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Fische – Körperform und Schwimmblase 06:13 min

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Transkript Fische – Körperform und Schwimmblase

Fische – Körperform und Schwimmblase

Hallo! Ist dir schon einmal aufgefallen, dass Fische zum Beispiel so aussehen oder so. Vielleicht auch so. Aber niemals so. Warum haben Fische bestimmte Körperformen?

Hast du dich außerdem schon mal gefragt, wie Fische in verschiedenen Wassertiefen schweben können, ohne eine Flosse zu rühren? Das machen sie mit ihrer Schwimmblase. In diesem Video lernst du viel über die Vorteile der Körperform von Fischen und von der Funktionsweise der Schwimmblase.

Ein Fisch in Würfelform, nein so etwas gibt es nicht. Auch einen zylinderförmigen Fisch wirst du niemals sehen. Warum eigentlich nicht? Fische sehen zum Beispiel so aus. Oder so. Wie könnte man die Form von Fischen beschreiben? Die Körperform läuft am Kopf sowie am Schwanzende etwas spitzer zusammen. Man nennt dies spindelförmig.

Die Spindelform verschiedener Fischarten ist mehr oder weniger ausgeprägt. Bei schnellen Schwimmern ist die Spindelform stärker, bei langsamen Schwimmern oder bei Fischen, die sich am Boden aufhalten ist sie schwächer ausgeprägt. Und das hat seinen guten Grund.

Ein Gegenstand, der durchs Wasser gezogen wird verdrängt Wasser. Je besser das Wasser abgleiten kann ohne sich vorne zu stauen, desto weniger Kraft ist nötig, um ihn vorwärts zu schieben.

Wir machen dazu ein kleines Experiment. Das ist ein Glaszylinder voll Wasser. Und das sind unterschiedliche Formen aus Knetmasse. Alle Formen haben das gleiche Gewicht. Nacheinander lassen wir die einzelnen Formen in den Glaszylinder fallen und stoppen dabei die Zeit, die sie benötigen, um auf den Grund des Gefäßes zu sinken.

Das sind die Ergebnisse: Der kugelförmige Körper braucht 4,3 Sekunden. Der tropfenförmige Körper braucht 1,9 Sekunden. Der zylindrische Köper benötigt gar 9,4 Sekunden und der spindelförmige Körper braucht weniger als 1 Sekunde. Der spindelförmige Körper bewegt sich also am schnellsten durchs Wasser, weil das Wasser ohne großen Widerstand an ihm entlanggleiten kann.

Fische sind also spindelförmig, weil sie so mit möglichst wenig Kraftaufwand sehr schnell durchs Wasser gleiten können. Man nennt diese Form auch stromlinienförmig.

Das hat man sich zum Beispiel auch beim Bau von Schiffen zunutze gemacht. Der Bug von Schiffen sieht niemals so aus, weil sich das Wasser vorne stauen würde und das Schiff bei gleicher Kraft viel langsamer wäre. Der Bug von Schiffen sieht meist so aus - das haben die Schiffsbauingenieure von den Fischen gelernt...

Fische können also dank ihrer Körperform leicht durchs Wasser gleiten - aber wie schaffen sie es, in verschiedenen Wassertiefen zu schweben. Auch dazu machen wir ein Experiment.

Das ist ein Luftballon, an dem ein Schlauch angeschlossen ist. Das ganze kommt in zwei mit Draht zusammengebundene Siebe. Das ist unser Fisch. Wenn wird den in ein Wasserbecken legen, wird er untergehen. Nun pusten wir ein wenig Luft in den Ballon. Du wirst sehen, dass unser Modell langsam an die Oberfläche steigt.

Je mehr Luft wir hineinblasen, desto schneller steigt er. Wenn er ganz oben treibt, können wir wieder etwas Luft ablassen. Vielleicht schaffen wir es, genau so viel Luft im Ballon zu belassen, dass unser Modell mittig im Wasser schwebt, also weder steigt noch sinkt. Mit dem gleichen Prinzip arbeitet der Fisch.

Ein Fisch verfügt über ein Organ namens Schwimmblase. Das ist ein Hautsack, der mit Luft gefüllt werden kann. In unserem Experimente stellt der Ballon die Schwimmblase dar. Je nachdem in welcher Wassertiefe der Fisch schwimmen will, füllt er die Schwimmblase mit mehr oder weniger Luft. Ganz schön raffiniert, oder?

Es gibt übrigens auch Fische ohne Schwimmblase. Grundfische wie etwa Welse bleiben ohnehin am liebsten ganz unten - und dafür brauchen sie keine Schwimmblase...

Der spindelförmige Körper von Fischen bietet die optimale Voraussetzung für die Fortbewegung der Fische in ihrem Lebensraum Wasser. Beim Schwimmen in unterschiedlichen Wassertiefen hilft ihnen die so genannte Schwimmblase.

Probier es selber! Mit prall gefüllter Lunge wirst du im Schwimmbad an der Oberfläche treiben. Leerst du deine Lunge, sinkst du langsam ab. Tschüss und bis zum nächsten Mal!

19 Kommentare
  1. Ah okay
    Danke

    Von Ingela Nierobisch, vor 2 Tagen
  2. Hallo Ingela Nierobisch,
    es freut uns, dass dir das Video gefallen hat!
    Zu deiner Frage: Es gibt zwei Mechanismen zur Füllung der Schwimmblase:
    1) Durch Schlucken von Luft, gelangt diese über den Darm in die Schwimmblase.
    2) Das Gas, welches über die Kiemen aufgenommen wurde, gelangt gelöst über die Blutgefäße bis zur Schwimmblase.
    Den zweiten Mechanismus nutzen vor allem Fische in tieferen Gewässern.
    Falls du noch weitere Fragen hast, helfen dir gerne unsere Lehrerinnen und Lehrer des Hausaufgabenchats weiter. Der Chat ist von Montag bis Freitag zwischen 17-19 Uhr für dich da.
    Beste Grüße aus der Redaktion

    Von Tatjana Elbing, vor 11 Tagen
  3. Das Video war super ,doch wie bekommen die Luft der Fische eigentlich in die schwimmblase rein ?

    Von Ingela Nierobisch, vor 21 Tagen
  4. super

    Von Jonas F., vor 7 Monaten
  5. Das Video konnte man gut verstehen, ich fande es toll :)

    Von Frauimmendoerfer, vor 9 Monaten
  1. Das wird die 1 oder 2

    Von Sil Wolf, vor 11 Monaten
  2. toll vol lol
    :-)

    Von Bluebird72, vor 12 Monaten
  3. Mega Mega Mega cooooooooooooooooooooooooooooooooooooooool

    Von Tanja 60, vor etwa einem Jahr
  4. Sehr gutes Video👏👏👏👏👍

    Von Dragon Ball Fan, vor etwa einem Jahr
  5. Hat mir sehr geholfen
    Danke

    Von Alenka H., vor mehr als einem Jahr
  6. sehr hilfreich und das Experiment haben wir in der schule auch mal gemacht :) das video hat mir geholfen danke :D

    Von Avadehghani77, vor etwa 3 Jahren
  7. Da steckt sicher viel Arbeit drin...

    Von Katrinbertschinger, vor mehr als 3 Jahren
  8. Find ich echt klasse

    Von Kobra 34, vor mehr als 4 Jahren
  9. sehr interessante experimente

    Von Chandrawali B., vor fast 5 Jahren
  10. ...

    Von Chandrawali B., vor fast 5 Jahren
  11. ...

    Von Chandrawali B., vor fast 5 Jahren
  12. wow! sehr cool erklärt !

    Von Nicole Karrer ., vor mehr als 5 Jahren
  13. echt super

    Von St.Lusebrink, vor mehr als 5 Jahren
  14. super vidieo danke

    Von Jbernhardt, vor mehr als 5 Jahren
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Fische – Körperform und Schwimmblase Übung

Du möchtest dein gelerntes Wissen anwenden? Mit den Aufgaben zum Video Fische – Körperform und Schwimmblase kannst du es wiederholen und üben.

  • Stelle den Einfluss der Körperform auf die Gleitfähigkeit im Wasser dar.

    Tipps

    Bei diesem Versuch geht es um den Strömungswiderstand, den ein Körper im Wasser besitzt.

    Lösung

    Bei gleich schweren Gegenständen entscheidet die Form darüber, wie schnell ein Körper durch das Wasser gleiten kann. Die Form eines Gegenstandes hat einen deutlichen Einfluss auf den Strömungswiderstand.

    Der spindelförmige Körper mit der flachen und nach vorn und hinten spitz zulaufenden Form gleitet am schnellsten durch das Wasser. Er besitzt den geringsten Strömungswiderstand. Auch schnell gleitet der tropfenförmige Gegenstand. Die Kugel ist deutlich langsamer unterwegs. Am langsamsten gleitet der Zylinder durch das Wasser.

    Für die Fortbewegung im Wasser ist die Spindelform besonders gut geeignet. Viele Fische besitzen einen spindelförmigen Körperbau. Ihre Form wird auch stromlinienförmig genannt. Sie können damit ideal durch das Wasser gleiten.

  • Gib an, wie die Schwimmblase eines Fisches funktioniert.

    Tipps

    Die Schwimmblase des Fisches verhält sich wie ein mit Luft gefüllter Luftballon im Wasser.

    Die Dichte ist gleichzusetzen mit dem spezifischen Gewicht.

    Lösung

    Die Schwimmblase eines Fisches funktioniert ähnlich wie der Luftballon im Wasser im Experiment, der unterschiedlich stark mit Luft befüllt wird.

    Ist die Schwimmblase eines Fisches mit sehr viel Luft gefüllt, dann treibt der Fisch zur Wasseroberfläche. Hat die Schwimmblase genau so viel Luft, dass die Dichte (spezifische Gewicht) des Fisches gleich der Dichte (spezifisches Gewicht) des Wassers ist, dann schwebt der Fisch im Wasser. Hat die Schwimmblase wenig Luft, dann sinkt der Fisch etwas nach unten. Ist in der Luftblase keine Luft mehr, dann treibt der Fisch auf dem Grund des Wassers.

  • Bestimme die günstigste Körperform bei Fischen.

    Tipps

    Je mehr sich die Körperform eines Fisches der Spindelform nähert, umso schneller kann er schwimmen.

    Lösung

    Die meisten Fische haben einen spindelförmigen Körperbau, den man auch stromlinienförmig bezeichnet. Durch diese Form bieten Fische dem Wasser nur geringen Widerstand beim Schwimmen. Fische benötigen dadurch weniger Kraft beim Gleiten durch das Wasser.

    Je kantiger die Köperform ist, umso mehr Widerstand bietet er dem Wasser und umso mehr Kraft muss aufgebracht werden. Deswegen wirst du kaum einen würfelförmigen Fisch finden.

    Bootsbauer machen sich die Stromlinienform beim Bau des Bugs von Schiffen zu Nutze. Die Wasserverdrängung ist geringer und es muss weniger Kraft für die gleiche Geschwindigkeit aufgewendet werden.

  • Entscheide, welchen Einfluss der Wasserdruck auf Schwimmblase und das Schwimmverhalten der Fische hat.

    Tipps

    Der Wasserdruck hat einen Einfluss auf die Größe der Schwimmblase.

    Eine größere Schwimmblase hat ein höheres Volumen. Volumen und Dichte eines Körpers hängen zusammen.

    Die Dichte ist der Quotient aus der Masse eines Körpers und seinem Volumen.

    Lösung

    Wenn der Fisch in die Tiefe schwimmt, presst der Wasserdruck seine Schwimmblase zusammen, sie wird dadurch kleiner. Das gleicht der Fisch aus, indem er Luft nachfüllt, um nicht ganz abzusinken.

    Beim Schweben verändert sich Wasserdruck und Größe der Schwimmblase nicht. Die Dichte des Fisches ist gleich der Dichte des Wassers. Der Fisch bleibt auf gleicher Höhe, er kann schweben.

    Will ein Fisch aufsteigen, genügen oft Flossenbewegungen. Denn dadurch erreicht er eine geringere Wassertiefe, in der der Wasserdruck kleiner ist und somit die gasgefüllte Schwimmblase nicht mehr so stark zusammengedrückt wird und ihr Volumen sich vergrößert.

  • Entscheide, welche Fische eine Schwimmblase besitzen.

    Tipps

    Fische, die sich am Grund des Wassers aufhalten, haben keine Schwimmblase.

    Fische, die keine Schwimmblase besitzen, müssen ständig in Bewegung sein, um nicht zu sinken.

    Lösung

    Mithilfe der Schwimmblase können Fische, ohne die Flossen zu bewegen, im Wasser schweben. Zu diesen Fischen gehören die meisten Knochenfische, z.B. Hering, Forelle, Karpfen, Hecht und Lachs.

    Aber es gibt auch Fische ohne Schwimmblase. Sie leben im Meer. Da sie eine höhere Dichte als das Wasser besitzen, müssen sie ständig ihre Flossen bewegen, um ein Absinken zu vermeiden. Dazu gehören Hai und Rochen.

    Andere Fische ohne Schwimmblase leben am Grund des Wassers, wie Scholle, Flunder, Wels.

  • Charakterisiere Fische und ihre Körperformen.

    Tipps

    Die Pfeilform ist eine leicht abgewandelte Spindelform und ermöglicht ein schnelles Schwimmen.

    Bei der Keilform ist der Kopf vorn breiter und ermöglicht so ein Gründeln auf dem Wassergrund.

    Lösung

    Die Körperform der meisten Fische ist langgestreckt und an Kopf und Schwanz etwas spitz zulaufend. Diese Form wird im Allgemeinen als Spindelform beschrieben.

    Davon gibt es aber einige Abwandlungen, die sich für die jeweiligen Fischarten als günstig herausgestellt haben.

    Die typische Spindelform besitzen viele Fische, z.B. Forelle, Lachs, Zander.

    Eine leichte Abwandlung ist die Pfeilform. Sie ist vor allem bei Raubfischen in ruhigen Gewässern anzutreffen, die schnell hohe Geschwindigkeiten erreichen müssen, z.B. der Hecht.

    Die Plattform findet man bei Fischen, die auf dem Grund des Wassers liegen, wie die Scholle und die Flunder. Sie sind schlechte Schwimmer.

    Eine Keilform besitzen Fische, die auf dem Grund des Wassers ihre Nahrung suchen und dazu ein breites Maul haben, z.B. der Wels. Sie sind auch schlechte Schwimmer.

    Typischer Vertreter der Schlangenform ist der Aal. Sein Körper ist stark verlängert, wodurch er einen geringen Wasserwiderstand besitzt und sich über lange Strecken fortbewegen kann.