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Fortbewegung von Fischen 05:38 min

Textversion des Videos

Transkript Fortbewegung von Fischen

Hallo! Wie sich Menschen an Land fortbewegen, das weißt du. Sie gehen und verwenden dafür ihre Beine. Und wie sieht das im Wasser aus? Beim Brustschwimmen stoßen Menschen das Wasser mit Bewegungen, die einem schwimmenden Frosch ähneln, nach hinten. Beim Kraulen sieht das so aus - die Beine strampeln dabei und verschaffen Vortrieb. Aber wie machen das Fische?

Fische haben weder Arme noch Beine und sind doch viel schnellere Schwimmer als der Mensch. In diesem Video zeigen wir dir, wie sich Fische fortbewegen. Und du wirst sehen, dass es da von Fischart zu Fischart durchaus Unterschiede gibt.

Die Flossen

Das wichtigste Fortbewegungsmittel von Fischen sind die Flossen. Flossen bestehen aus knorpeligen oder knöchernen Flossenstrahlen, die von einer Haut überzogen sind. In der Regel besitzt ein Fisch paarige Brust- und Bauchflossen, eine Afterflosse, eine Schwanzflosse und eine Rückenflosse. Die Flossen dienen nicht nur zur Fortbewegung, sondern auch zur Steuerung.

Die Fortbewegung des Fisches

Die meisten Fische verwenden zur Fortbewegung ihre hin- und her- schlagende Schwanzflosse. Zusätzlich vollführen sie mit ihrem Rumpf eine schlängelnde Bewegung. Die Bachforelle ist ein Beispiel für diese klassische Fortbewegungsart. Rücken- und Afterflosse stabilisieren dabei die Lage des Fisches im Wasser.

Brust- und Bauchflossen werden hauptsächlich zur Steuerung verwendet. Sie können aber auch zum Bremsen dienen. Obwohl sich die meisten Fische auf diese Weise fortbewegen - also Antrieb durch Schwanzflosse plus Schlängeln, gibt es durchaus Ausnahmen.

Der Schwertfisch etwa liegt ganz starr im Wasser, sein Körper schlängelt gar nicht. Aber dank seiner starken Schwanzflosse gehört er zu den schnellsten Schwimmern überhaupt. Er bringt es auf bis zu 100 Kilometer pro Stunde!

Beim Palettendoktorfisch sind es die Brustflossen, die den Antrieb übernehmen - die Schwanzflosse dient allein zum Lenken.

Der Drückerfisch wiederum bewegt sich mit der gleichzeitigen Bewegung von Rücken- und Afterflosse fort.

Ein Kugelfisch wiederum benutzt alle Flossen gleichzeitig, um vorwärts zu kommen. Du siehst, wieviele und welche Flossen zur Fortbewegung verwendet werden, ist von Art zu Art unterschiedlich.

Beispiel Grundel

Wir wollen uns noch ein paar Beispiele von ganz besonderen Fortbewegungsarten ansehen. Die Grundel hat keine Schwimmblase und sinkt daher auf den Grund des Gewässers. Sie ist ein Bodenbewohner. Zur Fortbewegung drückt sie sich mit ihrem Schwanz vom Boden ab und hopst vorwärts statt zu schwimmen.

Beispiel Zitteraal

Der Zitteraal wiederum besitzt nur sehr kleine Brustflossen. Rücken-, Schwanz- und Bauchflossen fehlen ihm gänzlich. Dafür erstreckt sich die Afterflosse als Flossensaum über die gesamte Länge des Fisches. Den Antrieb besorgen rhythmische Bewegungen der langen Afterflosse, die in kleinen Wellen durch den Flossensaum tanzen.

Beispiel Thunfisch

Der Thunfisch benutzt - ähnlich wie der Schwertfisch - kaum seinen Rumpf zur Fortbewegung. Das Schlängeln entfällt fast gänzlich. Dennoch sind Thunfisch außerordentlich schnelle Schwimmer.

Für ihre Spitzengeschwindigkeiten legen sie ihre Rücken-, After- und Bauchflossen in rillenförmige Vertiefungen. So minimieren sie den Wasserwiderstand und bringen es - dank starker sichelförmiger Schwanzflosse - auf bis zu 80 km/h.

Beispiel Hai

Wie die Grundel besitzen auch Haie keine Schwimmblase. Also muss ein Hai ständig in Bewegung sein, um nicht auf den Grund zu sinken. Die Flossen von ihnen sind starr. Haie bewegen sich klassisch fort: Sie schlängeln sich elegant durchs Wasser und vertrauen gleichzeitig auf ihre starke Schwanzflosse, die aus einem oberen und einem unteren Flossenlappen besteht.

Aber Haie beherrschen noch einen ganz besonderen Trick: Indem sie Wasser mit hoher Geschwindigkeit aus den Kiemenhöhlen drücken, machen sie sich das Rückstoßprinzip zunutze und können so ihre Geschwindigkeit nochmal erhöhen. Der Mondfisch kann das übrigens auch.

Zusammenfassung

Zur Fortbewegung nutzen Fische ihre Flossen. Dabei spielt die Schwanzflosse meist die wichtigste Rolle. Die übrigen Flossen dienen zur Stabilisierung und Steuerung.

Zusätzlichen Antrieb verschafft ihnen ihre schlängelnde Bewegung. Diese wellenhafte Bewegung machen sich Menschen beim Schwimmstil namens Schmetterling - oder auch Delfin genannt - zunutze. Probiers mal aus! Tschüss und bis zum nächsten Mal!

12 Kommentare
  1. Super Hammer cool macht richtig Spaß 😁😄😀😃😄😁😆😂🤣😊

    Von Madeleine H., vor 6 Monaten
  2. Super
    Total schön gestaltet und illustriert
    Hat mir Freude gemacht dieses Video anzuschauen.
    Vielen Dank
    Herzliche Grüße
    ;) :)

    Von Alenka H., vor mehr als einem Jahr
  3. hi

    Von Sergey Yakhnin, vor mehr als einem Jahr
  4. ihr habt so eine schöne schrift und könnt so gut malen Toll!!! Groses lob!

    Von Nanderle1980, vor fast 2 Jahren
  5. Hallo

    Von S Mrasek, vor etwa 3 Jahren
  1. Hallo Elias,
    alle Abbildungen werden von uns illustriert. Vielen Dank für das Lob :)
    LG

    Von Serpil Kilic, vor mehr als 3 Jahren
  2. Wurden die Bilder von den Fischen selbst gemalt?

    Wen ja dan war das sehr gut gemalt

    Von Elias 2005, vor mehr als 3 Jahren
  3. tank ya :3

    Von Serpiltozlu, vor fast 4 Jahren
  4. Ich fand das mit den Experimenten toll :)

    Von Chandrawali B., vor fast 5 Jahren
  5. Ich fands echt gut

    Von Felimann02, vor etwa 5 Jahren
  6. Super !!!!!!!!

    Von Martina Maria Beck, vor etwa 5 Jahren
  7. Das ist sehr gut erklärt !

    Von Perinpanayagam R., vor mehr als 5 Jahren
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Fortbewegung von Fischen Übung

Du möchtest dein gelerntes Wissen anwenden? Mit den Aufgaben zum Video Fortbewegung von Fischen kannst du es wiederholen und üben.

  • Bestimme die verschiedenen Flossen der Bachforelle.

    Tipps

    Haben Fische Füße?

    Die Flossen sind jeweils nach der Körperregion benannt, an der sie sich befinden.

    Lösung

    Fische besitzen verschiedene Arten von Flossen. Hinten sitzt die Schwanzflosse. Sie ist meist kräftig gebaut und dient häufig dem Vortrieb. Die Brustflossen sitzen direkt hinter dem Kopf an der Unterseite des Fisches. Sie dienen wie die Bauchflossen, die sich hinter den Brustflossen befinden, zur Steuerung. Eine ähnliche Funktion besitzt die Afterflosse. Sie befindet sich auf der Bauchseite am hinteren Ende des Fisches. Die Rückenflosse sitzt auf der Oberseite des Fisches. Durch sie wird der gesamte Fisch im Wasser stabilisiert.

  • Beschreibe, wie sich die Grundel fortbewegt.

    Tipps

    Fische nutzen ihre Schwimmblase, um im Wasser nach oben oder nach unten zu steigen. Sie wird mit bestimmten Gasen oder Luft wie ein Luftballon aufgeblasen. Zum Absinken lässt der Fisch das Gas entweichen.

    Die klassische Fortbewegungsart der Fische eignet sich besonders für Fische, die durch den gesamten Wasserkörper eines Gewässers schwimmen.

    Lösung

    Wie der Name Grundel schon verrät, leben diese Fische am Grund eines Gewässer. Da sie sich nur dort aufhalten, benötigen sie keine Schwimmblase, um Auftrieb zu erzeugen.

    Um sich fortzubewegen, nutzen sie ihren kräftigen Schwanz. Mit ihm stoßen sie sich vom Grund ab. Auf diese Weise hüpfen sie quasi durch das Gewässer.

  • Ordne den Fischen die verschiedenen Fortbewegungsarten zu.

    Tipps

    Der Hai, die Bachforelle und der Schwertfisch nutzen alle die gleiche Flosse für den Vortrieb.

    Der Kugelfisch unterscheidet sich bei der Fortbewegung von allen anderen genannten Fischen.

    Lösung
    • Die Bachforelle bewegt sich schlängelnd durch das Wasser und nutzt dabei den Vortrieb, der beim Schlagen mit der Schwanzflosse entsteht. Dies ist die klassische Fortbewegungsart bei Fischen.
    • Der Schwertfisch nutzt dagegen nur seine kräftige Schwanzflosse. Sein Körper liegt dabei gerade im Wasser und schlängelt nicht.
    • Der Palettendoktorfisch nutzt hauptsächlich seine Brustflossen, um sich fortzubewegen. Mit ihnen stößt er sich nach hinten ab.
    • Der Drückerfisch schlägt mit Rücken- und Afterflosse und drückt sich mit diesen nach vorne hin ab.
    • Der Kugelfisch nutzt alle Flossen zu Fortbewegung.
    • Der Hai schwimmt ähnlich wie die Bachforelle. Allerdings drückt er Wasser aus seinen Kiemen und nutzt den dabei entstehenden Rückstoß, um noch schneller zu werden.
  • Erkläre die Funktion der Schwimmblase bei der Fortbewegung der Fische.

    Tipps

    Die Schwimmblase kann der Fisch mit Luft oder anderen Gasen füllen.

    Luft ist leichter als Wasser.

    Das Experiment versucht die Funktion der Schwimmblase nachzustellen.

    Lösung

    Die Schwimmblase dient den Fischen, um ihre Höhe im Wasser zu regulieren. Sie kann mit Luft oder einem anderen Gas gefüllt werden. Gase sind leichter als Wasser und steigen deshalb nach oben. Ist die Schwimmblase gefüllt, kann der Fisch also leicht an die Oberfläche steigen. Lässt er die Luft wieder ab, sinkt er nach unten.

    Dieses Prinzip hat Kim in ihrem Experiment nachgestellt. Die Flasche im Wasser entspricht dem Körper des Fisches und der Luftballon seiner Schwimmblase. Kim kann den Luftballon über den Schlauch aufpusten und somit mit Luft füllen. Genau wie die Fische steigt die Flasche im Aquarium nun nach oben. Du kannst dieses Experiment zu Hause auch leicht in der Badewanne oder einem Waschbecken durchführen.

  • Erkläre, warum der Fächerfisch so schnell schwimmen kann.

    Tipps

    Die Stromlinienform zeichnet sich durch einen geringen Strömungswiderstand gegenüber dem Wasser oder auch der Luft aus.

    Wenige Verwirbelungen des Wassers bedeuten wenig Widerstand im Wasser.

    Lösung

    Die hohen Geschwindigkeiten erreicht der Fächerfisch durch seine besonders gute Stromlinienförmigkeit. Das Anlegen der Rückenflosse und sein abgeflachter Körper ermöglichen wenig Verwirbelungen des Wassers beim Schwimmen. Somit kann der Fisch mit weniger Widerstand durch das Wasser gleiten.

    Auch seine Fortbewegungsart, das Schlagen mit der kräftigen Schwanzflosse, unterstützt seine Stromlinienförmigkeit. Der Körper des Fisches liegt dabei nämlich ruhig im Wasser.

    Die große Rückenflosse des Fächerfisches dient dem Zweck der Kühlung. Bei der Jagd treiben mehrere Fächerfische einen Fischschwarm aus kleineren Fischen gemeinsam an die Oberfläche. Dabei legen sie immer wieder kurze und extrem schnelle Sprints ein. Das ist natürlich sehr anstrengend und der Körper des Fisches heizt sich mit der Zeit auf. Nach der Jagd stellt er daher seine Rückenflosse auf. Das darin fließende Blut wird durch das Wasser abgekühlt.

  • Beurteile die Stromlinienförmigkeit der abgebildeten Körper.

    Tipps

    Stromlinienförmige Fische verursachen beim Schwimmen möglichst wenige Verwirbelungen und Widerstand im Wasser. Für die Körper in Lenas Experiment gilt das Gleiche. Probiere es doch mal selbst aus.

    Das Wasser sollte immer gleichmäßig um den Fisch oder den Körper herum gleiten, dadurch kann das Wasser gleichmäßig verdrängt werden und der Körper kommt schneller an sein Ziel.

    Lösung

    In diesem Experiment wirkt die Schwerkraft auf die Körper, daher sinken sie nach unten. Mit welcher Geschwindigkeit sie dies tun, hängt vom Widerstand des Wasser ab. Muss viel Wasser verdrängt werden, ist der Widerstand größer und die Stromlinienförmigkeit gering. Der Körper braucht vergleichsweise lange bis er ganz untergegangen ist.

    Die Stromlinienförmigkeit eines Fisches erleichtert ihm die Fortbewegung. Denn wenn der Fisch weniger Wasserwiderstand überwinden muss, benötigt er weniger Kraft und Energie bei der Fortbewegung.

    Besonders günstig ist es für einen Fisch, wenn das Wasser gleichmäßig an allen Seiten seines Körpers vorbeifließt. Das Wasser sollte dabei möglichst wenig aufgewirbelt werden. Verwirbelungen im Wasser bedeuten, dass das Wasser in verschiedene Richtungen beschleunigt wird. Gegen dieses Wasser muss der Fisch dann zusätzlich ankämpfen.

    Die Körper der Fische haben sich im Laufe der Evolution an die Umstände der Fortbewegung im Wasser angepasst. Heutzutage schaut sich die Technik viele dieser Eigenschaften ab. So orientiert sich Form von Autos und Flugzeugen teilweise an den Körperformen der Fische.