie man dieses erstellt. Falls du noch Fragen zu diesen Grundbegriffen hast, schau dir vorher die verlinkten Videos an. Holen wir uns also die ersten 2 Mendel'schen Regeln in Erinnerung. Die 1. Mendel'sche Regel wird auch Uniformitätsregel genannt. Kreuzt man reinerbige Individuen, die sich in einem Merkmal unterscheiden, so ist die Tochtergeneration bzw. F1-Generation uniform; das bedeutet, alle Nachkommen sind phänotypisch gleich. Alle Nachkommen sind auch genotypisch untereinander gleich. Dabei spielt es keine Rolle, ob väterliche oder mütterliche Merkmale vertauscht werden. Die 2. Mendel'sche Regel wird auch Spaltungsregel genannt. Kreuzt man die heterozygoten F1-Nachkommen untereinander, dann spaltet die F2-Generation sich im Verhältnis 3:1 auf. Dies ist der Fall beim dominant-rezessiven Erbgang, bzw. 2:1:1 auf, dies ist der Fall beim intermediären Erbgang.   Kommen wir also zur Rückkreuzung: Darunter versteht man eine Testkreuzung eines rezessiven, homozygoten Organismus mit einem anderen Organismus, der einen dominanten Phänotypen hat, aber einen unbekannten Genotypen. Diese Rückkreuzung wird also durchgeführt zur Bestimmung des Genotyps. Nehmen wir als Beispiel die von Mendel benutzten Erbsenpflanzen, die purpurfarbene oder weiße Blüten aufwiesen. Alle Erbsenpflanzen mit weißen Blüten haben den Genotypen aa, da das dominante Allel A für die Ausprägung der purpurfarbenen Blüte zuständig ist, können die Erbsenpflanzen mit purpurfarbenen Blüten entweder reinerbig, also homozygot mit AA oder mischerbig, also heterozygot mit Aa sein. Der beste Weg, einen Genotyp zu bestimmen, ist die Kreuzung eines Organismus mit einem anderen, der das rezessive Merkmal zeigt. Man nimmt also Pflanzen mit purpurfarbenen Blüten, den unbekannten Genotyp und kreuzt sie mit heterozygoten Erbsenpflanzen mit weißen Blüten, diese zeigen also den rezessiven Phänotypen. Der Genotyp der Pflanze mit den purpurfarbenen Blüten lässt sich aus dem Genotyp der Nachkommen ableiten. Gehen wir jetzt darauf ein, wieso das so ist. Um das Thema leichter verständlich zu machen, zeichnen wir jetzt ein Kreuzungsschema. Wir kreuzen also Erbsenpflanzen mit dem dominanten Phänotypen und den rezessiven Phänotypen. Die Pflanzen mit den purpurfarbenen Blüten und den dominaten Phänotypen haben einen uns unbekannten Genotypen, dieser könnte entweder AA sein oder Aa. Die Erbsenpflanzen mit dem rezessiven Phänotypen haben hingegen einen bekannten Genotypen, dieser kann nur aa sein. Um herauszufinden, welche Allel-Kombinationen möglich sind, zeichnen wir für jeden Fall unterschiedliche Rekombinationsquadrate. Nehmen wir als erstes an, dass es sich bei der Elternpflanze um eine purpurfarbene Blüte handelt, die den Genotypen AA hat. Wir schreiben in die linke Spalte alle möglichen Keimzellen der Pflanze mit den weißen Blüten, also in beiden Fällen a. In die obere Zeile schreiben wir die möglichen Keimzellen der Pflanze mit den purpurfarbenen Blüten, also in diesem Fall AA. Das ergibt 4 Mal Aa; das bedeutet, alle Nachkommen der F1-Generation sind purpur. Zeichnen wir das gleiche Rekombinationsquadrat für den Fall, dass die Erbsenpflanze mit den purpurfarbenen Blüten den Genotyp Aa aufweist. Das ergibt 2 Mal Aa und 2 Mal aa; das bedeutet, die Hälfte der Nachkommen hat den Phänotypen purpurfarbene Blüten, die andere Hälfte hat den Phänotypen weiße Blüten. Das bedeutet, wenn in der F1-Generation weiße Blüten vorkommen, dann können wir daraus schließen, dass die Pflanze mit dem unbekannten Genotypen der Elterngeneration auf jeden Fall heterozygot sein muss und im Genotyp Aa trägt. Fassen wir jetzt zusammen, was du in diesem Video gelernt. Als erstes haben wir die 1. Mendel'sche Regel wiederholt, die sogenannte Uniformitätsregel. Danach haben wir die 2. Mendel'sche Regel besprochen, die sogenannte Spaltungsregel. Als nächstes haben wir näher die Rückkreuzung besprochen. Du weißt jetzt, was eine Rückkreuzung ist, wie man diese durchführt und wie man mithilfe von einer Rückkreuzung den Genotypen eines Organismus bestimmen kann, wenn dieser einen dominanten Phänotypen ausprägt. Danke für deine Aufmerksamkeit! Bis zum nächsten Video! Tschüss!

6 Kommentare
  1. Serpil

    Hallo Naomi,
    bei der Kreuzung einer Pflanze werden meist mehrere Blüten befruchtet. Bei einer erfolgreichen Befruchtung entstehen Früchte mit vielen Samen, die die Erbanlagen der Parentalgeneration tragen. Die Allele werden also nicht wortwörtlich weitergegeben, sondern nur Kopien davon, die in den Pollensäcken und den Eizellen enthalten sind. Aus mehreren Samen entstehen dann mehrere Individuen. Ich hoffe, das beantwortet deine Frage.
    Viele Grüße aus der Redaktion

    Von Serpil Kilic, vor 3 Monaten
  2. Default

    Kann bei der Parentalgeneration nicht eigentlich jeweils ein Allel an die Nachkommengeneration weitergegeben werden ? Also, ich verstehe nicht, weshalb nach der Parentalgeneration mehrere Keimzellen gebildet werden können. LG

    Von Naomi Strippel, vor 3 Monaten
  3. Serpil

    Hallo Jacqueline,
    man erkennt den Genotyp an der F1-Generation. Wenn man die Blume mit der purpurnen Blüte mit einer homozygoten Blume mit einer weißen Blüte (aa) kreuzt und sowohl weiße als auch purpurne Blüten in der Nachfolgegeneration vorkommen, weiß man, dass die purpurne Blume heterozygot (Aa) gewesen sein muss. Da das Gen für das Merkmal weiß rezessiv vererbt wird und zwei Allele vorhanden sein müssen, damit das Merkmal "weiß" ausgeprägt wird, müssen beide Blumen mindestens ein Allel a besitzen. Wenn die purpurne Blume homozygot AA ist, werden die Individuen der Folgegeneration den Genotyp Aa haben und purpur erscheinen.
    Ich hoffe, das hilft dir weiter! :)
    LG

    Von Serpil Kilic, vor etwa einem Jahr
  4. Default

    Woher weiß man dann welcher Genotyp ( von den verschiedenen 2 Kreuzungen ) der Genotyp ist der gesucht ist ? Muss dann in dem Quadrat beide Merkmale vorhanden sein oder wie wird das entschieden ?

    Liebe Grüße Jacqueline :)

    Von Jacqueline Siemann , vor etwa einem Jahr
  5. Default

    Sehr verständlich erklärt und leicht zu folgen.

    Von Bdeurope, vor mehr als 2 Jahren
  1. Default

    GUT GEMACHT

    Von Victor Martinov, vor mehr als 3 Jahren
Mehr Kommentare